Foxconn will E-Autos in USA, Thailand und eventuell Europa bauen

Foxconn will E-Autos in USA, Thailand und eventuell Europa bauen

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Der vor allem als Apple-Auftragsfertiger bekannte, taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn hat große elektromobile Pläne: Einem Reuters-Bericht zufolge will Foxconn bis spätestens 2027 in zehn Prozent aller weltweit verkauften Elektroautos der Welt mit Komponenten oder Dienstleistungen vertreten sein. Bis 2025 möchte das Unternehmen bereits fünf Prozent des Marktes für sich beanspruchen.

Um dies zu erreichen plant Foxconn im kommenden Jahr sowohl in den USA, als auch Thailand Fabriken für E-Autos zu errichten. Dort soll dann ab 2023 die Serienfertigung der Stromer aufgenommen werden. Für Europa stehen ebenfalls Überlegungen im Raum eine entsprechende Produktionsstätte an den Start zu bringen. Entsprechende Auslastung sei bereits durch Fisker und deren Erstlingsstromer sichergestellt. Gemeinsam mit Fisker wolle man die Entwicklung eines bahnbrechenden Elektrofahrzeugs angehen, welches ein neues Segment im Bereich der Automobile begründen soll. Geplant seien 250.000 Fahrzeuge pro Jahr, ab Q4/2023. Die neue Fabrik soll laut Nikkei Asia zunächst 150.000 E-Fahrzeuge pro Jahr herstellen, später 300.000 bis 500.000.

In den USA stehe man laut Berichten bereits mit mehreren Staaten in Verhandlung für einen entsprechenden Fabrik-Standort. In Thailand möchte sich das Unternehmen, im Rahmen eines Joint Ventures mit dem thailändischen Gas- und Mineralölunternehmen PTT, auf die Fertigung von jährlich 150.000 bis 200.000 Elektroautos konzentrieren. Foxconn und PTT wollen sich zunächst auf den lokalen Markt beschränken, später in andere Länder Südostasiens exportieren.

Im Rahmen der globalen Fertigungsstrategie richte das Unternehmen seine Fühler aber auch nach Europa aus. In Europa kooperiert Foxconn bereits mit der Opel-Mutter Stellantis bei der Entwicklung digitaler Dienste und Infotainment-Systeme. Als Auftragsfertiger für andere Hersteller könnte man hier durchaus auch Fuß fassen. Sollte man auch, wenn man die doch eher hochgesteckten Ziele erreichen möchte. Bis 2025 wird der Markt für Elektroautos auf insgesamt 511 Milliarden Euro wachsen, erwartet der Foxconn-Vorsitzende. Sein Unternehmen möchte zusammen mit Partnern fünf Prozent dieses Marktes einnehmen, wobei sich Foxconn selbst auf Batterie, Motor und Steuerung konzentrieren will.

Quelle: Heise.de – Foxconn will Elektroautos in den USA, Thailand und vielleicht Europa bauen

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Der Fahrzeugbau ist sehr komplex. Er ist vor allen Dingen völlig anders, als die Montage von kleinteiligen Elektrogeräten. Man benötigt Erfahrung, die man nur teilweise zukaufen kann. Vor allem bestimmt das Design die Chancen, mit geringem Aufwand gute Qualität bauen zu können. Wenn also Design und Fertigung nicht in Händen eines OEM sind, gibt es gute Chancen, in Probleme zu geraten.

Man schaue nur auf Tesla: Ladegeschwindigkeit, Rekuperationsleistung, Akkukapazität, autonomes Fahren – da ist man technisch indessen hinten. Die Autos bremsen, weil sie den Mond für eine gelbe Ampel halten. Dafür ist man jetzt total stolz auf Karosseriepressen und eine gescheite Lackqualität gelingt ihn auch nach zehn Jahren noch nicht. Das zeigt, wie komplex gute Fertigungsqualität ist.

Da muss Foxconn erst mal zeigen, was sie drauf haben. Am besten bei Produkten, die man selber nicht kauft.

Hey FUDL David,
wir waren heute Mittag in Bern und haben das „China“ Model Y sehr genau angeschaut – Deine sogenannten OEMs werden sich sehr warm anziehen müssen – Top Spaltmaß, Top Lack, Top ….
bei Akku, Ladegeschwindigkeit, Performance etc ist Tesla ja eh schon lang davon gefahren.
Deine sogenannten „Verkaufsprognosen“ werden im kommenden Jahr sowas von erbärmlich falsch sein – wahrscheinlich wirst du Deinen Porsche nur mit viel Rabatt verkaufen können 😉

Redest du von dem optisch mißglückten Mittelklassewagen für ab 60k, der mittels Akkulotterie wenigstens für etwas Spannung sorgt, während der Wettbewerb geräumigere Angebote für die Hälfte vom Preis bietet? Naja, ist ja nicht die einzige Spannung: Wie man liest, bremsen die Tesla seit einiger Zeit, weil sie den Mond für ne Ampel halten.

Erst informieren (persönlich 😉 ) dann kommentieren – sonst FUDL as usual 😉

Möglich, dass die Chinesen das mit der Qualität inzwischen besser können als die Amerikaner; ist auch keine sehr hohe Messlatte.
Hingegen ist ein in China produziertes BEV mit in China produzierten Batterien ökologisch gesehen eine ziemliche Katastrophe. Man muss so blauäugig sein wie der deutsche Steuerzahler, um dafür noch an eine amerikanische Firma 6’000 Euro Subvention zu zahlen.
Apropos Bern: Bist Du der IT-Thorsten, der 2016 in Köniz gearbeitet hat?

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