Forscher suchen nach Marktnischen für Schwefel-Aluminium-Batterie

Forscher suchen nach Marktnischen für Schwefel-Aluminium-Batterie

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Im Forschungsprojekt AMAPOLA (für: A Marketable Polymer based Al-S Battery) untersucht ein Zusammenschluss mehrerer Universitäten und Unternehmen die im Rahmen des Vorgängerprojekts SALBAGE erreichten Entwicklungen hin zu möglichen realen Anwendungen für Schwefel-Aluminium-Batterien. Der Schwerpunkt liege nun darauf, die vielversprechenden Forschungsergebnisse, die im Rahmen von SALBAGE erzielt wurden, in echte technologische Innovationen umzusetzen, wie die TU Graz mitteilt.

Die Forscherinnen und Forscher wollen zeigen, dass Batterien auf Al-S-Basis in bestimmten Marktnischen als neue Zukunftstechnologie einen Platz haben können. Der Hinweis auf bestimmte Marktnischen deutet darauf hin, dass im Rahmen dieses Forschungsprojekts nicht mit einer Lösung für den Massenmarkt gerechnet werden dürfte.

Das Projekt basiert auf der Kombination von Schwefel und Aluminium in einer Batterie, was besonders attraktiv ist, da beide Elemente sehr reichlich vorhanden sind. Die Al-S-Zelle hat das Potential, sehr hohe Energie zu speichern, und es werden sehr hohe voraussichtliche Werte der Energiedichte von 660 Wh/l und der spezifischen Energie von 400 Wh/kg auf Zellenebene berechnet, wobei die Einarbeitung neuartiger fester Polymer-Gel-Elektrolyte (PEG) auf der Basis neuartiger hochleitender und preiswerter tief-eutektischer Lösungsmittel (DES) für ein billigeres, leichteres, zäheres und sichereres Batteriekonzept genutzt wird.

Im AMAPOLA-Projekt wird der Schwerpunkt auf die Entwicklung gelegt:

  1. Die Weiterentwicklung der in SALBAGE vorgeschlagenen Materialien mit besonderem Schwerpunkt auf (i) der Herstellung von Gel-Elektrolyten mit kontrollierter Phase aus hochleitenden neuartigen DES; (ii) der Entwicklung fortschrittlicher Kathodenformulierungen zur Erzielung einer hohen Schwefelbelastung und einer hohen Schwefelausnutzung in der Kathode in Kombination mit neuen vielversprechenden Redox-Mediatoren und (iii) Strategien zur Überwindung der Oxidschicht in der Aluminiumanode.
  2. Beim Up-Scaling und der Extrapolation auf die reale Anwendung
  3. Vorindustrielle und Marktaspekte

Das Projekt startete bereits im Oktober des vergangenen Jahres und soll bis Ende September 2022 abgeschlossen sei. Die EU unterstützt die Forschenden mit insgesamt gut zwei Millionen Euro an Fördermitteln.

Quelle: TU Graz – AMAPOLA: Eine marktfähige Al-S-Batterie auf Polymerbasis

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Der Hinweis auf bestimmte Marktnischen deutet darauf hin, dass im Rahmen dieses Forschungsprojekts nicht mit einer Lösung für den Massenmarkt gerechnet werden dürfte.

Das Projekt … soll bis Ende September 2022 abgeschlossen sei(n).

Das sieht vermutlich China anders und dürfte Mitte des Jahrzehnts den Massenmarkt beliefern.

Aus dem Artikel:

„Das Projekt […] soll bis Ende September 2022 abgeschlossen sein.“

Naja, dann sind eben die „insgesamt gut zwei Millionen Euro an Fördermitteln“ verbraucht …

„Das sieht vermutlich China anders und dürfte Mitte des Jahrzehnts den Massenmarkt beliefern.“

Leg‘ Dir das mal besser bis Ende des Jahrzehnts auf Wiedervorlage 🙂

Geld verbrennen 🙁
Und dann von China überholt werden.
Hauptsache deutsche und europäische Steuergelder wandern in die Industrie und werden anschließend als Vorstandsboni und Dividenden und Nebeneinkommen der CDU, CSU, SPD und FDP ausgeschüttet.
Das Volk hat leider keinen Nutzen davon sondern nur den Schaden zu tragen. 🙁

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