GAC verkündet Durchbruch bei Graphen-Akku

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GAC verkündet Durchbruch bei Graphen-Akku

Will die Welt an ihrem Ziel eines sinkenden CO2-Ausstoßes festhalten, sind Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor ein entscheidender Schritt. E-Autos gewinnen zwar deutlich an Fahrt – allerdings ist es noch immer die Batterie, die über Reichweite, Ladezeiten und Kosten entscheidet. Durch den Einsatz spezieller Rohstoffe erhoffen sich die Hersteller weitere Fortschritte. In den letzten Jahren ist Graphen verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Von dem hervorragend elektrisch leitenden Material erhoffen viele den Durchbruch. Stromspeicher auf  dieser Basis verfügen über eine deutlich verlängerte Lebensdauer und verkürzen die Ladezeit erheblich.

Vor kurzem hat die chinesische Guangzhou Automobile Group (GAC) einen wichtigen Erfolg in der Batterie-Technologie vermeldet. Ein superschnell zu ladender Akku auf Graphen-Basis habe bahnbrechende Fortschritte erzielt und befinde sich nun in der Phase der eigentlichen Fahrzeugtests, heißt es. Der Aion V – das erste mit dem neuartigen Stromspeicher ausgerüstete Fahrzeug – soll im Winter ausgiebig getestet und ab September dieses Jahres in Serie produziert werden.

Graphen kostete anfangs bis zu einigen hundert Dollar pro Gramm und wurde daher auch als „schwarzes Gold“ bezeichnet. Auf dem „2020 GAC Tech Day“ im Juli vergangenen Jahres stellte die GAC Group eine Technologie für dreidimensionales Graphen vor. Das einfache, stabile und effiziente Produktionsverfahren reduziert nach Angaben des Konzerns die Kosten auf nur ein Zehntel des herkömmlichen Verfahrens. Neben der günstigen Herstellung in großem Maßstab hat die GAC Group offenbar auch bei der Anwendung des Materials gewaltige Fortschritte erzielt.

Hersteller von E-Autos sind an schnell zu ladenden Akkus äußerst interessiert. Die neue Batterie verfügt nach GAC-Angaben über eine 6C-Schnellladefähigkeit und kann in Kombination mit einem 600-Ampère-Hochleistungsladegerät innerhalb von 8 Minuten auf eine Kapazität von 80 Prozent aufgeladen werden. Der Stromspeicher habe zudem mit dem „Battery-Shooting-Test“ höchste Qualität und Zuverlässigkeit nachgewiesen. „Erfreulicherweise hat diese Batterie-Technologie nun ihren Weg aus dem Labor in die reale Produktion angetreten“, heißt es bei GAC. Mit diesem Know-how werde der Konzern die weltweite Expansion und Entwicklung der eigenen Marke „GAC Motor“ vorantreiben.

Quelle: presseportal.de – GAC Group erzielt Durchbruch mit Graphen-basierter Schnellladebatterietechnologie

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Ist ja toll das man schnell LAden kann, aber die frage ist wie lange hält der Akku.
Wenn ein Akku dann nur 100k Kilometer hält ist keinem geholfen…der Müllberg und die Kosten für den neuen Akku wären in keinem Verhältnis mehr…

Wenn die Batterie 6C aushält, dann ist das in erster Linie für die Rekuperation interessant.

Der möglichen Ultraschnellladefähigkeit künftiger Batterien werden finanzielle Überlegungen gegenüberstehen. Der Hyperlader wird einfach einen anderen kWh-Preis aufrufen, die Investitionskosten der Säule wollen ja finanziert werden.

In der Praxis werden dann viele feststellen, dass sie mit langsameren (und erheblich billigeren) Lademöglichkeiten doch gut zurechtkommen. Andererseits wird ja wohl auch Premiumsprit in nicht unerheblichen Mengen verkauft, da scheint durchaus ein Markt zu bestehen…

Die Summe aller Durchbrüche und Erfolgsmeldungen im Akkubusiness ist die Insolvenz.
Anders gesagt: Ich glaube an nichts bis es eingebaut in Serienautos in der Praxis und im ersten Winter funktioniert. Und dann weiß man noch nichts über Alterung, da würde aber eine solide Akkugarantie Vertrauen schaffen.

