Was bringen die härteren Regeln für Plug-in-Hybride? – Eine Betrachtung

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In der Automobilwoche.de konnte man am 18.8.2021 den Artikel lesen: „Strengere BAFA-Förderrichtlinien: Diese Plug-ins fallen 2022 durchs Subventions-Raster“. In dem Beitrag wird ausgeführt, dass bestimmte Plug-ins demnächst keine Förderung mehr erhalten würden. Das hört sich erst einmal gut an.

Denn erfreulicherweise gibt es einen weitreichenden Konsens, dass die Förderung von Plug-in Hybriden (PHEV) alle Ziele klar verfehlt hat. Auch die Grünen sprechen von staatlich subventioniertem Klimabetrug (Ecomento 12.5.2021). Fast alle sahen und sehen dringenden Reformbedarf.

Die Zaubermaßnahme besteht jetzt angeblich darin, dass die PHEVs mit voller Batterie ab 1.1.2022 60 km rein elektrisch schaffen müssen anstatt 40 km. Und ab 2025 sind es 80 km. Der Beobachter kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, dass damit eine wesentliche Wirkung erzielt werden soll. Neben den Subventionen bleibt der entscheidende Vorteil, dass nämlich der geldwerte Vorteil für Dienstwagen nur 0,5% des Listenpreises beträgt statt 1% bei Verbrennern. Bratzel spricht in diesem Zusammenhang nicht ganz zu Unrecht vom Klimakiller Dienstwagen.
Während das Ziel noch zutreffend angegeben wird – schwere umweltschädliche SUVs sollen nicht mehr gefördert werden – macht die Umsetzung fast sprachlos.

Denn es herrscht große Einigkeit, dass der Ausstoß von Treibhausgasen (insb. CO2, Methan) reduziert werden muss. Insofern wäre zu erwarten gewesen, dass die Nouvelle die Fahrzeuge von der Förderung ausschließt, die zu viel CO2 ausstoßen. Und das unabhängig davon, ob das CO2 aus dem Auspuff der Fahrzeuge kommt oder aus den Schornsteinen der Kraftwerke, welche den zusätzlichen Strom in Deutschland erzeugen müssen.

Somit musste man als Basis erwarten, dass eine korrekte Istanalyse durchgeführt wird, so dass dann geeignete Maßnahmen zur Reduktion abgeleitet werden können. Dem ist leider nicht so.

Tatsächliche CO2 Emission

Es ist zunächst zu fragen, wie der Strom für die zusätzlichen Plug-in Hybride, E-Fahrzeuge, Wärmepumpen, etc. erzeugt werden wird. Ökostrom wird heute und in der Zukunft maximal eingespeist, so dass zusätzliche Nachfrage hauptsächlich von fossilen Energien zur Verfügung gestellt werden muss. Dies gilt für neue Elektrofahrzeuge, für die Millionen von Wärmepumpen, die installiert werden sollen, und auch für die Wasserstoffelektrolyse.

Der Offenbarungseid von Minister Altmeyer zeigt dies deutlich, der im Juli 2021 (endlich) zugab, dass der Stromverbrauch per 2030 in Deutschland viel höher liegen wird (vgl. Handelsblatt vom 13.7) als heute und dass es noch nicht einmal möglich sein wird, den zusätzlichen Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken. Teurer und CO2 intensiver Strom wird auch 2030 unabdingbar. Für Steinkohle muss man mit ca. 800 g CO2 pro kWh rechnen, für Braunkohle über 1000. Beim Gas gibt es zunächst bessere Werte, die allerdings nicht berücksichtigen, dass bei Förderung und Transport sehr viel Methan freigesetzt wird, was eine vielfach höhere Klimawirksamkeit aufweist.

In jedem Fall werden für zusätzliche E-Fahrzeuge zusätzlicher fossiler Strom benötigt (Marginalansatz, vgl. hierzu insb. Ruhsert), so dass es sich verbietet, mit dem Durch-schnitt aller Stromerzeugungsarten zu rechnen.

Bei der Betrachtung der Plug-in Hybride muss nun differenziert werden, ob es um relativ umweltfreundliche Fahrzeuge geht. Im Extremfall handelt es sich um schwere SUVs, die auch CO2 Gründen eigentlich unerwünscht sein müssten und mit Strafen belegt werden müssten. Unsere Regierung fördert sie aber dennoch….

Für die Mittelklasse sei der Golf GTE (Plug-in Hybrid) betrachtet. Laut Auto Strassenverkehr 19/2021, S. 31, weist er die folgenden Verbrauchswerte auf, auf deren Basis der Autor den CO2 Ausstoß berechnet hat:

CO2 Ausstoß beim Golf Hybrid und Golf Benziner (Quelle: Auto Strassenverkehr und eigene Berechnung)

Zunächst zeigt sich, dass auch die neuen WLTP Verbräuche noch zu positiv sind gegenüber den Testergebnissen. Es sei darauf hingewiesen, dass der Grenzwert bei 95 g/km liegt, also weit übertroffen wird. Da E-Fahrzeuge und Plug-in Hybride aber politisch gewollt sind, wurde festgelegt, dass der Strom ohne CO2 Belastung produziert werden kann. Als Folge geht der Golf GTE mit 26 g/km in die CO2-Bilanz von VW ein. Somit darf je GTE rechnerisch noch eine Dreckschleuder mit 2 * 95 – 26 = 164 g CO2 /km verkauft werden. Zusätzlich gibt es die Subventionen und das Dienstfahrerprivileg.

