Ex-VW-Vorstand: „Die Elektromobilität ist unschlagbar und wird sich durchsetzen“

Ex-VW-Vorstand: „Die Elektromobilität ist unschlagbar und wird sich durchsetzen“

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

In seine Amtszeit fielen wegweisende Entscheidungen: Jürgen Stackmann war ab November 2015, kurz nach Beginn des Dieselskandals, für gut für Jahre Vertriebsvorstand bei der Automarke Volkswagen. In einem Interview mit Next Mobility sprach er darüber, wie sich der Hersteller in diesen fünf Jahren verändert hat und wie seiner Meinung nach die Mobilität der Zukunft aussieht.

Als die Dieselkrise aufkam, standen wir vor einer Grundsatzfrage“, sagt Stackmann über den Herbst 2015. Es sei klar gewesen, dass VW „einen starken und überzeugenden Impuls“ brauche, um das Diesel-Thema bewältigen zu können. „E-Mobilität war für uns die einzig konsequente und realisierbare Lösung“, so der ehemalige VW-Vorstand. „Seitens VW gehörte auch viel Mut dazu, stark in die E-Mobilität zu investieren“, sagt er, da damals „nur sehr wenige Hersteller konsequent auf Elektromobilität gesetzt haben und der Absatz von E-Fahrzeugen eher gering war“.

Auf historischen Daten basierende Trendanalysen haben damals „nicht wirklich weitergeholfen“, erklärt Stackmann, schließlich betrat man Neuland. Allerdings waren einige gesellschaftliche Veränderungen bereits erkennbar: „Etwa die rasant zunehmende Akzeptanz der Effekte des Klimawandels, neue Gesetzesrahmen sowie die nachgewiesene Energieeffizienz der E-Mobilität“. Die damaligen VW-Manager sollten recht bekommen: „Wir hatten einen guten Instinkt, wenn man sieht, wie es jetzt kommt“, so Stackmann rückblickend.

Ernsthafte Alternativen zum rein batteriebetriebenen Auto sieht der ehemalige VW-Vertriebsvorstand nicht mehr: „Es braucht nur ganz simple Mathematik, um zu sehen, wohin die Reise geht“. Der große Knackpunkt sei die eingeschränkte Verfügbarkeit von Ökostrom, die „auch in den kommenden zehn Jahren ein Engpassfaktor“ bleiben werde. „Deshalb muss dieser Strom möglichst effizient genutzt werden. Und dabei ist die Elektromobilität unschlagbar und wird sich durchsetzen“, sagt Stackmann. Er ist sich sicher, dass Pkw „zumindest in den großen drei Regionen China, USA und Europa“ künftig elektrisch betrieben werden. „Das Thema ist durch, der Drops gelutscht“, zeigt er sich überzeugt.

Wasserstoff sehe er zwar schon auch als eine mögliche Alternative zum rein batterieelektrischen Antrieb, allerdings nur „mittelfristig in einigen Regionen eher im Lkw-Bereich“ sowie „besonders in der Industrieversorgung zum Beispiel im Stahlbereich“. Auch E-Fuels seien zwar generell spannend, „aber es gibt dafür einfach nicht genügend regenerativen Strom. Deswegen ist das BEV in den nächsten Jahren gesetzt“.

„Tesla war nach Dieselgate eine Quelle der Inspiration und ein Antrieb“

Bei Volkswagens Antriebswende habe der Elektroauto-Primus Tesla aus den USA eine große Rolle gespielt, erklärt Stackmann: „Für uns bei Volkswagen war Tesla nach Dieselgate eine Quelle der Inspiration und ein Antrieb“. Zu lange sei Tesla „ignoriert und belächelt worden. Da war auch bei uns in Deutschland sicherlich eine gewisse Arroganz im Spiel“, räumt der ehemalige VW-Vorstand an. Dabei konnten die Kalifornier „Vieles schon sehr gut, was bei uns noch gedanklich und in der Umsetzung in den Kinderschuhen steckte“.

Der große Vorteil von Tesla sei, konsequent anders zu arbeiten und zu konzipieren als die etablierten Autohersteller: „Sie konzentrieren sich ausschließlich auf die Perfektionierung des E-Antriebs und der Batteriezelle und beherrschten dabei schon früh einen großen Teil der Wertschöpfung“. Tesla habe zudem, was laut Stackmann „brillant“ war, das Auto „von Anfang an als Software-Produkt gesehen und entwickelt“. Und das habe „viel mehr auf den Kopf gestellt, als einige gedacht haben.“ In seinen fünf Jahren bei VW war Tesla deshalb „für uns der Maßstab“. Angst habe VW vor Tesla zwar nicht gehabt, aber Respekt, so Stackmann.

Tesla hatte „einen Vorsprung von einigen Jahren, den es aufzuholen galt“, so der ehemalige VW-Vorstand. Von der Technik bis zum Vertrieb habe Volkswagen deshalb neue Strukturen geschaffen. Bis man komplett zu Tesla aufschließt, werde es aber noch einige Zeit dauern.

Vor kurzen hat Volkswagen den Autovermieter Europcar wieder übernommen, eine „sehr gute und strategische Investition in eine zentrale Plattform für unterschiedlichste Mobilitätsdienste“, wie Stackmann findet. Das Potenzial sei „riesig“, aber es werde „sicherlich Zeit brauchen, diese Plattform aufzubauen und zu integrieren“. Stackmann sieht hier „eine bedeutende Rolle auch für den Handel als Stützpunkt und Angebots-Knoten für Mobilitätsdienste“. Wäre er noch bei VW, würde er „den Handel definitiv integrieren“.

Quelle: Next Mobility – Ex-Vorstand Stackmann: „In meinen fünf Jahren bei VW war Tesla der Maßstab“

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Dieselgate, ein wahrhaft toller Ausdruck, auch Dieselskandal genauso.
Da könnte der Nichtinformierte an einen Dieselpusch oder Dieselfehlentwicklung denken, aber nicht an vorsätzlichen Betrug an Gesetzen, an Kunden, am Klima der ganzen Welt.
Wir hatten ein bisschen Dieselgate, so schön nett hört sich Umweltskandal an, bei dem mit hohem technischen Aufwand ordentlich Abgase ohne Reinigung in die Umwelt geblasen wurden, damit die eigenen Verbrauchswerte geschönt und zusätzlicher technischer Aufwand verhindert werden konnte.
Und denen soll einer trauen? In China wären sie vermutlich ein Kopf kürzer gewesen.

Das Vertrauen ist sicherlich bei vielen verschwunden, allerdings kann man kaum ernsthaft abstreiten, dass die VW Strategie greenwashing sein soll. Das she ich eher z.B. bei BMW

Was ist denn bitte „vorsätzlicher Betrug“? Ohne Vorsatz ist es kein Betrug. Und wie betrügt man Gesetze?

Was soll man sagen, lange Zeit wurde man als E-Auto Befürworter verspottet, jetzt merken die ersten Petrolheads, dass das falsch war, und in den nächsten Jahren werde noch viele folgen. Das Statement erzeugt eine gewisse Genugtuung.
Hoffen wir mal, dass es für die deutsche Automobilindustrie nicht zu spät ist, den wenn man den AI Day von Tesla verfolgt hat, weiß man wie schwer es wird aufzuholen. Ich habe da eher den Eindruck der Abstand vergrößert sich.
Ich glaube das Ende 2022, also in einem guten Jahr, diesbezüglich ein spanende Zeit wird. Die deutsche Hersteller haben mehr Modelle an Markt, aber auch die Asiaten und Tesla hat seine 2 Gigafactories voll am laufen und neue Fahrzeuge mit neuer Batterietechnologie am Start.

