Bei Kia liegt „der Fokus klar auf Elektroautos“

Bei Kia liegt „der Fokus klar auf Elektroautos“

Copyright Abbildung(en): KIA

Thomas Djuren, seit Juli der neue Chef von Kia Deutschland, hat sich in einem Gespräch mit Auto-Medienportal ausführlich über die Zukunft der Marke geäußert. „Unsere Zukunftsstrategie namens Plan S fußt im Wesentlichen auf zwei Säulen: dem Vorantreiben der Elektromobilität und dem Ausbau zukünftiger Mobilitätsdienste“, so Djuren über den Fokus der Marke, die kurz davor steht, die für jeden Importeur „magische Grenze“ von drei Prozent Marktanteil zu überschreiten. Aktuell stehen die Koreaner über Jahr betrachtet bei 2,5 Prozent.

Mittlerweile zielt Kia, einst vor allem für preiswerte und technisch eher einfache Fahrzeuge bekannt, auch stärker auf den Premiumbereich, auch wenn dies nicht der Hauptansatz ist, so Djuren, und „unsere Modelle und die Wahrnehmung unserer Kunden das mittlerweile hergeben würden“. Das unterstreiche etwa „die Wahl des EV6, unseres ersten dedizierten Elektrofahrzeugs zum ,German Premium Car of the Year’.“

Über die künftige Modellpalette an E-Autos wollte sich Djuren nicht im Detail äußern. Sagte aber, mit Blick auf Kias Modell-Nomenklatur mit einstelligen Ziffern, dass nach dem EV6, einem Mittelklasse-Crossover, „zwischen eins und zehn noch Raum“ sei. Es werde auf jeden Fall weitere Elektroautos auf der Electric Global Modular Plattform, kurz E-GMP, geben, die auch die Stromer von Konzernschwester Hyundai antreibt und als eine der fortschrittlichsten E-Auto-Plattformen der Branche gilt.

Vollelektrisch aber werde Kia „auf Sicht nicht“ werden, so der Deutschland-Chef der Marke: „Wir werden weiter Verbrenner anbieten und verkaufen“, da es global gesehen „noch sehr lange einen Bedarf an Verbrennermodellen“ geben werde. „Aber der Fokus liegt klar auf Elektrofahrzeugen. Deren Palette wird in den kommenden Jahren deutlich wachsen“, sagt Djuren.

In Sachen Mobilitätsdienste arbeitet Kia derzeit unter anderen an einem Abomodell, wobei der Hersteller „eine Lösung zusammen mit den Händlern“ anstrebt. „Gemeinsam werden wir das Angebot marktreif machen und ein Pilotprojekt auf den Weg bringen. Im kommenden Jahr werden wir dann durchstarten“, erklärt Djuren. Außerdem überlegt Kia, ein Carsharing-Angebot zu starten. Zudem wurde „ein eigenes Team eingerichtet, um für Deutschland die Aktivitäten aus unserem global angelegten Plan S zu definieren.“

Quelle: Auto-Medienportal – Kia hat die Drei-Prozent-Marke fest im Blick

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Cooles Foto. Sicher, dass du so tanken willst? 🙂

Will er. Denn es gibt durchaus verständliche Gründe auf die andere Seite des Autos zu wechseln.

Kabel bisschen zu kurz ?? Sonst aber ein tolles Auto.

Ansichtssache. Ich mag das Heck nicht. Das vom Ioniq5 sieht in meinen Augen stimmiger aus.

Farnsworth

Solange man nicht in Neuss wohnt könnte auch der Verbraucher den Focus auf E-Autos legen. Hier verhindert die Stadt nämlich das Laden eines E-Autos, mit Solarstrom vom Dach!

Hast Du da mehr Infos als wage Anmerkungen? Was hat die Stadt damit zu tun?

Farnsworth

Die Stadt genehmigt die Bordsteinabsenkung nicht damit ich vor mein Haus zum Laden fahren kann. Laut dem Bebauungsplan (aus den 1960er Jahren) darf im Vorgarten kein Fahrzeugstellplatz eingerichtet werden. Nur das ca. 75% der Häuser in unserer Siedlung das schon früher gemacht haben.
Da zwischen Grundstück und Strasse noch ein Bürgersteig ist kann ich auch kein Ladekabel dorthin verlegen.

„Da zwischen Grundstück und Strasse noch ein Bürgersteig ist kann ich auch kein Ladekabel dorthin verlegen.“

In Einzelhaus-Vororten in meiner Umgebung sehe in solchen Fällen jetzt öfter mal einen hölzernen „Kabel-Galgen“, der ein Ladekabel „durch die Luft“ (deutlich oberhalb des Fußwegs) zwischen Grundstück und Fahrzeug führt …

Das wäre aber nur praktikabel wenn der Parkplatz auch fest zugewiesen wäre. Das ist bei uns aber nicht der Fall, hier kann sich jeder da hinstellen wo was frei ist.

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