Andere Hybride, auch wenn sie deutlich weniger CO2 emittieren, werden nicht gefördert. So gibt es keine Subventionen für den Toyota Yaris Hybrid, der nur 88 g CO2 / km ausstößt, aber kein Plug-in Hybrid ist.
Der gleiche VW Golf Benziner ohne Hybridtechnik ist sogar im Betrieb umweltfreundlicher (siehe letzte Zeile der Abb. 1), ganz zu schweigen von der viel aufwändigeren Technik.

Gefördert werden jedoch u. a. große SUVs mit Plug-in Technik. Wenn sie 30 kWh pro 100 km verbrauchen, so beträgt der Ausstoß ca. 240 g CO2 pro km (vgl. den Test in efahrer.de vom 25.5.2021). Bei diesem Wahnsinn erstaunt es schon nicht mehr, dass Plug-in Hybride häufig mit dem besten Energielabel A+ belohnt werden.

Anpassungsreaktionen

Mit großer Verspätung reagiert die Politik. Ab 1.1.2022 müssen die Plug-in Hybride 60 km rein elektrisch schaffen, um in den Genuss der Förderung zu gelangen. Dies gilt wieder unabhängig vom Strom- und Kraftstoffverbrauch und damit von den tatsächlichen CO2-Emissionen. Weitere Änderungen gibt es nicht.

Die Autoindustrie ist natürlich begeistert. Es wird wieder kein Druck ausgeübt in Richtung kleiner leichter Fahrzeuge (mit oder ohne Hybridtechnik) mit geringem Kraftstoffverbrauch. Die Förderung der Plug-in Hybride bleibt bei Prämien von bis zu 7.110 €, wenn der Kaufpreis vor Umsatzsteuer unter 40.000 € liegt. Darüber und bis zu einem Nettopreis von 65.000 € sind es 75% davon. Dazu kommt das Dienst-fahrerprivileg, so dass sehr viele Plug-in Hybride in Firmen gefahren werden.

Die Anpassung an die neue 60 km Regel läuft. Die bestehenden Plug-in Hybride werden großenteils einen etwas größeren Akku bekommen, so dass sie zumindest auf dem Papier die 60 km schaffen. Neue Plug-in Hybride werden schon mit einer elektrischen Reichweite über 60 km auf den Markt gebracht.

Eine Überprüfung, ob überhaupt elektrisch gefahren wird, findet noch nicht statt. Und im Verbrennermodus verbrauchen die Fahrzeuge aufgrund des schwereren Akkus nochmals mehr.

Durch diese fast willkürliche Förderung einiger Fahrzeugklassen geraten andere nicht geförderte Fahrzeugklassen ins Hintertreffen. Die Hersteller stellen die folgenden Konzepte ein beziehungsweise reduzieren sie:

• Kleinwagen
• Erdgasfahrzeuge
• Kleinstfahrzeuge
• Mild-Hybride

Mild-Hybride haben noch eine kleine Chance, weil sie dazu dienen können, den Flottenausstoß an COs zu reduzieren. Ein kleiner Trost besteht darin, dass die Supercredits zurückgefahren werden. Mit ihnen werden Elektroautos und Plug-in Hybride mehrfach gewichtet bei der Ermittlung des Flottenausstoßes an CO2.

Schlussfolgerungen

Auch mit den neuen Regelungen ab 2022 werden falsche Anreize gesetzt. Die von der Automobilwoche genannten nicht mehr förderfähigen Fahrzeuge werden schnell Nachfolger finden, welche nur in Sonderfällen zu Verbesserungen, also weniger CO2 führen.

Während die Förderung kleiner leichter Hybride (es muss nicht Plug-in sein) noch sinnvoll sein könnte, sind die Subventionen von großen schweren SUVs kontra-produktiv und stellen eine Verschwendung von Steuergeldern dar. Sinnvoll wäre – wie von den 74 Wissenschaftlern in ihrem offenen Brief gefordert – eine Analyse auf Basis der tatsächlichen CO2 Emissionen. Welche Fahrzeugkonzepte sich dann durchsetzen, sollte nicht Sorge der Politiker sein.

Mit der Fehlsteuerung wird Deutschland die Pariser Klimaziele noch weiter verfehlen als es aus heutiger Sicht bereits der Fall ist. Der Untersuchungsentwurf des Bundesumweltamtes kommt zum Schluss, dass in 2030 vs. 1990 nur eine Minderung von 49% erreicht wird (was schon optimistisch ist) statt 65% (vgl. Tagesschau vom 19.8.2021). Wenn die Wirkung der verfehlten Plug-in Hybrid Strategie berücksichtigt wird, dürfte die Lücke noch wachsen.

Dieser Artikel wurde von Prof. Dr. Peter Hoberg von der Hochschule Worms verfasst und blickt auf die Sinnhaftigkeit der Förderung von Plug-In-Hybride unter teils "verschärften" Vorgaben. Dabei handelt es sich um seine Meinung, hinterlegt mit entsprechenden Quellen und gilt zu diskutieren.