Das alle den Niedergang der restlichen Autoindustrie vorhersagen weil Tesla vorne ist finde ich immer etwas lächerlich. Wie groß ist der weltweite Automobil Absatz im Jahr? Über 80 Millionen PKW? Wie viel Produktionskapazität hat Tesla? In 2020 haben sie 0,5 Millionen PKW gebaut. Es wird immer mehr als einen Hersteller geben, massig Platz ist da. Dazu schwenkt die komplette Autoindustrie gerade innerhalb eines Jahrzehnts komplett auf BEVs um. BMW ist noch unentschlossen (warum auch immer), Daimler, Audi, VW stellen bis allerspätestens 2035 komplett um. Audi will sogar ab 2026 keine neuen Verbrennermodelle mehr auf den Markt bringen. Mercedes bis 2030 komplett aussteigen (man merkt, Premium Autos kommen zuerst). Viele regen sich immer so toll über die deutsche Industrie aus. Es gibt aber einen Hersteller, der noch gar keine Pläne für den Verbrennerausstieg hat und auch keine nennenswerten BEVs anbietet (also den Trend wirklich verschlafen hat und bis heute nicht wahr haben will): der weltweit zweitgrößte Hersteller TOYOTA.

Tesla ist sicherlich Software technisch immer noch vorne. Keine Frage. Bei der Produktionsqualität haben sie nach wie vor mindestens bei den US Bauten eklatante Probleme. Vom Service Netz und Qualität mal ganz zu schweigen, was für viele aber nicht ganz unwichtig ist. Auch bei manchen BEV spezifischen Dingen müssen sie sich langsam strecken. Man sehe sich den Hyundai Ioniq5 oder den Kia EV6 an. Beide mit 800V Technik. 0-80% in unter 20min und auch richtig Dampf. Aber das gilt für fast jedes BEV im Vergleich zum Verbrenner. 3-4sec von 0-100km/h sind zwar cool, aber nötig jetzt nicht unbedingt um voran zukommen.

Entscheidend auch eine Aussage: USA, China und Europa werden Batterieelektisch werden. Damit hätten wir einen großteil des Weltmarkts erschlagen und für den Rest lohnen sich Verbrenner einfach dann nicht mehr. BMW behauptet das zwar, aber der Rest der Welt hat dann meist kein Geld für einen BMW.

Ich hatte ja allgemein über BEV gesprochen und nicht Tesla speziell (Bis auf deren technologischen Vorsprung im BereichBEV), insofern kann ich dein Kommentar nicht nachvollziehen.
Aber wenn du es schon ansprichst: Tesla stellt im Moment die Weichen für ein enormes Wachstum. Wir sprechen Ende 22 noch mal über die Entwicklung. Die Weichen sind u.a. die zwei neuen Fabriken, Model Y überall, Model 2, Lieferverträge für Batterie- und Lithiumversorgung, Autonomes Fahren (Siehe AI Day), Megacasting, geringere Lieferantenabhängigkeit und überhaupt eine gut skalierbare Produktpalette.

Ich glaube nicht, dass die deutschen Hersteller ihr ambitioniertes und hehres Ziel erreichen werden. Das wird ein paar Jahre länger dauern, aber gut dass die es nun verstanden haben, jetzt müssen die nur noch ihre Beisser in Form von Prof. Indra, dem KIT, usw. wieder an die Leine nehmen oder in den Zwinger packen.

Toyota könnte ein Sanierungsfall werden. BMW wird als hochpreisiger Hersteller den Restmarkt aus Produktsicht nicht bedienen können. Keiner wird bald mehr 60.000+€ für einen Verbrenner mehr ausgeben und die ein brauchen, nehmen eher RR, Bentley, Porsche, Maybay, Ferrari und so. Das werden eher die Billiganbieter sein und nicht BMW.

Es gibt inzwischen einige die schneller laden als Tesla, die Unterschiede sind aber überschaubar (Ich lade den M3 LR von 10-80% in 25 Minuten), aber dafür muss Tesla weniger Kobalt und Nickel in den Akkus einsetzen, was gut für die Kosten und weiterer Stückzahlsteigerung ist.

Niedergang der Autoindustrie? Wo ist den der zu merken? Offenbar gibt es Leute, die immer noch nicht bemerken was weltweit vor den eigene Augen abläuft. Was der führende Hersteller , u.a. auch von PKWs tut macht Sinn Wer Batterien laden können muss, der muss zuerst über Stromnetze verfügen und da ist die Weltkarte löcherig wie Naviagtionskarten des Mittelalters. Unbekanntes Land. Ganze Kontenente mit Ladekarten wo nichts zu finden ist und lange Zeit nichts zu finden sein kann. Terra incognita steht da in den Karten moderner Autos. Nada, zero, nix da. Geradezu lustig sind die Videos zur Lage bei uns in der EU. Man kann nur lachen über jüngste Bereichte über Urlaubsreisen durch „Ladedschungel“ auf der Suche, nach Möglichkeiten die Akkus nachfüllen zu können. Abenteuerreisen sind wohl in für so manche Freak? Das Ganze ist doch wirklich ein Witz. Man stelle sich vor, Australien, China, Russland, Afrika müsste Akkus laden um sich automobil bewegen zu können. Wer verlegt die nötigen Kabel und mit was? Woher das Kupfer, woher die Rohstoffe, welcher Bagger? Da wird man viele NICHT-Diesel dazu brauchen, um auch dahingehend Akku-Freak zu werden…. Vlt. sollten einige Freaks mit BEV wirklich in vielen Ländern fahren?

Nein, Du brauchst kein Netz, eine PV Inselanlage reicht völlig. In Afrika kommt ca. 1 PKW auf 50 Personen. In Deutschland kommt ein PKW auf 2 Personen. Merkst Du was? Es ist völlig egal ob die Afrikaner noch ein paar Jahre länger mit Benzin fahren.

Wichtig wäre es deswegen, dass für jedes neuzugelassene Elektro-Auto ein Verbrenner verschrottet wird, damit er eben nicht weiter die Umwelt in Afrika oder sonstwo verpesten kann.

Farnsworth

Wo genau ist denn Teslas Vorsprung?

Sag nicht die Software! Aktuell sollen die Tesla wohl den Mond als gelbe Ampel erkennen und bremsen. Allerdings gilt das für die Autos in den USA, denn in Deutschland gibt es bei Tesla weder Verkehrszeichen- noch Ampelerkennung. Phantombremsungen auf leerer Autobahn machen allerdings auch die deutschen Tesla. Alle MCU1 werden ausfallen, Tesla wurde deshalb verknackt, Grund des Ausfalls ist ein Speicherüberlauf durch nicht gelöschten Cache aus alten Navigationen. Ein Softwarefehler also, den Tesla ota nicht beheben kann. Zwischenziele in der Navi, HUD, Apple CarPlay kann Tesla nicht bieten.

