Fisker stellt Serienversion des Ocean vor

Fisker-Ocean-Serienversion

Copyright Abbildung(en): Fisker

Das E-Auto-Startup Fisker hat auf der Los Angeles Auto Show die Serienversion seines vollelektrischen SUV Ocean vorgestellt. Auch zur Technik und Preisen gibt es nur ausführliche Infos. Produziert wird das Fahrzeug bereits: Vor wenigen Tagen nahm Auftragsfertiger Magna-Steyr in Graz die Montage des Ocean in Angriff. Zunächst laufen dort 5000 Stück der exklusiven und umfangreich ausgestatteten Launch-Edition vom Band, welche als Fisker Ocean One zum Preis von 68.999 US-Dollar (umgerechnet gut 61.000 Euro) zu haben ist.

Die erst danach in Produktion gehende Basisversion des Ocean kostet ab 37.499 Dollar (gut 33.200 Euro), die Allradversion Ocean Ultra schlägt mit mindestens 49.999 Dollar (44.200 Euro) zu Buche. Und auch der Fisker „fürs Grobe“, der Ocean Extreme, wird künftig hergestellt und zu einem Preis ab 68.999 Dollar (61.000 Euro) zu haben sein. Als Alternative zum Kauf hat Fisker ein Abo-Modell vorgestellt, das bei 379 Dollar pro Monat (335 Euro) beginnt und eine einmalige Startgebühr von 2999 Dollar (2650 Euro) vorsieht.

Fisker-CEO Henrik Fisker erläuterte bei der Premiere die Designphilosophie des Ocean und erklärte, warum der SUV seiner Meinung nach das nachhaltigste und innovativste Fahrzeug auf dem Markt sein wird, wenn es im November in Produktion geht. „Unsere Mission ist es, die innovativsten und nachhaltigsten Fahrzeuge der Welt zu schaffen, die zugleich erschwinglich sind, und alles beginnt mit dem Fisker Ocean, da wir uns voll und ganz einer sauberen Zukunft für alle stellen“, sagte Fisker beim Auftakt der Veranstaltung. So wird der Fisker Ocean von Magna-Steyr, wo unter anderem auch Mercedes-Benz und BMW einige Modelle montieren lassen, in einem CO2-neutralen Werk in Graz, Österreich, hergestellt.

Fisker-Ocean-Seite
Fisker

Fisker schätzt, dass die Reichweite der Basisversion, der einmotorige Fisker Ocean Sport mit Frontantrieb, etwa 250 Meilen (gut 400 Kilometer) laut der realitätsnahen US-Norm EPA betragen wird. Bei den EPA-Reichweiten für die allradgetriebenen, zweimotorigen Fisker Ocean Ultra und Fisker Ocean Extreme geht der Hersteller von 340 Meilen (547 Kilometer) bzw. mehr als 350 Meilen (563 Kilometer) aus. In der Einstiegsversion sind robuste und günstige Lithium-Ionen-Phosphat (LFP)-Batteriezellen vom chinesischen Batteriehersteller CATL verbaut. Die Modelle mit besserer Ausstattung werden von CATL mit Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen (NMC) bestückt, die eine höhere Energiedichte aufweisen und somit höhere Reichweiten ermöglichen.

Um die Reichweite im Alltag zu erhöhen, stattet Fisker die Modellvarianten Extreme und One mit einem Solardach aus, welches unter idealen Bedingungen zusätzliche 2000 Meilen Reichweite pro Jahr (etwa 3200 Kilometer) liefern soll. Für das sonnenverwöhnte Kalifornien stellt der Hersteller 1500 Meilen (etwa 2400 Kilometer) zusätzlich in Aussicht. Der Ocean wird zudem über eine Reihe von innovativen Ladetechnologien verfügen, mit denen Besitzer auch andere Elektrofahrzeuge aufladen, Strom in das Stromnetz einspeisen und ihre Fahrzeuge als Notstromquelle für ihre Häuser verwenden können. Das Unternehmen nennt diese Technologien PowerCar, PowerGrid und PowerHouse.