Quellen
  • Automobilwoche 17.8.2021: Strengere BAFA-Förderrichtlinien: Diese Plug-ins fallen 2022 durchs Subventions-Raster, in: https://www.automobilwoche. de/article/20210817/NACHRICHTEN/210819957/strengere-bafa-forderrichtlinien-diese-plug-ins-fallen-2022-durchs-subventions-raster
  • Bratzel, S: in: Klimakiller Dienstwagen, in: Spiegel-Online vom 12.5.2021: https://www.spiegel.de/auto/dienstwagen-haben-ein-gewaltiges-emissionsproblem -elektroautos-wuerden-helfen-a-37a6ecf2-0c73-4391-9079-c424e2162604
  • Ecomento vom 12.5.2021: Grüne: Förderung von Plug-in-Hybriden „staatlich subventionierter Klimabetrug“, in: https://ecomento.de/2021/05/12/gruene-foerderung-von-plug-in-hybriden-staatlich-subventionierter-klimabetrug/
  • Efahrer vom 25.5.2021: 450 PS, 3 Liter Verbrauch? So sparsam ist Fords riesiges Hybrid-SUV Explorer, in: https://efahrer.chip.de/news/450-ps-3-liter-verbrauch-so-gut-ist-fords-riesiges-hybrid-suv-explorer-phev_104852
  • Grimm, V.: Wir werden mehr Strom verbrauchen, in: https://www.handelsblatt.com
    /unternehmen/energie/energiewende-wirtschaftsweise-veronika-grimm-wir-werden-mehr-strom-verbrauchen/27098778.html?, HB vom 16.4.2021.
  • Handelsblatt vom 13.7: Wegen strengerer Klimaziele: Altmaier erhöht Prognose für Stromverbrauch, in: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energie-wegen-strengerer-klimaziele-altmaier-erhoeht-prognose-fuer-stromverbrauch /
  • Hoberg, P. (2020): Der große Denkfehler – Elektroautos in Deutschland – viel dreckiger als gedacht, in: https://www.elektroauto-news.net/2020/meinung-der-grosse-denkfehler-elektroautos-in-deutschland-viel-dreckiger-als-gedacht, 19.12.2020.
  • IFW: Zusätzlicher Strombedarf hebelt Klimavorteile von E-Autos aus, in: https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2020/zusaetzlicher-strombedarf-hebelt-klimavorteile-von-e-autos-aus/, Abruf vom 27.3.2021
  • Offener Brief von 74 Wissenschaftlern, in: https://holgerwatter.files.word press.com/2021/04/2021-01-21-offener-brief-mit-anschreiben.pdf
  • Ruhsert, K.: Der Elektroauto-Schwindel, Norderstedt 2020.
  • Tagesschau vom 19.8.2021: Klimaziele 2030 dürften verfehlt werden, in: https://www.tagesschau.de/inland/klimaziele-2030-verfehlt-101.html

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Nicht gemerkt, dass mit 800g CO2 je kwh gerechnet wurde. Siehe Tabelle oben und Zeile rein elektrischer Betrieb. Nur weil härtere Plug-In Regeln oben drüber stand, wurde Lob verteilt. Die 800g CO2/kWh gelten selbstverständlich für alle zusätzlich neuen Stromverbrauchergruppen also auch für batterieelektrische Fahrzeuge. Wenn man die konsequent ansetzt, was für die nächsten 10 Jahre richtig ist, bekommt man einen realen Vergleichswert zwischen allen Fahrzeugen. An diesem Wert müssen die Fahrzeuge gemessen werden. Dann sieht man, dass Null-Emission Quatsch ist und der 95g-Flottenwert weit weg von der Realität ist und schon gar nicht mit E-Autos zu erreichen ist.

Bei E-Autos soll also 100% des CO2 aus Kohleverstromung genommen werden.

Die politische Behinderungen beim Ausbau der erneuerbaren Energie sowie die unnötige politische Verlängerung der Kohleverstroming bis 2038 wird alles dem E-Auto angelastet – welche eine Heuchelei.

Beim Benzin wird nur das CO2 genommen, das direkt beim Verbrennen ensteht, aber nicht das CO2, das auf dem Weg vom Bohrloch bis zur Tankstelle anfällt.

Dem E-Autos werden CO2-Lasten aufgebürdet, um es möglichst lange als „sinnlos“ erscheinen zu lassen, aber man kann den Spieß auch umdrehen und den Anderen die Kohlen-CO2 aufbürden.

Zu Plugin-Hybriden ist zu sagen, dass sie ein politischen Geschenk für die Autokonzerne und Besserverdiener sind, die vermutlich nicht kleinlich bei „Geschenken“ für Politiker und Parteien waren.

Mein Vorschlag „20.000 Euro Obergrenze“ für die Förderung, damit viele leichte und preiswerte E-Autos verstärkt auf den Markt kommen, das wäre resourcenschonender und zugleich sozial gerechter.

PHEV würde ich ganz von der Förderliste streichen – wer sie unbedingt will, weil er oder sie Reichenweitenangst hat, der kann sie ja weiterhin kaufen – solange sie dann noch jemand herstellen will.

Gebe Ihnen recht, nur will ich ein Beispiel geben.

