Mobilize Prototyp EZ-1: Erstes Shared Mobility konzipierte Stadt-Fahrzeug

Mobilize Prototypen EZ-1: Erstes Shared Mobility konzipierte Stadt-Fahrzeug

Copyright Abbildung(en): Renault

Im Rahmen der „Renaulution” Strategie stellte die Renault Gruppe ihre neue Mobilitätsmarke Mobilize vor. Mobilize entwickelt und realisiert Mobilitätslösungen der Zukunft: innovative urbane Shared-Mobility-Lösungen für die Personen- und Güterbeförderung entsprechend dem Ziel des Konzerns, CO2-Neutralität zu erreichen und eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Mit dem Prototypen EZ-1 stellt Mobilize sein erstes speziell für die Shared Mobility in der Stadt konzipiertes Fahrzeug vor.

Künftig wird Mobilize, eingeordnet in der Renault Gruppe, die Bereiche Mobilität, Energie und datenbasierte Lösungen in sich bündeln. Hierbei wendet sich die Business Unit an die Kunden, die nachhaltigere Shared-Mobility-Lösungen nutzen wollen. Dabei nutzt Mobilize unter anderem die Expertise von RCI Bank & Services. Die neuen Mobilitätsangebote berücksichtigen die sich verändernden Erwartungen von Endkunden, Unternehmen, Städten und regionalen Behörden.

„Wir freuen uns auf die Veränderung der Automobilwelt, die sich vom Besitz zur Nutzung verlagert. Über das Automobil hinaus wird Mobilize eine breite Palette an innovativen Dienstleistungen in den Bereichen Mobilität, Energie und Daten anbieten. Wir wollen die Autonutzung durch vereinfachte, nachhaltigere und erschwingliche Personen- und Gütermobilität maximieren und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren.“ – Clotilde Delbos, Chief Executive Officer der Marke Mobilize und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Renault Gruppe

Ein erstes, speziell für die urbane Shared Mobility konzipierte Fahrzeug, den Prototypen EZ-1 konnte man bereits vorstellen. Patrick Lecharpy, Mobilize Design Direktor., ordnet den EZ-1 wie folgt ein: „Der EZ-1 passt perfekt in die Stadt. Agil, dynamisch und inklusiv, ist er ein Sinnbild für die neue Marke Mobilize. Ein modernes Fahrzeug, das die Nutzer bei der Veränderung ihres Lebensstils hin zu einer verantwortungsvolleren Mobilität begleitet.“

Renault

Festhalten lässt sich, dass der EZ-1 für zwei Personen gedacht ist. Um im Alltag in der Shared Mobility genutzt werden zu können setzt der Stromer auf einen schlüssellosen Zugang und interagiert mit den Nutzern über deren Smartphone. Gezahlt wird nur für die tatsächlich genutzte Leistung. Gemessen nach Fahrzeit oder die zurückgelegten Kilometer. Dass das E-Fahrzeug für die Stadt gedacht ist, zeigt sich dadurch, dass es der EZ-1 nur auf eine Länge von 2,3 Meter bringt und dadurch wenig Verkehrsfläche für sich beansprucht.

Zudem haben die Nutzer, durch die komplett verglasten Türen, einen ungehinderten Blick auf die umgebende Stadtlandschaft. Der EZ-1 Prototyp verfügt darüber hinaus über ein innovatives Batteriewechselsystem. Alternativ zum konventionellen Laden lässt sich so die Nutzungsdauer verlängern. Der EZ-1 ist nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gebaut. Er besteht zu 50 Prozent aus recycelten Materialien und ist am Ende seines Lebenszyklus zu 95 Prozent recycelbar.

Sollten die Fahrzeuge nicht mehr einsatzfähig sein, werden sie von den Wartungs- und Recyclingservices in der Renault Re-Factory am Standort Flins übernommen. Sind die Batterien der Elektrofahrzeuge nicht mehr für den Einsatz im Fahrzeug geeignet, werden sie von Mobilize recycelt und erhalten ein zweites Leben als stationäre Energiequelle.

