Habeck will E-Auto-Förderung „kurzfristig neu aufsetzen“

Habeck will E-Auto-Förderung "kurzfristig neu aufsetzen"

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Bis Ende November 2021 wurden knapp eine Millionen Anträge auf den Umweltbonus & Innovationsprämie für E-Autos und PHEV gestellt. Durchaus eine Ansage. Und vor allem Treiber für das Wachstum der E-Mobilität. Dennoch spielt die Politik, konkret der neue Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), mit dem Gedanken die Elektroauto-Förderung in Deutschland kurzfristig neu aufzusetzen.

Wie Habeck in einem ARD-Interview zu verstehe gab, wolle er sich der Innovationsprämie annehmen und mit der Automobilindustrie darüber sprechen. Wir erinnern uns, die Innovationsprämie verdoppelt seit Juni 2020 den staatlichen Zuschuss beim Kauf von E-Autos, also den Umweltbonus, von 3.000 auf 6.000 Euro.  Die Verdoppelung des Bundesanteils in Form der sogenannten Innovationsprämie sollte eigentlich im nächsten Jahr auslaufen, wurde Ende November 2020 bis Ende 2025 verlängert. Die Innovationsprämie und der reguläre Umweltbonus haben damit dieselbe Laufzeit.

„Wir müssen die Innovationsprämie kurzfristig neu aufsetzen“, betonte Habeck in dem Interview. Laut Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP sollen die Kaufhilfen zunächst bis 2022 so weiterlaufen wie bisher. Danach wolle die Ampel allerdings die Förderung für Elektroautos und Plug-In-Hybride neu aufsetzen und degressiv gestalten. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass nur noch Teilzeitstromer mit einer Reichweite von wenigstens 80 km vollelektrisch ab 2023 eine Förderung erhalten. Ende 2025 soll laut Koalitionseinigung die Innovationsprämie komplett auslaufen – ebenso wie der Umweltbonus. Die Frage ist, ob dies so sinnvoll ist.

Denn speziell in Sachen E-Mobilität soll Deutschland bis 2030 ein Leitmarkt werden: Mindestens 15 Millionen E-Autos sollen bis dahin zugelassen sein – fünf Millionen mehr als im optimistischsten Szenario der vorherigen Koalition, die sieben bis zehn Millionen E-Autos angepeilt hatte. Damit dies gelingt, sollen Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen gezielt auf den Durchbruch der E-Mobilität ausgerichtet werden.

Quelle: edison – Kippt Habeck Prämie für Elektroautos?

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Es bleibt abzuwarten und zugleich spannend.
Leider sind die derzeitigen Neuerungen nicht wirklich neu, und bereits etliche Wahlkampfthemen nur noch Blabla gewesen.
Weg müssen die Förderungen für PHEVs, her muss 130, noch viele Ladestationen und ein Verbrenneraus, welches vor der Klimakatastrophe greift.
Innenstädte müssen abgasfrei werden, der innerstädtischen Verkehr muss mehr auf den ÖPNV verlagert und LKWs auf die Bahn verlagert werden.
Wenn ihr das schafft, seit ihr regierungsfähig 🙂

Ich denke, wir müssen auf das Momentum, das die Elektromobilität gerade erfährt, aufsetzen. Von daher: Förderung zügig abschmelzen. Hybride gar nicht fördern. Das sind Wegwerf-Autos für wenige Jahre. Mir gefällt die ganze Richtung nicht, Elektromobilität als billig im Unterhalt zu vermarkten. Ein eigenes Auto sollte so teuer werden, damit autonome Taxis/Mietwagen als Ersatz in Frage kommen

Last edited 1 Monat zuvor by David

Erst mal muss die Förderung von Hybriden sofort gestoppt werden. Das war ja nur ein schmutziger Deal, um der Autoindustrie ein bisschen Luft zu verschaffen. Für das Klima bringt das Null. An diesem Punkt wird man schnell sehen, wie ernst es die Ampel mit dem Klimaschutz meint.

Allzu viel traue ich den Grünen nicht zu, der Wille mag vorhanden sein, aber auch die FDP-Bremse.

Es muss wohl noch etliche Klmakatastrophen (Hochwasser, Stürme, Dürre und Hitzesommer) in Deutschland und weltweit geben, bevor Politik und Wirtschaft begreifen, dass sich die vielen faulen Kompromisse beim Umweltschutz nicht mehr rechnen, weder bei Steuereinnahmen noch bei Gewinnen und Arbeitsplätzen.

Ja, die PHEV Förderung nur bis max. Brutto Listenpreis 40.000 Euro und 80 km rein elektrische Reichweite nach WLTP. Dann sind die SUV’s und teuren Autos raus.

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