Gespräch mit Frequentum: „2021 wird das Jahr für Ladelösungen in WEGs“

Gespräch mit Frequentum: "2021 wird das Jahr für Ladelösungen in WEGs"

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Ladelösungen insbesondere in Mehrfamilienhäuser sind gerade 2020 ein heißes Thema geworden. Ausschlaggebend hierfür war die Veränderung verschiedener Gesetze, welche den Einbau einer privaten Lademöglichkeit für Wohnungseigentümer und Mieter um einiges vereinfacht. Über dieses Thema habe ich mich in der aktuellen Podcast-Folge mit Michael König und Martin Amberger von Frequentum unterhalten. Denn diese sind in diesem Bereich mit ihrem Unternehmen beratend tätig und können einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben.

Herr Amberger und Herr König haben mit Frequentum ein Unternehmen gegründet, welches als Dienstleister für Energieversorger, Wohnungswirtschaft, Bauträger und WEGs tätig ist. Gemeinsam bieten die Beiden eine neutrale Beratung hinsichtlich Strategie, Produktentwicklung, Vertrieb, Planung von Ladelösungen und Baubegleitung an. In unserem gemeinsamen Gespräch lag der Fokus auf der Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäuser mit all seinen Vorteilen, Nachteilen als auch Herausforderungen im Alltag sowie etwaigen Fördermöglichkeiten.

Von Vorteil ist die Tatsache, dass die beiden Herren nicht nur mit theoretischem Wissen aufwarten, sondern bereits aus der Praxis einige Erfahrung mit in das Gespräch einbringen konnten. Dabei gibt Herr Amberger beispielsweise zu verstehen, dass es gerade in WEGs bis zu einer Größe von zehn Einheiten durchaus noch möglich ist eine entsprechende Ladeinfrastruktur selbst an den Start zu bringen. Insofern sich der jeweilige Hausverwalter entsprechend mit einbringt. Darüber hinaus wird es schon alleine aus Gründen der Kompatibilität, Lastmanagement sowie einem möglichen Blackout sinnvoller entsprechende Experten hinzuziehen.

Vor allem da WEG-Versammlungen meist dazu neigen nicht nur rein Daten- und Faktengetrieben bestimmt zu werden. Oft spielen auch Emotionen eine starke Rolle. Bei denen Schlagwörter wie Blackout, Netzversagen, usw… natürlich entsprechende Ängste schüren. Frequentum und andere Marktbegleiter bieten in diesem Zusammenhang dann ein objektives – Hersteller- und Betreiberunabhängiges – Gutachten an, um die Zahlen, Daten und Fakten für sich sprechen zu lassen. Sicherlich der vernünftige Weg, um zu einer gemeinsamen, tragfähigen Lösung zu kommen. Und vor allem, um „elektrischen Wildwuchs“ zu vermeiden, wie Herr Amberger im Gespräch zu verstehen gab.

Neben der Beratung von einzelnen WEGs kann man sich auch auf der Webseite von Frequentum schlau über aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich machen. Wer bereits kurz nach Veröffentlichung dieser Podcast-Folge dort vorbeischaut, bekommt die Möglichkeit am 20.01.2021 um 17 Uhr bei einem kostenfreien Webinar teilzunehmen. Mehr Infos auf deren Seite und nun ab ins Gespräch.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Vielen Dank an die Herren Amberger und König für diesen in meinen Augen sehr wichtigen Beitrag den sie leisten, um BEV’s in jedes Gebäude zu bringen, wo Menschen leben. Wenn ich mit meinem BEV, wo immer ich mich auf für 1h und mehr aufhalte eine AC Lademöglichkeit vorfinde, kann kostspielige DC Ladeinfrastruktur eingespart werden. Und das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber allen anderen Vehikeln, die noch irgendwas mit Betankungsanlagen zu tun haben, sei das Benzin/Diesel/H2 etc.

Die Infrastruktur für BEV’s ist schon da, wir müssen sie nur sinnvoll nutzen und natürlich optimieren.
Jedes Gebäude auf der Welt hat zig potenzielle Lademöglichkeiten.

Seit 1. Juni 2020 gibt es in der Schweiz endlich eine SIA (Schweizerischer Ingenieur und Architekten Verband) Norm 2060 für die E-Mobilität in Gebäuden! Darauf habe ich schon lange gewartet. Sie besagt unter anderem:

„pipe for power“ (Einrichtung von Ausbaureserven: leere Leitungsinfrastruktur und Platzreserve für elektrische Schutzeinrichtungen und allfällige Stromzähler im Verteiler): für 100% der Parkplätze.

Bei Neubauten sollen, wo immer möglich Tiefgaragen gebaut werden, um die Autos für Bewohner und deren Gäste unterzubringen. Und in diesen Tiefgaragen, sollen Architekten verpflichtet werden, zumindest Leerrohre zu verlegen und FI-Schalter in Schaltschränken einzubauen oder wenigstens dafür Reserveplatz vorzusehen. So wie jede Wohnung selbstverständlich einen WLAN Router hat, hat auch jede Wohnung Autoabstellplätze mit Anschlüssen für Elektroautos. Jeder zukünftige Mieter hat ein BEV und der verlangt berechtigterweise eine Ladestation. Übrigens diese Ladestation steht dann automatisch auch Freunden und Bekannten zur Verfügung, die mit dem BEV auf Besuch kommen. Schnellladungen sind ausschliesslich noch an den Hauptachsen notwendig.

Siehe auch: https://www.swiss-emobility.ch/de/news/eblog/blogs/Marco-Piffaretti-SIA.php

Aus einem eBlog Beitrag von Marco Biffaretti, einer sehr bekannten Persönlichkeit.

Last edited 3 Monate zuvor by Markus Doessegger

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