LEVC stellt e-Camper, ein elektrisches Wohnmobil mit bis zu 489 km Reichweite, vor

LEVC stellt e-Camper, ein elektrisches Wohnmobil mit bis zu 489 km Reichweite, vor

Copyright Abbildung(en): LEVC

Bislang war LEVC hauptsächlich dafür bekannt, Elektroversionen der berühmten schwarzen Londoner Taxis zu produzieren. Dann machte man mit einem E-Transporter von sich hören. Bevor uns die Briten Ende Juni/ Anfang Juli 2021 mit dem e-Camper das weltweit erste elektrische Reisemobil vorstellen. Aus deren Sicht die perfekte Art, die Natur zu erkunden und dabei die Umwelt zu schonen.

LEVC gibt zu verstehen, dass der e-Camper sowohl Flexibilität und Freiheit bietet, als auch die wachsende Nachfrage nach unabhängigen, autarken Reisen unterstützt Insbesondere in Großbritannien und Europa sieht der Hersteller ein enormes Marktpotential. In Zusammenarbeit mit Wellhouse Leisure werden die ersten Auslieferungen des e-Camper, mit einem Listenpreis (exkl. MwSt.) von €73.000, im vierten Quartal 2021 erfolgen. Das elektrische Wohnmobil baut auf dem neuen Elektro-Van von LEVC auf. Daher kommt auch der e-Camper mit einer Reichweite von über 98 km. Dann springt der Range-Extender an, ein kompakter Dreizylinder, und das „extrem sparsam“, so Joerg Hofmann, CEO von LEVC. Der Verbrauch soll unterhalb von einem Liter auf 100 Kilometer liegen. Dank des Verbrenners sei der e-Camper weniger abhängig von der Ladeinfrastruktur und könne bei Bedarf auch weite Strecken zurücklegen.

„Der Markt für Wohnmobile wächst rasant und obwohl diese Fahrzeuge für Abenteuer an der Küste und auf dem Land genutzt werden, die oft auch Nationalparks und geschützte Gebiete einschließen, werden sie immer noch von Benzin- oder Dieselmotoren angetrieben. Dies ist ein großer Konflikt; wir können einen Wandel in der Einstellung der Verbraucher erkennen, mit einer Nachfrage nach umweltfreundlicheren Mobilitätslösungen, die helfen, die Luftqualität zu schützen und zu verbessern. „ – Joerg Hofmann, CEO von LEVC

Flexibilität und Platzangebot sind wichtige Attribute. Der neue LEVC e-Camper bietet Schlafplätze für vier Personen, eine integrierte elektrische Küchenzeile, ein Aufstelldach (mit Schlafplätzen für zwei Personen) und einen zentralen Klapptisch. Darüber hinaus verfügt der Camper über eine Sitzbank in der zweiten Reihe, die sich zum zweiten Doppelbett umklappen lässt. Auch ansonsten glänzt der Teilzeitstromer durch einen durchdachten Aufbau.

Wenn die Besitzer ihr Lager aufschlagen, können sie die Sitze der ersten Reihe um 180 Grad drehen und die zweite Reihe nach hinten schieben, so dass genügend Platz zum Essen und für geselliges Beisammensein am ausklappbaren Tisch entsteht. Das Aufstelldach schafft Stehhöhe für den Wohn- und Kochbereich und eine einzelne große Schiebetür erleichtert den Ein- und Ausstieg in den Wohnbereich.

LEVC

Der e-Camper zeichnet sich außerdem durch ein unverwechselbares Außendesign aus, das vom LEVC Elektrotaxi TX inspiriert ist. Eine große Auswahl an Lackfarben, mit farbigen Stoßfängern und Leichtmetallrädern hebt den e-Camper von der Masse der herkömmlichen Wohnmobile ab. Nun gilt es abzuwarten wie der Markt das elektrische Wohnmobil mit Range-Extender annehmen wird.

Quelle: LEVC – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Aus dem Artikel:

„… der e-Camper [hat eine] Reichweite von über 98 km. Dann springt der Range-Extender an, ein kompakter Dreizylinder, und das „extrem sparsam“, so Joerg Hofmann, CEO von LEVC. Der Verbrauch soll unterhalb von einem Liter auf 100 Kilometer liegen.“

Den elektrischen Teil glaube ich mal mit 70–80 km … eine Range-Extender-Angabe für eine Fahrstrecke mit »unterhalb von einem Liter auf 100 km« liegt ganz klar in einem Bereich, den ich im Bereich „Verbrauchslüge“ ansiedeln würde. Dazu muß man hier ja weder das genaue Fahrzeuggewicht von >2 Tonnen noch die wirksame Stirnfläche des Wagens kennen …

Für viel sinnvoller würde ich einen

  • Fahrakku mit >>200 km sowie Ergänzung durch
  • solaren „Range-Extender“ halten:
  • Der hätte doch schon im Stand einen erheblichen Zusatznutzen!

