Enthüllung bei Tesla: Video Autonomes Fahren war Fake

Enthüllung bei Tesla: Video Autonomes Fahren war Fake

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Teslas Autopilot, welcher so in Deutschland nicht mehr genannt werden darf, da er irreführende Werbung sei, war wohl zu Beginn nicht so gut, wie man zunächst gedacht hatte. Ein Video eines selbstfahrenden Teslas von 2016 stellte sich jetzt als Fake heraus, wie mehrere Ex-Mitarbeiter von Tesla nun zu verstehen gaben. Dies rückt die damalige Berichterstattung nun in ein nicht so ganz positives Licht.

Vor allem, wenn man bedenkt wie Tesla-CEO Elon Musk seine Fahrzeuge als wahre Wunderwerke der Technik anpreist, welche durchaus als perfekte Symbiose aus Mensch und Maschine gelten. Teilweise wird er damit recht haben. Allerdings, im Jahr 2016, als das Fahrassistenzsystem „Autopilot 2.0“ erstmals beworben wurde, war dies eben noch nicht der Fall. Gezeigt wurde damals, wie auch noch heute auf deren Webseite, ein Tesla-Cockpit und Fahrer, welcher seine Hände in den Schoß legt, während der Stromer weiterfährt. Durchaus ein Durchbruch für voll autonomes Fahren. Oder!?

Wohl er nicht. Denn zumindest 2016 war das Video zum großen Teil gestellt, wie diverse Ex-Mitarbeiter in einem umfassenden Interview gegenüber der „New York Times“ nun offenbarten. 19 ehemalige Angestellte sprachen unter dem Deckmantel der Anonymität mit der US-Zeitung, darunter waren allein acht zuständig als Ingenieure für den „Autopilot 2.0“. Geht es nach den Befragten stand dem Testfahrzeug nicht nur eine digitale 3D-Karte zur Verfügung – etwas, das es normalerweise nicht gibt – sondern wäre auch stellenweise an die Fahrbahnbegrenzung gestoßen. Sogar ein Unfall auf dem Werksgelände soll es gegeben haben.

Dem Betrachter des Clips wird allerdings suggeriert, dass der Tesla im Video spontan und ohne Fahrer unterwegs ist und die Technik dabei reibungslos funktioniert. Zudem offenbarten die Ex-Mitarbeiter, dass der Name „Autopilot“ damals intern auf Widerstände stieß, da er eine Leistung suggeriert, die von der Technik her gar nicht möglich ist. Eine Schlussfolgerung, welche auch die Gerichte hierzulande getroffen haben. Daher kam auch der Vorschlag von den Ingenieure das System eher „Co-Pilot“ zu taufen. Was Musk allerdings ablehnte.

Bis heute sei die Technik umstritten. Denn der Hersteller sei in Sachen Hardware bei seinen Fahrassistenzsystemen eher sparsam unterwegs und setzt lediglich auf Kameras und die KI des verbauten Computers. Sicherheitsbedenken wurden laut den Ex-Mitarbeitern vom Firmenchef Elon Musk locker vom Tisch gewischt und zugunsten von Marketing und Optik ignoriert.

Quelle: t3n.de – Ex-Mitarbeiter enthüllen: Tesla-Video von 2016 war Fake

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Der Artikel bekräftigt mich unsere Kindergärtnerin nun doch vor den Kadi zu ziehen.
Die erzählt ernsthaft den Kindern es gäbe einen Weihnachtsmann, der auch noch mit Rentieren durch die Luft fliegt. So ein Blödsinn, der soll auch noch für alle Kinder da sein. Als nächstes kommt sie dann mit Osterhasen, wie lächerlich :-)
Realität und Werbung sind doch nun wirklich zwei Paar Schuhe.
Weder stimmt die Sache mit der Umbenennung des Autopiloten, noch einen Schluss aus Werbevideos zu ziehen, welche sowieso überzogen sind.
Bei manchen fahren weiße Autos im Kreis und wollen für deren Umweltschutz werben, der nicht existiert, dann stehen Kinder neben einem BEV und fangen an zu zaubern.
Welche Botschaft will uns der Autor mitteilen.

