Günther Schuh, kehrt e.GO den Rücken – Produktion des e.GO Life läuft dennoch an

Günther Schuh, kehrt e.GO den Rücken - Produktion des e.GO Life läuft dennoch an

Copyright Abbildung(en): Next.e.GO Mobile SE

Dank einer erfolgreichen Finanzierungsrunde kann das Elektroauto e.GO Life in wenigen Monaten in Produktion gehen. Doch schon bevor der e.GO Life in Deutschland vom Band läuft, werden Pläne laut, dass der kompakte Stromer auch in Mexiko gefertigt wird. Dies alles geschieht künftig ohne den Gründer des Aachener Elektrobauers e.Go Günther Schuh. Denn dieser verlässt das Unternehmen und konzentriere sich wieder auf seine Lehrtätigkeiten.

ND Industrial Investments B.V., Teil der internationalen Private-Equity-Gesellschaft ND Group B.V. und Mehrheitsgesellschafter der Next.e.GO Mobile SE, schloss erfolgreich eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro ab, die den Start der Produktion im e.GO Werk in Aachen ermöglicht und die weiteren Wachstumspläne des Unternehmens unterstützt, so Next.e.GO Mobile in einer Mitteilung im Februar 2021. Zum damaligen Zeitpunkt gab Schuh zu verstehen: „Wir sind sehr dankbar für die anhaltende Begeisterung, das Engagement und die Geduld unserer Kunden und Fans und freuen uns, endlich wieder Bestellungen entgegennehmen zu können.“

Ob er damals schon wusste, dass er im Sommer nicht mehr für das von ihm gegründete Unternehmen tätig sein wird ist fraglich. In einem offiziellen Statement heißt es schlicht: „Für Prof. Schuh ist jetzt die Zeit gekommen, sich wieder auf seine Institute (…) und seine Tätigkeit als Hochschulprofessor der RWTH Aachen University zu fokussieren.“ Zurück zum Stromer. Nach Abzug des vollen Umweltbonus wird der e.GO Life Next ab 16.990 € erhältlich sein. Der Stromer selbst startet bei einem Brutto-Listenpreis von 26.560 Euro. Hiervon werden der Herstelleranteil des Umweltbonus (-3.570 Euro), sowie der Bundesanteil Umweltbonus (-3.000 Euro) in Abzug gebracht. Zudem greift die Innovationsprämie (-3.000 Euro); in Summe landet man somit bei 16.990 Euro für den e.GO Life Next.

Quelle: WDR.de – Gründer des Aachener Elektroautobauers e.GO verlässt Unternehmen

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Schade… ein Visionär weniger.
Danke Kapitalismus für das Ausbremsen der Innovation

Was ist denn an einem überteuerten Kleinstwagen visionär? Mein E-Up war über 3.000 Euro billiger, hat 260km statt 132km Reichweite und einen Schnelllader. Damit kann man ihn relativ universell einsetzen.

Der E.Go hat das alles nicht. Er ist ein reines Stadtauto oder maximal ein Zweitwagen. Er dürfte für mich max. 10.000 Euro kosten.

Wie will man solche Preise aber erreichen, wenn man den in Kleinserie baut? Ein etablierter Autobauer haut deren Jahresproduktion in 2-3 Wochen raus und bekommt ganz andere Einkaufspreise für die Teile. Niedrige Preise gehen nur in Massenproduktion.

Farnsworth

Der eUp wurde von VW hoch subventioniert und nur in limitierten Stückzahlen in den Markt „verschenkt“. Gerade so viele, dass VW seine CO2 Vorgaben erreicht.

wo bekomme ich zur Zeit einen eUp?

Und das interessiert mich als Kunden inwiefern? Hätte ich jetzt weil der böse VW 5000 € auf den E-Up klebt für 3500 € mehr ein Auto mit deutlich schlechteren Nutzwert kaufen sollen?

Und dass der Up nicht mehr verfügbar ist: Pech gehabt.Den e.Go würde ich trotzdem nicht bestellen,L. Für 1.500€ mehr gibt es ne Zoë. Mehr Platz, mehr Reichweite und kann mit 22kW laden. Für gut 1.000Euro mehr gibt es noch den 50kW Schnellader dazu und man hat ein Rundumsorglos-Auto.

Farnsworth

+1
Und günstiger gehts auch, siehe Dacia Spring. 30kw CCS gibts da auch, für 600€ Aufpreis.
Der E.Go war zur ersten Vorstellung 2017 ein tolles Auto, hinkt aber jetzt leider der Zeit hinterher. So sehr ich E.go auch den Erfolg wünschen würde, sehe ich bei diesen Preisen leider keine Zukunft.

Das Argument der Subventionierung greift nicht. Denn auch e.Go bekäme pro Auto CO2 Credits plus aktuell 1,66 Supercredits. Die man gut verkaufen kann. Wenn es ihn gäbe. Letztes Jahr wären es noch 2,0 Supercredits gewesen. Die bekommt VW auch und damit rechnet sich der e-up, daher bauen sie, was geht und er führt die Verkaufscharts an.

Der e.Go ist als Auto einfach nicht gut genug: Er ist schwerer als der e-up, hat nur die halbe Reichweite, lädt mit maximal 3,7 kW. Damit fallen alle Strecken jenseits der City aus, während für den e-up eine Destination, 300 km entfernt, durchaus gut zufahrbar ist.

dann hast du es leider nicht verstanden was da passiert ist….
Die Vision war es ja ursprünglich das Auto zum „Selbstkostenpreis“ zu bekommen und da war es mehr als 3000 Euro billiger 😉
Erst nach Einführung des Umweltbonus und der Umfirmierung wurde das Auto so teuer wie es jetzt ist.