Beim Akku sind sie reine Käufer, haben sogar Tütenzellen für ihr Billigmodell nehmen müssen. Bei der Technik sind sie abgehängt. 800V, gescheite Ladeleistung, gescheite Rekuperation kann Tesla nicht. Das Ladenetz ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr, wird für alle freigegeben. Ist allerdings mit 40c/kWh auch schon deutlich teurer als was ich unterwegs zahle. Apropos teuer, das MY startet ernsthaft mit 60k, während der akkutechnisch kleinste Enyaq für die Hälfte zu haben ist. Und der reicht als Kindertransporter, ist innen größer als der Tesla.

hey FUD David – bitte nicht in der Vergangenheit schwelgen sondern aufwachen und die Realität akzeptieren – auch wenn es schwerfällt, wenn Dein Porsche vom Tesla Model S Plaid offensichtlich angehängt wird – Life is hard 🙂

Was bitte sind den diese Petrolheads? Was man als E-Mobilität bezeichnet basiert immer noch auf einer völligen Abhängigkeit vom Kohlenstoff. Ein Grossteil der Autos sind Hybride. OHNE Erdöl/Kohle fährt kein einziges Auto. Die Menschen westlicher orientierte Länder hätten weder Waren, noch etwas zu futtern. Diesel transportiert > 90 Prozent ALLER Waren auf dem „zivilisierten“, autoabhängigen Globus. 1.42 Personen hocken oft ein SUV > 2t schweres Stahlblech und man betet zum Hl. Akkumulator. Hier stimmt doch etwas nicht oder? Warum werden denn die wahren Probleme kaum angegangen? Das ist doch DIE Krux dieser Zeit. Man lügt sich selbst in die Tasche auf höchstem Niveau… Einige Leute plappern laut und die Mehrheit nach…

Und das soll jetzt ein Argument contra BEV sein? Das kommt von Dir immer wieder. Nur weil der Rest NOCH vom Erdöl abhängig ist sind BEV Augenwischerei? Niemand behauptet, dass das BEV die Lösung aller Probleme sei, aber es ist DIE Lösung vom Erdöl im Individualverkehr wegzukommen. Was ist denn Deine Lösung der „wahren Probleme“? Du meckerst viel, bietest aber keine einzige Idee zur Lösung an. Die Transportbranche wird auch klimaneutral werden müssen. Wenn das alles nicht fruchtet, werden wir irgendwen die Notbremse ziehen müssen und das würde den kompletten Zusammenbruch der Wirtschaft bedeuten. Das kann doch keiner wollen. Wir müssen eine Transformation zur Klimaneutralität hinkriegen und das möglichst in den nächsten 15 Jahren. Und da muss jeder überlegen was er dazu beitragen kann und worauf er verzichten kann (z.B. Flugreisen, Kreuzfahrten, Bier und Milch vom anderen Ende von Deutschland kaufen,… ) Und wo man nicht verzichten kann oder will, muss man halt überlegen, wie man es nachhaltiger hinkriegt (Individualverkehr, Heizung, Strom).

Ich bin von einem Hybridkombi auf einen Kleinstwagen umgestiegen. Mein BEV wiegt übrigens keine 1,2t und wir sind zu Dritt damit in den Urlaub gefahren. Und verbraucht auf Langstrecke 10-11kWh/100km. Unser Zweitwagen wiegt 487kg. Und was tust Du um Deine Mobilität nachhaltiger zu gestalten?

Farnsworth

Egal was Sie wünschen, wovon Sie träumen, die Realität zeugt was Sache ist. Nur ist heute noch Realität gefragt? Wohl eher nicht! WANN fangen Sie nun damait an, sich vom Erdöl verabschieden zu können. Meine Lösung habe ich genau so oft wiederholt, wie ich die volle Abhängigkeit vom Erdöl und der Kohle kritisiert hatte.IRGENDWANN werden wir wegkommen müssen? Toll! Wann ist den dieses irgendwann und wo merkt man etwas davon? Die Transportkaoazitäten nehmen unaufhörlich zu, nicht zuletzt auch wegen dem Zuwachs der so genannten E-Mobilität. Falls es Ihnen schon aufgefallen ist, ALLES was auch dort „zuwächst“ basiert auf Erdöl, auch wenn es nicht ins Weltbild passt. Einen Ersatz würde u.a. Wasserstoff bilden können, aber das will man auch nicht. Haben Sie schon bemerkt, das auch BEVs Stahl brauchen. Nein? Warum nicht? Ach ja, was sagen Sie dazu? https://www.hydrogenfuelnews.com/fuel-cell-vehicles-jpmorgan/8548139/?mc_cid=70f58c8058&mc_eid=ed82e1f70e Vlt. zeigen Ihnen die Chinesen wo es langgehem kann? Was Autogrößen und Gewichte angeht, so habe ich seit 1997 japanische KEICARS gefahren. Abermillionen von Kilomter. Das müssen Sie erst einmal einholen. Flugreisen Null, warum auch? Lebensmittel aus eigener Erzeugung 25 Jahre lang! Motto: “ Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Würde der Städter wissen was er isst, würde er SOFORT Bauer werden!“, falls Sie versthen was das bedeutet. Gebaäudeenergieversorgung. Niedrigenergeihaus. KEINE PV-Anlage. Mit Absicht auch noch… Ab wann haben Sie IHRE NOTBREMSE gezogen? Ich wette, ich war um Dekaden früher dran…

Sie sollten wirklich aufhören der Elektromobilität alle Sünden die Politiker und sog. „Wirtschaftsführer“ machen der Elektromobilität in die Schuhe schieben zu wollen. Wenn zu wenig Grünstrom vorhanden sein soll, was Sie Gebetsmühlenartig immer wiederholen, dann ist das nicht die Schuld der Elektromobilität. Ganz im Gegenteil, erst durch die BEV kommt diese Sparte in die Gänge. Die Elektromobilität ist da und sie wird bleiben. Auch wenn Sie noch so dagegen meckern. Sehen Sie sich um und öffnen Sie endlich einmal Ihre Augen! Sie stehen längst im Schilf mit ihren steinzeitlichen Ansichten. Wachen Sie auf, die Zeiten ändern sich.

Sehen oder sahen Sie nicht wohin diese „Reise“ gehen MUSSTE. Marken Sie endlich dass OHNE Erdöl gar nix geht. Warum nicht? Weil man mit Wunschträumen rein gar nix ändern kann. Haben Sie schon bemerkt, was mit den Strompreisen los ist? Haben Sie bemerkt, dass TROTZ E.Mobilität die CO2-Bilanz NICHT zurücl geht. Haben Sie schon bemerkt wer den ganzen Warenkrmeple weltweit herum fährt und der Krempel wird immer mehr und mehr. Haben Sie schon bemerkt wie sparsammer und kleiner unsere Autos werden? ICH NICHT! Im Gegenteil. Sparen durch immer mehr! Tolle Idee! Zum Ökostrom gab es schon sehr lange eine merkwürdige „Bilanz“. ABSCHALTUNG, weil Stromspeicher fehlen. Wie oft habe ich Daten und Quellen dazu genannt? Enorme Stromanteile ungenutzt weg geschmissen und wieder soll man das nicht bemerkt haben? Nochmals und nicht mehr neu: Blättern Sie nur mal zum Zeitzeiger 26:10 und schaunen diesen Teil von https://youtu.be/9ZuRamCqj1I an. Merken Sie was?

„Der große Knackpunkt sei die eingeschränkte Verfügbarkeit von Ökostrom, die „auch in den kommenden zehn Jahren ein Engpassfaktor“ bleiben werde. „Deshalb muss dieser Strom möglichst effizient genutzt werden. Und dabei ist die Elektromobilität unschlagbar und wird sich durchsetzen“, sagt Stackmann. Er ist sich sicher, dass Pkw „zumindest in den großen drei Regionen China, USA und Europa“ künftig elektrisch betrieben werden. „Das Thema ist durch, der Drops gelutscht“, zeigt er sich überzeugt.“

Wenn also Ökostrom Mangelware ist, sollte man den Engpass zuallererst angehen. Wir haben ja erst halb so viel Ökostrom, wie wir heute brauchen, um alle Verbraucher, die heute schon da sind mit sauberem Strom zu versorgen. Wenn neue Verbraucher mit den alten Mitteln der Stromversorgung bedient werden, sind sie kein Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes, sondern können mit erheblichem Aufwand gerade mal genauso gut sein, wie vergleichbare moderne Fahrzeuge.

