36,4% aller deutschen Zulassungen im Januar 2021 waren elektrifiziert

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36,4% aller deutschen Zulassungen im Januar 2021 waren elektrifiziert

Mit 16.315 E-Autos entfielen in Deutschland, im Januar 2021, rund 9,6% aller Neuzulassungen auf reine Stromer. Dieser hohe Anteil erklärt sich auch dadurch, dass die Gesamtzahl der Zulassungen (169.754 Fahrzeuge) im Vergleich zum Vorjahr um 31,1% rückläufig war. Nichtsdestotrotz kann sich dies durchaus sehen lassen. In Bezug auf die Gesamtzahl Alternativer Antriebe fiel das Ergebnis noch besser aus.

Von den eingangs erwähnten 169.754 PKW entfielen 71,2% (120.806 Einheiten) auf gewerbliche Halter. Die Anzahl benzinbetriebener Neuwagen ging gegenüber dem Vorjahresmonat um -50,3% zurück, ihr Anteil betrug 37,1%. Nach einem Rückgang von -44,8% lag der Anteil der dieselbetriebenen Pkw in der Zulassungsstatistik bei 26,1%. Die Zulassungszahlen der Elektro-Pkw stiegen mit 16.315 Einheiten um +117,8%, ihr Anteil betrug 9,6%.

Betrachten wir noch die Hybridfahrzeuge. 45.449 Hybridfahrzeuge wurden im Januar 2021 neu zugelassen, was zu einem Plus von 47,5% geführt hat, sowie einem Anteil am Gesamtmarkt von 26,8%. Bei den Hybridzulassungen gilt es noch hinsichtlich der Plug-In-Hybride zu unterscheiden. Diese alleine brachten es auf 20.588 Exemplare – ein Plus von +138,3 Prozent und einen Anteil von 12,1 Prozent am gesamten deutschen PKW-Markt. Ein Anteil von 0,2 Prozent entfiel jeweils auf Pkw mit der Kraftstoffart Erdgas (259 Pkw) beziehungsweise Flüssiggas (340 Pkw). Beide Gasantriebe zusammen verzeichneten einen Rückgang von -35,5 Prozent. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw betrug nach einem Rückgang um -16,9% – 125,9 g/km.

Der Absatz von Tesla stieg Anfang des Jahres um 23,4% im Vorjahresmonatsvergleich – deren Zulassungen konnten voll auf rein elektrische Fahrzeuge zurückgeführt werden. Des Weiteren konnte Volvo ein Absatzplus von 9,4% verzeichnen. Die deutschen Marken spiegelten einheitlich die verhaltene Zulassungsbilanz des Januars mit negativen Vorzeichen wider. Audi (-47,4 %), Mini (-41,5 %) und Ford (-41,1 %) verzeichneten die deutlichsten Rückgänge, Porsche verbuchte mit -3,9 Prozent die geringste Einbuße. Die anteilstärkste Marke war Volkswagen mit 20,1 Prozent.

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt – Pressemitteilung Nr. 04/2021 – Fahrzeugzulassungen im Januar 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Der starke Absturz von über 43.000 E-Autos im Dezember auf nun 16.000 verwundert nicht. Im Dezember wurde wahrscheinlich vorgezogen was geht,. Damit der Flottenausstoß noch etwas frisiert werden konnte. Und dann sind sicherlich Betriebsferien über Weihnachten.

Farnsworth

[…] Im Dezember wurde wahrscheinlich vorgezogen was geht, damit der Flottenausstoß noch etwas frisiert werden konnte.

Ja. Wohl auch zusätzlich deswegen, weil der verringerte MWSt-Satz im Dezember endete!

Aber noch viel zu viele Hybriden (mit oder ohne Stecker). Die Subventionen für diese Art von Antried sollte schleunigst abgebaut werden. Diese dienen nur noch dazu noch Verbrennungsmotoren verkaufen zu können, was ja gewaltig konraproduktiv ist.

Denkst du ernsthaft dann würden wesentlich mehr e autos verkauft werden?? Wahrscheinlich sagen die Käufer dann einfach ganz nein zu elektrifizierten Fahrzeugen und kaufen normale verbrenner

Sinngemäß:

Denkst du ernsthaft, dann würden wesentlich mehr eAutos verkauft werden? Wahrscheinlich sagen die Käufer dann einfach ganz „nein“ zu elektrifizierten Fahrzeugen und kaufen normale Verbrenner.

Kann ja sein …
nur hat, wer so argumentiert, noch nicht verstanden, dass Bau und Betrieb der „Kombination des Schlechten aus zwei Welten“ da draußen in der Praxis kein CO2 einsparen im Gegenteil schon bei der aufwendigeren Herstellung mehr CO2 freisetzen 🙁

Die wenigen, die die Plug-Ins wirklich alle 30/40/50 km per Stecker nachladen, sind zwar vorbildlich, aber anteilig leider absolut unbedeutend!

Wegen des kommerziellen/gewerblichen Missbrauchs durch all die anderen:

  • Die Prämienzahlung sowie
  • die ganzen CO2-Anrechnungen und
  • die Abgaben- und Steuer-{Hinterziehungs-} Erleichterungen

für die Schwindel-Stromer (PHEV) gehören einfach sofort abgeschafft!

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

1+
zumindest für PHEV. Standard-Hybride als sparsame Verbrenner sollten innerhalb der Verbrennerfahrzeuge zur Pflicht werden, bis diese dann irgendwann ganz auslaufen.

Last edited 1 Monat zuvor by Andi F.

Der Anteil der Hybride ist natürlich so hoch, weil es Firmenfahrzeuge sind. ABER: Wohl nur wenige Flottenmanager werden reine E-Fahrzeuge zulassen. Würde auch gerne nen BEV bestellen. Geht aber nicht, weil entweder unsere Richtlinie total bescheiden ist oder die Leasingrate extrem hoch ist (LF 1,4!). BEV ist halt für viele noch Neuland 😉

ABER: Wohl nur wenige Flottenmanager werden reine E-Fahrzeuge zulassen.

Dennoch Peter, bei der BEV-Nachfrage nicht lockerlassen 🙂

Wegen

  • der Entwicklung der Nutz-Reichweiten,
  • der weiter verbesserten Lademöglichkeiten und
  • nicht zuletzt wegen der günstigeren Entwicklung der TCO

werden es doch immer mehr Flottenmanager tun.
Fehlt noch eine realistische CO2-Bepreisung mit 100 € pro Tonne!

Bei über 70% gewerblich ist klar, dass da Versteuerung entscheidend ist. Natürlich lädt ein typischer Plug In Fahrer nicht nach 50km nach, sonst hätte er ja gleich ein reines Elektroauto wählen können.
Die Zahlen waren interessant, wenn es nicht die extremen Vorteile als Dienstwagen geben würde. So ist es ein stark beeinflusster Markt und es zeigt sich erst die Wettbewerbsfähigkeit, wenn der Markt frei funktioniert.

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