Last edited 9 Monate zuvor by Peter Bigge von Berlin

Das schreibe ich hier stets: Tesla besteht zu 80 % aus Fake und Übertreibungen. Der Mensch an sich ist nicht schlau, also findet man Opfer. Gerade im Boom. Aber die Disruption, die Teslafans beim Antriebswechsel verorteten, kommt erst mit dem autonomen Fahren. Dort ist Tesla in der Sackgasse und abgehängt. Nur Kameras…sagt sogar Teslafan nextmove.

Mich überrascht das überhaupt nicht. Da wird früher oder später noch mehr ans Tageslicht kommen, was nicht stimmt. Der Autopilot ist natürlich auch immer ein großer Faktor für die Bewertung von Tesla gewesen, früher mal 7000$ extra, jetzt 10.000$. Was ist mit Robotaxis? Irreführung der Anleger, usw. Da sollte man drüber nachdenken. Time will tell wie es hier immer mal wieder heißt.

Kleine Info an alle Tesla Hater:
Einfach mal auf YouTube schauen, was ein Tesla heute so kann, noch besser einfach einmal mitfahren – am besten in den USA
ganz nach dem Motto: BILD dir Deine Meinung
;-)
PS
Immerhin darf Mercedes nächstes Jahr auf 16000 km Autobahn Level 3 versuchen ;-)
Bin gespannt, wann das erste Video eines deutschen Herstellers zu sehen sein wird, wie seine Fahrzeuge in San Francisco so zurecht kommen – und zwar nicht auf Straße, die nicht in HD im System hinterlegt sind
;-)

Süß finde ich es, dass Mercedes ein Mikrofon einbaut um, Einsatzkräfte zu erkennen – immerhin lernen Sie offensichtlich aus den Stolpersteinen die der Vorreiter des autonomen Fahrens während der Weiterentwicklung auf dem Weg zu einer neuen Technologie überwunden hat ;-)

Time will tell

Betrug ist immer eine Sauerei… auch bei Tesla, auch bei Porsche, VW, Audi, BMW, Mercedes… Warum fahre ich wohl kein Deutsches Vehikel? Weil auf einer Skala von 1 bis 10 bei mir ab 9,9 Schluss ist. Tesla liegt mit diesem Video auf 3,0.

Der Unterschied zwischen Tesla und den alten OEM ist die Art der Kommunikation. Tesla lehnt sich hier ziemlich weit aus dem Fenster. Während der hippe Newcomer Tesla bei seinen potentiellen Kunden weitgehende Narrenfreiheit genießt, kann es sich ein Weltkonzern wie VW, Mercedes oder BMW nicht leisten den guten Ruf in Sachen Produktreifegrad zu ruinieren.

Ein Beispiel: Audi kündigte an, dass der neue A8 nach Level 3 autonom fahren könne. Das ist ein Standard der zertifiziert werden muss. Im April 2020 hat Audi die Zertifizierung aufgegeben. Scheinbar reicht die verbaute Technik nicht für Level 3 aus. Man hätte sich natürlich auch die Zertifizierung sparen können und erzählen können, dass das Auto autonom fährt. Dass es das manchmal nicht kann, muss der Fahrer dann hinkriegen (also so wie bei Tesla). Und der Autopilot ist meines Wissens nach auch nur Level 2.

Der Autopilot vom alten Modell S kann selbsttätig die Spur wechseln. Der Fahrer muss dafür einen Blick in den Rückspiegel werfen und mit einem Tip auf den Blinker bestätigen, dass da gerade keiner mit 250km/h angerauscht kommt. Nur: für diese Funktion bräuchte man eigentlich einen Blinkerschalter der ASIL D zertifiziert ist (Fehlfunktion kann zum Tod mehrerer Personen führen). Da Tesla damals aber Blinkerschalter von Daimler verbaut hat, die maximal ASIL B abgesichert waren, ist die Funktion zumindest fragwürdig. Solange keiner zu Schaden kam ist ja alles okay, aber wenn sich jetzt Unfälle häufen würden, die Fragen aufwerfen würden, würde sich irgendwann die Frage auftun, wer das abgesegnet hat. Es funktioniert offensichtlich trotzdem ist aber rechtlich dünnes Eis.

Hätte ich Geld für FSD ausgegeben, wäre ich wahrscheinlich mittlerweile ziemlich ungehalten.