An einem günstigen Preis ist spontan gesagt nichts visionär…bezog sich eher auf einen Hochschuhllehrer der nebenbei ein E-Auto entwickelt was auf den ersten Blick gar nicht so schlecht ist.

Ich würde mir auch kein e.Go bestellen 😉

Also E.Go hatte die mittlere Variante mal für 17.400 Euro und die 60kWh Variante für 19.900Euro geplant.(Bericht von Mai 2019) Abzgl. der Prämie von 4.000€ (2.000€ netto Hersteller, 2000€ Staat) also ein Endkundenpreis von 13.020€ oder 15.520€. Jetzt hat der Staat den Herstelleranteil auf 3.000€ netto erhöht, was E.Go natürlich eingepreist hat. Müsste also dann 18.590€ oder 21.090€ kosten. Abzgl. der aktuellen Prämie von 6.000Euro und des Herstelleranteil müsste man dann aber bei 9.020€ oder 11.520€ liegen. Und dann ist die Karre preislich auch da wo sie hingehört. Das mit den Selbstkosten hat sich dann wohl zwischendurch irgendwie erledigt. Das Geld steckt man sich lieber selber ein und hat als Endergebnis ein überteuerten Spezialprodukt.

Farnsworth

Den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und ausbremsen verstehe ich nicht. Worin besteht er?

ganz einfach.

es geht am Ende um Geld und vor allem das Geld anderer….

diese wollen schnellstmöglich aus ihrem Geld einen Ertrag erhalten…

man möge sich nur Tesla anschauen…und die Preisentwicklung der Modelreihen

  • wurde zum Top-Preis angepriesen (Vision)
  • wurde teurer ( Kosten)
  • wurde günstiger (Kosteneinsparung )
  • wurde teurer ( Rendite )
  • wird günstiger (Skalingeffekt )

am Ende setzt sich dort die Vision durch weil Elon Musk ist wie er ist.
Man kann ihn mögen oder nicht….
Er ist ein Visionär

es bleibt spannend

Finde ich auch.
Hier wird oft vergessen, dass der Kleinwagen auf extreme Langlebigkeit ausgelegt ist (ALU-Komponenten u.s.w.) und dies ist nun mal etwas teurer. Außerdem fährt man nicht auf den vorwiegend Kurzstrecken einen tonnenschweren Akku spazieren. Und wenn dann nach 10 bis 15 Jahren tatsächlich ein neuer Akku fällig ist, hat der bei gleicher Größe mehr Kapazität und ist sicher erheblich kostengünstiger als derzeit. Dies ist sein Alleinstellungsmerkmal und somit alternativlos.

Was nützt mir das denn wenn die Firma pleite ist und ich keine Ersatzteile mehr bekomme? Der E-Up wiegt übrigens 1.160 kg der e.Go 1.231kg. Preisfrage: Wo stecken mehr Ressourcen drin? Den Nachbau Akku für einen für ein Brot und Butter Auto wie einen E-Up gibt es in 10 Jahren wahrscheinlich für einen Appel und ein Ei. Ob sich die Fertigung für ein Exoten-Fahrzeug wie den e.Go lohnt sei mal dahin gestellt.

Farnsworth

das Fahrzeug-Konzept des eGo ist super und hätte auch in D gut funktionieren können, wenn man früher viel mehr Geld reingepumpt hätte um die Anlaufverluste finanzieren zu können.

Die kosten eines Produkts sind halt maßgeblich von der Menge abhängig- das nennt man Skaleneffekt. Und da legt man am Anfang eben drauf.

Gäbe es den eGo bereits wie ursprünglich geplant seit zwei Jahre und das Model hätte inzwischen einen CCS Anschluss und etwas größeren Akku für 16 T€, dann wäre er der Renner unter den e Kleinwagen.

Wenn meine Oma Räder hätt, wärˋ sie ne Straßenbahn.

Der e.Go war ja nie alleine im Markt. Den Smart gab es schon in der jetzigen Form seit 2017, er hat Stil und ne geile Leasingrate. Der e-up war auch bekannt und wurde Ende 2019 mit einem Update vorgestellt, von dem vorher geflüstert wurde. Das hätte man erfahren können. Der Zoe war auch schon lange da und wurde permanent weiterentwickelt.

Dagegen kann ein Amateur in Kleinserie nicht anstinken. Auch vom e-up werden nur 50k/Jahr gebaut. Großserie bei den Elektroautos kommt selbst bei VW erst nächstes Jahr. Wenn VW den ID.1 erst 2024 auf MEB-Plattform bringen will, weil die dann 1 Million mal verkauft wird, und so die Skaleneffekte bringt, um für ab 20k kostendeckend verkaufen zu können – wie hätte dann e.Go seine Manufaktur-Autos 2019 für weniger Geld bauen können?

Das ist so wie mit dem Sion für 25k. Glaubt man nur, wenn man viel glaubt.

nette Kiste, aber als 4 Sitzer innen zu klein und als Zweisitzer außen zu groß.
Als Sitzzwerg mit 192 cm Länge passe ich nciht rein, zumidnes nciht in die Fahrzeuge die ich vor 2 Jahren auf der Messe in München getestet habe, oder testen wollte

Richtig David, glauben heisst nicht wissen.
Winchester, lass die Kirche im Dorf. Bevor du dein Dacia Spring bestellst , setz dich in den Zoe hinein.

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