Humble One: E-SUV mit 100 km Reichweite durch Solar – SION-Konkurrenz

Copyright Abbildung(en): Humble Motors

Humble Motors ist ein Tech-Unternehmen, das solare Elektrofahrzeuge entwickelt. 2020 wurde dieses von Branchenveteranen gegründet, darunter ein preisgekrönter Formel-1-Rennwagendesigner, ein Physiker, Ingenieur und ehemaliger leitender Angestellter bei Ford sowie ein Tech-Unternehmer, so Humble auf deren Webseite. Der viertürige Elektro-SUV „Humble One“ scheint hierbei deren erster Stromer zu sein, der auf die Straße gebracht werden soll.

Entsprechende Reservierungen aus Europa werden bereits entgegengenommen. Dabei handelt es sich beim E-SUV allerdings um kein klassisches E-Auto, dieses folgt eher dem Ansatz von Sono Motors und deren Sion und will Solartechnologie mit E-Antrieb verbrinden. Auf einer Fläche von 7,7 Quadratmeter sei ein Solardach untergebracht. Dies soll dazu führen, dass der Stromer pro Tag bis zu 96 Kilometer alleine durch Sonnenenergie zurücklegen kann. Im Vergleich zum Sion von Sono Motors somit mehr als die 2,5-fache Reichweite. Eine Ansage, wobei es auch hier zu beweisen gilt, ob der Humble One dies leisten kann.

Humble Motors

Der One setzt neben der riesigen Solarfläche auf Leichtbau, einem hohen Sicherheitsniveau und einer für ein SUV guten Aerodynamik mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,25. Die Gesamtreichweite wird mit über 800 km angegeben, wobei bisweilen keine Aussage zur Akku-Größe getroffen wurde. Die Motorleistung wird mit 761 kW (1034 PS) angegeben. Wie diese zwei Werte zusammenspielen scheint auch eher fraglich.

Das Ziel des Startups sei, die weltweit saubersten Solar-Elektroautos zu bauen. „Wir glauben, dass Solar die Zukunft der Mobilität ist, und dass solarbetriebene Elektroautos der eindeutige nächste Schritt bei der Bewältigung von Klimaneutralität im Transportwesen sind“, so Humble-Motors-Gründer Dima Steesy auf deren Webseite. Der One kann mittlerweile ab 300 Dollar (255 Euro) reserviert werden. Wobei der Endpreis bei um die 109.000 US-Dollar vor Steuern (ca. 92.500 Euro) liegen wird. 2024 wird mit dem Start der Produktion gerechnet, Auslieferung dann ab 2025. Unternehmensangaben nach liegen bereits Vorbestellungen im Wert von 20 Millionen Dollar vor (~180 Fahrzeuge).

Quelle: Humble Motors – Pressemitteilung

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Die Solarflächennutzung auf Autos zur Reichweitensteigerung sollte generelle Pflicht werden, und nicht nur eine exotische Ausstattung darstellen.
Wenn jedes Fahrzeug nur 10% seiner benötigten Energie erzeugen würde, wäre dies ein großer Schritt. Aber es ist bereits viel mehr möglich.
Liebe EU, bitte zur Pflicht machen!

„Leichtbau“ ist so eine Sache für sich. Meiner Erinnerung nach war das bislang so, dass dieser deutlich mehr Energie für die Produktion der Leichtbauteile benötigte, als das Fahrzeug im späteren Leben je überhaupt einsparen konnte.
Hat jemand dazu belastbare aktuelle Zahlen, denn Leichtbau ist wichtig. Aber … das altbekannte Motto „Wir müssen sparen, koste es, was es wolle!“ ist deutlich suboptimal. ;-)
Ansonsten sieht das Konzept realistisch aus, Solarflächen an Türen sind in der Praxis mit Parkremplern etc. eher nicht so geeignet. Mit den 96 km pro Tag kämen wir aus, aber norddeutsches Schmuddelwetter verhält sich dabei kontraproduktiv und das Carport selber benötigt ein lichtdurchlässiges Dach. Dieses Problem wäre lösbar, das mit dem Wetter ist es nicht.
Okay, für die Premiumkundschaft müssen es 1000 PS sein, aber für Otto Normalfahrer?

Hier ein Ressourcenverschwender-SUV im gleichen Atemzug wie den Sion zu nennen finde ich problematisch. Der Sion versucht sich in Zurückhaltung, dieses Ding hier steigt auf den schon lange rollenden Zug der Hochrüstung auf der Strasse auf. Da hilft das Solardach auch nichts…

Da sieht man auch gleich wieder, was Sono falsch macht. Die geben eine rein solare Reichweite von bis zu 245 km pro Woche an. Das ist erstmal ja noch kein Fehler. Aber das ist der Wert, der sich in München realisieren lässt.
Für den Verkauf wäre es bestimmt besser, wenn man mit einem Wert für Dubai protzen würde.
Ich glaube nicht, dass man bei „Humble“ so bescheiden war.

Last edited 1 Jahr zuvor by Andreas Kühweg

Eine Konkurrenz zum Sion sehe ich hier nicht. Dieses Fahrzeug kostet das 4 fache und ist für die Zielgruppe „neureiche Poser“ konzipiert.

