KfW-Wallbox-Förderung fast aufgebraucht; mehr als 310.000 Anträge gestellt

KfW-Wallbox-Förderung fast aufgebraucht; mehr als 310.000 Anträge gestellt

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Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) blickt aktuell auf mehr als 310.000 Anträge auf Förderung einer privaten Ladestation, dies wurde Golem.de auf Anfrage mitgeteilt. Insgesamt seien Anträge für 381.000 Ladepunkte gestellt worden, so die Mitteilung weiter. Dies führt dazu, dass rein rechnerisch, das Fördervolumen in Höhe von 400 Millionen Euro mit rund 343 Millionen Euro ausgeschöpft ist. Somit könnten rein theoretisch bis zu 63.000 weitere Wallboxen gefördert werden.

Wir erinnern uns: Am 24. November startet das bereits Anfang Oktober angekündigte Förderprogramm für die Installation privater Ladestationen an Wohngebäuden. Pro Ladepunkt gibt es über ein Zuschussprogramm der staatlichen Förderbank KfW pauschal 900 Euro. Mitte Februar seien rechnerisch schon 214 Millionen Euro des eigentlich auf 200 Millionen Euro angesetzten Fördervolumens vergriffen. Der Bund reagierte entsprechend und stockte das Fördervolumen auf 300 Millionen Euro auf. Nicht einmal einen Monat später werden weitere 100 Millionen Euro in den Fördertopf zugeführt. Insgesamt stehen dafür jetzt 400 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung.

Golem.de gibt zu verstehen, dass die Anträge in der Regel problemlos bewilligt werden, wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen. Die Auszahlung der Fördersumme erfolgt aber erst dann, wenn innerhalb von neun Monaten nach Antragstellung sowohl der Kauf der Wallbox als auch die Installation und Inbetriebnahme anhand von Rechnungen nachgewiesen werden können. Alleine die Anschaffung der Wallbox reicht nicht aus.

Für den KfW-Zuschuss gelten einige Grundvoraussetzungen: Die Wallbox muss fabrikneu sein, eine Ladeleistung von 11 kW aufweisen, fest verbaut sein und auf der Liste der geförderten Ladestationen der für die Auszahlung zuständigen KfW-Bank aufgeführt sein. Zudem muss der Ladepunkt – mit Blick auf die Netzdienlichkeit – intelligent und steuerbar sein. Der Strom, den er ans Elektroauto abgibt, muss nachweislich Ökostrom sein. Die Förderung muss beantragt werden, bevor die Lade­station bestellt wird, und wird erst nach Abschluss des Vorhabens ausbezahlt.

Hinsichtlich der Auszahlung der tatsächlichen Fördersumme hat sich die KfW nicht äußern wollen. Vermutungen legen nahe, dass ein Teil der bewilligten Mittel verfallen wird, weil die Installation nicht innerhalb von neun Monaten erfolgt ist. Vor allem in Mehrfamilienhäusern könnte dies daran scheitern, dass die erforderlichen Beschlüsse nicht rechtzeitig gefasst oder die Installationsarbeiten nicht abgeschlossen werden.

Quelle: Golem.de – Mehr als 300.000 Anträge auf Zuschuss für Wallboxen

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Was mir dabei immer fehlt is die Frage wieviele davon bereits eingereicht wurden und ob jeder Antrag für 9 Monate die Garantie hat auch ausbezahlt zu werden. Einen Antrag zu stellen, das geht ganz schnell, man kann diesen aber nicht mehr löschen, das wird dann wohl nach 9 Monaten automatisch passieren. Somit dürfte etwa ab August wieder einiges frei werden.
Einen Antrag hab ich bereits ausbezahlt bekommen, ich hätte aber für ein anderes Objekt noch einen offen, für den ich mangels Wallboxlieferungen und Elektrikerauslastung noch nichts unternommen habe. Da werde ich nicht der Einzige sein.

Ich frage mich ob die Förderung, wie sie momentan gestaltet ist, überhaupt sinvoll ist.
Wie ich feststellen musste werden im Netz unheimlich viele Anlagen verkauft, welche 1x installiert aber nie in Betrieb waren.
Das heisst dass viele Leute die Anlage istallieren kassen, die Fördergelder kassieren und diese anschliessend wieder abbauen und verkaufen.
Es ist immer schade wenn gut gemeinte Subventionen so einfach hintergangen werden kännen.

Das ist eine Hintertür an die ich noch gar nicht gedacht habe. Aber der Gedanke ist nicht abwegig. Zumal die Preise der Ladestationen seit der Förderung sich teilweise mehr als verdoppelt haben. Hier spielt natürlich wieder die Gier eine Rolle. 🙁
Ich hatte mir vor drei Jahren schon eine Wallbox zugelegt, die einstellbar von 11 – 32 Kw ist. Ich habe sie aber nur einmal benutzt, da der Batteriehersteller auf seite x von x Seiten sagt, dass eine normale Ladung, als Standardladung, 6 Kw nicht übersteigen sollte. Also habe ich zusätzlich eine entsprechende Ladesteckdose, 220V und LS/FI Typ A installiert und lade meine Batterie ausschließlich über 220V. Nach 6-monatiger Ladung habe ich ähnlich wie bei dem richtigen Ladeverhalten des Handyakku meine Kapazität der Batterie und somit die Reichweite meines BEV auf den maximalen Wert bekommen.
Alles über 11 Kw Ladeleistung ist bei einer 50Kw LiIon-Batterie zellzerstörend. Das sollte man auf jeden Fall beachten.
Mit meinem ersten BEV hatte ich mit einer 20Kw 220Km Reichweite erreicht, was natürlich aber auch an der Rekuperation lag.
Ich habe aber auch schon Testwagen gehabt die hatten trotz 50Kw-Batterie nur 220km Reichweite. Bei Nachfrage kam heraus, dass diese BEV regelmäßig an 22Kw-Ladestationen geladen werden.
Somit ist eindeutig der Favorit beim Laden die 6Kw-Variante. Hat mit Anschluß nur 270€ gekostet.

oder diese Fuck….. Hybridautos die auch so eine Säule finanzieren lassen ohne sie echt nutzen zu wollen. Fördermittel darf es NUR für Voll-E-Autos geben alles Andere ist Müll.

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