Renault

Vonseiten der Renault Gruppe ist angedacht, dass Mobilize mit einem Potenzial von mehr als 6.000 Renault-Händlern in Europa in der Lage sein wird, Mobilitätslösungen für eine Nutzungsdauer von einer Minute bis zu mehreren Jahren in Städten und Gemeinden großflächig anzubieten. Mobilize wird auch sein bestehendes Portfolio an innovativen Mobilitäts- und Energie-Start-ups weiter nutzen, um gemeinsam die besten Lösungen für seine Kunden zu entwickeln.

Gleichzeitig ziele Mobilize auf drei besondere Herausforderungen der Automobilindustrie. Diese kann man wie folgt aufführen:

  • Verringerung der Lücke zwischen Fahrzeugnutzung und -kosten – im Schnitt bleiben Automobile derzeit zu 90 Prozent der Zeit ungenutzt
  • Verbesserung des Restwerts – derzeit sinkt der Wert eines Neufahrzeugs in drei Jahren um über 50 Prozent
  • Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen

Neben der Erschließung der Shared Mobility investiert die Business Unit in die Entwicklung eines Energie-Ökosystems aus intelligenten Ladelösungen und fortschrittlichen Energiespeicherlösungen. Diese eignen sich besonders für Smart Islands, Stadtteilprojekte oder Stadtentwicklungsprogramme mit dem Ziel, CO2-Neutralität zu erreichen. Um die Elektromobilität weiter zu fördern, entwickelt Mobilize über das eigentliche Shared-Mobility-Geschäftsfeld hinaus Lösungen, die die Verbreitung der Elektromobilität allgemein erleichtern sollen. Hierzu gehört ein Ladepass, mit dem Kunden öffentliche Ladepunkte unkompliziert finden und zum Laden europaweit eine einzige Zahlungslösung nutzen können.

Quelle: Renault – Pressemitteilung vom 14. Januar 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Aus dem Artikel:

[…] Mobilize [wird] mit einem Potenzial von mehr als 6.000 Renault-Händlern in Europa in der Lage sein, Mobilitätslösungen […] großflächig anzubieten.

Nur wird sich m.E. die Zahl der Autohändler in den nächsten 10/15 Jahren (etwa) halbieren!

Warum etwas Neues, es hätte genügt den Twizzy mit richtigen Türen zu versehen, die Batteriemiete abzuschaffen und einen günstigen Komplettpreis anzubieten – fertig wäre ein vernünftiges E-Kleinstauto gewesen.

Ich vermute, dass der Twizzy sich bei uns viel besser verkauft hätte, wenn das Konzept anders gewesen wäre.

Warum etwas Neues, es hätte genügt, den Twizzy […]

Ich hingegen sehe den EZ-1 bereits als Nachfolger des Twizzy!
Das „Hintereinander-Sitzen“ hat sich (bei 2-Personen-Nutzung) in urbaner Umgebung IMO nicht wirklich durchgesetzt!
Das Marktsegment „Nebeneinander-Sitzen“ (wie seit Ur-Smart in Stückzahlen erprobt) halte ich dagegen für einfach erfolgversprechender. BTW: Citroen hat’s mit dem Ami vorgemacht.

Last edited 10 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Das nun in Form der Studie Mobilize EZ-1 angekündigte Mikromobil soll Kernelement eines neue Mobilitätsdienstes der Franzosen werden. In dem 2,30 Meter kurzen E-Fahrzeug haben zwei Passagiere hintereinander Platz, vor dem Wetter geschützt durch voll verglaste Türen.

(Quelle: welt.de)

Auch der EZ-1 setzt die Passagiere hintereinander.

Auch der EZ-1 setzt die Passagiere hintereinander.

Sorry – was erzähle ich da für einen Unsinn?! 😉

Wir haben einen Twizy. Er deckt unseren Mobilitätsbedarf als Zweitwagen vollkommen ab. Dass man hintereinander sitzt, sorgt dafür dass auch zwei Erwachsene unbeengt in dem Fahrzeug sitzen können. Leute staunen immer verwundert, wenn aus dem Gefährt zwei Erwachsene steigen. Und egal wo man ist, es werden einem viele Fragen gestellt. Die Leute sind skeptisch interessiert. Ein besserer Twizy wäre schon nicht schlecht, wobei es gerade im Sommer reizvoll ist, dass er keine Fenster hat. Eine Lüftung, eingebaute Sitz- und Lenkradheizung und ein besseres Fahrwerk, was besser gefedert ist wäre für das Fahrzeug super.

