Framo und FES planen gemeinsamen Wasserstoff-Truck

Framo und FES planen gemeinsamen Wasserstoff-Truck

Copyright Abbildung(en): FRAMO

Der im thürigischen Löbichau ansässige Nutzfahrzeug-Hersteller Framo und die Fahrzeug-Entwicklung Sachsen (FES) in Zwickau haben eine weitreichende Zusammenarbeit vereinbart. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wollen die beiden Partner ihre Produktion drastisch erhöhen und künftig bis zu 1000 elektrische Nutzfahrzeuge pro Jahr bauen. Vor allem aber wollen die beiden Unternehmen einen gemeinsamen Wasserstoff-Truck auf die Straße bringen.

„Während E-Fahrzeuge ihre Klimafreundlichkeit besonders auf kurzen und mittleren Distanzen ausspielen, sucht die Logistik-Branche nach wie vor nach einer wirtschaftlichen Lösung für emissionsfreie Schwertransporte auf der Langstrecke“, sagt Framo-Marketing-Chef Serhat Yilmaz. Zusammen mit FES wolle man diese Lösung gemeinsam Realität werden lassen.

Die Vorteile des Wasserstoff-Antriebs lägen klar auf der Hand, so Yilmaz. „Mit unserem Brennstoffzellen-System können wir das Fahrzeuggewicht um mindestens eine halbe Tonne senken.“ Das bedeute im Vergleich zum reinen Batterieantrieb mehr Reichweite und mehr Nutzlast. „Das Fahrzeug wird damit nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch ökologischer.“

Die Framo GmbH sieht sich als innovativer Technologie-Entwickler und -Anwender rund um die Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich. Das mittelständische Unternehmen aus Thüringen hat sich mit kleinen Serien für besondere Ansprüche international einen Namen gemacht. Von rein elektrischen Kofferfahrzeugen, Sattelzugmaschinen für den Nah- und Werksverkehr, kommunalen Abfallsammel-Lkw bis hin zu Betonmischern reicht das Portfolio. Framo zählt nach eigenen Angaben profilierte Kunden wie die Supermarktkette Aldi, das Bahn-Logistikunternehmen DB Schenker und auch Volkswagen zu seinem Kundenstamm.

FES wurde 1992 gegründet und weist 30 Jahre Erfahrung als Partner in der Fahrzeugentwicklung auf.  Wie das Unternehmen mitteilt, werden Kunden vom Konzept über den Prototypenbau bis zu Fahrzeugerprobung und technischer Dokumentation vollständig begleitet. Durch die bereits 2014 erfolgte Übernahme des ehemaligen HQM Sachsenring Werks und die Erfahrung aus mehreren Tausend gebauten Fahrzeugen im Prototypen- und  Vor- bzw. Kleinserienbereich  stünden bei FES Knowhow und Infrastruktur für den Aufbau  von elektrischen Nutzfahrzeugen bereit. FES beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit der System-Integration von Brennstoffzellen-Antrieben im Automobil- und Logistiksektor. Darüber hinaus verfügt FES nach eigenen Angaben über eines der größten Validierungs- und Testzentren für Hochvoltspeicher-Systeme in Deutschland.

Quelle: Framo – Pressemitteilung vom 20. April 2021

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Warum wollen soviele Wasserstoff-Lkws bauen?

Der einzige Vorteile ist heute noch das geringe Gewicht von Brennstoffanlage und H2-Tanks gegenüber Batterien, aber schon 2025 gehen Schwefel-Lithium-Batterien in die Massenproduktion und werden das Batteriegewicht halbieren. Was dann noch von den Wasserstoff-Lkws übrig bleibt, das sind Nachteile.

Wenn die H2-Lkw-Hersteller Ende des Jahrzehnts soweit sein sollten, um mit der Serienproduktion groß zu starten, sind deren H2-Lkws schon längst von den rein batterie-elektrischen Lkws überholt worden.

Haben die H2-Lkw-Hersteller denn keine Weitsicht?

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