Mit Magna-Technik zu mehr Reichweite

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1341095657

Auf dem Weg zur E-Mobilität bietet der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna einen neuen vernetzten PHEV-Antriebsstrang und die nächste Generation batterieelektrischer Antriebe an. Beide Systeme wurden gestern auf dem Winter-Testgelände des Unternehmens im nordschwedischen Arjeplog erstmals vorgestellt. Auf vereisten und verschneiten Teststrecken, heißt es in einer Mitteilung, hätten die Technologien unter anspruchsvollen Klima- und Fahrbedingungen ihre Vorteile bewiesen: gesteigerte Effizienz, Reichweite und Fahrdynamik.

Magna EtelligentEco, ein intelligentes, vernetztes PHEV-System, reduziert die Treibhausgas-Emissionen um bis zu 38 Prozent, teilt das Unternehmen mit und ermögliche durch eine einzigartige Cloud-Konnektivität mehrere neue Funktionen. Es berücksichtige lokale Ladestromangebote, wenn eine Aufladung erforderlich ist, und empfehle dem Fahrer immer die regional umweltfreundlichere Strom-Option.

Zusätzlich ließen sich der intelligente Tempomat und das Eco-Routing nutzen, das ständig die Topologie und den Verkehrsstatus einberechnet, um den effizientesten Weg zu einem Ziel zu bestimmen. Die Kombination dieser Funktionen mit der speziell abgestimmten Betriebssoftware und -steuerung, sowie dem völlig neuen Hybridgetriebe ermögliche signifikante CO2-Einsparungen. Herzstück des Antriebs ist ein 120-kW-Elektromotor. Mit ihm lassen sich dynamische Fahrsituationen wie Anfahren oder Rückwärtsfahren jeweils im E-Modus absolvieren, heißt es. Magna EtelligentEco soll eine Reichweite von rund 100 Kilometern bieten.

Das zweite System – Magna EtelligentReach – ist eine vollelektrische AWD-Lösung einschließlich intelligenter Betriebssoftware und -steuerung. Die Technologie liefere eine beispiellose Reichweitenerhöhung und eine verbesserte Fahrdynamik, heißt es bei Magna. Mit Innovations-Upgrades der Soft- und Hardware werde die Reichweite um weitere 20 Prozent oder insgesamt mehr als 145 Kilometer im Vergleich zu aktuell auf dem Markt befindlichen Fahrzeugen verlängert.

Darüber hinaus beinhalten die neuesten Updates eine innovative Entkopplungs-Funktion, Umrichter mit Siliziumkarbid-Technologie und eine verbesserte Betriebssoftware, geht aus der Mitteilung hervor. Davon würden alle zukünftigen elektrischen Antriebslösungen und Hybrid-Antriebe von Magna profitieren. „Auf dem Weg in eine emissionsfreie Zukunft sind wir der Partner für die Automobilhersteller„, sagt Tom Rucker, Chef von Magna Powertrain. Basierend auf Expertise und einem skalierbaren Baustein-Ansatz könnten selbst spezielle Anforderungen erfüllt werden.

Quelle: Magna – Mitteilung vom 4. März 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Mit Magna-Technik zu mehr Reichweite“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
6 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

„[Mit] Magna EtelligentEco, ein[em] intelligenten, vernetzten PHEV-System […] „Auf dem Weg in eine emissionsfreie Zukunft […]“ sagt Tom Rucker, Chef von Magna Powertrain.

Während Magna noch in ökoschädliche Schwindel-Stromer-Technik investiert, sind eAutos vieler anderer Hersteller nicht nur auf einem Weg in eine emissionsfreie Zukunft sondern bereits (zumindest lokal) emissionsfrei unterwegs!

Last edited 6 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Magna EtelligentEco, ein intelligentes, vernetztes PHEV-System, reduziert die Treibhausgas-Emissionen um bis zu 38 Prozent,…

Bei über 90% Verbrennerfahrt und bis zu 10% elektrisch wäre 38% Reduzierung noch über 55% Verbrennerfahrt. Anstatt mit Software die PHEV zu optimieren sollten sie ganz aus der Förderung fallen und der Umwelt zuliebe vom Automarkt gänzlich verschwinden.

ADAC Ecotest PHEV

Verbrauch 5,2 bis 10,7 Liter auf 100 km, wenn Batterie immer leer ist.

Stromverbrauch 18,9 bis 41,4 kWh pro 100 km, wenn Batterie immer voll.

(Quelle ADAC – Januar 2021).

Bei 55% Verbrennerbetrieb also 2,9 bis 5,9* Liter Kraftstoff auf 100 km.
… plus …
bei 45 % Elektrobetrieb 8,5 bis 18,6* kWh auf 100 km. (*Maximalwerte bei BMW X5 xDrive45e).

Der BMW X5 xDrive45e (PHEV) verbraucht auf 55 km soviel wie sparsame Verbrenner auf 100 km und auf 45 km soviel wie sparsame E-Autos auf 100 km – es ist als würde man 2 Autos gleichzeitig fahren.

Rein statistisch sind 99% aller PKW-Fahrten unter 100km. Also wären es möglich mit einem PHEV mit 100km Reichweite auch entsprechend die meisten Fahrten rein elektrisch durchzuführen. Ihre Rechnung ist so unsinnig wie die meisten die ich hier von Ihnen lese. Ganz im Gegenteil wird zumindest derzeit (noch kein 100%-EE-System) mit kleineren Batterien für lediglich 100km ein deutlich besserer Umwelteffekt erreicht, als mit BEV mit riesigen Akkus, welche erst einmal einen unnötig großen C02-Fußabdruck produzieren. Wenn dann mal die Akkuproduktion mit reinem EE-Strom erfolgen kann, ändert sich das natürlich. Also PHEV sind eine umso bessere Brückentechnologie, je größer die Akku ist (für 100km oder max. 150km). Besser wären jedoch Range-Extender, welche im optimalen Betriebszustand laufen können. Einfacher an den Mann/Frau zu bringen sind allerdings erstmal PHEV. Das wird sich aber in absehbarer Zeit ändern.

Einfacher an den Mann/Frau zu bringen sind allerdings erstmal PHEV. Das wird sich aber in absehbarer Zeit ändern.

Aber nur weil es für PHEV unsinnigerweise einen Bonus gibt. Auf eine Änderung hoffe ich auch.

BMW X5 xDrive45e treibt den PHEV-Unsinn auf die Spitze – 41,4 kWh/100 km im Elektromodus und im Verbrennermodus (wohl dem häufigsten Modus) 10,7 Liter auf 100 km – bei 2,5 to kein Wunder.

Und wenn Sie mit einem Porsche einen LKW-Anhänger ziehen wirds noch schlechter. Oh Mann. Ein PHEV eignet sich natürlich nur für das passende Fahrprofil. Ich fahre meinen PHEV zu über 90% elektrisch, lade ausschließlich zu Hause mit ca. 40% PV-Strom, Rest ist Ökostrom. Wenn ich die Reichweite meines PHEV’s haben will (brauche ich auch ab und zu), müsste ich einen BEV mit großem Akku nehmen. Dann schleppe ich aber auf JEDER Fahrt 400kg Zusatzgewicht herum. Schaut doch einmal über den Tellerrand.

PHEV sind out

Diese News könnten dich auch interessieren:

Jona Christians über den Stand der Dinge bei Sono Motors und deren SION
GM enthüllt neue E-Auto-Motoren für seine vollelektrische Zukunft
Rallye Dakar: Audi testet Rallyestromer RS Q e-tron in Marokko
6
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).