Europa: Mehr als 25 E-SUV-Modelle zur Auswahl; Absatz dennoch rückläufig

Europa: Mehr als 25 E-SUV-Modelle zur Auswahl; Absatz dennoch rückläufig

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Im Jahr 2021 scheint der Anteil an vollelektrischen SUV- und Crossover-Modellen in Europa weiter zu wachsen. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen. Im Februar dann ein erster, kleiner Dämpfer beim Absatz von E-SUV und Elektro-Crossover. Im März wieder ein leichter Aufschwung. Und dennoch lässt sich festhalten E-SUV und -Crossover haben es nicht mehr ganz so leicht. Trotz großer Auswahl am Markt.

SUV beziehungsweise Crossover machten weiterhin knapp ein Drittel aller in der Region zugelassenen Elektroautos aus. Sowohl im März (29,0%) als auch im ersten Quartal 2021 (29,9%) aufsummiert. Sprich, fast jedes Dritte E-Fahrzeug, welches bis Ende März zugelassen wurde, war ein E-SUV oder Elektro-Crossover. Abermals dürften sich die (Vor-) Bestellungen des XC40 von Volvo bemerkbar machen, welcher mit dem C40 Recharge nun einen weiteren Stromer im Crossover-Segment zur Seite gestellt bekommen hat. Aber auch die anderen, über 25 E-Modelle in diesem Segment tragen dazu bei, dass Elektro-SUV und E-Crossover am Beliebtesten sind. Wenn auch leicht rückgängig.

Dies dürfte sich wohl aber künftig wieder ändern. Denn vor allem die E-Autos aus dem VW Konzern, wie der VW ID.4, ID.5 und Audi Q4 (der Q4 Sportback folgt) werden weiterhin auf das Wachstum des SUV-/ Crossover-Segments einzahlen. Spannend hierbei ist die Tatsache, dass der ID.4 in vergleichbaren Stückzahlen zum ID.3 vom Band läuft. Zudem steht auch noch die Markteinführung des Tesla Model Y aus, welches wohl für sich alleine betrachtet, einen massiven Nachfrageschub auslösen dürfte.

Aus dem Segment der Untere Mittelklasse ist jedoch weiterhin der Wunsch nach Absatzwachstum zu verspüren. Wenn auch nicht mehr ganz so stark. War dieser in den Vormonaten stark getrieben durch den VW ID.3, welcher es Ende des Jahres 2020 auf 55.003 Einheiten brachte, zeigt sich Ende des ersten Quartals ein anderes Bild. Bis Ende März brachte es der MEB-Stromer auf 11.417 Zulassungen in Europa. Wurde hierbei nur noch vom Renault ZOE (12.203 Einheiten) überholt. Zumindest, wenn man deren Segment betrachtet.

Der Near-Executive-Sektor stieg im März auf knapp unter jedes vierte Modell im März (17,2% Q1), dank dem gestiegenen Absatz des Tesla Model 3 zum Quartalsende. Dieses alleine brachte es auf 30.451 Zulassungen im ersten Quartal 2021. Sprich, Tesla konnte mit seinem Massenstromer absetzen, als Platz Zwei (ZOE) und Drei (ID.3) im Ranking gemeinsam. Eine Ansage. Der sogenannte „Basic“-Sektor war im Absatz leicht rückläufig, erfährt aber vor allem in Deutschland eine hohe Nachfrage, da sich hier die Kaufförderung aus Umweltbonus und Innovationsprämie am stärksten bemerkbar macht. Das Segment der Kleinwagen lag mit 14,4% gar nicht so fern vom Basic-Segment, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 (2.986 Einheiten) sowie den Opel Corsa-e.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar bis März 2021

  • Basic – 16,9 Prozent
  • Kleinwagen – 14,4 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 17,9 Prozent
  • Near Executive – 17,2 Prozent
  • SUV/Crossover – 29,9 Prozent
  • Luxusklasse – 2,20 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,40 Prozent
  • Sonstige – 1,10 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report Edition 03.2021 Q1 March

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ein verringerter BEV-SUV-Absatz dürfte wohl weniger an einem Umdenken liegen, als eher an den mangelhaften Reichweiten dieser Fahrzeuge. SUV sind Fahrzeuge, die viel gefahren werden und sich dabei Reichweiten unter 400km negativ auf das Konsumerverhalten auswirken.
Die Hoffnung auf ein Umdenken gibt’s nicht. Wenn die Reichweiten der Batterien steigen wird sich dies beim Absatz von großen schweren Fahrzeugen bemerkbar machen.

