Marelli-Umrichter für Motorsport: kleiner, leichter, besser

Marelli-Umrichter für Motorsport: kleiner, leichter, besser

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Der japanisch-italienische Automobilzulieferer Marelli hat das nach eigenen Angaben erste Leistungsmodul für elektrische und hybride Traktionsanwendungen im Motorsport auf den Markt gebracht. Das neue Modul wurde zusammen mit dem Berliner Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) entwickelt. Das vollständig auf Silizium-Carbid basierende Modul ermöglicht bei geringerem Gewicht und kleineren Abmessungen höhere Wirkungsgrade – im Motorsport und bei Serienfahrzeugen.

Bei Marelli Motorsport setzt man längst nicht mehr nur auf Benzin, sondern auch auf den E-Antrieb. Chef Riccardo De Filippi: „Es ist unsere Aufgabe, technologische Fortschritte zu fördern, die vor allem auf der Rennstrecke entscheidend sein können und gleichzeitig Technologien der nächsten Generation auch für die Straßenfahrzeuge von morgen zu ermöglichen.“

Das Fraunhofer-Institut IZM arbeitet schon seit vielen Jahren an der Verbesserung der SiC-Technologien. Bei dem neuen Modul handele es sich um ein innovatives strukturelles Design ohne Basisplatte, das den thermischen Widerstand zwischen den SiC-Komponenten und der Kühlflüssigkeit drastisch reduziert, heißt es. Im Vergleich zu einem Silizium-basierten Aufbau gleicher Leistung ermögliche die neue Technologie einen Umwandlungs-Wirkungsgrad von bis zu 99,5 Prozent, reduziere Gewicht und Größe um die Hälfte und besitze eine um 50 Prozent höhere Wärmeableitung in das Kühlsystem.

In den letzten Jahren hat sich Silizium-Carbid als Technologie der Wahl für Hochspannungs- und Hochtemperatur-Leistungselektronik-Bauteile wie etwa Wechselrichter bewährt, da es in der Lage ist, hervorragende Leistungen in Hybrid- und vollelektrischen Anwendungen zu erzielen. Diese Eigenschaften werden im Motorsport noch wichtiger, wo Größe, Gewicht und Effizienz eine entscheidende Rolle spieloen.

Das im Reinraum des Marelli-Werks in Corbetta (Italien) hergestellte EDI-Leistungsmodul hat nach Unternehmensangaben bereits eine Reihe von Zuverlässigkeitstests für den Motorsport-Einsatz durchlaufen. Dabei seien Robustheit und Zuverlässigkeit für sehr gut befunden worden.

Quelle: Fraunhofer-Institut – Pressemitteilung vom 15. März 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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