Grünheide: Neue Einwendungen gegen Tesla-Gigafactory

Copyright Abbildung(en): Jonathan Weiss / Shutterstock.com

Beim Bau der Fahrzeugfabrik von Tesla in Grünheide läuft es weiterhin nicht rund. Bei der nunmehr dritten Beteiligung der Öffentlichkeit im Genehmigungsverfahren haben 395 neue Personen Einsprüche zur geplanten Gigafactory erhoben. Das meldet „electrive.net“ unter Berufung auf verschiedene Quellen.

Das Brandenburger Landesamt für Umwelt hat demnach entschieden, einen weiteren Erörterungstermin anzusetzen, bei dem die Einwendungen diskutiert werden können. Der Termin wird  wegen der hohen Zahl an Einwendungen und der aktuellen Corona-Bestimmungen diesmal online stattfinden. Als möglicher Termin wird vom Rundfunk Berlin-Brandenburg der 13. September genannt. Allerdings könne die Erörterung auch früher starten – sich dann aber auch über einen längeren Zeitraum hinziehen – womöglich sogar mehrere Wochen.

Wie der RBB unter Berufung auf eine Sprecherin des brandenburgischen Umweltministeriums schreibt, sollen bei der „Online-Konsultation“ die Einwenderinnen und Einwender, Behörden und Tesla die jeweiligen Einwände diskutieren. „Personen, die Einwendungen erhoben haben, müssen Zugang zu einem Erörterungstermin erhalten, um sich aktiv beteiligen zu können“, wird die Sprecherin zitiert. Informationen zum genauen Ablauf sollen noch bekannt gegeben werden. Allerdings scheint diese „Online-Konsultation“ nicht als eine Art Video-Konferenz geplant zu sein. Wie der RBB unter Berufung auf eigene Informationen weiter schreibt, sei es geplant, „alle Einwendungen per E-Mail abzuhandeln“. Virtuelle Gespräche solle es nicht geben.

An diesen Plänen gibt es Kritik. Ein Vertreter der Bürgerinitiative Grünheide bezeichnete das Verfahren als „undemokratisch“, da eine echte Diskussion nicht stattfände. „Dadurch haben betroffene Bürger nicht die Möglichkeit, ihre Ängste direkt vorzubringen und womöglich auch aus dem Weg räumen zu lassen“, so der Vertreter. Zudem schließe die Online-Lösung möglicherweise ältere Menschen aus, die mit der Technik nicht klarkommen. Auch der Nabu kritisierte die Online-Konsultation.

Mit den 395 Einwendungen aus der dritten öffentlichen Auslegung steigt die Gesamtzahl der Einwendungen auf 809 – in den ersten beiden Öffentlichkeitsbeteiligungen hatten zusammen 414 Personen und Organisationen Einwendungen angemeldet.

Während die Model-Y-Produktion in Grünheide – auch wegen der fehlenden Genehmigung – noch auf sich warten lässt, hat Tesla demnach in China eine neue Variante des Model Y auf den Markt gebracht. Die Basisversion, die vermutlich bald auch nach Europa exportiert wird, verfügt laut „electrive.net“ über einen 60 kWh großen LFP-Akku mit Zellen von CATL. Der Preis startet demnach bei 276.000 Yuan – nach Abzug der Förderung  umgerechnet 36.180 Euro.

Quelle: electrive.net – 395 neue Einwendungen gegen Tesla-Fabrik in Grünheide

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Die Koreaner wussten warum sie lieber im benachbarten Osten ihre Werke errichteten.
Tesla hätte es besser wissen sollen, dass mit deutscher Konkurrenz, den Werkzeugen NABU und Grüne Liga keine Produktion für umweltfreundliche Technik in Deutschland zu eröffnen geht.
In Brandenburg gibt es nicht ohne Grund die meisten Arbeitssuchenden, von denen die nicht bereits vorher aus Perspektivlosigkeit ausgewandert sind.
Auf 70 Jahre DDR sollte kein Investor aufbauen, insbesondere keine amerikanische Zukunftsindustrie.

