„Gigafabrik“ für Batterie-Zellen in Italien?

"Gigafabrik" für Batterie-Zellen in Italien?

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Das neu gegründete Unternehmen Italvolt will die erste „Gigafabrik“ für E-Auto-Batteriezellen in Italien bauen. Angekündigt wird eine anfängliche Kapazität von 45 GWh, die später auf 70 GWh erweitert werden könnte. Einige Punkte – etwa der geplante Produktionsstart – sind aber noch nicht bekannt. Hinter Italvolt steckt der schwedische Investor Lars Carlstrom. Er hatte schon das Unternehmen Britishvolt gegründet, das eine Batteriezellen-Fabrik im englischen Blyth plant.

In die nun angekündigte Fabrik in Italien sollen rund vier Milliarden Euro investiert werden. Italvolt wird mit den Worten zitiert, dass die Fabrik voraussichtlich 4000 Mitarbeiter beschäftigen wird und die erste Phase des Projekts im Jahr 2024 abgeschlossen sein soll. Der genaue Standort der Fabrik müsse aber noch bestimmt werden. Fest stehe nur, dass die Fabrik in Italien entstehen wird. „Für die Realisierung eines solch herausfordernden Projekts in Bezug auf Größe und technischen Aufwand hat sich Lars Carlstrom entschieden, sich auf Italien zu konzentrieren“, heißt es in der Mitteilung.

Einzelheiten darüber, wie das Projekt finanziert werden soll oder wann die Produktion beginnen soll, gibt es noch nicht. Bekannt wurde bislang nur, dass Comau, ein zum Stellantis-Konzern gehörender Hersteller von Industrierobotern, ein Zulieferer für die Fabrik sein soll. Angesichts der Auto-Werke in Italien wäre Stellantis auch ein naheliegender Abnehmer für die Produkte. Nicht erwähnt wird allerdings, welche Zelltypen Italvolt fertigen will.

Die Fabrik selbst soll von der Architektur-Abteilung von Pininfarina entworfen werden. Konkrete Ankündigungen gibt es darüber hinaus aber auch hier nicht. Es wird lediglich beschrieben, dass es eine „intelligente und verantwortungsbewusste Industrieanlage“ werden soll, die den starken Fokus von Pininfarina auf ökologische und soziale Auswirkungen widerspiegeln soll.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Team aus hochqualifizierten Ingenieuren und Technikern die umweltfreundlichste Batterieproduktion aufbauen kann – nicht nur in Europa, sondern weltweit“, wird Carlstrom in der Mitteilung zitiert. „Unser Ziel ist es, die Zukunft der Automobilindustrie zu sichern und sicherzustellen, dass die Lieferkette von Anfang bis Ende so umweltfreundlich wie möglich ist.“

Quelle: electrive.net – Italvolt will 45-GWh-Zellproduktion in Italien aufbauen

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Habe vor kurzem einen Artikel von einem Mining CEO gelesen – der sagte zum Thema Rohstoffe wie Nickel / Graphit / Lithium:
Wer heute nicht schon langjährige Lieferverträge in der Tasche hat wird wahrscheinlich Gigafactories bauen, darin aber nur wenig Akkus produzieren können.
Der Flaschenhals Akku bleibt bestehen – die alten OEMs haben sich zu lange auf den problemlosen Zukauf aller gewünschten Teile verlassen.
Wenn jetzt endlich alle langsam begreifen, daß das Zeitalter der e-Mobilität nicht mehr zu stoppen ist, hat man auch diesen Zug irgendwie verpasst (Siehe: Salzgitter Battery Factory = Produktionsstart 2024 „geplant“)
Aber wir setzen statt dessen schon mal auf Wasserstoff für Fahrzeuge – viel Glück hierbei.

Ich denke auch, dass die über LiFePO4-Zellen nachdenken. Die Preiskurven von Nickel, Kobalt, Mangan können einem schon Angst machen.

„Nicht erwähnt wird allerdings, welche Zelltypen Italvolt fertigen will.“ Vor allem Dingen auch, mit welchem Know-how. Wo soll das herkommen?

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