Der Sono wendet sich an die pragmatischen Kunden, die eine echtes „Enkel freundliches“ Fahrzeug wollen. Mit hohem Nutzen und Emanzipation von Dritten, bei geringen After Sales Kosten.

Das hier ist ein Fahrzeug für Menschen, denen eigentlich alles Wurst ist und Nachhaltigkeit für einen kurzfristige psychische Krankhei halten.Also Konkurrenz für den Porsche Taican, MB EQC, Audi eTron, Model X usw.

Aber immerhin eine e Alternative für diese Zielgruppe.

Bisher habe ich die 100 km Solarreichweite pro Tag technisch angezweifelt, heute sehe ich’s als Aprilscherz.

Dies soll dazu führen, dass der Stromer pro Tag bis zu 96 Kilometer alleine durch Sonnenenergie zurücklegen kann.

Vielleicht an einem Sonnentag im Juni im Süden der USA, wenn der Fahrer gleichmässig mit „ein paar Pferdchen“ durch die Gegend reitet und den allergrößten Teil seiner Pferdestärken im Stall lässt.

Bei 7,7 m² Solarfläche in Deutschland etwa 1.000 kWh im Jahr, wenn es eine Dach-PV-Anlage wäre.

Rechnen wir die 1.000 kWh auf 8 Monate (sonnenreichere Zeit) um, dann wären es 125 kWh pro Monat oder entsprechend ca. 4 kWh pro Tag und damit käme der VW e-up in der Stadt etwa 35 km weit.

7,4 Quadratmeter Solarzellen auf der Karosserie.

… Abhängig vom Aufenthaltsort soll der Elektro-SUV per Solarenergie zwischen 16 und knapp 97 Kilometer an zusätzlicher Reichweite generieren können.

(Quelle: Auto Motor und Sport)

Bei „Auto Motor und Sport“ sind es etwas weniger Quadratmeter und zusätzlich auch die Spanne der Reichweite angegeben, dies entspricht auch den Angaben des „möglichen“ Herstellers (Humble Motors).

80 square feet of highly efficient and patent-pending solar cells …

(Quelle: humblemotors.com).

80 square feet = 7,43224 m² (Quelle: Googe)

Die angegeben Reichweite beim Sion dürfte der Realität wohl am Nächsten kommen.

Wir haben über 248 Solarzellen nahtlos in die gesamte Karosserie unseres Solarautos eingearbeitet. Der Sion kann bis zu 245 Kilometer (durchschnittlich 112 km) pro Woche zusätzliche Reichweite durch reine Sonnenenergie gewinnen. Volle Autarkie auf kurzen Strecken.

(Quelle: sonomotors.com)

245 km pro Woche geteilt durch 7 Tage gleich 35 km (durchschnittlich 16 km) pro Tag.

Aber wenigstens hat das Auto nur Solarzellen auf dem Dach. Hier können die Zellen kaum beschädigt werden. Im vergleich der Sion Solarzellen rund rum. Ich will nicht wissen was nach jeden Parkrempler da für kosten auf einen zukommen.

Leute, schaut mal auf s Datum

Hm – ich vermute – nein –
ich befürchte der Humble ist bisher ein reine Software Entwicklung.
Die nach oben weisenden Flächen einer PKW Karosserie haben max. 2-4 qm Fläche.
Die Seitenflächen liefern nur bei seitlich eintretendem Sonnenschein wirklich nutzbare Ladeleistung
Und das ist nur möglich, wenn Morgens oder Abends die Sonne entprechend steht.
Positiv wäre z.B. wenn das Auto von einer Seite Reflexionen bekommt, z.B vom einem Schaufenster… Besser bzw. wirkungsvoller wäre ein „nachgeführtes Solardach“ das dem Sonnenverlauf folgt, und so immer fast 100% der möglichen Energie nutzt.
Ein solches System nutze ich seit 2004 auf meinem Dach, die dazu nötige Steuerung ist sehr simple.
Für ein Fahrzeug muss sie aber schon etwas aufwendiger werden.

Die Dachfläche ist doch niemals 7,7 Quadratmeter groß. Ist das ein Aprilscherz ?
Und für ungefähr 100000€ auch nicht gerade ein Schnäppchen.
Falls es kein Scherz ist Säge ich viel Glück.

Ich habe noch kein Konzept mit Solar am Auto gesehen, was mich überzeugt hat. 96km pro Tag? Vielleicht in der Wüste. Und 7,7qm bekommen die eher nicht aufs Dach. Es sei denn das Auto ist 6m lang. Dann vielleicht.
Aber generell habe ich noch kein Auto gesehen, was mehr wie 16km oder so im Schnitt per Solar laden kann. Dafür muss ich es auch in die Pralle Sonne stellen, auch nicht prickelnd für den Akku im Hochsommer.
Da sollte man sich lieber die paar Quadratmeter ans Haus schrauben oder an den Balkon hängen. Wird günstiger und einfacher sein.
Dazu Schränken Solarzellen natürlich das Design ein. Nicht jeder will ein Pech Schwarzes Auto haben.

Ist die Kiste also ca. 3 Meter breit…sonst kommen keine 7,7 Quadratmeter DACHfläche zusammen!!!

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