Macht Tesla sein Werk in Tilburg dicht?

Macht Tesla sein Werk in Tilburg dicht?

Copyright Abbildung(en): Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

Zittern im niederländischen Tilburg: Der US-Autobauer Tesla will offenbar bereits in Kürze sein dortiges Werk schließen. Wie die Online-Zeitung NU.nl berichtet, könnte die aktuell hier beheimatete Endmontage der Modelle S und Xsehr bald“ gestoppt werden. Das Portal beruft sich dabei auf eine interne Quelle bei Tesla.

Ausschlaggebend für die Überlegungen dürfte sein, dass beide Modelle kürzlich umfangreich überarbeitet wurden, was in den USA zu größeren Änderungen im Produktionsablauf geführt habe. Zwar seien die Umgestaltungen an der Karosserie nur geringfügig und bezögen sich hauptsächlich auf Antrieb und Innenraum, heißt es. Weil aber für den Prozess dennoch neue Anlagen nötig würden, sei in der Folge eine Montage in den Niederlanden „nicht mehr im industriellen Maßstab“ möglich.

Die Neuauflage des Model S und Model X wird voraussichtlich im November dieses Jahres erstmals in den Niederlanden ausgeliefert. Der Versand von Fahrzeugteilen der aktuellen Generation zur Montage im Werk Tilburg werde daher in Kürze eingestellt. Betroffen seien knapp 100 Arbeitsplätze. Die Endmontage wurde 2015 eröffnet, in der Halle ist neben der Fertigung und Qualitätskontrolle auch eine Indoor-Teststrecke errichtet worden. 2018 wurden in Tilburg 5.622 Model S und 2.963 Model X montiert, in den Folgejahren ging die Nachfrage nach den beiden großen Modellen in Europa zurück.

Tesla soll laut NU.nl in Verhandlungen stehen, das Personal in anderen Funktionen einzusetzen, auch die Montagehalle könnte von Tesla zu einem anderen Zweck genutzt werden. Tesla verfügt in den Niederlanden neben der Endmontage der vorgefertigt zugelieferten Modelle S und X über eine Lackiererei, ein Teilelager und ein „Remanufacturing Center“, in dem alte Teile aufgearbeitet werden. Laut NU.nl arbeiten über 1.500 Menschen in den Niederlanden für Tesla.

Quelle: NU.nl / electrive.net

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Montage in den Niederlanden nicht mehr im industiellen Masstab….
Also alles aus Berlin.Logisch, dass die vor allem beim Model S einiges an Karosserie und Antrieb tun müssen. Es ist offensichtlich, der Clou vor 10 Jahren als einziger in der Oberklasse was Elektisches gehabt zu haben. Andere Hersteller zeigten unterdessen, dass ein E- Auto nicht nur aus Batterie und Computer besteht.
Folglich gibt es Gründe, weshalb dieser Oberklasse-Markt bei ihnen zurückgeht. Zumal ja dieser Bereich ohnehin immer nur einer gutbetuchten Kundschaft, sowie Hobbyrennfahrern, begrenzt war.

Bei einem Model S waren Hobbyrennfahrer sicher nicht die Zielgruppe. Bei alles was über einen einzelnen Ampelstart hinaus ging war es ungeeignet. Selbst die Rennserie basierend auf den Model S (EPCS neu, anfangs ElectricGT) wurde jahrelang verschoben, da man das (bisherige) Model S einfach nicht renntauglich bekommt, ohne dass nach einer einzelnen schnellen Runde die Batterie überhitzt. An einen ernsthaften (oder hobbymäßigen) Renneinsatz ist so kaum zu denken. Demnach wird es seit knapp 5 Jahren regelmäßig verschoben. Der letzte Saisonstart war m.W. für Herbst 2018 angedacht, aber auch das klappte aus unbekannten Gründen nicht. Tolles Auto, aber Rennfahrer – egal ob als Hobby oder Beruf – wurden damit nicht glücklich.

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