Tesla kann man zugute halten, dass sie mit dem Fortschritt den sie offen zur Schau stellen(es gibt ja genug Tech Videos auf YouTube), Lust auf mehr generieren und den Markt antreiben. Die herkömmlichen OEM machen ja immer ein großes Geheimnis aus ihrem Tun, in das man durch Demos nur Stichprobenartig Einblick erhält.

Farnsworth

spannende Diskussion

auf welches Video bezieht sich der Artikel?

Das verlinkte Video zeigt doch eine Rundfahrt in einem Ort in USA, oder ist das MS in dem Video auf einer Bühne gefahren vor einer Leinwand?

Ich denke man sollte grundsätzlich vieles relativieren , jedoch nicht alles.
Nicht bei TESLA und auch nicht bei den anderen OEMs.

Schade finde ich dass Werbung, die TESLA kaum macht, hier überbewertet wird.
In den Hochglanzprospekten jedes Hersteller stehen Verbrauchswerte die teilweise soweit weg sind von der Realität, dass einem schlecht wird.

es bleibt spannend

Gratulation, der Artikel ist ein voller Erfolg und trifft mittten in die Seele der Tesla Hasser.

Als ich den Titel las, war mir völlig klar wie die Davids und Sperlings und wie sie sich alle nennen reagieren werden. Was soll ich sagen, sie haben mich nicht enttäuscht!

Wenn Journalisten negativ über Tesla berichten sind sie augenblicklich zur Stelle. Sie überschlagen sich buchstäblich und ziehen vom Leder was das Zeug hält.

Über Musk den Oberverbrecher, der unschuldige Käufer verhext auf das Sie Ihn fortan lobpreisen und seine Produkte kritiklos in den Himmel erheben.

Währenddessen ihm deren Gesundheit sch… egal ist und er Schrottmühlen verkauft die wenn sie nicht ungebremst in Baumaschinen krachen oder explodieren und fortan für immer brennen, subito auseinanderfallen.

Damit nicht genug, haben sie den Komfort einer Schubkarre, die Elektronik ist mittelalterlich und schlimmer als jeder zusammengeklebte Dacia! Durch die Spaltmasse kann man Elefanten schieben und das Interieur ist aus dem Baumarkt zusammen genietet.

Wahrlich da können sich die Tesla Hasser wieder einmal so richtig austoben. Ich wünsche viel Spass dabei.

Übrigens, ich fahre ein Model 3, bin ein total verblödeter Tesla Fanboy der jeden Scheiss dem Oberguru Musk nachbetet und seine Produkte anbetet.
Nur damit Ihr keinen Grund habt, mir das vorzuwerfen.

Ganz ehrlich, ich dachte lange Zeit es gehe um den Klimaschutz und nicht darum Markenbashing zu betreiben, Leute zu beleidigen und Hass in die Kommentare abzulassen.

Scheint als hätte ich mich getäuscht. Tesla ist nicht Gott, und Musk nicht Jesus. VW ist nicht Weltmarktführer und BMW enttäuscht. Die ganze deutsche Autoindustrie gefällt sich in Selbstüberschätzung.

All das sind Tatsachen. Tesla ist weit davon entfernt perfekt zu sein, soviel ist klar. Sie waren einfach die, die den Anstoss gaben zur Elektromobilität. Nicht VW nicht BMW nicht Audi nicht Porsche. Und das ist es, das viele Deutsche nicht verkraften können.

Darum schreiben David & Co. Hasstriaden wann immer sich eine Gelegenheit dazu bietet. Seid doch mal locker und bleibt sachlich. Die Zeiten sind schlimm genug.

Euch und uns allen wünsche ich frohe und besinnliche Feiertage und vor allem, bleibt gesund.

Das lässt allerdings eine gewisse Berechtigung an der Frage aufkommen, ob denn die Kontroll- und Messwerte bezüglich Umweltauflagen in der neuen Fabrik in Brandenburg alle den Tatsachen entsprechen werden, oder ob da auch mit Fakes zu rechnen sein wird?

Der Automobilindustrie traue ich inzwischen ohnehin schon nicht mehr und Tesla verbessert das miese Gefühl auch nicht.

Haben die denn in Brandenburg inzwischen wenigstens alle Solartechnik-Möglichkeiten (PV + Speicher) für ihre versiegelten Flächen (Parkplätze, Zufahrten, Hallendächer) ausgeschöpft? anderenfalls glaube ich nicht mehr an die Aufrichtigkeit von Tesla.

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