Fisker-Ocean-Heck
Fisker

Henrik Fisker nannte auch einige Leistungsdaten der vier Ocean-Varianten: Die Basisversion Ocean Sport wird demnach 202 kW (275 PS) leisten und soll in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Beim Ocean Ultra sind es 397 kW (540 PS) und eine Beschleunigung auf 100 in 3,9 Sekunden beworben. Der Ocean Extreme und der Ocean One sollen 405 kW (550 PS) leisten und in 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. Diese Daten sind zwar noch nicht homologiert, dürften allerdings nach den offiziellen Messungen nicht wesentlich vom bisher kommunizierten abweichen.

Ein netter Gimmick ist der California-Modus, der für die Modelle Ultra, Extreme und One verfügbar ist: Auf Knopfdruck lässt der Ocean alle seine Fenster herunter und öffnet sein Schiebedach, was ein Cabrio-ähnliches Open-Air-Erlebnis bieten soll. Im Inneren verfügt der Ocean über Platz für fünf Passagiere in einem vollständig veganen Interieur mit recycelten Materialien, darunter recycelte Fischernetze, alte T-Shirts und erneuertes Gummi. Ein spezieller Limo-Modus ermöglicht es den Passagieren auf den Rücksitzen, die Lautstärke des Audiosystems zu regulieren und Heizung und Klimaanlage einzustellen.

Fisker-Ocean-Bildschirm
Fisker

Einen weiteren innovativen Gimmick stellt der zentrale, 17,1-Zoll große Bildschirm dar: Er kann vom standardmäßigen Hochformat-Modus während der Fahrt beim Parken in einen Hollywood-Modus gedreht werden, etwa um im Querformat Videos anzusehen.

Eine ganze Reihe an Fahrerassistenzsystemen soll die Sicherheit des Ocean erhöhen. Das proaktive System aus automatisierten elektronischen Sensoren (Radar, Ultraschallsensoren und Kameras) greift bei Bedarf ein, um Unfälle zu antizipieren und zu verhindern. Hinzu kommen laut Fisker eine breite Palette fortschrittlicher Warnfunktionen, sicherheitsgesteuerter Bremsfunktionen und Fahrerkomfortfunktionen.

Quelle: Fisker – Pressemitteilung vom 17.11.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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chic ist er ja, Lenkrad nicht zu überladen mit Knöpfen ! Naja, das riesige Tablet in der Mitte scheint sich zum Standard zu entwicklen, wers braucht …
auch die V2x Möglichkeiten finde ich super
dann wollen wir mal hoffen, daß die Produktion so läuft wie geplant ( besser früher )
Der Ocean Sport wäre definitiv ein Kaufkandidat
Hoffentlich wie die eAuto Förderung verlängert

Da bin ich voll und ganz bei dir. Ein durchdachtes Auto und kein Schnellschuss oder Panikmobil aus Dino Hand. Auf den California Modus könnte ich in der Schweiz allerdings auch verzichten. Eine Innovation ist das ja auch nicht. Das hatte mein damaliger Ford schon vor 20 Jahren. Heute fahre ich allerdings nicht mehr Ford…

Normal hätte man ja Fisker mit Sonomotors, Microlino und wie sie alle heißen, in einen Topf geschmissen. Aber wenn die Produktion schon läuft kann man ja tatsächlich warten, bis er auf die Straße kommt und sich dann ein Bild machen. Vorausgesetzt natürlich, man steht auf SUV. Ansonsten sehe ich in dem Auto nichts besonderes, diesen Solardach Blödsinn machen ja viele. Wird halt verlangt.

Wie so oft kann ich nirgends etwas zu den wesentlichen Fakten sehen: Batteriegrösse, Ladestandards, Ladegeschwindigkeiten, Möglichkeit für Anhängerkupplung und Zugkraft. Immer noch Fokus auf „wie schnell kann ich von 0 auf 100 beschleunigen und wieviele PS hat das Auto“. In der Praxis meiner Erfahrung nach völlig irrelevant.

Eine Bereicherung für die Elektromobilität. Einzige Kritik, oh nein nicht noch ein SUV! Den Amis wirds gefallen. Reichweite, Leistung, Preis, Gimmicks und Luxus scheinen zu stimmen. Das Aussehen finde ich ok (ausser SUVhalt). Es läuft in der Elektromobilität.

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