Lightyear setzt bei Solar-Elektroautoproduktion auf Zulieferer aus Polen

Lightyear setzt bei Solar-Elektroautoproduktion auf Zulieferer aus Polen

Copyright Abbildung(en): Lightyear

Denn Ende 2021 sollte das erste Auto des niederländischen Start-Ups Lightyear an einen der 125 Kunden ausgeliefert werden, die bisher gegen eine Vorauszahlung von 150.000 Euro einen Lightyear One reserviert haben. Nun scheint es 2022 zu werden. Möglich wird dies, da man mit Valmet Automotive einen passenden Produktionspartner gefunden hat. Doch bei einem Partner bleibt es nicht. Mit Inalfa Roof Systems ist ein weiterer wichtiger Partner am Start.

Lightyear hat sich entschieden einen neuen Standort in Venray in der niederländischen Provinz Limburg zu nutzen, welcher zu Inalfa Roof Systems´gehört. Das Unternehmen wird einen Teil seiner Produktion nach Polen verlagern und die für Lightyear geeignete Ausrüstung zurücklassen. Als weltweit zweitgrößter Anbieter von Schiebe- und Panoramadächern für Fahrzeuge verfügt Inalfa bereits über die erforderlichen Testanlagen und hochqualifiziertes Personal für die Automobilindustrie.

„Unsere doppelt gekrümmten Solardächer sind einzigartig auf dem Markt. Sie sind das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit, bei der wir Technologien und Produktionsverfahren patentiert haben. Mit all diesem internen Wissen war es der nächste logische Schritt, unsere charakteristischen Solardächer selbst zu entwickeln. Diese Technologie ist für die Automobilstandards zertifiziert und wurde speziell für die Serienproduktion entwickelt“, so das niederländische Unternehmen in seiner dazugehörigen Pressemitteilung.

Wir erinnern uns zudem daran, dass das Start-Up mit seinem E-Fahrzeug entsprechende Fortschritte erzielt hat. Denn das Solar-Elektroauto-Start-up Lightyear hat sein neuesten Validierungsprototyp auf eine Teststrecke in Deutschland gebracht und dabei einen laut eigener Aussage wichtigen Meilenstein in seiner Geschichte erreicht: Das Solar-E-Auto Lightyear One hat mit einer einzigen Batterieladung gut 710 Kilometer zurückgelegt. Das markiert die höchste Reichweite, die ein Elektroauto mit einem 60 kWh großen Akku jemals erreicht hat. Umgerechnet hat der Lightyear One pro 100 Kilometer nur 8,45 Kilowattstunden Strom verbraucht.

Quelle: Lightyear – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Aber jetzt mal unter uns: Wer zahlt über 100k für ein Auto mit 60 kWh Akku? Und das von einer no-name-Firma mit ungewisser Qualität, ungewissem Servicenetz und ungewissem Fortbestand. Zumal man indessen als Alternative deutsche Premiumfahrzeuge hat.

Ich habe das Konzept schon gar nicht verstanden. Wofür ist der Wagen? Für die Stadt? Da ist ein e-up zu einem Zehntel des Preises des Lightyear effizienter und findet eher eine Parklücke. Für die Langstrecke? Dann wäre es besser, wenn der Wagen zumindest bei 130 km/h, wenn nicht in Deutschland bei 160 km/h, lange Strecken mit einer Ladung zurücklegen könnte – auch im Winter bei Kälte und Dunkelheit. Wie der EQS, der aerodynamisch auch sehr gut ist, aber statt 60 kWh für gleiches Geld einen 108 kWh Akku bietet.

Und was soll überhaupt der Solar-Blödsinn? Es ist doch viel besser, gut ausgerichtete stationäre Zellen auf dem eigenen Dach zu haben und damit den Wagen zu laden, anstatt eine Bruchteilsfläche unter semi-optimalen Bedingungen durch die Welt zu fahren. Oder glaubt der Hersteller, dass Menschen, die 150k für ein Auto ausgeben, keine eigene Wallbox haben, dafür aber einen Hügel mit drehbarer Stellfläche für das Auto, um es optimal nach dem Sonnenstand auszurichten?

„Und was soll überhaupt der Solar-Blödsinn? Es ist doch viel besser, gut ausgerichtete stationäre Zellen auf dem eigenen Dach zu haben“

Da ist der Erkenntnis-Horizont eines David wohl zu Ende … wie sonst wüßte er nicht, dass lange, lange nicht alle Solarauto-Interessenten (wie z.B. die meisten Mieter) auch eine Anlage auf ein Dach bauen können – stattdessen deren Wagen aber meist tagsüber gefahren bzw. im Freien abgestellt wird und dann – sozusagen ganz nebenbei – eben auch solar geladen wird …

Am offenbar vorhandenem Interesse an solar unterstützten Fahrzeugen – beispielsweise Squad über Sion bis Lightyear – ist für die nächsten Jahre zu hoffen, dass solche Fahrzeuge auch auf den Markt kommen! 🙂

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

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