Dass der Drops gelutscht ist und sich das E-Auto als alleiniges Antriebskonzept durchsetzen wird, zweifle ich stark an. Der Stromverbrauch ist relativ gleichmäßig, die Erzeugung aus erneuerbaren ist aber ungleichmäßig. Folglich müssen wir die Energie aus Überschusszeiten für Mangelzeiten zwischenspeichern. Die einfachste Anforderung wäre Speichern des Tagesüberschusses in die Nacht. Die schwierigste Anforderung lautet: Speichern des Jahresüberschuss in die Wintermonate. Dabei kommen immense Kapazitäten zusammen, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht mit Akkus gespeichert werden können. Die derzeitige technisch am meisten wahrscheinliche Variante ist die Speicherung als Wasserstoff pur oder Folgeprodukte wie Methan, Ammoniak, Methanol, Äthanol oder synthetische Kraftstoffe. Darum kommen wir Stand heute nicht herum. Das heißt, um mit der einfachen Aufgabe zu beginnen: wir speichern vom Tag in die Nacht. Wenn also die Sonne untergeht springt die alte Technik, die früher Erdgas verbrannt hat an und verstromt synthetisches Methan oder Wasserstoff. Es werden auch viele Brennstoffzellen gebraucht, die aber auch mit den gleichen Verlusten wie die Erdgastechnik den gespeicherten Wasserstoff in Strom verwandeln. Da aber das Stromnetz absehbar nicht so ausgebaut sein wird, dass es die doppelte oder dreifache Strommenge übertragen kann, die nötig wäre, um alle 100% E-Autos (zukünftig 42 Mill.) tagsüber zu laden, wird der überwiegende Teil der E-Autos nachts am Netz geladen mit Strom aus Brennstoffzellen oder Verbrennungskraftmaschinen, ab und an auch mit Unterstützung der Windkraft. Und nun stellt sich ganz offensichtlich die Frage: Warum muss die Brennstoffzelle im Kraftwerk stehen und kann nicht im Auto sein? Die Wirkungsgradkette ist die gleiche. Wenn man erst beim Strom anfängt, kommt man zu anderen Ergebnissen, als wenn man alles betrachtet.

Im Auto verpufft die Abwärme ungenutzt. Zumindest zum größten Teil und den größten Teil des Jahres. Nur im Winter brauche ich ja überhaupt eine Heizung im Auto. Im Sommer muss ich diese Abwärme immer komplett loswerden. Und da kommt auch schon ein großer Teil der Ineffizienz eines FCEV her. Zudem muss ich jede Kilowattstunde die ich verfahren will, vorher in Wasserstoff speichern. Beim E-Auto speicher ich jede Kilowattstunde die ich verfahre direkt im Akku. Das geht mit viel weniger Verlusten. Außerdem kann ich ein E-Auto mit den Überschüssen die heutzutage bei PV-Anlagen ab 70% abgeregelt werden müssen und somit nicht ins Netz eingespeist werden dürfen laden. Das heißt den gesamten Sommer über kann ich das Auto ohne zusätzliche Belastung von fossilen Kraftwerken aufladen.

Elektroautos die an der heimischen PV-Anlage hängen belasten auch das Stromnetz überhaupt nicht zusätzlich.

Da die komplette Elektrifizierung des Pkw Verkehrs nur 20% mehr Energie bräuchte als heute weiß ich auch nicht wo die zwei bis dreifache Strommenge die das Stromnetz auf einmal transportieren soll herkommen soll. Man kann sich natürlich irgendwas herbei fantasieren was mit der Realität aber leider nicht viel zu tun hat.

Eine Brennstoffzellen Heizung im Eigenheim wäre viel sinnvoller da sie im Winter Strom erzeugt und nebenbei das Haus heizen kann. Aber selbst das ist heute fast unbezahlbar. Anlagen die das können kosten locker 100.000 €. Und wenn man einen Altbau hat und kein Neubau- Null- oder Plusenergiehaus, dann kann man auch die erforderliche Wärmemenge nicht vom Sommer im Wasserstoff speichern. Also ein ziemlich teurer Traum der Autarkie.

Die aktuell erzeugte Überschussleistung aus Windkraft würde reichen um 2 Millionen E-Autos ein Jahr lang zu betreiben. Das heißt dann müsste dieser Strom nicht mehr abgeregelt werden. Und der Speicher wäre sogar schon bezahlt und müsste nicht zusätzlich gekauft werden. Aktuell gibt es aber leider nicht genug E-Fahrzeuge um diesen Strom aufzunehmen.

Du unterschätzt die wird Wirksamkeit von Sektorenkopplung.

Farnsworth

Die aktuelle Überschussleistung aus Windkraft würde theoretisch, rechnerisch reichen, um 2 Millionen E-Fahrzeuge zu laden, wenn Sie genau dann zur Verfügung stünde, wenn Sie die 2 Millionen E-Fahrzeuge aufnehmen können. Ist das so? Hast du genaue Daten? Ich nicht. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär. (mehr dazu findest du in meinem Kommentar zu deinem bei Was bringen die härteren Regeln für Plug-in-Hybride?)
Hat jeder Fahrzeugbesitzer eine eigene PV-Anlage? Ist man dann, wenn die 70%-Abregelung einsetzt vor Ort, um sein Fahrzeug zu laden? Wenn nicht, braucht man einen entsprechend großen Speicher, um es später nachzuholen. Reicht dieser Überschussstrom alleine überhaupt aus?

Ich gehe davon aus, dass heutzutage pro Einwohner ca. 1500kWh/a in den Haushalt geliefert werden. Ein E-Auto würde ich im Mittel mit einem Strombedarf von 3000kWh/a bei 15.000km und einem Verbrauch von 20kWh/100km ansetzen. Bei 43Mill. PKW und 83Mill. Einwohnern hat jede Person im Schnitt 1/2 Auto und damit einen zusätzlichen künftigen Strombedarf von 1500kWh/a womit wir bei einer Verdoppelung wären. Da wir unsere Wirtschaft CO2-frei machen wollen, muss auch der zukünftige Wärmebedarf im Ursprung mit Strom aus erneuerbaren Quellen bedient werden. Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt ca. 45m² je Einwohner. Wenn man mit 140kWh/m² a rechnet, kommt man auf 6300kWh/a. Einige werden Wärmepumpen einsetzen können und damit elektrisch nur um die 2000kWh brauchen, weil sie schon eine Fußbodenheizung haben, andere können oder wollen den Umbau nicht machen, für die scheidet die Wärmepumpe aus und sie brauchen die Energie entweder voll elektrisch oder als Synthesegas über die alte Versorgung. Es ist also sehr wohl damit zu rechnen, dass mindestens das 2-3-fache gebraucht wird. Hinzu kommen noch Übertragungsleistungen bei unterschiedlicher Windlage. Es ist auch die Frage, ob alles autark gemacht werden sollte in jedem einzelnen Haus. Ist heute auch nicht so. Außerdem sind große Anlagen wirtschaftlicher.

