Lightyear konnte seit Anfang 2021 über 93 Mio. Euro einsammeln für Solar-Stromer

Lightyear konnte seit Anfang 2021 über 93 Mio. Euro einsammeln für Solar-Stromer

Copyright Abbildung(en): Lightyear

Ende 2021 sollte das erste Auto des niederländischen Start-Ups Lightyear ausgeliefert werden, die bisher gegen eine Vorauszahlung von 150.000 Euro einen Lightyear One reserviert haben. Nun scheint es 2022 zu werden. Möglich wird dies, da man mit Valmet Automotive einen passenden Produktionspartner gefunden hat. Doch bei einem Partner bleibt es nicht. Mit Inalfa Roof Systems ist ein weiterer wichtiger Partner am Start. Zudem konnte das Unternehmen alleine in 2021 Investments in Höhe von über 93 Millionen Euro verzeichnen.

In der dazugehörigen Mitteilung gibt Lightyear zu verstehen: „Wir haben den Finanzierungsmeilenstein von 110 Millionen Dollar mit Hilfe eines der größten internationalen Versicherer in den Niederlanden, Cooperation DELA, erreicht. Diese Investition steht im Einklang mit ihrem langfristigen Fokus auf Nachhaltigkeit. Gemeinsam können wir an unserer gemeinsamen Mission arbeiten, saubere Mobilität für alle und überall zu ermöglichen.“ Spannend ist hierbei auch die Tatsache, dass sich der Kunstsammler Joop van Caldenborgh mit einem privaten Investment eingebracht hat, da er von der Entwicklung der Solarauto-Technologie überzeugt ist.

Von Seiten Lightyear zeigt man sich über das Vertrauen der Investoren erfreut. Das Investment trage laut Lex Hoefsloot, CEO und Mitbegründer von Lightyear, dazu bei, dass man „als Unternehmen weiter wachsen und unser exklusives Modell Lightyear One im Jahr 2022 auf den Markt bringen“ könne. Hoefsloot verweist ebenfalls darauf, dass die Finanzierungsrunde noch offen sei, da man sich auf die Massenproduktion eines zweiten Solar-Elektrofahrzeugs vorbereite. Im Jahr 2024 soll dieses neue Serienmodell in Produktion zu gehen.

Zuvor werden wir jedoch den Lightyear One auf der Straße sehen. Das Solar-E-Auto Lightyear One hat mit einer einzigen Batterieladung gut 710 Kilometer zurückgelegt. Das markiert die höchste Reichweite, die ein Elektroauto mit einem 60 kWh großen Akku jemals erreicht hat. Umgerechnet hat der Lightyear One pro 100 Kilometer nur 8,45 Kilowattstunden Strom verbraucht.

Quelle: Lightyear – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Vom Prinzip her ein cooles Auto. Nur ich denke, die Anzahl der Sparenthusiasten, die bereit sind 150.000€ für so ein Fahrzeug hinzulegen wird sich in Grenzen halten.

Sollten wir einen Paradigmenwechsel in den Köpfen hinkriegen, wo sparsam das neue „cool“ ist, kann das klappen. Aber ich habe eher in entsetzte Gesichter gesehen, als ich erzählte, dass ich mit Tempo 105 in den Urlaub gefahren bin und dabei nur den Energiegehalt von 3,5Litern Diesel für die ganze Strecke gebraucht hätte.

Es wird wohl nur wenige Leute geben, die dem Fahrzeug hinterherblicken und sagen würden:“Boah ein Lightyear One! Der ist so unglaublich sparsam!“ Traurig aber wahr.

Farnsworth

ja, leider …

dennoch spannende Entwicklung.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit wäre als Mobiler Stromerzeuger irgendwo vor Ort 😉
Wird schon reichen um die Kaffeemaschine zu starten

es bleibt spannend

Das kann sogar ein e-up. Entnahme aus dem Akku ist kein Alleinstellungsmerkmal.

Weil es nicht zu Ende gedacht ist: Wer es mit der Umwelt und dem Sparen bei den Ressourcen wirklich ernst nimmt, fährt überhaupt nicht mit dem Auto in den Urlaub. Genau genommen, bewegt so jemand überhaupt kein eigenes Auto.

