Martorell: Seat weiht Test-Center für Batterien ein

Martorell: Seat weiht Test-Center für Batterien ein

Copyright Abbildung(en): Seat

Der spanische Autobauer Seat hat in seinem Technikzentrum in Martorell ein neues Test Center Energy (TCE) eröffnet. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurden dort mehr als sieben Millionen Euro investiert. Im TCE sollen Energiesysteme für Elektro- und Plug-in-Hybride von Cupra, Seat sowie weiteren Marken des VW-Konzerns entwickelt und getestet werden.

Nach Angaben von Seat ist das neue Zentrum Teil des globalen VW-Netzwerks für Forschung und Entwicklung und das erste dieser Art in Europa außerhalb Deutschlands. Weitere solcher Zentren befinden sich bereits in China und in den Vereinigten Staaten. Es ist Teil des angekündigten fünf Milliarden Euro umfassenden Investitionsplans, mit dem Fahrzeuge und Einrichtungen bei Seat elektrifiziert werden sollen. „Heute ist ein bedeutender Tag für die Zukunft von Seat„, sagte Seat-Boss Wayne Griffiths bei der Eröffnung. Und Entwicklungs-Vorstand Werner Tietz ergänzte: „Wir werden dadurch auch zum Vorreiter für nachhaltige Elektromobilität. Im Rahmen seiner Strategie plant Seat ab 2025 die Produktion von E-Autos in Martorell.

Wie es in der Mitteilung heißt, wurde das 1500 Quadratmeter große Test Center Energy innerhalb von nur 18 Monaten errichtet. Es umfasst verschiedene Räume für die Überprüfung von Batteriemodulen mit modernster Zellchemie-Technologie. Das TCE konzentriert sich derzeit auf Batterien für den Modularen Elektro-Baukasten (MEB) für Elektroantriebe und den Modularen Querbaukasten (MQB) für Hybridantriebe sowie auf unterschiedliche Ladestationen, die für alle Elektrofahrzeuge verwendet werden.

Insgesamt hat das TCE demnach eine Testkapazität von 1,3 Megawatt. Das entspricht dem Stromverbrauch von 350 Haushalten, die sämtliche Elektrogeräte zur gleichen Zeit eingeschaltet haben, oder von 100.000 Mobiltelefonen, die gleichzeitig geladen werden. Mehr als 25 Experten und Expertinnen arbeiten im TCE, in dem jährlich bis zu 6000 vollständige Analysen durchgeführt werden können. Batterien werden im Durchschnitt 17.500 Stunden lang getestet, um eine optimale Leistung unter unterschiedlichsten Bedingungen während ihrer gesamten Lebensdauer zu garantieren.

Zur Einrichtung gehört auch eine Werkstatt, die für das Testen von Elektrofahrzeugen bestimmt ist. Allein auf dem Hochspannungs-Sicherheitsprüfstand könnten etwa 1750 Tests pro Jahr durchgeführt, heißt es. Des Weiteren verfüge das TCE über mehrere Klimakammern, in denen Batterien und Module bei extremen Temperaturen zwischen -25 °C und +55 Grad getestet werden. Ein spezieller Bereich dient dem Bau von Prototypen.

Quelle: Seat – Pressemitteilung vom 21. Dezember 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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