Lieber Herr Bader,
Sie fordern von „den Anderen“ Daten, die Sie selber aber auch nicht liefern – so wird das leider nix mit der Glaubwürdigkeit.
Wir und viele unserer Bekannten haben in den letzten Jahren auf PV mit Elektroauto „umgerüstet“ – „Wir“ werden täglich mehr !
Warten wir vielleicht einfach einmal ab – manche Veränderungen brauchen eben etwas Zeit – vor allem im Kopf 😉

Übrigens – Veränderung lebt vom „mitmachen“
nicht vom „nörgeln“

Time will tell

Lieber Herr Powerwall oder Thorsten, wegen des Mitmachens braucht man sich bei mir keine Sorgen zu machen. Vor 23 Jahren hatte ich mein erstes Windparkprojekt in Planung und Bauüberwachung für Wegebau und Fundamente. Mit einigen Unterbrechungen und Hochs und Tiefs setzt sich diese Arbeit bis heute fort. Meine Eltern haben 2 PV-Anlagen, die schon älter als 10 Jahre sind. Auch ich wollte mir kürzlich eine PV-Anlage von Enpal finanzieren lassen. Aber als ich gesagt habe, dass ich keine Eigennutzung betreiben kann, weil das Haus vermietet ist und ich nicht da wohne, haben sie abgewinkt. Die Anlage selbst zu finanzieren ist nicht lohnenswert. Da kommen dann vielleicht 100€ Gewinn im Jahr für eine Einbuße an Bonität, die mir gerade nicht zupass kommt. Hinzu kommt, dass der First in Nord-Süd-Richtung verläuft. Bei mir würde die 70%-Regelung überhaupt nicht greifen.

Die Daten fordere ich nicht, ich stelle einfach nur Fragen, da keine Daten angegeben wurden. Die 70%-Regelung besagt, dass bspw. eine 6kWp-Anlage max. 4,2kW einspeisen darf. Das heißt 1,8kW werden abgeregelt und kommen niemandem zugute oder man nutzt sie eben selbst. Da die 6kW aber nicht immer erreicht werden, wird also auch entsprechend wenig abgeregelt. Man könnte also bestenfalls mit 4 Volllaststunden an sonnigen Tagen im Sommer rechnen, was zu 7,2kWh an vielleicht 60 Tagen führen würde. Wenn es soviel ist und die Anlage diese Größe hätte, dann wäre das vielleicht für einen E-UP ausreichend aber nicht allgemeingültig für Durchschnittsfahrzeuge.


An der Seite wurden über die Jahre immer einige Veränderungen vorgenommen. Wie wäre es, wenn die Daumen hoch und runter gezählt würden und als absolute Zahl dastehen und man sehen könnte, wieviele wofür abgestimmt, statt immer nur die Differenz zu sehen? Für die Werbung wäre das auch nicht schlecht, da sieht man auch, dass die Seite häufig besucht wird.

Danke für den Hinweis Hannes. Ich kläre es Mal ab, ob wir das umsetzen können.

Schon erledigt;) War ne gute Idee!

Herr Bader, Sie sind sehr gut darin zu erklären was nicht geht. Da haben Sie es mit einigem Aufwand schon zu einer richtigen Meisterschaft gebracht. Eine Frage: Sie scheinen ja ein Experte in Sachen Umwelt und wie die Klimaerwärmung zu stoppen ist zu sein, was ist denn Ihr Vorschlag zum Thema Mobilität? Wasserstoff? E-Fuels? weiter wie bisher? bis am St. Nimmerleinstag die Politiker und ihre Einflüsterer endlich (wenn überhaupt) mal vorwärtsmachen und wir es gemeinsam schaffen aus der Fossilen Energie auszusteigen? Darf man dann endlich elektrisch fahren? Oder könnte es sein, dass bis zu dem Tag die Umwelt kolabiert ist? Ich bin gespannt!

Meine Antwort ist ganz einfach. Die Erzeugung von Erneuerbarer Energie so sehr fördern, wie man eben kann einschließlich des Ausbaus der Stromtrassen und der Speicher. Die Verstärkung der Netze ist ganz wichtig, um den Bedarf an Speichern zu begrenzen. Der günstigste Strom ist immer der, der nicht erst zwischengespeichert wird. Speicher sind trotzdem unumgänglich und gehören ins Netz, entweder fest installiert oder wenn sie schon im Auto sind mit dem Netz verbunden, sobald das Fahrzeug steht. Der Zustand, dass E-Autos nachts geladen werden, ist unsinnig in Hinsicht auf die CO2-Vermeidung. Die momentane E-Auto-Förderung hat nichts mit CO2-Vermeidung am Hut. Wenn die erzeugte Menge des grünen Stroms die Marke von 80% übersteigt, dann stellt sich eine zeitliche Verfügbarkeit von 25% ein zu der sich nur grüner Strom im Netz befindet, wenn ich die Stromdaten von Österreich im vergangenen Jahr als Blaupause nehme. Wenn dann E-Autos somit mit 75% konventionellem Strommix und 25% Grünstrom geladen werden, sind sie auch wenn man den erhöhten Aufwand bei der Fertigung berücksichtigt gleichauf mit effizienten Verbrennern worunter ich Erdgasautos, Mildhybride und auch Diesel zähle. Wenn man mit 1kWh grünem Strom 5km a 130g/km eliminiert sind das 650g. Wenn man mit 1kWh grünem Strom 1000g CO2 bei Braunkohle- oder 800g bei Steinkohlestrom vermeidet, ist dass viel günstiger zumal man dazu erst einmal kein aufwendiges Elektroauto braucht. Mir ist es egal, ob wir in Zukunft E-Autos, Brennstoffzellenautos oder die heutigen mit synthetischen Treibstoffen fahren. Wichtig ist, dass es CO2-neutral ist. Entscheidend ist wie bei allen Dingen die Wirtschaftlichkeit und nicht der Wirkungsgrad. Sonst hätte es auch keine Dampfloks gegeben. Manche Technologien funktionieren und werden trotzdem nicht weiterverfolgt. Zeppeline wurden von 1900-1940 gebaut, danach gabs nochmal Cargolifter für einige Jahre, jetzt gibt es nur noch Einzelstücke.

Wer sagt denn, dass e-Autos nur Nachts geladen werden? Und was ist mit Wind, Gezeiten, Geothermischen Kraftwerken? Laufen die auch nur Tagsüber? Was ist mit stationären Stromspeichern wie zb. dem Natrium Ionen Akku? Hier rechnet man mit Kosten von > 30€/kWh Speicherkapazität. Würde heissen mein Stromspeicher mit 100kWh Speicherkapazität würde mich noch um die 4000€ kosten inkl. Installation. Hier muss man fördern und nicht bei PHEV und Dieselkraftstoffen wie es gegenwärtig üblich ist. Dann braucht man auch keinen grossartigen Ausbau von Stromnetzen und Speicherkapazitäten. Und gehen Sie doch bitte nicht andauernd von Zahlen aus der Vergangenheit oder Gegenwart aus. Die Disruption geht unglaublich schnell voran. Der Mensch hat generell Mühe sich nicht lineare Veränderungen vorzustellen. Dazu ist sein Gehirn nicht konditioniert. Aber genau in so einer Zeit leben wir heute. Da haben Menschen wie Sie offensichtlich nicht genügend Fantasie sich das vorzustellen was in zwei, drei Jahren sich verändern kann und auch wird. Das fossile Zeitalter ist gerade dabei abgelöst zu werden. In 10 Jahren werden wir in einer ganz anderen Welt leben. Einer Welt die die Baders dieser Zeit sich einfach nicht vorzustellen vermögen. Sehen Sie sich den AI Event von Tesla ganz genau an. Hören Sie hin und versuchen Sie zu verstehen was da genau gerade vor sich geht. Aber bitte offen und nicht wieder mit dem Hintergedanken das seien wieder nur alles Hirngespinste. Hier wird die Zukunft skizziert. Nicht in zehn, zwanzig Jahren sondern genau hier und heute.