Ich habe seit Mai einen Skoda Enyaq.
Warum? Ganz einfach, weil ich Bandscheibenprobleme habe, u. in ein niedriges Auto schwer hineinkomme.
Habe mich für den ID.3 interessiert.
Leider gibt, u. es wird wohl nie eine Ahk. für den „Elektro-Golf“ geben.
Darum ein SUV. Man wird halt, wenn man auf eine AHK angewiesen ist, gezwungen, bestimmte Fahrzeuge zu kaufen.
Zudem ist es finanziell nicht tragbar, zwei Auto’s zu erhalten.
Warum ein Elektroauto? Weil mich die Abgasreinigung im VW-Touran seit dem Zwangs-update zur Weißglut trieb.
Zwangsweise 20-40 Kilometer wegen des Partikelfilters fahren zu MÜSSEN,
ist alles anderes als Umweltfreundlich.
Man könnte meinen, diese Technik wird nur verbaut, um den Verbrauch in die Höhe zu treiben, mein guter alter TDI brauchte auf Kurzstrecken, u. Hängerbetrieb 4,5 Liter.
Das schafft heute kein Mittelklasse Auto mehr.
Der Enyaq braucht, so die Anzeige stimmt, 12,7 kwh.
Nehme mal an das er im Winter rund 15-18 kwh brauchen wird.
Beim Verbrauch kommt es vorallem auf den Fahrer an.
Wenn recoursen schonendes Fahren vom Fahrer nicht gewollt ist, nutzt die ganze Technik nichts.
Im Endeffekt bringt das Downsizing der Motoren wie so oft nur am Papier weniger Co.
In der Praxis wird ein Fahrzeug mit kleinerem Hubraum bedingt durch die Leistungsdefizite
mit höheren Drehzahlen bewegt, was mehr Verschleiß, u. erhöhten Verbrauch bedingt.
Ich wollte schon 4 Jahre lang ein E-Auto, aber wegen der fehlenden AHK konnte ich bis heuer keines kaufen.
Mfg. Thomas

ich fahre eine Hyundai Kona mit 14 kWh Verbrauch zusätzlich Tankverluste 2 kWh.
Für die Herstellung des Benzins (Förderung bis zum Tank) werden 22 % Energie des Benzins verwendet, also je 100 km 7 Liter x 10 kWh x 22 % sind 15,4 kWh. also fahre ich mein Auto mit der ersparten Energie des Verbrenners. Deshalb ist die Schlussfolgerung von Prof. und Hannes falsch.

Wieviel Dieselsprit wird beim Bau und Ztansport eines BEV verbrannt, ohne den es gar Kein BEV geben kann? Schon mal nachgerechnet Wieviel CO2 entsteht dadurch, dass man hier auf chinesischen Computer und chinesischer Technik das Märchen über Umweltschutz durch E-Mobilität verbreiten kann. Bitte nicht berechnen. Nicht das der Planet merkt, dass er wegen Computertechnik überhitzt. Das wäre doch schade, wenn man bemerken würde, das kleine moderne Benziner weniger Schadstoff ausstossen, als tonnenwere E-Kisten die kein Mensch braucht. Natürlich kann man keinem Deutschen zumuten, vernünftige Kleinwagen zu fahren. Diese KEICARS sind etwas für Japaner- Wie sagte ein deutscher Verkehrsminister: “ Die Deitschen sind kein Volk von Kleinwagenfahrer „. Das merkt man am Zustand der Erde. Und wer wird wieder gewählt?

PKWs über 20 kWh/100km (kombinierten) Verbrauch oder mit „Hilfsverbrennern“ bräuchten überhaupt nicht gefördert werden.
Neben dem Klimaschutz sollte viel mehr Wert auf abgasfreie Städte gelegt werden.
Es sind nicht nur SUVs, welche die Städte verunreinigen, sondern viele sonstige übergroße oder zweckfreie Fahrzeuge, wie z.B Grosslimousinen, Sportwagen, Vans, Wohnmobile, qualmende Oldtimer.
Abgasschleuder jedweder Gattung braucht keiner mehr heute als PKW kaufen, bald auch nicht mehr als LKW.
Deutschland sollte endlich ein Verbot für Verbrenner aussprechen, welches vor 2030 liegt, und eine Übergangsfrist für alte Verbrenner.
Jeglich anderer Klimaschutz ist nicht ernst gemeint.

Wie viel CO2 verursacht eine Kilowattstunde Strom im deutschen Strommix?

Für das Jahr 2019 auf der Basis vorläufiger Daten sind dies 408 Gramm pro Kilowattstunde. Hochgerechnete Werte für das Jahr 2020 ergeben 366 Gramm pro Kilowattstunde …

(Quelle: umweltbundesamt.de – 20.07.2021)

Leider nur vorläufige Daten zum Strommix 2019 – was machen die dort eigentlich den ganzen Tag?

Von Prof. Dr. Peter Hoberg wird so gerechnet, als ob nur Kohle zur Stromerzeugung für das Laden der Batterien verwendet würde – aber wir haben einen Strommix, der viel besser sein könnte, wenn CDU/CSU nicht massiv den Ausbau der Windkraftanlagen behindern und die CDU an der Kohle festhalten würde.

Also rechnen wir mal mit rund 400 g/kWh, dann sehe die Tabelle so aus:

Golf GTE WLTP = 84 g/kWh
————————————-
Test ………………. = 102,4
Test elektrisch ….= 85 <=== Im Test wäre mit Strommix der elektrische Antrieb klar im Vorteil.
Test nur Benzin . = 156,1
————————————-
Golf 1,5 WLTP .. = 130,5

Prof. Dr. Peter Hoberg arbeitet hier mit „alternativen Fakten“ – auf den Titel „Prof. Dr.“ kann man heutzutage wohl nicht mehr viel geben, wenn hier mit solchen „billigen“ Tricks gearbeitet wird.