Da stehen die Autos stundenlang herum und viele werden auch nur auf kurzen Strecken gefahren, da sind großere Batterien und Blitzladung ein Luxusproblem – ähnlich wie vergoldete Wasserhähne.

Lieber wären mir günstige Batteriepreise, kleinere Batterien (35 kWh – 200 km) und günstige kleine E-Autos, damit Millionen Autofahrer mit kleinem Geldbeutel auch E-Autos kaufen können.

Und wieder eine Batterie Durchbruchsmeldung von Vielen.
Und wahrscheinlich hört man auch davon nie wieder etwas.

Teckler: Da hast Du recht. Von Wunderbatterien haben wir hier schon viel gehört, und keine ist bis jetzt gekommen. Alle sind sie im Nirwana verschwunden. Keiner sagt uns, wie der Strom für dieses Super-Schnellladen in das Auto kommen soll. Denn so dicke und schwere Kabel, die man da bräuchte, kann niemand mehr schleppen. Und die Stromversorgung der Monster-Ladestationen steht sowieso in den Sternen.

… 80% in 8 Minuten laden …
80% von was? Wenn nicht angegeben ist, von welcher Akkukapazität diese 80% sind, dann ist dieser Wert nichts wert. Nur wenn es um einen sehr kleinen Akku ginge, wären die 80% vielleicht realistisch. Aber halten kleine Akkus Ströme von 600 Ampere wirklich aus?

Ich befürchte, dass auch diese Wundermeldung wieder nur Larifari ist, wie schon so viele.

Ich bin überzeugt, dass es viele ähnlich sehen und dass es bald einen Trend zu kleineren, aber schnellladefähigen Batterien geben wird.

Spätestens beim Zweitauto wird dann bei den meisten die Vernunft siegen.

Wasserstoff, der kluge Chinese forscht nur daran um das Oligopol das er aufgebaut hat in ein Monopol zu verstàrken da er weis noch billiger wird Wasserstoff den Hahn abdrehen…..aber Wasserkraft etc wird es stemmen…..

Last edited 1 Monat zuvor by Marc Petzold

Kryptische Sätze – ich bräuchte das noch einmal in einfachen Worten

Martin schrieb u.a.:

In der Praxis werden dann viele feststellen, dass sie mit langsameren (und erheblich billigeren) Lademöglichkeiten doch gut zurechtkommen.

Das könn(t)en doch (mit heute aktueller Technik) schon viele feststellen, die mit Ladeleistungen von >=200 km-Reichweitenzuwachs in rd. 1/2 h Autobahnraststätten anfahren und mit Kaffee + Pause + Sanitär schon in „Zeitnot“ geraten 😛

Stimmt Martin und Wolfbrecht, als ich mit meiner ZOE mal eine Autobahnfahrt machen musste und mein Sohn einen Kaffee mit mir getrunken hat und wir dann nach 25 Minuten wieder an der Zoe waren, war er glatt erstaunt, daß die wieder auf 80% voll war. Und das mit einer Ladeleistung von etwa 44kW. Von daher denke ich, daß es den allermeisten auch so gehen würde, ein Stopp von 20 – 30 Minuten reicht locker um 500 km weit zu kommen. WAS will man eigentlich mehr??

Das ist für mich genau der Grund, weshalb ich die 300-350kw Lader für Schwachfug halte… die Zahl siehst du vielleicht für 30 Sekunden beim laden und es rechnet sich nicht für die Betreiber, siehe Ionity. 150 kW Lader sind für alle, auch etron, völlig ausreichend. Ob ich jetzt 18 min oder 22 lade ist total egal… die hole ich in der nächsten 80er Zone oder am stauende wieder ein….

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