Also ich kann Ihnen die Seite smard de empfehlen, da finden sich alle Stromdaten für wirklich Interessierte. Das ist der Blick in die Realität. Voriges Jahr habe ich da häufig Großhandelspreise von 35,-€ für die MWh gesehen, dieses Jahr kann ich mich nicht erinnern irgendetwas unter 60,-€ gesehen zu haben. Heute 27.08.21 12:30 108,97€/MWh. Wichtiger als die Preise sind allerdings die Anteile an den hellen Farben grün, blau, gelb. Wenn die über die rote Linie gehen, dann ist Grund zum Feiern, das ist leider sehr selten der Fall.

Was mit Wind ist, weiß ich. Er bringt sehr viel grünen Strom auf einmal, dann wieder wenig oder nichts, muss also zwischengespeichert oder breit verteilt werden. Die Genehmigungsverfahren dauern ewig, weil immer jemand dagegen ist. Sehr selten übrigens ein örtlicher Politiker. Planungszeiträume von 3-10 Jahren sind aktueller Stand.

Soviel ich weiß tut sich in Sachen Gezeitenkraftwerken nicht viel. Auch auf dem Gebiet von Wellenkraftwerken ist wenig zu hören. Bei Geothermischen Kraftwerken liegt glaube ich Island vorn, ansonsten ist da hierzulande mehr im Bereich von Wärmepumpen machbar.
Übrigens kann man sich die Stromdaten als csv-Datei herunterladen und mit einer Viertelstundengenauigkeit ansehen, was sowohl nachts als auch tagsüber an grünem Strom eingespeist wird und auch sehen, dass es nachts nie reicht. Das früheste war 8:30, das späteste 16:45. Excel ist dazu hilfreich, eigene Intelligenz reicht, künstliche ist nicht erforderlich. Wundern würde es mich nicht, wenn irgendjemand die Funktion eines WC-Spülkastens demnächst mit künstlicher Intelligenz bewirbt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn es bald bezahlbare stationäre Stromspeicher zu kaufen gibt. Das würde alles ändern, das würde auch dem batterieelektrischem Fahrzeug helfen. Ich frage mich die ganze Zeit schon, weshalb so häufig über die 100$-Grenze auf Akkuebene gesprochen wird, die meisten Akkus aber eher bei 600€/kWh liegen. Was ist da eigentlich los?
Mir mangelnde Phantasie vorzuhalten, verstehe ich nicht. Ich habe weiter unten ausgemalt, wie ich mir vorstellen kann, dass die E-Autos einen Beitrag zur Energiewende leisten können.

@Hannes Bader: Was für komische Berechnungen sind denn das? Ganz einfach: Ich lade meinen Tesla von März bis Ende September ausschließlich aus der PV-Anlage und versorge meinen Haushalt mit PV-Strom. Autarkiegrad in dieser Zeit (einschl. E-Auto) nahezu 100%. Klar, dass ich wenig Strom einspeise, aber das ist mir bei 10 Cent Einspeisvergütung wurscht. Mein Tesla braucht übrigens keine 20 kWh auf 100 km. Im Sommer bin ich bei vernünftiger Fahrweise bei ca. 13 kWh und im Winter auch noch unter 20. Woher kommen denn diese hohen Verbrauchswerte, die immer genannt werden? Das messen doch nur irgendwelche (ADAC-) Tester, die den Fuß nicht vom Strom- und vom Bremspedal bringen.

Der Punkt ist doch der: je mehr Fahrzeuge es gibt, desto mehr Fahrzeuge können auch den Strom aufnehmen. Z.B. wenn es 20 Millionen Fahrzeuge gibt könnten davon zwei Millionen rein rechnerisch komplett von Überschussstrom fahren. Und die wären auch weit über das Bundesgebiet verstreut. Sprich wenn in dem Segment wo die Windkraftwerke stehen gerade 100 Autos am Netz hängen dann haben sie einen Bedarf von einem Megawatt. Würde da kein Fahrzeug stehen müsste das Windrad abgeschaltet werden, weil der Überschuss nirgends hin kann. Und ich kann mich nur wiederholen: Speicher in Fahrzeugen sind schon bezahlt und keine Zusatzinvestition.

Und ja erfreulicherweise bin ich dank Home Office genau dann zu Hause wenn die PV Anlage gerade den meisten Strom liefert und abregelt. Mehrfamilienhäuser sollten in Zukunft auch mit PV ausgestattet werden. Das sollte zur Selbstverständlichkeit werden.

Und selbst wenn die Wärmeversorgung zu einem großen Teil mit Synthesegas gemacht werden würde wäre es sinnvoller diese in einer Brennstoffzellenheizung im Keller in Wärme und Strom zu verwandeln und den Strom in sein Auto zu laden, statt die Wärme ungenutzt in seinem FCEV in die Luft zu blasen. Und dieser Ansatz würde wiederum das Stromnetz entlasten.

Und ja das Netz sollte zum Speichern genutzt werden statt jedes Haus autark zu machen. Man könnte z.B. dezentrale Lavasteinspeicher in Ortsteile stellen.

Das zwei bis dreifache an Strom wird wohl benötigt werden, aber nicht nur für E-Autos sondern für das Rundum-Sorglos-Paket. Da die Energie aber dezentral erstellt wird, wird das Stromnetz insgesamt nicht so stark belastet.

Farnsworth

Noch ein kleiner Nachtrag zu den bezahlten Speichern. Ein BYD 20 kWh Speicher kostet ca. 12500 €. Mit der Förderung war mein E-Up mit 36kWh Speicherkapazität kaum teurer. Natürlich kann er nachts mein Haus nicht versorgen, aber als Überschussstromsenke kann er natürlich dienen. Das gilt natürlich auch für eingespeisten Strom. Erst einen kleinen Speicher für die Nacht laden, dann das E-Auto und erst dann wird eingespeist.

