Monceau eSL/C: Moderne Elektro-Neuauflage des Mercedes-Benz 350 SL

Copyright Abbildung(en): Monceau Automobiles

Es ist schon einige Jahre her, dass der Mercedes-Benz 350 SL seine Premiere feierte. Um genau zu sein war es am 14. April 1971 so weit. 50 Jahre später kommt er als Stromer auf die Straße zurück. Das belgische Unternehmen Monceau Automobiles hat sich dem Klassiker angenommen und diesen nicht nur modernisiert, sondern auch elektrifiziert. Bis zu 280 km rein elektrisch kann dieser zurücklegen.

Wie Roel Pollen, Geschäftsführer von Monceau Automobiles, zu verstehen gibt habe man sich für ein fantastisches und ikonisches Auto entschieden, welches man durch den Umbau entsprechend ehren möchte. Dabei profitiert das Unter Unternehmen bei der Auswahl des Fahrzeugs davon, dass dieses mit einem zeitlosen Design daherkommt und auch 2021 noch eine gute Figur abgibt. Mit Hilfe moderner 3D-Technik habe man alles für dieses Auto maßgefertigt. Bei der Modernisierung/ Elektrifizierung des Monceau eSL/C setzt man zudem nur auf hochwertige und neue Komponenten, welche den Charme des Klassikers keinen Abbruch tun.

Verbaut sei ein flüssigkeitsgekühlter Akku mit über 50kWh Kapazität, sowie ein Antriebsstrang, der eine vergleichbare Leistung wie das Original hat, aber natürlich viel mehr Drehmoment durch den elektrischen Antrieb. „Die Beschleunigung ist angenehm schnell, das Gesamtgewicht ist geringer als beim Originalfahrzeug und außerdem fast gleichmäßig auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Dies alles sorgt für ein viel dynamischeres Fahrerlebnis“, so Pollen über den Oldtimer-Umbau.

Laut des technischen Direktors Dr. ir. Klaas De Craemer wurde alles dafür getan, dass das Auto ein klassisches Erlebnis bleibt. Und das trotz der völlig veränderten technischen Grundlage. „Das Armaturenbrett hat augenscheinlich immer noch analoge Zeiger, diese werden allerdings an der Rückseite digital vom Bordcomputer gesteuert. Über einen dezenten kleinen digitalen Bildschirm erhält der Fahrer zusätzliche Informationen über die elektrischen Systeme und die Reichweite“, so De Craemer.

Die Reichweite wird von Seiten des Unternehmens mit 280 km angegeben. Gesteuert wird das gesamte Fahrzeug durch eine eigens entwickelte Software, welche aus der jahrelangen Team-Erfahrung im Motorsport und der Formel E hervorgegangen ist. Pollen fügt weiter hinzu: „Natürlich will auch das Auge etwas haben, also haben wir, was die Optik betrifft, unseren eigenen Stempel aufgedrückt. Zum Beispiel auf die besondere Innenausstattung. Aber das halten wir bis zur offiziellen Präsentation noch geheim.“ Die offizielle Vorstellung des Stromers wird im Juni 2021 erwartet. Aktuell feile man noch an den Feinheiten.

Die ersten Aufträge werden bereits geschrieben, Anfragen kommen aus den Benelux-Ländern und Deutschland, aber auch von der Westküste Amerikas und aus Nahost. Für 2022 habe man noch einige Produktionsplätze frei. Einen komplett personalisierten und homologierten elektrischen Monceau eSL/CKlassiker zu fahren, ist ab 169.000 Euro exkl. MwSt. möglich.

Quelle: Monceau Automobiles – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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„Bis zu 280 km rein elektrisch kann dieser zurücklegen. […]

»Die Beschleunigung ist angenehm schnell, das Gesamtgewicht ist geringer als beim Originalfahrzeug und außerdem fast gleichmäßig auf Vorder- und Hinterachse verteilt.«“

Technisch ist IMO besonders interessant, dass so ein eOldtimer – mit 50-kWh-Akku ausgerüstet – weniger als im Original wiegt!
Finanziell ja jenseits meines gewünschten Horizontes – aber mal cool-elektrisches Cruisen leihweise damit … hätte was 🙂

Last edited 3 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Bei zukünftig leichteren Batterien, einer speziellen E-Auto-Plattform und einer vernünftigen Batteriegröße könnten viele E-Autos auf das Gewicht von Verbrennerautos kommen, vor allem wenn diese Verbrenner einen großen und schweren Verbrennermotor haben bzw. hatten.

Leichtere Batterien dürften in einigen Jahren das Ende der Wasserstoff-Autos und -Lkws bedeuten, vor allem in Europa, falls Politik und H2-Lobby das H2-Ende nicht mit massiven Subventionen verhindern.

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