Stimmt nicht so ganz. Die meisten E-SUVs der Rentner bei uns werden nur zum Einkaufen beim Aldi und für die Fahert zum Arzt und zur Physiotherapie genutzt. Hauptsache man sitzt hoch und hat nen Panzer und kann in der Nachbarschaft angeben.

Echte SUV sind schwerer als 2’000 kg und kosten über 45’000 Euro. Langstrecken-BEV sind auch über 2’000 kg und kosten über 45’000 Euro. Der von Ihnen beschriebene ‚Rentner-SUV‘ ist 1’400 kg schwer und kostet 30’000 Euro.
Also, wer gibt hier mit was bei der Nachbarschaft an?

Yoyo, die „Rentner“ brauchen sich nix mehr zu beweisen, die Angeberei ist ebenfalls nicht jedermann Sache… Die Kisten sind bloß ein Mittel zum Zweck: höher, simpler, am besten mit FSD ,(AD)
“ I don’t want 2fall down, i like 2slide in…“ That’s it .

Es gibt auch Menschen die aus gesundheitlichen Gründen einen bequemen und hohen Einstieg brauchen. Ich habe mir extra ein E Auto gekauft, was niemand kennt aber stattdessen im Bereich Preis/Leistungsverhältnis ganz weit vorne ist. Die Anforderungen an ein Fahrzeug sind eben so verschieden wie die Menschen.

Wo fahrt Ihr denn immer alle hin?
>99% meiner Fahrten liegen unter 200km. Die 260km meines E-Ups reichen also bis auf absolute Ausnahmen völlig aus. Und in diesen Ausnahmen kann ich auch mal 30 Minuten Pause an einer Ladesäule machen.

Zugegeben ist ein E-Up aber auch kein Auto mit dem ich nach Italien fahren wollte. Ein Tesla Model 3 wäre da wahrscheinlich das geeignetere Vehikel.

Farnsworth

Die Reichweite ist nicht ein reales Problem. Die Menschen denken nun mal nicht rational. Ein Auto wird auch heute noch eher aus emotionalen Gründen ausgewählt. Je unsicherer die Zeiten empfunden werden desto grösser der Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit. Genau das vermitteln grosse dominante SUVs. Das hat weniger mit mit gesteigertem Geltungsbedürfnis zu tun.

E-SUV werden trotzdem gekauft. Sie sind bloß nicht lieferbar. Ich finde Autos mit niedrigen CW-Wert besser, doch leider gibt es da nur wenig Auswahl. Mein Traum wäre Mercedes Bionic Car oder Schlörwagen elektrisch motorisiert.

Captain, richtig erkannt, da kann es sich nur um den Zoe handeln. Der SUV Markt wird wieder steigen sobald die neuen Elektrischen zügig vom Band laufen.
Ein Funken Wahrheit:
E Autos sind recht als Kleinwagen in der Stadt.?
Die optimale Batteriegrösse von ca 60 KWh wird sich einpendeln. Darüber öffnet sich die Schere augenfällig.
Noch höher darüber, wird der Batterieeinsatz, egal wieviel kleiner und billiger die noch werden, immer fraglicher.Vor allem im grösseren Fahrzeugbau.
Hat jemand das E Rennen in Rom verfolgt, auch dort lernt man.
Abgegebene Leistung vom Akku wird dauernd überwacht und der Einsatz auf 45 Minuten begrenzt.
Der Schlaumeier Schlotterer wurde wegen nicht Befolgung zurückgepfiffen.Glänzen konnte Jaguar.

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