Die 800g CO2/kWh sind keine alternativen Fakten, sondern sind der Strommix aus Strom aus Braunkohle, Steinkohle und Gas, wie er ab 2023 zur Verfügung steht, wenn die Atomkraft abgeschaltet ist. Wäre es reiner Braunkohlestrom, dann wären es mindestens 1000g/kWh. Zusammen mit der Atomkraft liegt der CO2-Ausstoß für den konventionellen Mix zwischen 700 und 750g. Mit dem konventionelle Mix wird der Strom geliefert, der durch die regenerativen Quellen nicht geliefert werden kann, was so gut wie immer der Fall ist.

Im Inland produzierte und ins Netz eingespeiste Strommenge.

1. Quartal 2021.

Konventionelle Energieträger 59,3 %

… darunter Kernenergie 12,2 %

————–

Erneuerbare 40,7 %

… darunter Windkraft 24,2 %

(Quelle: destatis.de)

Die Windkraft produziert schon das Doppelte an Strom im Vergleich zur Kernenergie und wenn sie nicht behindert worden wäre, dann hätten wir heute schon viel mehr Ökostrom.

Nicht vergessen werden darf, dass in Zukunft Batterien in Millionen E-Autos und Haushalten ein großer Batteriepuffer sein werden, mit dem wir viel Überschuss beim Ökostrom speichern werden.

Konventionelle Kraftwerke werden auch in Zukunft gebraucht, aber viel weniger als heute und vor allem flexiblere, die schnell dem Bedarf angepasst werden können, auch wenn der Strom dann mehr kostet.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Energiewende von unten, d.h. dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung, entweder autark in und auf dem Gebäude oder in örtlichen und regionalen Projekten.

Kurz gesagt – alle Teile müssen ineinander greifen und zusammen arbeiten, wenn es funktionieren soll. Dafür fehlt manchen Leute die Fantasie oder sie zerpflücken gerne das Ganze in Einzelteile und freuen sich dann, wenn die Einzelteile angeblich keinen Sinn mehr machen.

Zurück zu PHEV – wenn die Schwergewichte kleineren E-Autos weichen, dann brauchen wir auch weniger Strom, da weniger Material hergestellt und verarbeitet werden muss.

Das ist genau der Punkt. Einfach mal anzusetzen dass BEVs ja nur mit Kohlestrom betrieben werden können. Und der Ausbau der Erneuerbaren findet ja nicht statt oder nicht schnell genug. Gerade letzteres ist ein politisches Problem, kein technisches.

Daniel, spar Dir Deine Lebenszeit – den Hannes wirst Du nicht ändern, ebenso wie den Egon oder den FUD David.
ignorieren funktioniert wahrscheinlich am besten 😉

Ja, ich mache mir die Welt auch immer wie sie mir gefällt;-)

1+ da bin ich ganz bei dir

zur Verteidigung des Prof.Dr. muss man wohl den Satz einordnen

In jedem Fall werden für zusätzliche E-Fahrzeuge zusätzlicher fossiler Strom benötigt (Marginalansatz, vgl. hierzu insb. Ruhsert), so dass es sich verbietet, mit dem Durch-schnitt aller Stromerzeugungsarten zu rechnen.

Ich bleibe dennoch dabei dass wir nicht mehr Strom benötigen denn in der Gesamtsumme kann der Umstieg auf E-Mobilität rechnerisch gar nicht mehr Stromverbrauch verursachen.
Die E- Antriebe sind viel sparsamer im Verbrauch und die Umrechnung des Stromverbauchs aktuell zur Herstellung von fossilen Krafstoffen ergibt eine Stromeinsparung.

Sehe ich das richtig dass wir in Deutschland knapp 60% mehr Energie produzieren als wir verbrauchen.

https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieproduktivitaet#der-begriff-der-energieproduktivitat-und-endenergieproduktivitat-seit-1990

Was ist denn das für ein Wahnsinn der da betrieben wird.

es bleibt weiter spannend

@neumes: Zum Link diese Auszug.

Die Energieproduktivität zeigt, wie viel Geldeinheiten wirtschaftlicher Leistung (Bruttoinlandsprodukt, BIP) pro Einheit eingesetzter Energie erzeugt werden.

Die Energieproduktivität hat sich auch aufgrund von rein strukturellen Effekten verändert. Ein Wandel in der Wirtschaftsstruktur von energieintensiven Industriezweigen hin zu mehr Dienstleistung führt automatisch auch zu einer höheren Energieproduktivität, weil weniger Energie für die Erbringung wirtschaftlicher Leistung benötigt wird.

(Quelle: umweltbundesamt.de

Im Grunde eine Zahlenspielerei – wieviel Energie braucht man um einen Euro zu verdienen.

Mit Stromverbrauch hat das nur zum Teil zu tun, da hier alle Energiearten zusammengefasst werden.

„Ökostrom wird heute und in der Zukunft maximal eingespeist“ das ist so nicht richtig die derzeitige privaten Aolaranlagen sind alle auf 70% gedrosselt lt. Gesetz (das war auch des erste was die LEW bei meinem Chef beim Zweirichtungszähler einbau geprüft wurde. ich weiss jetzt nicht ob das auch für die großen Solatparks gilt. Auch Windräder werden immer wieder runtergeregelt oder abgeschaltet kann überall dort beobachtet werden wo mehere Windräder aufgebaut sind, das in den seltensten fällen alle Windräder laufen meistens sehe ich bei uns von 8 Windrädern nahe der Autobahn das dort oft nur 4-6 gleichzeitig laufen.