das hat jetzt aber nichts mit dem Osten zu tun als vielmehr das Deutschland das bürokratische Land der Erde ist mit den meisten Vorschriften die das Bauen in Deutschland extrem erschweren
siehe hierzu den Witz „der leider viel zu viel Wahrheit enthält“ ein Amerikanisches und ein Deusches Bauunternehmen wollen ein Hochhaus bauen nach einer Zeit der amerkianer noch 18 Stockwerke und ich bin fertig darauf der Deutsche noch 18 Formulare und Genehmigungen und wir können anfangen

Es hat nichts mit dem Osten zu tun, sondern speziell mit Brandenburg und deren Umgang mit Bauvorhaben und Investoren, siehe die endlose Liste an Pleiteprojekten.
Hätte Tesla in Sachsen investiert, wäre dieses Bauvorhaben bereits vorher fertig gewesen, da gibt es nicht so viele Be- und Verhinderer 🙂

Das hat sehr wohl was mit dem Osten zu tun. Die Ossis sind doch diejenigen die gegen alles Mögliche protestieren müssen. Nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegen Corona oder Tesla wird quer gedenkt. Kein Wunder das der Osten abgehängt bleibt.

Ich fürchte freilich auch, dass ein Teil der Kritiker dort primär „USA-Kritiker“ sind bzw. sich als solche sehen. Gegen eine russische Firmengründung und Waldrodung hätten diejenigen deutlich weniger bis gar keine Proteste erhoben 😉 Die pösen Amerigoner, die.

Wald bei Waldrodung gehört aber bitte in „“.
Es war nämlich Industrieholz von der Planung und Verwendung her.

Ich finde einige der Landeswirtschaftsminister dort schon erfreulich engagiert und hilfreich. Hut ab.
Das gilt etwa sowohl für den brandenburgischen Minister Steinbach, als auch für den thüringischen Minister Tiefensee.

Wir könnten die Wasserpreise ja erhöhen gegen die Tesla aufs 4 fache, den Wasserhahn abdrehen

Sie sind sicher auch aus Brandenburg?

Hahaha, der war mal gut!

Sie wissen aber schon, das die Bewohner Grünheides und Umgebung 50% mehr Wasser pro Person verbrauchen als der deutsche Durchschnitt?
Und Tesla pro Auto nur halb soviel Wasser verbrauchen wird wie Audi?

gibts den Satz auch in verständlich?

Das deutsche Beteiligungs- und Verwaltungsrecht war Tesla im Vorfeld bekannt. Die Lösung war schlau, nämlich eine Task Force der Landesregierung, die bei Themen mit staatlichen Stellen helfen sollte und ein extrem geschicktes Planungsbüro, das für Tesla in Salamitaktik vorging und in Beteiligungsverfahren Nichtleister und Querulanten mit Wänden von Folianten völlig legal zuschüttete, um Detailinformation erfolgreich zu verstecken und diese Menschen in Arbeit zu ersticken.

Das war sehr erfolgreich bis das „alte Tesla“ durchkam: man zahlte Rechnungen und Kautionen nicht, gab intern keine Auskunft, baute ohne Genehmigung. Das gipfelte, indem man gegen jeden Rat die Pläne signifikant erweiterte – um ein zusätzliches Batteriewerk. Als es dann Widerstand gab, versuchte man Druck auf Amtsträger auszuüben. Extrem unschlau in Deutschland. So hat Tesla selber durch Dummheit und Arroganz zu verantworten, dass sie nicht im Juli eröffnen konnten, sondern vielleicht nächstes Jahr.

Last edited 17 Tage zuvor by David

Der übliche FUD – sonst nichts Neues 😉

Gut, inhaltlich fällt dir ja selten was ein. Aber in Wirklichkeit weißt du, dass es genau so war. Nur dass du nicht akzeptieren kannst, wenn Tesla Fehler macht…

Ich würde mal so sagen.
Mit viel Phantasie und wenn man alle naheliegenden Begründungen ignoriert, könnte Deine Interpretation eventuell auch zutreffen.

