E.ON-Analyse: E-Autos könnten 2030 mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 einsparen

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 1550458109

Geht es nach einer aktuellen Analyse von E.ON gehen steigende Zulassungszahlen von E-Autos sowie deutliche CO2-Reduktionen Hand in Hand. Selbst unter der Verwendung des aktuellen Strommix haben E-Autos 160.000 Tonnen CO2 eingespart. Wenn diese nur mit Ökostrom geladen worden, wären es rund 330.000 Tonnen CO2-Einsparung gewesen.

„Alle rein elektrisch betriebenen Autos, die 2020 auf Deutschlands Straßen unterwegs waren, haben nach unseren Auswertungen im vergangenen Jahr potenziell rund 330.000 Tonnen CO2 eingespart“, erklärt Filip Thon, Vorsitzender Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland. Hinter dieser Aussage/ Betrachtung steckt die Annahme, dass die E-Fahrzeuge mit Ökostrom geladen wurden und an ihrer Stelle entsprechend weniger neue Verbrenner-Pkw auf der Straße waren. 12.000 km Fahrleistung wurden hierbei zugrunde gelegt.

Zur Berechnung an sich ist anzumerken, dass von einem durchschnittlichen und gleichbleibenden Stromverbrauch eines Elektroautos von 20 kWh/100 Kilometer ausgegangen wurde. Für neue Verbrenner-Pkws wurde für 2020 mit durchschnittlichen CO2-Emissionen von 138 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilometer gerechnet, die sich bis 2030 auf knapp 127 Gramm reduzieren. Diese Betrachtung als Basis genommen, sowie die Tatsache, dass bei Ökostrom mit 0 g/CO2 km gerechnet wurde; beim aktuellen Strommix mit dem Bundesemissionsdurchschnitt, wäre man selbst mit diesem auf eine Einsparung von 160.000 Tonnen CO2 im vergangenen Jahr gekommen.

Die E.ON Analyse offenbart zudem, dass für dieses Jahr ein weiterer deutlicher Zuwachs der E-Autos in Deutschland erwartet. Deren Zahlen als Grundlage genommen, sollte die gesamte E-Auto-Flotte in Deutschland 2021 in der Lage sein rund 760.000 Tonnen CO2 im Vergleich zu Verbrennern einsparen, wenn komplett mit Ökostrom geladen würde. Setzen sich die Zulassungen der E-Autos wie erwartet fort und werden die Zulassungsziele für reine E-Pkw bis 2030 erreicht, könnte eine E-Auto-Flotte aus 8,5 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2030 sogar 12,05 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn der Fahrstrom aus erneuerbaren Energien stammt. Beim regulären Strommix läge die Einsparung immerhin noch bei mehr als 7 Millionen Tonnen.

Quelle: E.ON – Pressemitteilung vom 21. April 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „E.ON-Analyse: E-Autos könnten 2030 mehr als 12 Mio. Tonnen CO2 einsparen“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Entscheident ist wie viel CO2-Emissionen Elektroautos kumuliert bis 2038, dem Ende der Kohleverstromung, einsparen. Wenn erst ab da auf Elektromobilität umgestellt wird, wie von vielen Kritikern der Elektromobilität gefordert, wären die CO2-Emissionen in der Größenordnung von 800 Mio.Tonnen höher, gegenüber der aktuellen Entwicklung. Bei beschleunigter Energie- und Mobilitätswende könnten Einsparungen von etwa 1,5 Milliarden Tonnen CO2 erreicht werden.
Noch eine Anmerkung: die CO2-Emissionen von Ökostrom liegen aktuell bei etwa 20-40 g CO2/kWh. Gehen aber sukzessive auf Null. Im europäischen Flottenverbrauch werden Elektroautos mit Null angesetzt, damit die EU-Vorgaben erreicht werden können. Eigentlich kommt diese Berechnung dem Absatz von Fahrzeugen die fossil betrieben werden entgegegen. Was viele Kritiker der Elektromobilität falsch verstehen: hier werden nicht Elektroautos schön gerechnet, sondern der Flottendurchschnitt für Verbrenner gesenkt.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Lexus stellt mit ROV Concept ein Wasserstoff Offroad-Buggy vor
VDA Ladenetz-Ranking: „Wir brauchen mehr Tempo“
VW-Pläne: Bald Elektro-Cabrio aus Osnabrück?
1
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).