Ford investiert 29 Mrd. USD in E-Mobilität; vornehmlich SUVs und Pick-Ups

Copyright Abbildung(en): Ford Motors

Bis Mitte des Jahrzehnts plant Ford die Investitionen für die Elektrifizierung seiner Fahrzeuge auf mindestens 22 Milliarden US-Dollar annähernd zu verdoppeln. Bekannt wurde dies im Rahmen der Bekanntgabe der Geschäftszahlen des Automobilherstellers aus den USA. In Summe wolle man 29 Milliarden US-Dollar in E-Mobilität und autonomes Fahren investieren. So sollen zu den 22 Milliarden Dollar (rund 18,4 Milliarden Euro) für E-Mobilität sieben Milliarden Dollar (5,85 Milliarden Euro) für das autonome Fahren als Investment hinzukommen.

Jim Farley, Präsident und CEO von Ford, gab zu verstehen: „Die Transformation von Ford findet statt und damit auch unsere Führungsrolle bei der EV-Revolution und der Entwicklung des autonomen Fahrens. Wir setzen jetzt insgesamt 29 Milliarden Dollar an Kapital und enorme Talente für diese beiden Bereiche ein und bringen den Kunden hochvolumige, vernetzte Elektro-SUVs, Nutzfahrzeuge und Pickups.“ Zudem ordnete der Ford-CEO die Zahlen ein und gibt zu verstehen, dass die 22 Mrd. US-Dollar Investment in die E-Mobilität ungefähr das Doppelte dessen sind, was man zuvor vor hatte zu investieren.

„Wir beschleunigen alle unsere Pläne – wir brechen die Beschränkungen, erhöhen die Batteriekapazität, verbessern die Kosten und bringen mehr Elektrofahrzeuge in unseren Produktzyklusplan. Die Leute sind Die Leute reagieren auf das was Ford heute macht, nicht eines Tages. – Jim Farley, Präsident und CEO von Ford

Farley ließ es sich auch nicht nehmen einen Blick auf bereits vorgestellte, beziehungsweise am Markt eingeführte, Modelle zu nehmen. So gab Farley zu verstehen, dass der Mustang Mach-E großartige Kunden- und Kritikerbewertungen erhalte. Zudem werde Ende 2021 der E-Transit-Van folgen sowie ein vollelektrischer F-150 Pickup Mitte 2022. Er fügte hinzu, dass E-Fahrzeuge für die Luxusmarke Lincoln und die Transit-Serie von grundlegender Bedeutung sein werden. Letzteres mit einer Vielzahl von Karosserievarianten und individuellen Innenausstattungen.

Da Elektrofahrzeuge zum Hauptbestandteil der Ford-Produktpalette werden, gab Farley zu verstehen, dass die Produktionskapazitäten für diese Fahrzeuge auf der ganzen Welt erweitert werden. Bis heute produziert das Unternehmen Elektrofahrzeuge oder plant dies in Michigan (F-150); Missouri (E-Transit); zwei Fabriken in Kanada (SUVs); und Mexiko und China (Mach-E), weitere sollen folgen.

Einige Beobachter sehen die Investitionsankündigung von Ford als überfällig an. Teilweise wird diese als Flucht nach vorne gewertet. Denn wie ein Blick auf die Zahlen des viertel Quartals zeigt ist ist Ford tief in die Verlustzone gerutscht. Alleine im vierten Quartal 2020 verzeichnete der Automobilhersteller einen Verlust von 2,8 Milliarden Dollar (2,34 Milliarden Euro).

Quelle: Ford – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Lieber spät als nie!
Ich muß nur immer schmunzeln, daß jede der alten Verbrenner OEMs den Führungsanspruch im EV Sektor für sich proklamiert.
Der Highlander würde sagen „There can be only one”
Ich sage: Hauptsache elektrisch!
Meine Prognose: Tesla wird ein großes Stück vom Kuchen bekommen – wie groß?
Time will tell.

Es ist erkenntlich und verständlich, dass alle langsam auf den Geschmack kommen und verstehen, eMobil fahren ist die bessere und vor allem umweltfreundlicher Ford-Bewegung. Die eMobile Tendenz wird rasant steigen, wenn sich die Vorteile rumsprechen, und vor allem die Städte werden es danken. Im Winter wird wieder Schnee fallen, weil die Atmosphäre nicht durch CO2 angeheizt wird.

Frage nach Berlin – wollt ihr wirklich mehr Schnee?
😉
🙂

Könnte besser verteilt sein, z.B. an Weihnachten tät es noch besser passen

Glückwunsch übrigens an VW – mit den Januar Auslieferungszahlen hat diese deutsche OEM die e-Mobilität einen weiteren Schritt voran gebracht – so geht das Ford.

Wer disliked denn ehrlich gemeinte Glückwünsche zum vorankommen der e-Mobilitat?
Petrolhead?
Mein Rat In diesem Fall:
bitte einfach passenderes Forum aufsuchen.

Warum hört und liest man so wenig über die E-Autos von Ford?

Auf der DE-Ford-Seite finden sich:

1x Vollelektrische
4x Plug-in-Hybrid
2x Hybrid
7x Mild-Hybrid

Ein Verhältnis 1 E-Auto- zu 13 Hybriden-Modellen – das muss wohl „der Hund zum Jagen getragen werden“.

Auch hier scheint einer aus dem Club „The Big Three“ (Die E-Auto-Verhinderer der 1990er-Jahre) gehofft zu haben, dass Trump nochmal 4 Jahren im Amt bleiben wird und die Verbrenner unterstützt.

Das ist ja schon lächerlich, was da von sich gegeben wird. Die haben das schlichtweg verpennt. Bis Ford den ersten Wagen à la ID.3 auf den Markt bringt, also ein Auto für Menschen mit normalem Gehalt, wird der Zug schon sehr weit gefahren sein 😉

Kommt halt etwas später.
Ja und?

Jeden positiven Bericht über E-Autos finde ich gut schade nur das wir deutsche so spät erkannt haben wo die Reise hin geht. Ford hat es zumindest jetzt eingesehen und investiert eine menge Dollar um nicht an die vielen Start-up`s den Markt zu verlieren, Apple und co und die vielen Chinesen lassen grüßen.

+1
Das sehe ich exakt genau so wie Sie.

Es geht darum, global gesehen, die Transformation weg von den ICE Vehikeln aller Art, hin zum Elektroauto zu beschleunigen. Jede Hand ist willkommen und soll ein Stück vom Kuchen abbekommen. Sowohl die herkömmlichen Hersteller, sofern sie dann auch mitmachen wollen und auch die Ausdauer dazu haben, als auch die vielen Start-Ups, die den Druck aufrecht erhalten, um diese Transormation möglichst schnell zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

Stephan, es ist nie , es ist nie es ist nie zu spät, wenn es um….
.
Lächerlich fanden, Tesla die Koreaner und Renault , alle anderen vor allem aus Deutschland die vor 10 Jahren noch in Brüssel die Dieselmotoren mit Mauscheln zum Kaufanreiz bewogen haben.

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