Ausser bei der Batteriefertigung. Da war ja von vorneherein schon bekanntgegeben, dass es auf alle Fälle später auch eine Zellenfertigung der selbst weiterentwickelten Zellen geben wird.
Mit dem 3 Milliarden Förderprogramm für Zellenfertigung in Deutschland ist jetzt auch klar warum. Oft ist bei deutscher Subventionierung Fördervoraussetzung, dass das Projekt bei Antragstellung noch nicht gestartet wurde. Das ist z.B. auch so bei PV Anlagen.
Deshalb hat Tesla auch eine große ‚Lagerhalle‘ gebaut, die jetzt für die Batteriefertigung ‚umgewidmet‘ wird.

Grundsätzlich war Dein Kommentar aber nur eine Zusammenfassung aller jemals genannten (und bereits seit langem entkräfteten) Vorwürfe gegen Tesla.

So sieht es aus 🙂

Teils richtig.
Großer Fehler tesla-seitig, viele Entscheidungen und Verhandlungen das deutsche Werk betreffend direkt beim GröWaz (Größter Wirtschaftsführer aller Zeiten) anzusiedeln und nicht einen deutschen Manager vor Ort zu „empowern“.

Der GröWaZ hat vielleicht Ambitionen,
„Bundeswirtschaftsführer“ zu werden.
Aber auch das mehr als Insider-Anspielung gemeint 😉

Ich bin für einen öffentlichen Erörterungstermin im Freien mit 1,5m Abstand. Das sollte doch möglich sein.

Warum sollte man sich das nochmal antun?
Es geht jetzt darum möglichst schnell alle Einwände abzufedern um endlich loslegen zu können.
Armes Deutschland, würde mich nicht wundern, wenn Tesla schon ein weiteres Werk außerhalb von Deutschland in Planung hat.

Für den Verlust von einem Produktionsausfall von bald 6 bis 9 Monaten, bei der derzeitigen Vollauslastung aller Tesla-Werke, hätte Tesla bereits längst ein weiteres Werk aus dem Boden stampfen können. Tesla war mit diesem Standort alles andere als gut beraten.

Wie ich oben näher begründet habe, war Tesla vor allen Dingen selber schuld und nicht gut beraten, sich nicht an den eingeschlagenen Weg zu halten. Wie man an dem Beitrag des Querulanten sieht, nutzt die Regierung zugunsten von Tesla weiterhin das Planungsrecht aus, um Nichtleistern keine öffentliche Plattform zu geben. Das ist gut und die paar Hundert Einwände sind schnell abmoderiert. Aber die Fristen bleiben nun einmal, so dass Zeit vergeht.

Warum sollte man 50 mal die selben Fragen ‚diskutieren‘, weil sich Senioren unwohl mit Tesla fühlen? Da hat man bei flache Erde Hardlinern mehr Chancen auf Erfolg.

Wenn die einzige akzeptierte Antwort lautet ‚Sie haben Recht‘, aber umfängliche ernsthafte Beantwortungen der ‚kritischen‘ Fragen nur auf Unverständnis stößt, weil man eigentlich noch nicht mal den Inhalt der eigenen Frage richtig erfassen kann (war sowieso nur ein Synonym für ‚Tesla muß weg!‘), ist das nur verschwendete Zeit.

Genau aus diesem Grund habe ich aufgehört inhaltlich mit FUD David zu diskutieren 😉

Tesla wollte und will gar nicht in diesem Jahr mit dem Model Y in Produktion gehen. Sie hätten gar keine Batterien dafür. Darum werden ja auch andere Ankündigungen wie der Cybertruck und der Semi Truck nicht produziert. Oder wo stapeln sich jetzt die Batterien? Da schiebt man dann gerne den Schwarzen Peter für die Fehlplanung jemand anderem zu.
Es ist relativ geschickt aber auch durchsichtig, das provisorisch bewilligte Bauvorhaben einfach so kurzfristig um eine Batteriefabrik zu erweitern und dann den deutschen Behörden die Schuld für die Verschiebung in die Schuhe zu schieben.