So sieht es aus. Die 70% bei PV-Anlage ist doch der letzte Quatsch, auch wenn sie im Einzelfall meist kaum ins Gewicht fällt. Vielleicht im Süden Deutschlands. Wenn ich eine 10kWp Anlage habe und einen 30kW Hausanschluss, was soll denn da passieren? Ich kann mich bei uns in der Straße umsehen und da hat keiner einen PV Anlage auf dem Dach. Die ziehen alle nur Strom.

Ich habe gerade mal gegoogled zur Windkraft. Laut Statista wurden 2020 6,2TWh oder 6200GWh Windkraft abgeregelt. Das sind bei 20kWh/100km locker flockige 31 Millionen km mit einem E-Auto fahren.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/665177/umfrage/menge-des-abgeregelten-windstroms-in-deutschland/

Ich finde auch einfach diese Annahme, dass der zusätzliche Stromverbrauch nur aus Kohle kommt einfach lächerlich. Das kann passieren, wenn wir weiterhin beim Ausbau der Erneuerbaren Energien schlafen. Ja. Aber das ist kein technisches sondern ein Politisches Problem. Die Herren in den Ministerien müssen endlich mal ihren Job erledigen.

Und man könnte auch argumentieren, dass jeder neue Klimaanlage oder jedes neue Zementwerk ausschließlich mit Kohlestrom betrieben wird, wenn man dagegen agitieren möchte.

2020 wurden 6,4 TWh an windenergie abgeregelt. Damit hätte man 2,2 Millionen e-Autos ein Jahr lang betreiben können. Sie waren schlichtweg nur nicht vorhanden um als Speicher dienen zu können. Natürlich stehen die auch nicht rund um die Uhr an der Ladesäule. Von daher kann diese Windenergie sowieso erst aufgenommen werden wenn noch viel mehr E-Autos verfügbar sind.

Nicht vergessen: Speicher in E-Autos sind schon bezahlt das heißt es ist keine zusätzliche Investition für Speicher für Stromüberschuss nötig.

Und dann kommen noch die ganzen PV-Anlagen dazu die nur bis 70% einspeisen dürfen. Wenn man die überschüssigen 30 % statt abzuregeln in sein E-Auto lädt muss dieser Strom auch nicht aus fossilen Brennstoffen gewonnen werden. Dieser Professor scheint ein absoluter Gegner der E-Mobilität zu sein und rechnet diese absichtlich schlecht.
Aber das kennt man ja von diversen Leuten.

Farnsworth

Das ist eine unzulässige Milchmädchenrechnung. Die pure Zahl von 6,4TWh ist nicht aussagefähig. Da ich keinen Bezahlzugang zu destatis habe, kann man ich keine vollständig untermauerte Aussage machen. Man muss dazu wissen, wann, wo, wie lange abgeschaltet wurde. Es sind verschiedene Szenarien möglich bei denen diese Energie auch nicht mit 2,2 Millionen E-Autos nutzbar wäre. Nehmen wir mal an, diese 6,4TWh wären komplett im März angefallen. Dann hätten 26 Millionen E-Autos im März zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Quellen fahren können, weitere 11 Monate hätten sie konventionellen Strom gebraucht. Es kann auch möglich sein, dass die 6,4TWh in Schleswig-Holstein oder MV erzeugt wurden und den Weg nach BW wegen fehlender Leitungskapazitäten nicht gefunden hat, wo die meisten E-Autos zugelassen werden und der schmutzigste Strom im grün regierten Land produziert wird. Es wird in Zukunft immer mehr Abregelungen geben, je mehr regenerative Erzeuger in das Netz einspeisen solange zu wenig Speicherkapazität zur Verfügung steht. Mit einem Teil davon muss man leben ohne unruhig zu werden. Ein anderer Teil ist durch Netz- und Speicherausbau nutzbar zu machen. Die Aussage mit 6,4TWh Abregelungsverlusten ließen sich 2,2 Millionen betreiben ist genauso sinnfrei wie die Aussage, dass ein Elektroauto heute schon mit dem Strommix weniger CO2 verursacht als ein konventionelles Verbrennerauto.

Nein es ist nicht. Selbst mit 100% Braunkohlestrom wäre mein Fahrzeug schon sauberer als mein voriger Verbrenner. Wenn meine PV-Anlage erst installiert ist habe ich es auch noch selber in der Hand. Es ist mir klar dass 2,2 Millionen Autos dafür nicht ausreichen diese Strommenge aufzunehmen. Angenommen der komplette PKW Bestand wäre elektrisch,dann würden rechnerisch 2,2 Millionen im Jahr ausschließlich vom Überschussstrom fahren können. Und bei dieser Verbreitung der Fahrzeuge wäre es auch egal in welchem Bundesland die stehen würden. Es wären einfach überall genug Speicher vorhanden. Für die anderen Fahrzeuge müsste noch erneuerbare Energie zu gebaut werden. Es gibt aber nur 365 000 E-Fahrzeuge Stand April in Deutschland. Und der Jahresenergiebedarf für diese Fahrzeuge beträgt lediglich 858 GWh.

Und trotz dieser Fahrzeuge wird auch weiterhin Energie abgeregelt werden. Sie vermeiden allerdings schon Abregelung einfach weil sie als netzlast vorhanden sind. Das wird man aber aus keiner Statistik herauslesen können. Es ist aber eine logische Schlussfolgerung.

