gridX hilft selbst erzeugten Solarstrom zu laden statt mit Verlust zu verkaufen

gridX hilft selbst erzeugten Solarstrom zu laden statt mit Verlust zu verkaufen

Copyright Abbildung(en): Roschetzky Photography / Shutterstock.com

Eine PV-Anlage sorgt nicht nur für eine klimafreundliche und günstige Stromversorgung in den eigenen vier Wänden. Mit der überschüssigen Energie lässt sich auch das Elektroauto bequem vor der Haustür aufladen, wie unser Autor Michael bereits im Oktober 2020 aufzuzeigen vermochte. gridX nimmt sich mit einem Energiemanagement dem Thema an und will grünen Strom nutzbarer machen. So soll dieser lokal erzeugt und verbraucht werden, wodurch zusätzlich auch noch die Netze entlastet und Kosten gesenkt werden.

Dabei folgt das Start-Up dem Ansatz, dass Elektromobilität nur so nachhaltig ist wie der Strom, mit der sie betrieben wird. Für klimaneutrale Mobilität braucht es also nicht nur Ladeinfrastruktur, sondern grünen Strom, um sie zu betreiben. Wie gridX richtig beobachtet lädt ein Auto an jeder Ladestation an die es angeschlossen wird. Unabhängig, ob der Strom für diese aus einer regenerativen Quelle stammt oder eben nicht. Direkten Einfluss darauf haben schon eher Besitzer eines Eigenheims mit Solaranlage, Batteriespeicher und Wallbox. Denn diese können zwar ihren Solarstrom in die Batterie speichern und zum Laden des Fahrzeugs verwenden. Jedoch wird auch hier geladen, sobald das Elektrofahrzeug angesteckt wird.

Als Nutzer ist man hier also davon abhängig zu laden, wenn Solarenergie zur Verfügung steht, da ansonsten auch wieder „anderer Strom“ ins eigene E-Auto fließen kann. Ärgerlich wird das Ganze vor allem dann, wenn kurz darauf wieder Solarstrom erzeugt wird und dieser dann mit Verlust zurück ins Netz eingespeist werden muss. Das passiert, wenn zu diesem Zeitpunkt kein Eigenbedarf an Energie besteht, weil bspw. das Fahrzeug bereits vollgeladen ist und zudem die Haushaltsbatterie ihre maximale Kapazität erreicht hat. An diesem Punkt will gridX künftig ansetzen und für eine entsprechende Lösung sorgen.

Das Start-Up gibt zu verstehen, dass dies möglich gemacht werden kann, wenn Wechselrichter und Ladepunkt miteinander kommunizieren. gridX ermöglicht intelligente Kommunikation sowie Monitoring und Steuerung des Ladeprozesses. Kunden haben nun die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was mit überschüssigen Solarstrom passiert. So soll man als E-Autofahrer künftig über eine intuitive Oberfläche zwischen verschiedenen Lademodi wählen können:

● Reines PV-Laden – Das Fahrzeug wird nur mit überschüssigen Solarstrom geladen. Dies stellt sicher, dass nur eigener, grüner Strom in das Fahrzeug gelangt. Im schlechtesten Fall, wenn es also keinen Überschuss gibt, kann es aber dazu führen, dass über längere Zeit gar nicht geladen wird.
● Programmladen – Der Nutzer gibt die gewünschte Reichweite und Abfahrtszeit an. Das Energiemanagement von gridX deckt bis zur Abfahrtszeit den größtmöglichen Teil des Bedarfs mit Solarstrom. Sollte die Solarproduktion nicht ausreichen, wird der Bedarf erst aus der Haushaltsbatterie geladen und erst dann Strom aus dem Netz bezogen. Die gewünschte Reichweite wird dadurch so nachhaltig wie möglich erreicht.
● Mindestladen – Der Nutzer gibt eine Reichweite an. Diese wird schnellstmöglich aus allen zur Verfügung stehenden Quellen geladen. Damit wird maximaler Nutzerkomfort gewährleistet, allerdings wird hier die Nachhaltigkeit nicht berücksichtigt. So kann es auch passieren, dass ausschließlich Strom aus dem Netz geladen wird.

Somit hat man es als E-Autofahrer künftig selbst in der Hand, wie mit dem eigenen Ladestrom der eigenen PV-Anlage umgegangen wird. Großartiger Ansatz. Idealerweise noch kombiniert mit einem „grünen Stromtarif“ und schon lädt man nachhaltig in gefühlt jeder Situation.

Quelle: gridX – Pressemitteilung vom 26. Februar 2021

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Macht das nicht die OpenWB nicht jetzt schon?

Eine wichtige Sache fehlt in dem Artikel:

Integration von eAutos, die Strom laden und abgeben können(Bidirektionales Laden).

D.h. Nutzung des E Auto Akkus als Hausspeicher für günstigen Nachtstrom und tagsüber für günstigen Überschusstrom.

Ein eAuto hat viel Geld gekostet. Steht 80% des Tages rum. Da macht es Sinn, den Akku zum Geldparen für vergünstugen Strom zu nutzen. Auch als Nachtstromspeicher könnte er die Umwelt entlasten.

Die ersten EVs‘, die das können, kommen 2022 auf den Markt. Der Sono Sion. Nur muss dazu der Nachtstrom noch günstiger werden und nicht für die Beleuchtung der Umwelt nach 22:00 Uhr verschwendet werden.Darüber hat noch niemand nachgedacht, das wir diese Energie in der Nachtruhe besser speichern und am Tag nutzen.

Nachts gibt es auch kein Verteilnetz Kapazätsproblem, weil der Hauptverbraucher Mensch nicht aktiv ist.

Last edited 1 Jahr zuvor by Stefan

Wie schon einige vor mir gesagt haben, der Ansatz ist schon realisiert. Auch ich finde OpenWB ist das beste Beispiel!
Das mit dem bidirektionalen Laden via Chademo gibt es schon. In England, wo die Tarife anders gestaltet sind, kann man mit seinem Nissan Leaf Geld verdienen: Strom um 17:00 Uhr abgeben und um 03:00 zu negativem Strompreis wieder speichern. Funktioniert super. Das Ladegerät ist allerdings ein Gleichstrom Lader!

Wäre es nicht am besten, wenn man eine Solar-Prognose einbeziehen würde? Eventuell auch eine Vorhersage, wann besonders viel regenerativer Strom im Netz ist? Dann kann man doch viel besser entscheiden, wie und wann man lädt.

Wieso wird hier denn generell unterstellt, dass PV Strom mit Verlust verkauft wird? Bei meiner PV kostet eine kWh gut 6 Cent (Kapital- und laufende Kosten). Solange kein absolutes Drama passiert, verdiene ich mit jeder verkauften kWh Geld. Natürlich wird es mehr wenn ich sie selbst nutze. Beim ausspeichern muss ich aber auch Verluste und die Kosten des Akkus berücksichtigen.

Das Hauskraftwerk von E3DC kaufen und man hat komplette Flexibilität bezüglich Wallboxen mit professioneller Unterstützung.

Wieso gibts sowas nicht auch für Nicht-Solarbesitzer?

ich hätte gerne eine Wallbox, die nein Auto primär dann lädt, wenn viel Grünstrom im Netz ist.

da noch bei weitem nicht jedes Auto eine Ladebegrenzung hat und eine APP Connect, über die der SoC Remote ablesbar ist, wäre auch das eine schöne Funktion

also folgende Modi:

  • sofort laden bis xy SoC
  • Sofort landen bis mind. SoC,
  • und danach bei ausreichend Grünstrom im Netz

:-)

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