Warum kaufte Tesla mit unserem Geld Bitcoinaktien die nur 5 Millionen Aktien bestehen, das wegen der Batterieproduktion bestimmt ist. Das wenn und aber ist in der Politik gespeichert und nimmer aus dem Kopf herrausoperiert worden.
Nur ein Politiker hat im das Geld verschrieben.

???

Wie immer bei Tesla – schlecht informiert Herr Sperling – ist halt nicht Ihr H2 Steckenpferd
Pro Tip: wenn Sie des Englischen mächtig sind – einfach mal die Originale der Earnings Calls ansehen – das könnte helfen

Verschwörungstheorien sind vorher intern mit anderen Tesla-Erzfans abzusprechen. Da merkst du gerade schon selber, dass du einen Fehler gemacht hast, gell? Wohlgemerkt, es geht nicht da drum, dass die Theorie plausibel ist. Die kann gerne so hanebüchen sein wie deine. Es geht nur darum, dass Tesla dabei optimal aussieht, und das hast du nicht beachtet. Denn Tesla macht keine Fehler. Also müssen sie auch niemandem einen Fehler zuschieben. Kapiert?

Mich würde mal interessieren ob das auch so ein Schmierentheater wäre wenn ein deutscher Hersteller egal welcher da ein Werk für E Autos bauen würde. Das wäre mit Sicherheit schon genehmigt. Meine Meinung.

Das ist deine Meinung. Weil du davon keine Ahnung hast. Schau die Liste verzögerter großer deutscher Bauprojekte an. Die haben alle dieselbe Fehlerursache: Signifikante Änderungen während der Bauphase. So auch hier.

Geduld muss man in Deutschland immer haben. So hat Porsche bei einer neuen Lackieranlage in Leipzig auf die wasserrechtliche Genehmigung über 9 Monate gewartet, nämlich von 09. Mai 2012 bis 22. Februar 2013. Und sie erfuhren nach einem halben Jahr, dass sie den Antrag ändern mussten. Haben sie aber gemacht und lieb gewartet.

Und genau deshalb fährt Porsche auch hinterher 😉
Mißstände im Planungswesen kann man nur verändern, wenn man gegen sie angeht, und nicht in deutscher Demut abwartet.

Tesla hat gerade gelernt, dass sie in der Sache nicht Vorwärtskommen, wenn sie deutsche Amtsträger bedrohen. Dass man ihnen das erst beibringen muss, ist dabei das Schlimme. Aber sie sind es offenbar von den törichten Käufern gewohnt, dass man das schluckt, was Tesla Ihnen vorsetzt. Konkret in Deutschland ein Model Y mit 73,7 kWh Akku. Obwohl schon klar ist, eine nächste oder übernächste Charge wird einen 82 kWh Akku bekommen.

Komisch Porsche versucht auch die schlechte Reichweite zu steigern – ob man das wohl nur bei denen Weiterentwicklung nennen darf?
😉

Ich habe mir viele Ihrer Posts angesehen. Können Sie mir erklären, wieso Sie dauernd Tesla und deren Käufer angreifen? Das erscheint mir schon manisch zu sein. Ist das auf Dauer nicht etwas ermüdend? Was versprechen Sie sich davon? Sie müssen verstehen, dass wir Tesla Käufer leicht irritiert sind ob so vielen negativen Beiträgen. Wir sind durchaus keine Dummköpfe und finden Ihre Posts ziemlich beleidigend um es milde auszudrücken. Das wärs, damit verabschiede ich mich aus Ihren Posts.