Denn das ist offenkundig Ressourcenverschwendung, weil ein privater PKW statistisch 95% der Zeit steht. In der Nutzungszeit ist das Fahrzeug statistisch mit 1,5 Personen und ohne relevantes Gepäck besetzt. 100% Ressourcen für 5% Nutzungszeit mit 33% der Kapazität. Das bedeutet, eine virtuelle Vollnutzung wäre bei 1,7% anzunehmen und entsprechend eine virtuelle Nichtnutzung 98,3% der Zeit. Und auch die 1,7% könnte man noch hinterfragen, ob jede Fahrt sinnvoll war. Da macht der Elektromotor als Öko-Deckmäntelchen auch nichts mehr wett.

Wer also Elektroauto fährt und denken kann, sagt sich, wenn er ehrlich ist: Okay, vom Auto möchte ich aus reiner Bequemlichkeit nicht lassen, aber ich werde dann wenigstens lokal emissionsfrei fahren. Der Verbrauch ist dabei im wesentlichen egal, zumal ich glaube, dass der Lightyear in der Stadt deutlich mehr als ein e-up verbraucht und dabei die Verkehrsfläche eines Lieferwagens in unseren verstauten Innenstädten blockiert. Eines Lieferwagens, der aus dem Flächenverbrauch deutlich mehr Nutzen generiert und, übrigens, statistisch deutlich mehr Nutzungszeit hat.

Last edited 1 Monat zuvor by David

Sagen wir mal so. Wenn man konsequent wäre müsste man jegliche Mobilität vermeiden. Das würde aber den sicheren Kollaps unserer jetzigen Gesellschaft bedeuten. Denn wir fahren z.B. zur Arbeit, in der wir dank Industrialisierung deutlich effizienter und sicherer produzieren und letztendlich unsere Nahrungskette absichern, als wir es mit Alleinversorgung mit einem großen Grundstück hinkriegen würden. Unsere jetzige Gesellschaft hat ja nicht nur Nachteile. Wir müssen also Waren transportieren und uns in selbst. Welche Entfernungen dabei noch sinnvoll oder vertretbar sind, sei mal dahingestellt.

Wären BEV schon V2G fähig würde sich die Nutzungszeit aber deutlich verbessern. Aktuell kann man sein BEV zumindest schonmal als intelligente Uberschussstromsenke für seine PV Anlage nutzen. Damit fährt es garantiert CO2 frei, zumindest bis auf ein paar Monate im Winter. Denn ein Speicherakku für das Haus ist eine Extrainvestition, die nur einem Zweck dient und stand heute pro kWh auch noch teurer ist.

Wenn es um die Nutzung meines E-Autos für die Urlaubsfahrt geht, habe ich ehrlich gesagt kein schlechtes Gewissen. Die Bahn kommt auf 5,8kWh/100Pkm und mein E-Up mit unserer Nutzung auf 3,33kWh/100Pkm – 3,66kWh/100Pkm. Und ich fahre den direkten Weg und keine Umwege. Vom Energiebedarf ist es auch nicht weit davon weg, was 3 Personen auf Fahrrädern verbrauchen würden. Der Flächenbedarf für die zu erzeugende Nahrung ist auch nicht auf unserer Dachfläche abzubilden. Ein E-Bike wäre wahrscheinlich das Optimum. Aber ich glaube kaum, dass meine Familie in Begeisterung ausbrechen würde, wenn wir das nächste Mal 350km mit dem E-Bike in den Urlaub fahren würden um noch mehr Energie zu sparen.

Man muss ja auch immer im Blick behalten, wo wir herkommen. Mein Hybrid verbrauchte im Jahresschnitt 5,3l Benzin (45kWh)/100km rein fossil. Mein E-Up im Jahresschnitt 13,5kWh/100km. 100% Ökostrom Vertrag, aber sagen wir der Ehrlichkeit halber 50% regenerativ. Demnächst mit eigener PV habe ich die Möglichkeit die Quote deutlich nach oben zu treiben.

Car-Sharing wäre sicherlich noch etwas, wie man die Nutzungsquote noch weiter nach oben treibt. Aber hier gibt es weit und breit kein Car-Sharing Angebot. Ich vermute, dass sich das erst mit Robotaxis weiter verbreiten wird. Ganz ehrlich, wenn es soweit sein sollte und es preislich attraktiv wäre bräuchte ich mir nicht mehr so einen Klotz ans Bein binden.

Farnsworth

Last edited 1 Monat zuvor by Farnsworth

Ich glaube bei dem Preis werde ich doch lieber auf den Sion von Sono Motors warten. Der hat in meine Augen eine bessere Praxistauglichkeit, auch in den Folgekosten (Reparaturen, Ersatzteile usw.).

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