Italien: Keine Verbrennungsmotoren ab 2035

Italien: Keine Verbrennungsmotoren ab 2035

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Italiens Regierung hat den Verbrennungsmotor zum Auslaufmodell erklärt. Nach 2035 dürfen in Neuwagen keine solchen Motoren mehr verbaut sein. Für Lieferwagen und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gilt das Jahr 2040. Der Beschluss entspricht der Forderung der Europäischen Union, die Treibhausgase bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Italien folgt damit einer Reihe von europäischen Ländern, darunter Spanien, Frankreich und einigen anderen, die sich ebenfalls bereits eine Frist gesetzt haben, nach der keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden dürfen.

Die italienische Regierung betont, die Automobilunternehmen hätten genug Zeit, um sich auf die Produktionsumstellung anzupassen. „Im Rahmen dieses Prozesses müssen alle funktionalen Lösungen für die Dekarbonisierung des Verkehrs in einer Logik der Technologieoffenheit umgesetzt werden, wobei nicht nur Elektrofahrzeuge, sondern auch das Potenzial von Wasserstoff gefördert und die wesentliche Rolle von Biokraftstoffen für den ökologischen Übergang anerkannt werden muss“, heißt es es in einer Presseaussendung des italienischen Verkehrsministeriums.

Industrieminister Giancarlo Giorgetti hob die Folgen hervor, welche der Übergang zu E-Autos für die italienische Autoindustrie mit sich bringen kann. Mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte, die derzeit in der Automobil-Zulieferkette arbeiten, könnten nicht mehr in diesem Sektor beschäftigt sein, warnte der Minister. „Wir müssen unsere Einstellung ändern. Ständige Weiterbildung bedeutet, dass man sich im Laufe seines Lebens auch vorstellen muss, den Beruf zu wechseln. Es gibt keinen festen Arbeitsplatz mehr, der an einem bestimmten Ort angesiedelt ist, um eine bestimmte Art von Arbeit zu verrichten. Es wird Arbeitsplätze geben, die in gewisser Weise auch mit den stattfindenden Veränderungen einhergehen müssen“, so der Industrieminister.

Geprüft werde noch, ob es eine Ausnahmeregelung für heimische Sportwagen-Hersteller wie Ferrari und Lamborghini geben kann. Dies strebt die italienische Regierung weiterhin an. In Mitteilung heißt es hierzu: „Was die Nischenhersteller anbelangt, so können mit der Europäischen Kommission im Rahmen der Gemeinschaftsvorschriften möglicherweise spezielle Maßnahmen geprüft werden.“

Quelle: Ministero della Transizione Ecologica – Pressemitteilung vom 10.12.2021 / Electrive – Italien will Verbrenner-Verkauf ab 2035 verbieten / RaiNews – el 2035 lo stop alle auto nuove con motore a combustione interna

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Eigentlich unnötig, solche Verbote. Wenn schon in wenigen Jahren BEV’s auch beim ungeförderten Anschaffungspreis konkurrenzfähig sind, hat sich das Thema Verbrenner weitgehend erledigt. Und da sich ein Fahrzeug mit etwas Pflege gut und gerne 15-20 Jahre bewegen lässt, können auch eingefleischte Petrolheads ihrer Leidenschaft noch lange frönen (wenn sie einem leisen, wartungsarmen und durchzugsstarken Fahrzeug nichts abgewinnen mögen).

So geht Qualitätsjournalismus
Die Überschrift suggeriert das „Aus für den Verbrennungsmotor“, im Papier selbst ist in keinem Satz davon die Rede, sondern von „emissionsfreien Neuwagen“…

Dass das eben auch mit einem Verbrennungsmotor möglich ist, hat sich offenbar noch nicht bis in die Redaktionsstuben durchgesprochen – Stichwort synthetischer Treibstoff aus klimaneutraler Produktion

Mannomann, setzen die jetzt auch auf den Synfuel- und Wasserstoff Unsinn. Wie blöd ist das denn?

Italien wäre ideal für E-Fahrzeuge mit Solarmodulen auf dem Dach bzw. auf der Karosserie. Und die Jugendlichen könnte mit Citroen Ami und anderen L6e-Fahrzeugen umweltfreundlich unterwegs sein.

“ ….. für Lieferwagen und leichte Nutzkraftfahrzeuge gilt das das Jahr 2040….“
Nachdem nun schon seit einiger Zeit kleinere Nutzfahrzeuge elektrisch unterwegs sind und
das ganze längst kein Hexenwerk mehr ist, wollen sie noch 19 ! (in Worten: neunzehn) Jahre
lang an NEUEN ! Verbrennern festhalten, die dann noch bis ca. 2055 auf den Straßen sind?
Völlig absurd. Die Hersteller, die es 2040 überhaupt noch geben wird, werden das locker 15 Jahre
früher machen.

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