Jolts mobile 320 kW-Schnellladesäule kommt in Großstädte

Copyright Abbildung(en): Jolt Energy Group

Der JOLT Merlin ONE gilt als Kombination aus Powerbank und 320 kW-Schnellladesäule und soll künftig an bis zu 40 ESSO-Innenstadtstationen im Besitz und betrieben von EG in Süddeutschland im Jahr 2021 vorzufinden sei. So das letzte Update des Unternehmens, Ende des Jahres 2020. Mittlerweile peilt man allerdings die Einführung in in europäischen und nordamerikanischen Großstädten an.

Jolt und AECOM, ein Infrastruktur-Beratungsunternehmen, haben sich zusammengeschlossen und wollen gemeinsam die Einführung von ultraschnellen Ladestationen in großen europäischen und nordamerikanischen Stadtzentren vorantreiben. Im Rahmen der Vereinbarung wird Jolt die Ladestationen herstellen und das Netzwerk betreiben, während AECOM einen internationalen Rollout-Plan entwickelt und ausführt, der das Programmmanagement, die Standortentwicklung, den Einsatz der Geräte, die Inbetriebnahme und den Service vor Ort umfasst.

Im Fokus steht hierbei die eigene Schnellladesäule Merlin. Diese versteht sich als eine Art Powerbank für das Auto: Ein Stromspeicher wird aufgeladen und kann dann – zeitversetzt – diese Energie an einen angeschlossenen Verbraucher wieder abgeben. Das Münchner Start-Up Jolt Energy stellte mit der MerlinOne Schnellladesäule den elementaren Bestandteil des eigenen Milkrun-Konzepts im Ladebereich bereits im August 2019 vor. Zwei Jahre später denkt man nun schon einige Nummer größer. Merlin wurde in Deutschland speziell für Ladesituationen in Städten entwickelt, in denen das bestehende Stromnetz die Bereitstellung von Gleichstrom-Schnellladestationen extrem schwierig macht.

„Wir sind begeistert, dass AECOM sein enormes technisches Know-how und seine Erfahrung in unsere Mission einbringt und eine beeindruckende Bilanz bei der termingerechten Umsetzung komplexer internationaler Projekte vorweisen kann.“ – Maurice Neligan, CEO von JOLT

Jolt plant, bis zum Jahr 2025 bis zu 15.000 Ladegeräte in 250 städtischen Zentren zu installieren, zu gleichen Teilen in Europa und Nordamerika. Beide Unternehmen werden gemeinsam eine Roadmap für Einsätze erarbeiten, die die Durchdringung der E-Mobilität in den verschiedenen städtischen Märkten sowie die Verfügbarkeit von Standorten und die lokale kommerzielle und kommunale Unterstützung zum Ziel hat.

„Die Vereinbarung mit JOLT verbindet unsere globalen Fähigkeiten im Programmmanagement mit lokaler Marktkenntnis, um die städtischen Schnellladelösungen von JOLT effizient und effektiv einzusetzen, mit geringeren Auswirkungen auf die lokalen Stromnetze“, sagt Jeff Woodward, Global Market Sector Leader – Next Generation Energy bei AECOM. „Der Erfolg der E-Mobilität wird zu einem großen Teil von der Verfügbarkeit von bequemen und zugänglichen Schnellladestationen abhängen“, so Woodward abschließend.

Quelle: Jolt Energy Group – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Also wenn das richtig verstehe, ist das eine 320kW Ladesäule mit dicken Puffer Akku, die vermutlich dann vom Stadtnetz mit sowas wie 22kW oder so gespeist wird. Was das Netz halt hergibt. So kann sie durch den internen Akku hohe Leistungen kurzfristig abgeben aber diese Leistung muss nicht aus den Netz gezogen werden.

So wie ich das verstehe ist das eine mobile Säule. Aufladung am Mittelspannungsnetz, Transport zur Tankstelle in der Innenstadt, Austausch der Ladesäulen per Kran. Das Hauptproblem dürften die Kosten sein, auf die wieder mal nicht eingegangen wird.

Wäre mal interessant, wie die Kapazität der Säule ist. Da kann man gut Solarstrom aus der Mittagszeit speichern.

Für reine E LKW s reicht eine solche Säule höchstens wenn nur jeder 2. Tag ein Solcher vorbei kommt.

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