Dafür bietet sich doch unmittelbar das ausstellbare Dach für Kunstoff-integrierte Solarzellen an: Einfach und ohne nennenswertes Mehrgewicht!

Last edited 3 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Nicht wirklich zuende gedacht. Bei der elektrischen Reichweite wird man mit einem Camper im Urlaub wohl kaum auskommen. Damit ein Plug-In-Hybrid, was das dann ja im Endeffekt ist, ökologischer unterwegs ist als ein Verbrenner sollte er aber mindestens um die 70% rein elektrisch fahren. Also stellt sich hier schon die Frage ob das ökologisch nicht schon fast sinnvoller wäre einen reinen Verbrenner zu fahren (oder einfach konsequent auf Elektromobilität zu setzen). So jedenfalls halte ich diesen Camper für falsch.

Last edited 3 Monate zuvor by electric4future

Viele nutzen diese Camper hauptsächlich als Zweitwagen und nur 2-4 mal im Jahr wirklich für Urlaub auf der Langstrecke. So dürfte wohl ein Großteil der Strecken elektrisch stattfinden und der Verbrenner nur ein paar mal im Jahr für den Transfer zum Urlaubsort laufen. Dort ist man dann auf den Tagestrips vom Campingplatz wieder lokal emissionsfrei unterwegs. Der Hass auf PHEVs kennt unter Puristen ja keine Grenzen, realistisch dauert es aber noch viele Jahre bis ein solches Fahrzeug als BEV funktionieren wird und zu einem verträglichen Preis angeboten werden kann.

Wenn der Wagen hauptsächlich als Zweitwagen verwendet wird ist die Sinnhaftigkeit eines solch großen Fahrzeugs erst recht zu hinterfragen…

Selbst meine Eltern fahren als Rentner mit ihrem Camper vielleicht 6 mal im Jahr weg. Im Freundeskreis sind die ganzen alten T4 in erster Linie normale Autos und erst am zweiter Stelle Camper. Das ist ganz normal, wer ist denn bitte ständig im Urlaub?

tolle Idee… mangelhafte Umsetzung

ein umgebautes Taxi für knapp 85.000€

denen brennt wohl der Helm! Das ist mir zu krass…

es bleibt dennoch spannend

Ich hatte mich über den großen Kühlergrill gewundert, bis ich dann gelesen habe, dass ein Verbrenner drin steckt. Einige Hersteller können sich nicht vom Verbrenner lösen und produzieren lieber „Schummel-E-Autos“.

Es wird Zeit, dass der Gesetzgeber die Reichweiten von Batterie und Tankinhalt zusammenzählt und dann daraus den Verbrauch auf 100 km berechnet – alles andere ist Schummelei bzw. Schönfärberei.

Beispiel:
100 km Batterie + 500 km bei 10 Liter/100 km, das wären 50 Liter auf 600 km oder 8,33 Liter / 100 km.

Dann wären die Hersteller gezwungen größere Batterien einzubauen, um Verbrauch und CO2-Ausstoss zu senken, was letztendlich diese Kombination unwirtschaft machen und den Plug-in-Spuk beenden würde.

„bis zu 489 km“Da sieht man schon den Wahrheitsgehalt der technischen Daten EXAKT 489 km(!)??
Hätte man auch 400 km abgerundet nennen können und damit auch die temperaturbdingten Schwankungen z.T. damit erschlagen – aber so einer Zahl sieht man schon an, dass sie nicht stimmt.
Und der Preis von > 70.000 € beendet jede Diskussion….

Da hat jemand 305 miles sklavisch umgerechnet. Und 305 klingt doch ganz gut…knapp über 300 Meilen, kann man sinnvoll nutzen.

Najaaa…vielleicht sind solche Langstreckenfahrzeuge im Moment wirklich massentauglich nur mit Hybrid umzusetzen. Immerhin kann man dann auf dem Campingplatz und in der Stadt leise und sauber fahren.
Aber wie überall sind das nur Zwischenlösungen, bis die Ladestruktur lückenlos aufgebaut ist für Batterien mit grosser Kapazität. Dann will die keiner mehr haben.
Die 800V-Klasse und eine grosse Batterie wär jetzt schon möglich, nur die Ladesäulen gibt es eben noch nicht genug.

Wir sind mit unserem e-NV als Campingumbau auch Langstrecke nach DK und Schweden rauf, kein Problem – aber der kann auch mit 50kW leben, dauert halt ein klein wenig. Die findet man jedoch mittlerweile fast flächendeckend.

Warum die Batterie nicht modular auch grösser konfigurierbar machen? 60mil/100km sind ziemlich mickrig.

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