Farnsworth

Ohne zu wissen, wo, wann, wie lange und welche Mengen abgeregelt wurden, kann man keine kluge Entscheidung treffen. Die Daten sind vermutlich für ein Monatsabo im Detail bei destatis abrufbar. Da ich aber das Ganze hier nur als Hobby betreibe, warte ich mal ab und schau, ob ich die Daten in einer Sekundärpublikation oder auf smard de kostenlos finde. Eins ist jedenfalls sicher, dass das Platzieren von weiteren 20 Millionen E-Autos in dem Netz, was wir heute haben, den CO2-Ausstoß nicht senkt, sondern erhöht. Zum Einen durch die energieintensivere Produktion und zum anderen durch den konventionellen Strommix, der entweder rechnerisch 18 Millionen Fahrzeuge das ganze Jahr zu 100% versorgt oder alle 20Millionen zu 90% für den Rest des Jahres. Speicher in E-Autos sind zwar bezahlte Speicher nützen aber dem Netz so wie es jetzt ist, überhaupt nichts. Warum nützen diese Speicher heutzutage nichts? Die Speicher im Auto sind reine Verbraucher. Sie kommen ans Netz und fordern Strom an, das Netz muss sofort liefern. Tut es auch mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Das Netz selbst ist kein Speicher. Man kann also nicht mittags PV-Strom einspeisen und diesen nachts abrufen. Der PV-Strom von mittags wird mittags verbraucht, abends muss neuer Strom produziert. Es gibt Speicher im Netz, aber die reichen nicht mal aus, um alle Verbraucher, die vor den E-Autos schon da waren für 3h, zu versorgen. Wer also in einer windarmen Nacht lädt, bekommt Strom aus den fossilen oder nuklearen Speichern. Das ist einfach so, abgesehen von den geringen Mengen des eigenen Hausspeichers. Um ein funktionierendes System aufzubauen, dass im Sommer nahezu 100%-ig mit Ökostrom betrieben werden kann, muss eigentlich jedes E-Auto, dass sich nicht bewegt am Stecker sein. Laden ist vorwiegend tagsüber angesagt, überwiegend nicht nach dem Willen des Nutzers, sondern nach dem Bedarf des Netzes. Nachts wäre überwiegend Entladen nach dem Bedarf des Netzes angesagt. Damit das funktioniert wären also mindestens 40 Millionen Netzanschlusspunkte, an den der Strom in beide Richtungen fließen kann nötig. Es sind aber vermutlich eher mehr als 50 Millionen, da manche Punkte nur tagsüber und andere nur nachts genutzt werden. Das wird eine riesige Materialschlacht und auch eine wahnsinnige Abrechnungsorgie. Dazu bilden diese Daten dann noch ein Bewegungsmuster von 43 Millionen PKW oder Menschen ab. In der Zeit von 17.00 bis 7.00 kommen schnell 500GWh und mehr zusammen, Wenn 40 Millionen PKW an dieser täglichen Übung teilnehmen, hätten diese bei 50kWh nutzbarer Akkukapzität eine Gesamtspeichervolumen von 2000 GWh. Jeder Akku hätte also bis auf die Wolkentage täglich 0,25 Ladzyklen zu verrichten. Das wäre erstmal das Sommerszenario.

Wir werden die Kapazitäten der erneuerbaren Energien sowieso
überdimensionieren müssen. Da momentan nur noch erneuerbare Energien zugebaut werden und keine konventionellen Kraftwerke mehr werden diese auch nach und nach aus dem Strommix verschwinden. Eventuell kann man ja ein paar bestehende Kohlekraftwerke in große Lavasteinspeicher umbauen. So kann man diese schon gebauten Kraftwerke einer sekundären Nutzung zukommen lassen.

Im April 2021 waren 365.000 BEV zugelassen. Der durchschnittliche Verbrauch liegt laut Spritmonitor bei 16,8 kWh/100 km. Bei durchschnittlich 14000 km pro Fahrzeug beträgt der Strombedarf dieser gesamten Flotte 858 GWh.

Im Jahr 2020 wurden 4.801 MWp Photovoltaik installiert. Man rechnet ungefähr mit 1000 kWh/kWp. Also einen Ertrag von 4.801GWh alleine von der zugebauten PV-Leistung. Das heißt der Zubau an PV kann alleine schon den über 5fachen Bedarf der Bestandes (nicht des Zuwachses!) an E-Autos abdecken. So viel zu dem abgedroschenen Argument, E-Autos wären ja neue Verbraucher, die nur auf Kohlekraft liefen. Wir könnten also 5 mal so viele Fahrzeuge jährlich zulassen um alleine den PV-Zubau aufzufressen. Dass E-Fahrzeuge Kohlestrom laden müssen ist aber kein Problem der Autos, sondern der Kraftwerke. Diese ollen Dinos lassen sich nämlich nur schlecht regeln.
Wären sie besser regelbar wäre es doch völlig egal, ob das Auto tagsüber lädt oder nachts. Ob das Kraftwerk, was im Hintergrund sowieso läuft jetzt Tagsüber 6,5kWh mehr liefern muss oder nachts ist doch völlig unerheblich. Das wird erst relevant, wenn wir in Regionen kommen, wo die ollen Kohlekraftwerke sowieso nichts mehr liefern würden, weil genug erneuerbarer Strom im Netz ist.

Ja,.da sind noch große Lücken, aber die werden immer kleiner.

Farnsworth

Es haut mich ziemlich um, dass du ernsthaft denkst, dass es Ziel der Änderung ist, die Verbrennung von fossilen Energieträgern im Kraftwerk ablaufen zu lassen, um dann mit diesem Strom eine saubere E-Mobilität betreiben zu können. Was ist das denn für ein Unfug? Damit ist allenfalls lokale Emissionsfreiheit erreicht, aber der CO2-Ausstoß ist der gleiche. Es hat nur eine örtliche Verschiebung und teilweise Erhöhung des CO2-Ausstoßes zu einem hohen Preis und Verringerung des Komforts bei der alltäglichen Handhabung stattgefunden.
Ein weiterer Irrtum ist, dass du einfach annimmst, dass der Zubau an PV-Anlagen in allererster Linie dazu dient, den Verkehr CO2-frei zu machen. Erneuerbare Energie soll die fossilen Energieträger ablösen in allen Bereichen. Die erneuerbaren Energien wurden schon eingespeist, da gab es vielleicht nur eine Handvoll selbstgebastelter E-Fahrzeuge.
Die Lücke zwischen Strombedarf und Lieferung von Erneuerbaren wird langsam kleiner, wird aber durch neue Verbraucher vergrößert. Ist einfach logisch. Deshalb sehe ich die Wichtigkeit darin, den Stromsektor zuallererst vom CO2-Ausstoß zu befreien, da das einfacher, billiger und doch schneller gehen kann. Einfacher heißt nicht einfach, aber eben leichter als im Verkehrssektor. Das ist eine harte Nuss und zwischen 0% Erneuerbare und 47% 2020 sind 25 Jahre vergangen.
Die Geschichte mit dem Lavasteinspeicher habe ich mir angesehen. Da wird von einem Wirkungsgrad von 22% gesprochen. Das Ganze ist aufwendig in Hinsicht auf Größe und Gewicht und reicht auch nur als Kurzzeitspeicher. Da sind Wasserstoff und seine Folgeprodukte aussichtsreicher, vor allem hinsichtlich der Speicherung über lange Zeiträume. Ich habe ein Papier der Bundesregierung gelesen, da wird von einem Ausbau der Gasspeicher auf 380TWh ausgegangen. Realisiert waren 2013 230TWh, die anderen 150TWh waren zu diesem Zeitpunkt entweder in Planung oder im Bau.
Gestern Abend habe ich mir erstmals den Spritmonitor angesehen. Der überzeugt mich überhaupt nicht. Als ich alle Fahrzeuge anzeigen ließ kam 16,29kWh/100km raus. Dann habe ich die Leistung auf 50-2000kW eingeschränkt, der Wert änderte sich auf 16,82. Man findet einige Fahrzeuge unter 1kWh/100km, Fahrräder und Motorräder waren dabei. Die Datenbasis ist zwar breit, zum Teil aber fehlerhaft. Man kann auch nicht sagen, ob die E-Fahrzeuge den Querschnitt der Fahrzeugklassen hinsichtlich ihrer Größe abbildet, da eventuell mehr kleine Fahrzeuge vor allem als Zweitwagen zugelassen werden. Ich werde bei meinen Überlegungen bei 20kWh/100km als Durchschnittswert bleiben.

