Erstmals mehr als 50.000 öffentliche Ladepunkte verfügbar

Erstmals mehr als 50.000 öffentliche Ladepunkte verfügbar

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Das Ziel – eine Million öffentliche Ladepunkte im bundesdeutschen Gebiet bis 2030 – ist noch in weiter Ferne, aber der Ausbau geht voran: Mit 1. Dezember 2021 waren bei der Bundesnetzagentur insgesamt 50.901 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge gemeldet. Das sind um 23 % mehr als im Dezember 2020, und um 77 % mehr als im Dezember 2019. In mehr als der Hälfte der Gemeinden in Deutschland steht bisher jedoch noch keine einzige öffentlich zugängliche Ladesäule für E-Autos.

3.500 Betreiber umfasst das Melderegister. Die Hälfte der Ladepunkte wird von den 50 größten Betreibern betrieben. Der Energiekonzern EnBW ist mit knapp 2.900 Ladepunkten der größte unter ihnen, gefolgt von Eon-Tochter Charge-On (etwa 1.700) und Allego (rund 1.600). Die meisten Betreiber (etwa 3.200) haben hingegen weniger als zehn Ladepunkte, beispielsweise im Einzelhandel oder am Unternehmenssitz.

Insgesamt sind mittlerweile ca. 1,5 GW öffentliche Ladeleistung installiert, im Schnitt also 29,8 kW pro Ladepunkt. Der Anteil der Schnellladepunkte steigt kontinuierlich und beträgt aktuell 14,9 % (Vorjahresmonat 13,6 %). Die Anzahl der Ladepunkte mit mehr als 150 kW haben sich im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als verdoppelt, von 1.385 im Jahr 2020 auf 2.936.

Der Großteil der Ladevorgänge wird auch weiterhin im privaten Bereich stattfinden, heißt es beim zum Energiekonzern EnBW gehörenden Betreiber Netze BW. „Die Meldezahlen für private Ladestationen steigen exponentiell“, sagt Markus Wunsch, Leiter Netzintegration Elektromobilität bei Netze BW.

Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladepunkten sind verpflichtet, ihre Ladeinfrastruktur der Bundesnetzagentur zu melden. Diese prüft, ob die technischen Mindestanforderungen eingehalten werden. Normalladepunkte mit Inbetriebnahme vor dem 17. März 2016 oder Ladeleistungen bis 3,7 kW werden im Register jedoch nicht erfasst, können aber freiwillig gemeldet werden. Eine Übersicht der deutschlandweiten Ladepunkte ist unter Ladeinfrastruktur abrufbar.

Quelle: Bundesnetzagentur – Pressemitteilung vom 22.12.2021//next-mobility.de – Das sind die drei größten Ladesäulenbetreiber

Über den Autor

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen.

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Wir brauchen noch viel mehr Ladestationen, insbesondere Schnelllader in Stadtbereichen, bei z.B. Einkaufsmärkten & Co..
Die Bundesnetzagentur sollte zudem sich zur Aufgabe machen die Wucherpreisanbieter abzumahnen, weil diese der ganzen Wirtschaft und den BEVs schaden.
Insbesondere seien die Firmen unter die Lupe zu nehmen, welche für die Errichtung ihrer Ladesäulen EU-Förderungen bekommen haben.
Alle Preise über 50 Cent pro kWh sind absoluter Wucher und gehören gedeckelt.

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