Hyzon baut Membrane für Brennstoffzellen-Stacks bald selbst

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 715215052

Hyzon Motors, ein führender Anbieter von emissionsfreien Lkw und Bussen mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, gab Pläne zum Bau der größten MEA-Produktionslinie (Membrane Electrode Assembly) für Nutzfahrzeuge in den Vereinigten Staaten bekannt. Das Hyzon Innovation Center genannte Werk werde in Bolingbrook, Illinois, etwas außerhalb von Chicago aufgebaut. Außerdem plant Hyzon wie bereits angekündigt seinen Börsengang mit der Decarbonization Plus Acquisition Corporation, einer börsennotierten Special Purpose Acquisition Company (SPAC). Der Zusammenschluss soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen sein.

Die Membran gilt als eine der kritischsten Komponenten einer Brennstoffzelle und macht etwa 70 Prozent der Kosten eines Brennstoffzellen-Stacks aus. Membrane werden im kommerziellen Maßstab derzeit vor allem in Kanada, Europa, Japan, Korea und China hergestellt, so Hyzon Motors. Die MEA-Produktion in kleinerem Maßstab in den USA sei bisher ein Liefer- und Kostenengpass für die Produktion von Brennstoffzellenfahrzeugen in den USA gewesen.

Das Hyzon Innovation Center soll bei voller Kapazität genügend Membrane produzieren, um den Bedarf für bis zu 12.000 Wasserstoff-Lkw und -Busse pro Jahr zu decken. Die Anlage wird voraussichtlich im vierten Quartal 2021 mit der Produktion beginnen. Hyzon rechnet damit, in dieser Produktionsstätte bis zu 50 Vollzeitstellen zu schaffen.

„Das neue Hyzon Innovation Center ist für unsere Strategie zur Erweiterung der US-amerikanischen Wasserstoffversorgungskette, zur Senkung der Brennstoffzellenkosten für die Kommerzialisierung und zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze von entscheidender Bedeutung. Wir haben uns für den Großraum Chicago entschieden, da hier erstklassige Universitäten, nationale Labors, Ausrüstungs- und Zulieferunternehmen und Hersteller sowie ein großer Talentpool für die Rekrutierung hochqualifizierter Arbeitskräfte vorhanden sind. Wir freuen uns darauf, dieses einzigartige Ökosystem zu stärken, damit wir die Energiewende weiter beschleunigen und den schweren Straßenverkehr dekarbonisieren können.“ – George Gu, Vorsitzender und Mitbegründer von Hyzon

Das Hyzon Innovation Center werde auch in Forschung und Entwicklung zu Materialien für Brennstoffzellen, Elektrolyseuren, Festkörperbatterien, fortschrittlichen E-Antriebssystemen, autonomen Fahrtechnologien und Technologien zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aktiv sein, teilt Hyzon mit.

Neben dem Hyzon Innovation Center außerhalb von Chicago verfügt Hyzon über zwei Einrichtungen in Rochester, New York – eine als Testanlage für Brennstoffzellen und eine als US-Hauptsitz, Produktionsstätte für Brennstoffzellenmotoren sowie Fahrzeugintegrationszentrum. Das Unternehmen produziert bereits Nutzfahrzeuge in seinem Werk in Groningen, Niederlande, im Rahmen eines Joint Ventures mit Holthausen Clean Technology B.V.

Quelle: Hyzon Motors – Pressemitteilung vom 01.03.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Hyzon baut Membrane für Brennstoffzellen-Stacks bald selbst“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Sobald das goldpreisige Platin durch Graphit ersetzt werden kann, sieht die Rechnung in der Brennstoffzelle anders aus.

Der Platin-Bedarf massenhaft produzierter Brennstoffzellen-Autos ist nicht höher als der für moderne Benziner (Kat). Das teure ist die handwerkliche Einzelfertigung. Bei Massenproduktion ist eine FC nicht teuer.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Jona Christians über den Stand der Dinge bei Sono Motors und deren SION
GM enthüllt neue E-Auto-Motoren für seine vollelektrische Zukunft
Rallye Dakar: Audi testet Rallyestromer RS Q e-tron in Marokko
2
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).