Wir haben heute nunmal keine 100% erneuerbare Energien. Das ist Wunschdenken. Wir brauchen eine Regierung die das mal schneller anschiebt. Solange der Zubau an EE größer ist, als der Bedarf der neuen E-Fahrzeuge sehe ich da überhaupt kein Problem. Anzunehmen, dass es von 46% EE bis 100% EE nochmal 25 Jahre dauert ist wohl angesichts des Handlungsdrucks durch die Klimakatastrophe nicht anzunehmen. In 25 Jahren sind wir bei 100% trotz weiterer Verbraucher

Mein vorheriges Auto hat 5,3l Benzin/100km verbraucht. Bei 14.000km im Jahr also 2,1t CO2 (wenn man auch noch die Vorletzte betrachtet). Mein aktuelles Auto braucht mit Verlusten ca. 14,5kWh/100km. Beim aktuellen Strommix mit 400g/kWh also 0,8t CO2/Jahr. Wenn demnächst noch meine PV-Anlage am Start ist und ich ca. 70% des Bedarfs durch eigenen Strom beziehe und die PV-Anlage mit 50g/kWh ansetze komme ich auf 0,26t/Jahr und bin damit bei einem Achtel des vorherigen Ausstoßes, bei einem deutlich gestiegenem Komfort. Ich weiß nicht, wo immer die Mär vom Komfortverlust herkommt. Das ist selbst im Urlaub kein Problem gewesen. Ich war fern ab eigener Ladeinfrastruktur und hatte immer ein volles Auto, wenn ich es brauchte. Ich bin neulich mal wieder Motorrad gefahren und fand es völlig befremdlich an eine Tankstelle fahren zu müssen. Von dem Gestank ganz abgesehen.

Bzgl. Spritmonitor rechne ich immer mit 16,8, weil ich auf PKWs filtere. Wenn da 3 Fahrräder dabei sind macht das den Braten nicht fett. Mein Twizy hat 11kW und ersetzt einen Verbrenner vollständig. Mit Deinem Filter hat Du solche Fahrzeuge unsinnigerweise ausgeschlossen. Der ersetzt nämlich auch einen Verbrenner mit 6l/100km. Obwohl sich am Endergebnis nicht viel ändert.

Die Annahme mit den Zweitwagen ist übrigens hinfällig. Die Erfahrung sämtlicher Leute, die ich mir E-Auto als Zweitwagen kenne ist, dass sie ihren Verbrenner nach Erwerb des E-Autos nur noch im Ausnahmefall benutzen. Selbst wenn deutlich mehr kleinere Autos als Zweitwagen gekauft werden, werden diese zum Hauptauto mutieren. Niemand hat Bock in einen Verbrenner zu steigen, wenn er auch E-Auto fahren kann.

Sieh es ein. Der Drops ist gelutscht. In 10 Jahren wird keiner mehr neue Verbrenner mehr vorstellen.

Farnsworth

In Deiner Berechnung wurde vergessen, dass die heutige Verbrennertechnologie ebenfalls Strom benötigt. Anstatt den produzierten Strom gleich in das Auto zu „tanken“, muss der Strom für Verbrennungsmotoren zusätzlich genutzt werden,…

…um das Öl von A nach B zu fördern (z.B. durch Pumpen)
…um es zu raffinieren
…um den Diesel bzw. das Benzin wieder von der Raffenerie zur Tankstelle zu bringen und dort wird der Sprit wieder mittels Pumpen in das Auto gefördert.

Laut Deiner Aussage müsste zusätzlich zu den 43Mio. gerade existierenden Fahrzeugen die gleiche Menge an E-Fahrzeugen hinzukommen. Und das ist bestimmt nicht der Fall.

Ich habe nicht gesagt, dass 43 Millionen zusätzliche E-Autos hinzukommen sollen. Ich wüsste nicht wo.

„Bei 43Mill. PKW und 83Mill. Einwohnern hat jede Person im Schnitt 1/2 Auto und damit einen zusätzlichen künftigen Strombedarf von 1500kWh/a womit wir bei einer Verdoppelung wären.“

Du gehst hier von einer Verdoppelung des Strombedarfs aus, was nicht stimmt, da du einfach den Strom, den E-Fahrzeuge benötigen, einfach drauf rechnest. Du vergisst, dass der Strom, der für ein Verbrenner benötigt wird (siehe oben) abgezogen werden müsste.
Bei Deiner Berechnung müsste man davon ausgehen, dass entweder…
… die Verbrenner kein Strom benötigen oder…
… zu den Verbrenner zusätzlich die E-Autos hinzukommen.

Beides entspricht nicht der Realität.

Die Infrastruktur für diese Verbrenner ist aber seit vielen Dekaden, flächenddeckend da. Wer meint allen Ernstes, diese giagntische Infrastruktur würden wegen Akku-Autos einfach so verschwinden. Da hätten sogar die Norweger ein massives E-Mobititätsproblem und nicht nur die. Bei diesen BEVs wurde vergessen, dass OHNE Erdöl gar nix geht und man zuerst einaml Alternativen finden und errichten muss. Das aber kann mindesten1-2 Jahre oder viel Dekaden dauern. Inzwischen ist der Planet verglüht. Er hat nämlich Fieber…

Seht ihr Meixner und Bader eigentlich die Realität nicht? Ihr versucht hier mit allerlei Tricks und Zahlen die Elektromobilität für jeden Murks der heute in der Energiepolitik verbrochen wird verantwortlich zu machen. Wir können nicht zuwarten bis die Politiker und ihre aus der Erdöl und Autoindustrie stammenden Lobbyisten zur Überzeugung gelangen endlich aus dem Fossilen Zeitalter umzusteigen. Weil da können Sie lange warten. Es muss jetzt endlich der Finger aus dem Hintern gezogen werden und auf allen Ebenen vorwärts gemacht werden. Elektromobilität ist nicht der einzige Problemkreis, soviel ist klar. Aber alles hängt zusammen und man kann nicht auf das eine verzichten um zuzuwarten das etwas anderes eventuell vielleicht kommen könnte/würde. Diese bornierte Haltung können wir uns einfach nicht mehr leisten! Egal mit wie vielen Haarspaltereien Sie hier zu beweisen versuchen das Elektromobilität des Teufels, falsch und nicht machbar sei. Wir haben nicht die Zeit weiterhin solche Spielchen zu spielen.

Tricks und Zahlen?
Schauen Sie eigentlich aus dem Fenster und sehen die Wirklichkeit NICHT? Welche maschinen dort draußen leifern die Energei, die man zueiner angenblichen Wende unabdingbar braucht? Haben Sie Akku-Coargo-Schiffe? NEIN! Kein einziges Schiff, welches in der Lage ist Oceane mit > 10.000 Containern zu überqueren. Hier haben Sie einder der passenden Apps dazu: https://www.marinetraffic.com/de/ais/home/centerx:-157.1/centery:37.4/zoom:2 .
Wo sind die unzähligen Trucks OHNE Diesel? Wo sind die paar H2-Trucks und Trucks mit Akkus? Kaum vorhanden. Wo sind die AKKU-Bagger und Baumaschinen? Was man braucht Dieselbagger, um Kabel zu vergraben, um Rohstoffe auch für BEV zu 2exhumieren“? Gibt ’s doch nicht oder doch? Erklären Sie einem Kleinkind, wie es BEV und Akkus machen kann, OHNE Diesel. Bis heute haben Leute wie Sie KEINE Lösung! GAR KEINE! Warum nicht? Zu viel Auto gespielt?

@Helmut Meixner: An meiner Baustelle funktioniert kein einziger Kran mit Diesel. Alle diese Baumaschinen werden elektrisch betrieben. Herr Meixner: Sie sind hier in einem Elektroautoforum! Akzeptieren Sie das doch endlich!

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