Und das ist jetzt toll? Dieses Land ist aufgrund dieser Bürokratie bald nur noch hinten dran. BER ist das Vorzeigeprojekt, wenn es um die Probleme in Deutschland geht.

Es dauert alles einfach zu lange. Bei meiner Baugenehmigung für den Wintergarten habe ich auch die Krise gekriegt, wie lahm die deutsche Bürokratie ist. Das Teil stand letztendlich 1 Jahr später als geplant.

So werden wir die Energiewende nicht schaffen.

Farnsworth

Musk hat sich vom Spassfaktor verführen lassen, der Deutschen Dino Lobby so richtig ans Bein pinkeln zu können. Dass jetzt wegen ein paar Verhinderer tausende auf ein Elektroauto warten müssen ist einfach nur lächerlich. Aber die Deutschen Innovationsverhinderer in Wolfsburg, München und Stuttgard nutzen natürlich jede Möglichkeit, um zu verhindern, dass ein Tesla made in Germany das desolate Image der Ewiggestern noch stärker beschädigen könnte. Nur vergessen diese, dass Alan Musk die gesamte Welt der ewiggestrigen bereits auf den Kopf gestellt hat. Da werden die paar Verhinderer höchstens ein paar Cent Schaden in der Portokasse von Musk verursachen. Musk wird den Deutschen Markt jetzt erst Recht mit Autos made in China überschwemmen. Ob das gscheiter ist, wage ich zu bezweifeln. Egal woher die Autos kommen. Jeder Tesla bedeutet mehr Druck auf die Deutschen Verbrenner Produzenten – mit ihren schönen PR Abteilungen.

1++

VW als Innovationsverweigerer hinzustellen, zeigt, dass hier Verblendung am Werk ist.

Diese Verhinderungstaktik ist absolut verständlich. Ich würde mich sehr wundern wenn die Deutschen Autohersteller das nicht versuchen würden.

Immerhin baut der Erzfeind aus den USA gerade ein sehr grosses Werk mitten in Ihr Stammgebiet. Das wird gravierende Auswirkungen innerhalb des EU Marktes haben. Das wissen sie natürlich auch.

Zudem ist es eine schwer zu verdauende Ohrfeige für die erfolgsgewohnten Deutschen. Ob sie viel damit erreichen wird sich zeigen. Es verschafft ihnen zumindest die dringend benötigte Zeit um gegenüber Tesla einen Vorteil im EU Markt aufzubauen.

Allzu lange haben sie damit zugebracht sich über Tesla zu amüsieren. Das hat einer ziemlichen Ernüchterung Platz gemacht.

Jetzt heisst es auf Teufel komm raus auf- und nach Möglichkeit über- holen. Da ist verständlicherweise jedes Mittel recht.

Ich habe mal „Bürgerinitiative Grünheide“ herausgegriffen und auf deren Webseite den Beitrag…

Leibniz-Institut für Gewässeröklogie und Binnenfischerei: “Wissenschaftliche Einschätzung zur Ansiedlung von industriellen Großprojekten in wasserarmen Gebieten”

Auf ihr Internetseite veröffentlicht das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei einen interessanten Artikel zu Industrieansiedlungen in wasserarmen Gebieten im Rahmen der geplanten Tesla Ansiedlung.

Quelle; bi-gruenheide.de – 22. August 2021)

… mit einem Link zum Beitrag des Leibniz-Instituts gefunden und dort steht auch dieser Text:

Obwohl in der Region historisch gesehen die Landschaftsentwässerung (Drainagen, Flussbegradigungen, Trockenlegung von Mooren) die landwirtschaftliche Nutzung von Flächen zunächst förderte [Nützmann et al. 2011], machen der Klimawandel sowie menschlicher und natürlicher Wasserbedarf ein Umdenken hin zu einem naturnahen Wasserhaushalt mit langen Verweilzeiten in der Region durch verstärkten Wasserrückhalt (Retention) erforderlich.

