Microlino 2.0: Serienproduktion-Start ab September; erste Prototypen-Testfahrt

Copyright Abbildung(en): Micro Mobility

Das Unternehmen hinter dem Schweizer Stromer Microlino 2.0., Micro Mobility, verkündet Fortschritte bei der Entwicklung des Fahrzeugs. Mittlerweile habe man den Aufbau des ersten Microlino 2.0 Prototypen abgeschlossen. Eine erste Testfahrt stand ebenfalls schon auf dem Plan und die Erkenntnisse daraus bestätigen die Vorteile gegenüber dem Microlino in seiner ersten Variante. Zudem stellen die Schweizer den Produktionsstart im September 2021 in Aussicht.

Anzumerken ist, dass der Prototyp auf den Fotos nicht ganz dem späteren Serienstand entspricht. „Wie du sicher bemerkt hast, fehlen bei diesem Prototyp noch einige wesentliche Dinge, wie z.B. die LED-Lichtleiste. Diese Features werden Schritt für Schritt in den nächsten Prototypen verbaut werden“, so das Unternehmen in der aktuellen Mitteilung. Die Schweizer führen aber auch aus, dass man im Vergleich zum Gitterrohrrahmen des Microlino 1.0 große Sicherheitsverbesserungen beim Microlino 2.0 erreichen konnte. Möglich wird dies durch die neue selbsttragende Karosserie aus gepressten Stahl- und Aluminiumteilen eine höhere Steifigkeit und Sicherheit, ohne das Gewicht zu erhöhen. Normalerweise wird diese Technologie nur bei echten Autos eingesetzt, der Microlino ist aber das erste Produkt in seiner Kategorie, dass diese Struktur verwendet.

Micro Mobility

Micro Mobility blickt nicht nur nach vorne, sondern auch zurück und gibt zu verstehen: „Die Neuentwicklung eines Fahrzeugs ist extrem schwierig und wir haben das auf die harte Tour gelernt.“ Aus diesem Grund habe man sich auch entschlossen bei der Kommunikation des Zeitplans vorsichtiger vorzugehen. Dennoch wollten sich die Schweizer es sich nicht nehmen lassen einen Blick auf den Zeitplan zu gewähren.

Micro Mobility

Aktuell befindet man sich in der Phase, in welcher der erste Prototyp des Microlino 2.0 seinen Weg auf die Straße gefunden hat. Zwei weitere Prototypen-Fahrzeuge sollen bis Mitte April 2021 auf die Straße kommen. Im Juni 2021 wolle man dann in die offizielle Vorserien-Produktion starten, welche den Weg in die Serienproduktion des Fahrzeugs ebnet. Geht es nach den Schweizern rechnen diese im August 2021 mit der EU-Zulassung des Stromers, um dann einen Monat später die Serienproduktion zu starten und hochzufahren.

Micro Mobility

Insgesamt sind somit fünf Prototypen geplant, die iterativ im Abstand von etwa einem Monat gebaut werden. In dieser Phase wird mit der Herstellung der ersten Werkzeuge (z. B. für Bodypanels) begonnen. Somit möchte man möglichen Zeitverlusten vorbeugen. Wichtigste Phase ist sicherlich der Beginn des Homologationsprozess, um die Straßenzulassung zu erhalten. „Wir gehen davon aus, dass es 2-3 Monate dauern wird, bis wir alle Tests abgeschlossen und die offiziellen Papiere von der Regierung erhalten haben. Wir erwarten demnach, dass wir die EU-Strassenzulassung im Sommer abgeschlossen haben“, so Micro Mobility in der aktuellen Mitteilung.

Micro Mobility

Das Schweizer Familienunternehmen gibt ebenfalls zu verstehen, dass man in dieser Phase bereits mit dem Aufbau der Vorserienfahrzeuge beginnen wird, die letzten Anpassungen vornimmt und mit Testfahrten beginnt, um Zeit zu sparen. „Sobald wir die Typengenehmigung erhalten haben, werden wir wenige Wochen danach mit der Produktion beginnen können und auch die ersten Microlinos ausliefern. Das Ziel ist die Produktion so schnell wie möglich hochzufahren ohne dabei Abstriche in der Qualität zu machen“, so das Schweizer Unternehmen abschließend.

Quelle: Micro Mobility – Pressemeldung vom 10. Februar 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Dieses Auto hat eine großartige Karriere vor sich – wie auch die Produkte von Sono Motors. So sagen es die Firmengründer und deren Beauftragte….de facto haben diese Fahrzeuge keine Chance gegen Großserienbau.

Microlino hätte gute Chancen, wenn es den Bonus gäbe, dann würde er etwa 6.000 Euro kosten und wäre supergünstig, aber so wird er erstmal ein Nischenprodukt bleiben. Vielleicht bewegt sich der Gesetzgeber und es gibt vielleicht einen kleinen Bonus von 6.000 Euro (4.000 + 2.000 vom Hersteller).

Dann wäre die Rechnung: Neuer Microlino-Preis 14.000 Euro – Bonus 6.000 Euro = 8.000 Euro.

Ich bin ja mal gespannt wie sich die großen E-Auto-Hersteller in Zukunft verhalten – werden sie sich überhaupt noch mit „E-Auto unter 30.000 Euro“ beschäftigen oder das ihren Billigmarken, den asiatischen Herstellern und den Startups überlassen?

Den Billigmarken und Startups ueberlassen?
Ja, denn diese werden die bisherigen Herrscher im Markt an die Wand spielen, solange diese nicht begreifen, dass die meisten Menschen keine teuren Karossen fuer mehr als 30000 € brauchen. Und…Qualitaet koennen die auch.

Ein niedliches Teletubbies-Vehikel.
Der Ansatz ist richtig, allerdings nicht zeitgemäß, eine Coverversion kann dem Original selten das Wasser reichen, leider…
Die Sicherheit, Handling (Wetter, uha! 😉 ) lassen einiges zu wünschen übrig..
Ein Livestyle Produkt, wird sicherlich seine Fans finden, Brötchen vom Bäcker holen, ins Kaffehaus OK…
Ein Fahrzeug muss bei mir ein gewisses Vertrauen erwecken…hier ist leider Gottes nicht der Fall… Sorry… 🙁

Es kommt einfach zu spät raus. Sie haben leider den Absprung verpasst. Der Preis ist einfach lächerlich hoch. Leider wieder ein Projekt, was in die Hose geht. Tut mir leid aber immer nur irgend welche Updates und Nachrichten von Prototypen. So nicht Leute. Ich wünsche euch viel Erfolg aber den werdet ihr leider nicht haben. Selber Schuld

Wenn es auch den Bundesanteil für E-Autos gäbe, dann wäre Micolino mit 6.000 Euro supergünstig.

Cool, der Kleine!
Bon chance! Reserviert.

Super geil sofort bestellt. Ich freue mich sehr das es bald los geht!!!!

Witzig und brauchbar; zum Preis eines TWIZZY auch mit internationalen Chancen. Zum angepeilten Preis eher etwas nur fuer die Schweiz, sehr bedauerlich.

Erstmal Abwarten wie es mit Produktion und Verkauf läuft.
Es ist immerhin mal was anderes als der ewige Golfstyle
und SUV Einheitsbrei.
Da nach den BT Wahlen vermutlich ein Tempolimit auf Autobahnen kommt und die Batterien
langfrisig mehr Kapazität bekommen werden kann man sich mal vom Einheitsdesign wegbewegen
und wieder interessante Autodesigns bauen.
Da hat sich eh schon viel getan in den letzten Jahren

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