Farnsworth

Wenn das jetzige E-Auto (soweit ich das aus anderen Kommentaren herauslesen kann ein E-UP) auch mit Kohlestrom sauberer wäre als der vorherige Verbrenner, kann ich daraus nur mutmaßen, dass das vorherige Fahrzeug entweder größer war oder mit viel älterer Technik unterwegs war.

Also das PHEV zu stark gefördert sein, keine Frage. Das Minimum was kommen müsste, ist dass man Ende des Jahres einen Nachweis erbringen muss, dass man einen gewissen Anteil wirklich elektrische gefahren ist, sonst erlischt der Steuervorteil oder die Förderung muss zurück gezahlt werden oder was auch immer.

Wo mir der Hut hoch geht ist aber bei der Behauptung, dass E-Autos mit reinem Kohlestrom fahren würden. Also mein Herd zu Hause läuft mit Öko-Strom und das E-Auto auf Kohle. Schon klar. Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Und wenn ich das richtig verstehe kommt seine tolle Annahme aus der Behauptung, dass der Stromverbrauch durch E-Autos steigt und wir deswegen mehr Kohlestrom im Netz brauchen. Dann mal die direkte Gegenfrage: warum brauchen wir das? Wie wäre es zur Abwechslung mal damit einfach Photovoltaik und Windkraft auszubauen? Und das nicht in homöopathischen Dosen für Poesiealbum sondern im Eiltempo. Das ist doch alles schon lange keine technische Frage mehr der Machbarkeit, nur ein Politikum und Interessenkonflikt mit den Stromkonzernen. Ich durfte gerade gestern einen schönen Blog über die Möglichkeiten der Windkraft lesen. Von unseren aktuellen 30.000 Windkraftanlagen sind die meisten relativ alt und ineffizient. Heutige Anlagen liefern pro Windrad das 20fache(!!!) an Leistung obwohl sie „nur“ 5mal so hoch sind. Dazu kommt die riesige Potential von PV Anlagen. Stellt man sich mal auf den Balkon und schaut so durch die Nachbarschaft, sieht man folgendes: fast keine PV-Anlagen weit und breit. Nur ganz vereinzelt. Alle Dächer sind ungenutzt, obwohl jedes einzelne mehrere MWh Strom im Jahr produzieren könnte. Fassaden kommen noch dazu. Alleine Unternehmen müssten eigentlich ein riesiges Interesse daran haben ihre Dächer mit PV zuzupflastern. Dann müssen sie auch nicht mehr über Energiekosten in Deutschland nachdenken.

Wir haben aktuell schon rund 50-60% Erneuerbare Energien im Netz. Und zusätzlich haben wir aber noch Potential, dass es kaum zu glauben ist. Einzig die Speicherung müssen wir auf die Kette kriegen. Aber wenn das gewollt ist, geht das innerhalb der nächsten 10 Jahre sicher. Wir sehen z.B. bei der Entwicklung der BEVs was alles geht, wenn man es will.

Stimme voll zu. Ich denke Anti-Windkraft-Organisationen wie „vernunftkraft“ haben ihren Ursprung im fossilen Dunstkreis. Da meinen Leute, Windkraft würde mehr Lärm produzieren als die omnipräsenten Autobahnen, dabei produzieren letztere Größenordnungen mehr.

Mir sind auch keine Pläne für Zubau von Kohlekraftwerken bekannt. Vielleicht müssen die ein wenig länger betrieben werden, wenn die Regierung nicht mit dem Ausbau der Windenergie aus den Puschen kommt. Der Ausbau der Solarenergie wird doch sowieso von Privatleuten getrieben. Ich wette dass sich mehr und mehr Privatleute demnächst eine Photovoltaik-Anlage auf ihr Dach setzen werden. Bei den aktuellen Strompreisen lohnt sich das ja schon ohne Einspeisevergütung. Nach einer Abflachung der installationsquote geht die Kurve jetzt wieder steil bergauf.

Irgendwann wird bestimmt auch die PV Pflicht für Neubauten kommen, die für öffentliche Gebäude und Parkplätze und zum Schluss die für Altbauten.

Kohlekraftwerke werden irgendwann einfach unrentabel. Die Betreiber werden dann froh sein sie loszuwerden. Kohlekraft ist im übrigen wieder ein Beispiel dafür wie unnachhaltig der Mensch agiert. Man holt Millionen Tonnen von Kohle aus dem Boden um kurzzeitig Energie zu haben und nachher für die Ewigkeit Wasser aus den Gebieten wegpumpen zu müssen.

Farnsworth

Ich hoffe der PV Ausbau gewinnt an Schwung. Aber nur Privat getrieben habe ich die Befürchtung, dass es nicht schnell genug geht. Viele, gerade Ältere, legen sich das Geld lieber unter das Kopfkissen anstelle es in eine PV Anlage zu investieren die Rendite erwirtschaftet (Ebenso wenig wie sie es in Aktion oder ETFs anlegen). Wie oft höre ich den Satz: das lohnt sich doch nicht mit der Photovoltaik. Vor allem von denjenigen die sich noch nie im Leben überhaupt damit auseinander gesetzt haben. Denen fehlt einfach die Fantasie mal 20 Jahre vorauszudenken. Deswegen denke ich mittlerweile, dass wir da ein neues System brauchen. Vielleicht sowas wie dass der Energieversorger das Dach mietet und die Anlage installiert und betreibt. Wenn der Besitzer sieht, was da wirklich vom Dach kommt, findet vielleicht ein Umdenken statt und er will die Anlage übernehmen.