(Quelle: igb-berlin.de)

Früher wurde das Land trocken gelegt und nun jammert man über Wassermangel, da kommt Tesla als Sündenbock gerade recht, aber das Problem haben frühere Generationen verursacht.

Es gibt insgesamt drei große sogenannte Reviere mit mehreren Abbaugebieten für Braunkohle in Deutschland, in denen gerade gebaggert wird. Sie liegen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen.

(Quelle: zdf.de)

Nun will man dort E-Autos verhindern und weiterhin große Mengen Braunkohle abbauen und verfeuern, damit der CO2-Ausstoß hoch bleibt und es dort noch heißer wird und somit das Wasser noch knapper.

Offenbar denkt in Brandenburg kaum einer weiter in die Zukunft – wie damals bei der Landschaftsentwässerung.

Sogar die Bildzeitung hat darauf verwiesen, daß der von Dir genannte Braunkohleabbau ein Vielfaches an Wasserverbrauch gegenüber Tesla aufweist – ein schnellerer Ausstieg wäre hier vielleicht doch mal ein Thema.;-)
Ebenso verweist die Bild noch auf weitere „Großeasserverbraucher“ in der Region, wie eine Raffinerie und die Chemie, welche wohl ebenfalls ein Vielfaches von Teslas „Spitzenverbräuchen“ benötigen.

Wenn es aber der deutschen Schlüsselindustrie an den Kragen geht, scheinen aber eben alle Mittel recht zu sein.

Wahrscheinlich haben anno dazumal weltweit Kuttscher,und Wagenbauer ebenso wie Pferdezüchter und Hufschmiede auch gegen den Verbrenner aus Deutschland Widerstand geleistet – das Ergebnis ist allgemein bekannt
Ja, so ist das mit dem Fortschritt:
Man kann ihn allenfalls ein wenig hinhalten,
aber Gott sei Dank niemals aufhalten
😉

Gestern kamen die Berufsbetroffenen im Ostfriesennerz, um zu erklären, dass hier gerade eine Wüste entsteht…

Das ist ein Armutszeugnis für Deutschland! Wie wäre es, wenn diese Fabrik von einem deutschen Autobauer errichtet werden würde?

Bei Porsche würden die Bänder schon laufen, damit Tesla nicht noch writer enteilen kann 😉

Wir haben uns nach Besichtigung des Model Y (mir gefallen die Spaltmaße 😉 ) letzte Woche in Bern dazu entschlossen, nicht mehr länger warten zu wollen und den „# waiting for Berlin“ Status wieder zu canceln.
Bin mal gespannt mit welchem Schiff unser Fahrzeug denn künftig kommen wird 🙂

Wieviel verliert der Deutsche Staat eigentlich pro Tesla Model Y, wenn dieses statt aus Grünheide aus Shanghai kommt?
Könnte und da mal jemand erhellen?

Die Frage ist kaum zu beantworten. Hingegen möchte ich auf den Test des YouTubers Stefan von Schwunkvoll verweisen. Er hat ein Model Y aus Shanghai unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist nicht gerade berauschend. Vermutlich werden in China gerade Fahrzeuge im Eiltempo hergestellt. Das drückt auf die Qualität der Produkte. Ich werde jedenfalls noch zuwarten, bis Grünheide produzieren kann.

Last edited 15 Tage zuvor by Hiker

Ich glaube ja,dass die deutsche Autolobby da ordentlich Geld fließen lässt,damit sich der Bau weiterverzögert.Könnte Tesla da Ende des Jahres Model Y bauen,wäre der deutsche Absatzmarkt für die heimischen Hersteller verloren.Die haben soviel Aufholbedarf(gerade softwaremäßig,dass ihnen die Felle ganz wegschwimmen könnten.Armes Deutschland

Ich dachte, Bill Gates oder die Bilderberger, also die üblichen Verdächtigen?

Schade das man in Deutschland und speziell in Grünheide nicht begriffen hat was Tesla will

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