Hyundai baut Brennstoffzellen-Werk in China

Hyundai baut Brennstoffzellen-Werk in China

Copyright Abbildung(en): Hyundai

Hyundai treibt seine Wasserstoff-Strategie massiv voran. Und das nicht nur im eigenen Land, sondern mit Blick auf den Weltmarkt. Die Hyundai Motor Group, zu der die Automobilmarken Hyundai, Kia und Genesis gehören, wird in der chinesischen Stadt Guangzhou ihr erstes Brennstoffzellen-Werk außerhalb Koreas bauen. Eine entsprechende Investitionsverein­barung wurde kürzlich mit der Regierung der Provinz Guangdong unterzeichnet.

Mit dem Vorstoß in Chinas schnell wachsende Wasserstoff-Industrie baut der Konzern seine weltweit führende Rolle in diesem Technologie­bereich aus. Der Bau des neuen Werks soll bereits im Februar beginnen, die Fertigstellung ist für das zweite Halbjahr 2022 geplant. In der Anlage werden nach Angaben von Hyundai anfangs 6.500 Brennstoffzellen-Systeme pro Jahr produziert. Die Jahreskapazität soll dann entsprechend der Nachfrage schrittweise erhöht werden.

Das Werk in Guangzhou soll das umfassende Know-how des Konzerns in der Produktion von Brennstoffzellen-Systemen nutzen, um sich eine technologische Führungsposition in der chinesi­schen Wasserstoffindustrie zu sichern. Im neuen Werk werden dabei genau diejenigen Systeme hergestellt, die aktuell auch im Brennstoffzellen-SUV Hyundai Nexo eingesetzt werden.

Darüber hinaus will die Gruppe mit chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten, um an Wasserstoff-Pilotprojekten und -Initiativen der Regierung von Guangdong teilzunehmen und den daraus resultierenden Wettbewerbsvorteil im chinesischen Markt zu nutzen. Internationale Unternehmen aus Japan, Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern kooperiern ebenfalls mit den chinesischen Partnern, um Technologien für Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu entwickeln und die lokale Wasserstoffindustrie zu fördern.

Die „China Society of Automotive Engineers“ hat im Oktober 2020 mit Beteiligung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie einen Plan veröffentlicht, die Chinas Ambitionen bei der Förderung der Wasserstoff-Wirtschaft verdeutlicht. Demnach sollen bis 2035 eine Million Autos mit Brennstoffzellen auf chinesischen Straßen unterwegs sein. Der Schwerpunkt wird dabei auf Nutzfahrzeugen liegen.

Im Dezember 2018 hat die Hyundai Motor Group ihre eigene langfristige Roadmap „Fuel Cell Vision 2030“ veröffentlicht und damit bekräftigt, dass der Konzern seine führende Position in der Brennstoffzellen-Technologie nutzen will, um die Entwicklung hin zu einer „Wasserstoff-Gesellschaft“ zu beschleunigen. Die Roadmap beinhaltet unter anderem das Ziel, jährlich 700.000 Brennstoffzellen zu produzieren, um damit die Nachfrage aus verschiedenen Branchen zu bedienen.

Der Konzern beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Entwicklung von Brennstoffzellen-Systemen. Er brachte 2013 mit dem Hyundai ix35 das weltweit erste in Serie produzierte Brennstoffzellen­fahrzeug auf den Markt, gefolgt von der zweiten Generation im Jahr 2018, dem Hyundai Nexo. Ende 2020 wurden zudem die ersten sieben Einheiten des XCIENT Fuel Cell Truck an Kunden in der Schweiz ausgeliefert – der erste in Serie produzierte Brenn­stoffzellen-Lkw. Für den deutschen Markt ist das Fahrzeug bislang noch nicht homologiert.

Zudem haben die Koreaner unlängst den neuen Geschäftsbereich „HTWO“ eingeführt, der die Weiterentwicklung und Vermarktung der Hyundai-Brennstoffzellen verantwortet. Das Unternehmen hat außerdem in vielen Branchen seine Kapazitäten und Partner­schaften im Forschungs- und Entwicklungsbereich gestärkt, um den Weg in die Wasserstoffwirt­schaft voranzutreiben.

Quelle: Hyundai – Pressemeitteilung vom 18. Januar 2021

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Die letzten Zweifler dürften jetzt auch noch erwachen. Die Betonung in diesem Artikel liegt darin , dass ein Koeaner in China die Wasserstoffmoblität aufbaut, um im Nutzfahrzeugsektor neue Wege vorzuzeigen.

Ja, H2 wird in einigen Bereichen, in denen Strom (statt Öl und Kohle) nicht unmittelbar und „zweckmäßig“ anwendbar ist, auch als H2-Brennstoffzelle sinnvoll sein.

Aber

  1. Im PKW ist Wasserstoff bereits mausetot – auch wenn’s noch nicht alle wissen ;)
  2. beim LKW werden die Flottenbetreiber einen deutlichen Entscheid zugunsten der geringeren Kosten (TCO!) treffen!

… solange also weder durch staatliche Eingriffe noch durch andere „Preis-Subventionen“ Kosten-Ungleichgewichte herbeigeführt werden, bleibt H2 auf der Strasse im Wesentlichen ein „Nischenprodukt“!

Solange der Kona weiter produziert werden kann darf Hyundai gerne Geld verbrennen.

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