Übrigens scheint das nicht mal ein deutsches Problem zu sein. Ich habe kürzlich mit einem indischen Kollegen gesprochen, dessen Eltern in Indien gerade ein Haus bauen/ kaufen und am ÜBERLEGEN sind eine PV-Anlage auf Dach zu setzen. In INDIEN. Ich zitiere seine Aussage: wenn wir da eins haben, dann ist es Sonne. Da gibt es kein „Tal der Tränen“ im Winter. Da produziert man 1500kWh pro kWp. Und selbst dort wird „überlegt“ ob sich das lohnt. Das ist doch ein Witz.

Ich sehe aber in der Nachbarschaft, dass PV „ansteckend“ ist. Baut jemand eine PV Anlage hat kurze Zeit später der Nachbar auch eine.

In Indien ist der Strom aber auch viel billiger. Ein Kollege von mir sagte, dass die Stromrechnung für sein Eltern bei ca. 80€ im Jahr liegt. Da sieht das dann mit der Rentabilität auch wieder anders aus. Ich weiß allerdings auch nicht für welche Strommengen. Wahrscheinlich haben die keinen so hohen pro Kopf Verbrauch wie hier.

Farnsworth

Es gibt die Firma ENPAL, die PV-Anlagen finanzieren soll. Die rechnen das über den Eigenverbrauch so, dass man mit seiner heutigen Stromrechnung die Anlage bezahlt und diese dann nach 20Jahren ins eigene Eigentum übergeht. Die machen gerade viel Werbung und expandieren stark. Gilt allerdings nicht für Vermieter. Ich gebe das nur als Info weiter. Ich bekomme keine Provision und habe auch keine Geschäftsbeziehungen zu ENPAL.

Es ist eine Riesenschweinerei, dass hier wieder der Kohlestrom zu 100% den BEV zugeschoben wird. Als ob die Elektroautos daran Schuld wären wenn die Politik dermaßen versagt. Kohlekraftwerke dürfen weiterlaufen weil hier zukünftige völlig überzogene Stromverbräuche zusammengelogen werden um deren weitere Existenz zu rechtfertigen. Da hat man endlich eine einigermaßen saubere Technologie die uns weiterbringen kann und schon kommen gekaufte Experten daher die diese Technologie schlechtlügen. Wir leben in einer Zeit in der Fakten verdreht werden wie es gerade Laune macht. Im übrigen, man kann den Kohlestrom auch anderen Verbrauchern zuschieben die man gerade diffamieren möchte. Was wollen diese Politiker eigentlich? Weiterhin Co2 intensive Technologien unterstützen? Ich finde das gelinde gesagt kriminell!

… und die TWIKE 3 und 5 mit E Verbräuchen UNTER 10 kWh/100 km kriegen wieder gar nix! Derweil sind das die innovativen und disruptiven Technologien die es doch zu fördern gilt!!! Das ist auch dann der Exportschlager von morgen … aber siehe REZO … da braucht sich KEINER mehr Wundern über das Lügenkabinett der UNION https://www.youtube.com/watch?v=rIj3qskDAZM

Es sollte sich jemand finden, der eine Petition auf den Weg bringt mit dem Ziel, die Bundesregierung aufzufordern, jegliche Förderung von Hybrid bzw. Plug-In-Hybrid Autos zu beenden, und zwar sofort. Natürlich gehört auch die steuerliche Begünstigung dieser Autos beendet, egal welcher Art. Darüber hinaus sollte endlich eine starke Steigerung der KfZ-Steuer für große und schwere PKW beschlossen werden unabhängig vom Antriebssystem. Eher abhängig vom CO2 Ausstoß.

Die Petition können wir am 26. September durch ABWAHL durchsetzen! Aber außer den LINKEN hat ja keiner eine tragfähige Lösung, selbst die der GRÜNEN ist ja eher für Gutverdiener ausgelegt und könnte zu Protesten auf dem flachen weiten Land führen!

PHEV Fahrzeuge machen nur Sinn, wenn der Ladestrom überwiegend aus der eigenen PV-Anlage kommt. Wir fahren den neuen Audi A3 e überwiegend auf Kurzstrecken (< 50 km) und kommen tatsächlich mit der elektrischen Reichweite aus. Nur für den Anhängerbetrieb und für längere Fahrten nutzen wir den Hybrid Modus. Kürzlich bin ich nach Frankfurt und zurück gefahren (560 km insgesamt) mit 130 km/h Tempomat und habe im Durchschnitt nur 4,4 Liter E10 verbraucht und insgesamt 8 kWh Strom.

Natürlich ist ein PHEV einem reinen Verbrenner vorzuziehen. Es gibt auch sicher Menschen für die ein BEV momentan noch nicht das richtige ist. Wie das in Ihrem Fall aussieht können nur Sie alleine beurteilen. Ich denke Sie haben das sicher auch getan. Nur sollten diese übertriebenen Subventionen für Firmenfahrzeuge gestrichen werden. Aber auch die Förderung von PHEV ist keine gute Sache. Es verleitet viele dazu sich so etwas zu kaufen nur weil Sie die Reichweite anzweifeln. Und diesen Anreiz sollte man verhindern. Es gibt nun mal Elektroautos die für die meisten vollkommen ausreichen. Weil 300km ist heute schon fast minimal Standard und es wird immer mehr. Besser den Verbrenner weiterfahren bis es BEVs gibt die vom Budget, der Grösse und der Reichweite passen, als so einen PHEV zu kaufen.

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