Kopenhagen eröffnet Schnellladestation für bis zu 400 Taxen

Kopenhagen eröffnet Schnellladestation für bis zu 400 Taxen

Copyright Abbildung(en): Dantaxi

In Kopenhagen nimmt der größte Taxi-Schnellladepunkt in den nordischen Ländern seinen Betrieb auf. Bis zu 400 Taxen können im „Danhub“ pro Tag laden. Das beschleunigt den Ausstieg aus dem Dieselantrieb für Personentransporte. Das dänische Taxiunternehmen Dantaxi und E.ON betreiben den Schnellladepark mit fünf HPC-Säulen, an denen zeitgleich zehn Fahrzeuge mit bis zu 300 kW laden können. Das Gelände in der Bådehavnsgade 42 liegt südwestlich der Innenstadt und rund zehn Kilometer vom Flughafen entfernt.

Ab 2025 keine Diesel-Taxen mehr

Jetzt wird es in Kopenhagen einfacher, ein geladenes Elektrotaxi zu rufen. Die meisten der derzeit rund 300 Elektrotaxis der Stadt sind Teil von Dantaxi,“ sagt Vibeke Wolfsberg, kaufmännischer Leitder von Dantaxi. „Für die Fahrer war das Problem eine verfügbare Ladestation zu finden, so groß geworden, dass die Kapazität der nachgefragten emissionsfreien Fahrzeuge nicht ausgeschöpft wurde.“ Mit dem „Danhub“ sollte sich die Situation bald ändern und die Zahl der E-Taxen in Kopenhagen steigen. Wolfsberg schätzt, dass die rund 1.700 Dieseltaxis in seinem Verbund bis 2025 durch Fahrzeuge mit E-Antrieb ersetzt sein werden.

Dänemark wollte ab 2030 ein Zulassungsverbot für Verbrenner-Fahrzeuge erlassen. Da ein Alleingang jedoch gegen EU-Recht verstößt, muss nun eine EU-konforme Lösung gefunden werden. Doch die Entwicklung ist nicht aufzuhalten. „Nach der Gesetzesänderung und natürlich der Corona-Krise versuchen viele Taxibesitzer Autos zu wechseln. Ein Elektrotaxi bringt mehr Geschäft und niedrigere Betriebskosten. Aber viele zögerten wegen des Mangels an Ladestationen. Wir schätzen dass diese Initiative bis zum Sommer 2022 zu 200 neuen Elektrotaxis auf den Straßen von Kopenhagen führen wird und die Anzahl der Dieseltaxis entsprechend sinken wird„, sagt Wolfsberg.

Höherer Effekt als bei Privatfahrzeugen

Ein Taxi fährt ungefähr achtmal so viel wie ein privates Auto – ungefähr 20 Stunden am Tag. Deshalb ist der Umweltnutzen achtmal größer, wenn Taxen auf Elektrizität umsteigen. Damit tragen wir zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in Städten bei„, sagt Pär Möller, Leiter eMobility Nordic bei E.ON. Wenn das Projekt erfolgreich ist, planen die Partner eine Erweiterung auf Standorte im Zentrum von Kopenhagen sowie in Aarhus, Aalborg und Odense.

Quelle: The largest taxi charging hub in the Nordics accelerates diesel taxi phase-out in Copenhagen

Über den Autor

Dirk Kunde beschäftigt sich mit dem Wandel der Mobilitäts- und Energiebranche. Neben neuer Antriebstechnik und Vernetzung im Fahrzeug, bringt die Verknüpfung mit dem Energiesektor große Umbrüche. Bei seinen Praxistests hat der Diplom-Volkswirt stets ein Auge auf die wirtschaftlichen Aspekte. Ein Lächeln ins Gesicht zaubert dem technikverliebten Journalisten jede vernetzte Anwendung im Auto oder als App, die Mobilität komfortabler macht.

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Gute Lösungen für eMobilität lassen sich vor allem im Ausland finden.
Diese Taxilösung muss es auch in Deutschland geben und die stinkenden Diesel verboten.

man achte mal daraus … die Stromer vom Mercedes stehen vorne. Noch vor wenigen Monaten wäre es ein MUSS gewesen, sich mit Tesla als innovativ darzustellen.

So ändernn sich die Zeiten.

War da nicht mal ein Taxi-Servicedrama mit dem tmx in Amsterdam? Ist Tesla in dem Marktsegment inzwischen eher peinlich?

Der EQC eignet sich wahrscheinlich besser für den innerstädtischen Kurzstreckenbetrieb mit vielen Lademöglichkeiten 😉

Ladestationen müssen für Alle geöffnet sein.

Sie auf die beige-farbenen Abzocker zu beschränken ist ein absoluter Fehlgriff und für Deutschland auf keinen Fall nachahmenswert.

Mit welchem Recht nennen Sie Taxiunternehmen „Abzocker“ ?
ich wünsche mir respektvolle Kommunikation

Sehr gut, an Dänemark kann sich Deutschland ein Beispiel nehmen.

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