Genesis stellt weitere Details des Elektro-SUV GV60 vor

Elektro-SUV-Genesis-GV60

Copyright Abbildung(en): Genesis

Genesis, die Premium-Marke des Hyundai-Kia-Konzerns hat ausführliche Details seines ersten dedizierten Elektroautos GV60 vorgestellt. Das sportliche Coupé-Design des SUV stehe im Zeichen leistungsstarker EV-Ästhetik, so der Hersteller. Der GV60 ist das erste Fahrzeug von Genesis, das auf der EV-Plattform Electric-Global Modular Platform E-GMP von Hyundai-Kia gebaut wird. Somit teilt er sich den fahrbaren Untersatz mit bereits erhältlichen E-Autos wie dem Hyundai Ioniq 5 und dem Kia EV6.

Der Genesis GV60 ist in drei Leistungsvarianten erhältlich: einem Standardmodell mit Hinterradantrieb, einem Standardmodell mit Allradantrieb und einem besonders leistungsstarken Modell, ebenfalls mit Allradantrieb. Jedes der drei Modelle verfügt über eine 77,4 kWh große Batterie. Im Standardmodell mit Hinterradantrieb ermöglicht sie eine Reichweite von bis zu 451 Kilometern.

Das Standard-RWD-Modell ist mit einem Motor ausgestattet, der eine maximale Leistung von 168 kW und ein maximales Drehmoment von 350 Nm aufweist. Das Standard-Allradmodell ist mit einem 160-kW-Motor auf der Hinterachse und einem 74-kW-Motor an der Vorderachse ausgestattet. Es kommt auf eine Gesamtleistung von 234 kW, ein maximales Drehmoment von 605 Nm und eine maximale Reichweite von gut 400 Kilometern. Das stärkste Modell verfügt über zwei 160-kW-Motoren und Allradantrieb. Es kommt auf eine Gesamtleistung von 320 kW, ein maximales Drehmoment von 605 Nm und eine maximale Reichweite von 368 km.

Elektro-SUV-Genesis-GV60-Seite
Hyundai

Für mehr Fahrspaß ist der GV60 mit einigen speziellen Fahrmodi ausgestattet. Eine Boost-Modus-Taste am Lenkrad etwa aktiviert für zehn Sekunden zusätzliches Leistungspotenzial, was den Sprint von 0 auf Hundert in nur vier Sekunden ermöglicht. Für Fahrer, die ein dynamischeres Erlebnis suchen, verfügt der GV60 auch über einen Drift-Modus. Der GV60 ist zudem das erste Modell mit elektrischem Active Sound Design (e-ASD). Das System liefert verschiedene virtuelle Fahrgeräusche, basierend auf dem Fahrmodus, der Geschwindigkeit des Fahrzeugs und den Daten des Gaspedals.

Kunden können aus drei Sounds wählen: einem „futuristischen“ Klang, der die Richtung zukünftiger Mobilität symbolisiert; einem weichen und sportlichen „G-Engine“-Sound, der auf Motorgeräuschen basiert; und einem „E-Motor“-Sound, der die Motorgeräusche des Fahrzeugs neu erfindet. Im Fahrzeugmenü können die Sounds an die jeweiligen Vorlieben angepasst werden. Für Ruhe im Innenraum ist der GV60 mit der Road Active Noise Control (ANC-R)-Technologie ausgestattet. Sie minimiert Geräusche und verwendet verschiedene schallabsorbierende Materialien, um Außengeräusche während der Fahrt zu dämpfen.

Neue Batterietechnologie für effizienteres Laden

Beim Aufladen mit bis zu 350 kW kann der Akku in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufgeladen werden. Die AC-Ladeleistung liegt bei 11 kW. Der GV60 mit einer Funktion für die Vorkonditionierung der Batterie ausgestattet. Sie regelt die Batterietemperatur, um stets optimale Bedingungen zu gewährleisten. Die Batteriekonditionierung ist eine Funktion, die nicht nur vorheizt, um bei niedrigen Temperaturen eine bessere Leistung zu gewährleisten, sondern auch die Ladezeit verkürzt, indem die Batterietemperatur schon vor dem Ladevorgang angepasst wird. Die Kopplung mit dem Infotainment-System erlaubt es, die Batteriebedingungen zu optimieren während gleichzeitig über das Navigationssystem die nächste Schnellladestation angesteuert wird.

Der GV60 kann auch als mobile Stromquelle verwendet werden, da er eine V2L-Funktion (Vehicle to Load) bietet. So kann die Batterie dafür genutzt werden, andere elektronische Geräte mit bis zu 3600 Watt aufzuladen bzw. zu betreiben.

Elektro-SUV-Genesis-GV60-Innenraum
Hyundai

Um den GV60 nachhaltiger zu machen, werden verschiedene Teile aus umweltfreundlichen und recycelten Materialien hergestellt. Die Sitze, Türarmlehnen, Konsolenarmlehnen und Sturzpolster sind aus pflanzlichem Leder gefertigt. Die Sitzbezüge und Türverkleidungen bestehen aus Stoffen, die aus recycelten PET-Flaschen und Netzstrümpfen hergestellt wurden.

