Jeep Wrangler Magneto Concept: So schaut der vollelektrische Jeep aus

Copyright Abbildung(en): Jeep

Für die 2020er Jahre habe Jeep aggressive Pläne zur Einführung von Plug-in-Hybrid- und E-Jeeps, wie Christian Meunier, CEO von Jeep zu verstehen gibt. Geplant sind bei Jeep vier rein elektrischen Modellen sowie zehn Plug-In-Hybriden, die bis 2022 auf die Straße kommen sollen. Mit dem Jeep Wrangler Magneto Concept gibt die Marke nun einen ersten Ausblick auf ein vollelektrischen Jeep frei. Nachdem dieser bereits im Februar 2021 angekündigt wurde.

Das Jeep Wrangler Magneto-Konzept versteht sich als ein vollwertiges Elektrofahrzeug. Dieses soll verstohlen, leise und schnell daherkommen sowie über eine unverwechselbare Kletterkraft im Gelände verfügen. Die Ingenieure und Designer der Marke Jeep haben ein emissionsfreies Fahrzeug mit Jeep 4×4-Fähigkeit entwickelt, das ein neues Maß an Effizienz, Umweltverträglichkeit und Leistung auf der Straße und im Gelände bietet, so die Marke während der Präsentation.

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Der E-Jeep baut auf einem zweitürigen 2020er Jeep Wrangler Rubicon auf. Zum Einsatz kommt beim Jeep Magneto ein speziell angefertigter Axialfluss-Elektromotor, der mit bis zu 6.000 U/min arbeitet. Der E-Motor ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe verbunden, wodurch ein manuell-elektrischer Antriebsstrang mit einer Kupplung entsteht, die wie bei einem Verbrennungsmotor arbeitet. Bei schnellen Schaltvorgängen schaltet der E-Motor beim Einrücken der Kupplung die Rekuperation ein, um einen Drehzahlabfall zu verhindern.

Laut Jeep sei der kompakte Elektromotor vergleichbar mit dem 3,6-Liter-Pentastar-V6-Motor und liefert bis zu 370 Nm Drehmoment und 285 PS. Gezielte Kalibrierungen, die während der Tests entwickelt wurden, helfen dem Magneto-Antriebsstrang, das Fahrgefühl des V-6 zu emulieren, wobei nicht nur das Drehmoment, sondern auch die Pferdestärken übereinstimmen. So sei bei einer moderaten Fahrweise der Leistungsunterschied zwischen dem V-6 und dem elektrischen Antriebsstrang des Magneto vernachlässigbar, außer bei nahezu geräuschlosem Betrieb.

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Beschleunigen kann der vollelektrische Jeep Magneto von 0 auf 100 km/h in 6,8 Sekunden. In diesem Fall wird auch das gesamte Drehmoment von 370 Nm abgerufen, ohne dass die Drehzahl erhöht werden muss. Seine Energie bezieht der E-Motor des Jeep Magneto von vier Batteriepaketen mit einer Gesamtleistung von 70 kWh, die in einem 800-Volt-System arbeiten. Die Lithium-Ionen-Batterien sind rund um den Wrangler verteilt, um das Gewicht auf die vier Räder zu verteilen. Ein Akkupack ersetzt den Kraftstofftank in der Mitte des Fahrzeugs, ein weiteres ist gegenüber dem Kraftstofftank montiert, das dritte Akkupack sitzt auf dem E-Motor unter der Motorhaube und das vierte Akkupack wird in dem Raum montiert, der normalerweise für das hintere Staufach verwendet wird.

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Jeep habe zudem darauf geachtet, dass die Batterien, eine Fahrzeugschnittstellenbox und das Batteriesteuermodul alle in wasserdichten Gehäusen untergebracht sind, um die Wat-Tiefe des Wrangler von 76 Zentimetern zu erhalten. Eine 12-Volt-Batterie versorgt die vorhandenen Systeme, wie z. B. das Radio und die Beleuchtung. Eine zweite 12-Volt-Batterie dient als Hilfsaggregat (APU) für Zubehör, wie z. B. die Seilwinde. Ein DC/DC-Wandler lädt beide 12-Volt-Batterien auf und ermöglicht so den Langzeitbetrieb von Zubehör, um einen Campingplatz oder einen unerwartet langen Windenbetrieb zu versorgen. Einzigartige Halterungen sichern die Akkupacks für den harten Fahrbetrieb und spezielle Kufenplatten schützen die Akkupacks vor möglichen Schlägen auf das Fahrgestell beim Durchqueren von unwegsamem Gelände.

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Das Äußere des Magneto ist in Bright White mit Surf Blue-Akzenten gehalten und verfügt über eine hochbelastbare Motorhaube mit Mittelhutze und speziellem Aufkleber, eine neu gestaltete Heckklappe und eine dramatische Beleuchtung über die gesamte Breite des Fahrzeugs. Maßgefertigte Ledersitze in Royal Blue und Schwarz mit saphirfarbenen Einsätzen und Gurten, Surf Blue Lkw-Ladeflächenauskleidung und Mopar-Slush-Matten verleihen dem Innenraum des Magneto ein elektrisiertes Aussehen.

Quelle: Jeep – Pressemitteilung vom 22. März 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Sebastian schreibt u.a.:

„Jeep habe zudem darauf geachtet, […] die 76 cm Wasserdurchlässigkeit des Wrangler zu erhalten.“

Witzigen Übersetzer benutzt? 🙂 🙂 🙂

Ansonsten erstaunt mich doch, dass nicht wenigstens 2 Motore – für jede Achse (mind.) einer – verwendet werden, IMO bei eAntrieb gerade ein Riesenvorteil für 4WDs! Aber der deutliche Hinweis zur Drehmomentanpassung und das 6-Gang-Schaltgetriebe sowie die gesplittete Akku-Unterbringung lassen mich vermuten, dass der »Umrüstaufwand« vom Verbrenner erstmal sehr gering gehalten werden sollte … 🙁

Last edited 8 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

… lassen mich vermuten, dass der »Umrüstaufwand« vom Verbrenner erstmal sehr gering gehalten werden sollte

Oder der Hersteller hofft auf eine Wiederwahl Trumps und es gibt nur ein „Elektro-Einbau-Kit“ für die 4 Jahre bis der Jeep wieder ungehemmt Benzin verbrennen – 75 Mio. Trumpwähler gleich …% Jeep-Käufer.

Die Marke Jeep stammt von Militärfahrzeugen die schon zwei Weltkriege mitgemacht haben.Vor allem der Wranger mit etwas mehr Komfort hatte stets noch viele Liebhaber.
Dies waren die ersten Vorfahren der heutigen SUV s.Offenbar ist denen ein normaler E Antrieb zu ruhig und zu automatisch.
Baut halt anstelle eines mechanischen Schaltgetriebes einen etwas lauteren Fussgänger Sound
ein, der dann immer mitläuft……

Ohhh – Ich bin entsetzt , wie rückständig deren Konzept ist.
Gerade bei einem echten Gelände Vehikel wäre die Verwendung von Radnaben Motoren das einzig Sinnvolle. Extreme Traktion wäre garantiert und man gewinnt richtig Platz für den Akku.

Da merkt man schon, das das Entwickler sind, die aus der Verbrenner Aera stammen, und mal einen Kurs „wie sieht ein eCar Baukasten aus“ besucht haben …
Und dann der Vergleich zu einem Verbrenner Motor und das Getriebe – was soll das denn –
so einen altes Gerümpel braucht man überhaupt nicht – so was von witzig.

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