Farnsworth

Wir haben einen Twizy. Er deckt unseren Mobilitätsbedarf als Zweitwagen vollkommen ab.

Prima! Ich sehe mind. einmal die Woche einen Schornsteinfeger damit fahren 😉

Dass man hintereinander sitzt, sorgt dafür dass auch zwei Erwachsene unbeengt in dem Fahrzeug sitzen können.

Selber ausprobiert, für mich gilt aber, dass ich mich hinten nicht unbeengt fühle …

Leute staunen immer verwundert, wenn aus dem Gefährt zwei Erwachsene steigen. Und egal wo man ist, es werden einem viele Fragen gestellt.

Ganz derselbe Effekt, wenn aus der Mia 3 (bzw. 4) Personen aussteigen! 🙂

[…] Ein besserer Twizy wäre schon nicht schlecht, […]. Eine Lüftung, eingebaute Sitz- und Lenkradheizung und ein besseres Fahrwerk, was besser gefedert ist wäre für das Fahrzeug super.

Yup – auf unserem monatl. eAuto-Treffen (ja, derzeit leider nicht!) nutze ich immer die Gelegenheit, andere eModelle – und eben auch den Twizzy zu fahren: Vorne ja top, …!

Der EZ-1 wird ggf. vieles (von Deiner Wunschliste?) verbessern, für „Shared Mobility“ vorbereitet sein und ist womöglich auch billiger produzierbar!

BTW: Mein Irrtum wg. der Sitzanordnung beruhte übrigens darauf, dass der Prototyp des Citroen Ami (Nebeneinander-Sitz!) dem des EZ-1-Prototypen seitlich IME schon sehr ähnlich sah:

https://www.elektroauto-news.net/elektroautos/citroen-ami-one-concept-genf

Last edited 10 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Ich war mir beim EZ-1 anfangs unsicher – auf den einen Bildern (siehe hier ganz oben) war nur eine Kopfstütze zu sehen, auf anderen Bildern sah es so aus als wäre der Lenkrad auf einer Seite, erst der Atikel auf welt.de brachte mir Klarheit.

Warum werden als Share Auto eigentlich immer nur so Mini Autos angesetzt? Da könnte ich mich nicht mal reinsetzen, geschweige denn heil wieder rauskommen

Weil die Miniautos billig sein und kein größerer Schaden entsteht, falls sie – wie bei den E-Scootern häufiger geschehen – im Fluss versenkt werden.

Mehrere versunkene E-Scooter sind aus dem Main in Frankfurt gefischt worden. Ein Mitarbeiter eines Verleih-Unternehmens barg die mit Schlamm und Algen bedeckten elektrischen Tretroller am Donnerstag vom Grund des Flusses.

(Quelle: faz.net – September 2019)

Vom Carsharing halte ich im Allgemeinen nicht viel – Hype hin oder her.

Wer was wer da schon alles drin saß und was derjenige hinterlässt. Ob die schlechtbezahlten freien Mitarbeiter der Verleihfirmen es mit der Hygiene genau nehmen oder einfach „Fünfe gerade sein lassen“.

Wenn man sieht wie die unbewachten WCs auf Rastanlagen ausschauen, dann möchte ich mir nicht verstellen, dass so ein „Ferkel“ vor mir den E-Mietwagen benutzt hat, dann lieber ein eigenes kleines E-Auto.

Oder einen großen Plugin

naja, interessanten Ansätze sind dabei.
Zukunftsfähig ist das m.E. nicht.

Wenn das autonome Fahren Einzug hält dann sind eher Firmen wie canoo oder zoox auf der Überholspur, wer fährt da noch selber.
Wer braucht in ner Großstadt überhaupt ein Auto?

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