MAN eTGE jetzt auch als Koffer und Kipper

MAN eTGE jetzt auch als Koffer und Kipper

Copyright Abbildung(en): MAN

Bisher war der MAN eTGE im Bereich Gütertransport als Kastenwagen sowie im Bereich Personentransport als Kombi erhältlich – nun bietet MAN Truck & Bus in Zusammenarbeit mit renommierten Aufbauherstellern den eTGE zusätzlich mit Kofferaufbau sowie mit fester Pritsche oder als Dreiseitenkipper an. Damit soll das Angebot in der Klasse der elektrischen leichten Nutzfahrzeuge noch breiter werden, teilt das Unternehmen mit.

Bei einer Möbelhauskette in den Niederlanden sei der eTGE mit Kofferaufbau bereits im Einsatz, heißt es. Dort ermögliche er innerhalb der Metropole Amsterdam die lokal emissionsfreie Zustellung der oft sperrigen Möbelpakete. Dies sei ein Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität. Dass immer mehr Unternehmen so denken, spiegelt sich laut MAN auch in den aktuellen Zulassungsstatistiken in Europa (EU 27+3) wider. Von Januar bis Mai 2021 hat sich die Zahl der batterieelektrisch betriebenen Transporter (BEV) zwischen 3 und 6 Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 2200 mehr als verdoppelt (+135 Prozent).

In der neuen Kofferversion wird der eTGE für Zusteller noch attraktiver„, sagt Marketing-Chef Martin Imhoff. Neben hohem Ladevolumen werde es gerade in der Stadt immer wichtiger, Abgas- und Geräuschemissionen nachhaltig zu reduzieren. Der MAN eTGE mit Kofferaufbau biete hierfür die ideale Kombination.

Mit Koffer ergibt sich beim MAN eTGE ein Laderaum von 3,28 Metern Länge, 2,06 Metern Breite und 2,0 Metern Höhe (optional 2,20 Meter). Das entspricht einem Ladevolumen von 13,5 Kubikmetern. Die Einladehöhe beträgt 1,05 Meter. In den Laderaum gelangt man bequem mittels einer ausziehbaren, 4-stufigen Einstiegshilfe im Heck. Im Innenraum befinden sich zur sicheren Verstauung des Ladeguts seitlich und vorne Zurrschienen. Der Trockenfrachtkoffer stammt von der Firma Spier Fahrzeugwerk aus Steinheim und wird von dem Aufbauhersteller auf den eTGE montiert.

Die zweite Neuerung im Angebot des eTGE bedient laut MAN Anforderungen für kommunale Dienstleistungen, Baugewerbe sowie Garten- und Landschaftsbau. Hier seien eine Pritsche oder ein Dreiseitenkipper oft die gefragteste Aufbauform. Diese biete MAN jetzt in Kooperation mit dem Hersteller Schoon Fahrzeugsysteme aus Wiesmoor an. Die Pritsche misst 3,25 Meter in der Länge und 2,04 Meter in der Breite. Die abklappbaren Seitenwände sind 30 Zentimeter hoch. In der Pritsche sind 10 Zurrösen mit je 500 daN Zugkraft integriert. Mit Pritsche beträgt die Nutzlast 820 Kilo, mit dem Drei-Seiten-Kippaufbau sind es noch 750 Kilo.

Die technischen Leistungsdaten des MAN eTGE bleiben mit den neuen Aufbau-Möglichkeiten unverändert. Er verfügt über eine Batteriekapazität von 35,8 kWh und eine elektrische Antriebsleistung von 100 kW und 290 Nm. Die Reichweite beträgt nach WLTP-Testverfahren 115 Kilometer, kann aber in der Stadt auf bis zu 130 Kilometer steigen, heißt es.

Serienmäßig mit an Bord sind Notbremsassistent, aktiver Spurhalteassistent, Berganfahr-, Fernlicht-, Müdigkeits- und Seitenwindassistent. Dazu gibt es unter anderem LED-Licht, Parksensoren, Klimanalage und Infotainmentsystem.

Um den Umstieg auf Elektromobilität so reibungslos wie möglich zu gestalten, bietet MAN Betreibern von Flotten eine Beratung durch Experten von MAN Transport Solutions an. Hier werden unter anderem Fragen zur Einsatzplanung, Ladeinfrastruktur, Batteriemanagement und Wirtschaftlichkeit beantwortet.

Quelle: MAN – Pressemitteilung vom 15. Juli 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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750kg Payload ist für einen Kipper schon nicht gerade üppig.
Ein knapper halber m2 Kies z.B.

An der Batterie liegt es wohl nicht, die wiegt etwa soviel wie ein normaler Verbrennungsmotor.

Ach so!?
In welcher Kirche wird das denn gepredigt?

Gewichtsangaben zu Motoren sind schwer zu finden, wohl ein Betriebsgeheimnis, aber ich bin in einer PDF-Datei des VDA fündig geworden.

Analyse der sekundären Gewichtseinsparung, 2010

Auftraggeber:

Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT)

Auftragnehmer:

RWTH Aachen UniversityInstitut für Kraftfahrzeuge

Univ.-Prof. Dr.-Ing. L. Eckstein

Stahl-Referenzfahrzeug(ICE) / Aluminiumfahrzeug(ICE)

Motor 233 kg / 201 kg

Getriebe 88 kg / 76 kg

(Quelle: vda.de – PDF-Datei)

Wieviel heutige Motoren tatsächlich wiegen, das müssten Mitarbeiter von Autowerkstätten wissen.

Die leichte Batterie von Akasol.

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Anwendungen mit hoher Reichweitenanforderung

Anwendungen mit mittlerer Leistungsanforderung

Energie 98 kWh

Gewicht (typisch)* ~ 560 kg

(Quelle: akasol.com)

Umgerechnet auf 35,8 kWh wären es etwa 205 kg.

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