Innovative Technologien, die interaktive Erlebnisse ermöglichen

Der GV60 ist mit diversen innovativen Technologien ausgestattet, wie der Hersteller mitteilt. Face Connect etwa ist eine Funktion, die es dem Fahrzeug ermöglicht, über eine Kamera in der B-Säule das Gesicht des Fahrers zu erkennen. Nach der Gesichtserkennung kann das Fahrzeug geöffnet werden. Mit Face Connect können das Head-Up-Display (HUD), der Fahrersitz, das Lenkrad, die Seitenspiegel und die Infotainment-Einstellungen basierend auf den benutzerdefinierten Einstellungen des Fahrers angepasst werden. Über das Fingerabdruck-Authentifizierungssystem des GV60 wiederum kann das Auto ohne Schlüssel gestartet werden. In Kombination beider Technologien ist es nicht mehr nötig, einen Schlüssel mitzuführen.

Quelle: Hyundai – Pressemitteilung vom 30.09.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Spannend wäre für mich nur die Ladekurve. Da man in Deutschland davon ausgehen darf, dass Kopfrechnen nicht beherrscht wird, und wenn, dann keine Prozentrechnung, konnte man gefahrlos angeben, wie schneller er von 10-80 % lädt. Nämlich in 18 Minuten.

Jedenfalls scheint die durchschnittliche Ladeleistung nicht 350 kW zu sein, sondern etwa die Hälfte mit 180 kW. Habe mal eben in der App meine Ladehistorie durchgeschaut und musste nicht scrollen, um eine Vergleichszahl aus der Praxis zu finden. Gleich der erste Eintrag war 54,15 kW in 14 Minuten. Also 4 Minuten schneller für gleiche Menge.

Da hat man offenbar nur mal wieder für eine Minute eine große Zahl erreicht. Ich sage jetzt nicht, welche Hersteller das auch macht, allerdings eine Liga tiefer mit 250 kW. Denn der Genesis hat 800V.

das ist doch trotzdem ne tolle Ladeleistung in 18 Minuten knapp 55 kW reinzuballern…

wenn das Auto dass das in 14 Min könnte wäre es ja ein Porsche;-)

und die 4 Minuten sind mir den Aufpreis für das Logo mit Pferd nicht wert…
…auch das darf jeder selbst entscheiden.

Am Ende ist es doch toll wenn die Ladeleistungen steigen und dem Stau an der Ladestation vorgebeugt wird.

es bleibt spannend

Ich sage nichts gegen 180 kW durchschnittliche Ladeleistung. Das ist für 77,7 kWh sehr gut. Sondern ich wende mich gegen dieses unredliche programmieren einer Ladepeak für eine Minute, wo dann der Zeiger einmal bei 250 kW oder hier 350 kW steht. Der Tesla wird bei 40% SoC schon zweistellig in der Ladegeschwindigkeit, ein Taycan hat da noch 250 kW. Und beim Genesis muss das ja noch schlimmer als beim Tesla sein, wenn da 350 kW Peak erreicht werden.

Ich gebe Ihnen recht, aber der Zug ist abgefahren, dem können Sie nur noch freundlich lächelnd hinter winken.
Es ist das Gleiche wie mit Megapixeln bei Kameras, GHz bei Prozessoren und Hz bei Handy-Displays. Den DAU interssiert nur die große Zahl und die Marketingabteilung ist gerne bereit zu liefern.
Ausbaden müssen es die Ingenieure: Das steht als Forderung vom Vertrieb im Lastenheft und um den Akku möglichst wenig zu schrotten muss es dann eben für 1min anliegen.

Last edited 19 Tage zuvor by Dagobert

Ich verstehe deinen Punkt. In der Tat, die armen Ingenieure. Aber ich glaube, der Zug ist nicht abgefahren. Der Kia EV6 aus gleichem Hause hat keine irre Ladepeak. Und er hat offenbar genau den gleichen Akku und lädt auch von 10-80% in den gleichen 18 Minuten. Da wird also das angebliche Premiummodell mit Beschiss angepriesen. Sonst macht das nur Tesla. Audi hat beim e-tron 55 ja sogar die Kurve zum Tafelberg designed. Das könnte ja auch Schule machen. Und Porsche hatte auf die 340 kW verzichtet, obwohl die NCM712 Zellen das packen und es erst avisiert war. Findet man noch im Netz. Aber da haben sich die Ingenieure zugunsten einer homogeneren Kurve durchgesetzt.

hui….
der schaut schick aus. Wenn der auch das kann was da versprochen wird ….

naja, fraglich wann der hier in Europa wirklich kommt und was da preislich aufgerufen wird.

es bleibt spannend

Vom Foto her würde ich sagen, da muss man schon ein schmales Hemd sein, um in diese Sitze reinzupassen.

Für Dicke sind diese Vollschalensitze alle nicht gemacht. Weiß sowieso nicht, was die in einem SUV zu suchen haben. Möchte nicht wissen, wie die Sitzwangen nach drei Jahren aussehen.

Sieht gut aus, vernünftige Werte. Über Preise und Qualität mache ich mir bei Genesis auch keine Sorgen. Hyundai hält eigentlich immer was sie versprechen.

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