Enevate will Silizium-basierte Batterien bereits ab 2022 produzieren

Enevate will Silizium-basierte Batterien bereits ab 2022 produzieren

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Das US-Batterieunternehmen Enevate hat die Kommerzialisierung seiner Siliziumbatterien für 2022 bekanntgegeben, gut zwei, drei Jahre früher als bislang vorgesehen. Dafür habe das Unternehmen eine Produktionslizenzvereinbarung mit Enertech International geschlossen. Enevate setzt bekanntlich auf Lithium-Ionen-Zellen mit Silizium-dominierter Anodentechnologie, welche extrem schnelles Laden mit hoher Energiedichte und zu geringeren Materialkosten als bei herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen soll. Die Enevate-Zellen sollen sich in großen Stückzahlen auf bestehenden Batterie-Fertigungsanlagen produzieren lassen.

Das in Südkorea ansässige Unternehmen Enertech International betreibt laut eigener Aussage hochmoderne Produktionsanlagen, um jene großformatigen Batterien herzustellen, die von schnell wachsenden Märkten wie der Elektromobilität derzeit stark nachgefragt werden. Die Produktionslizenzvereinbarung mit Enertech bezeichnet Enevate als den nächsten Meilenstein in seiner Technologie-Roadmap, um die Silizium-Zellen ab 2022 kommerzialisieren zu können. Vorproduktionsbatterien seien bereits mit den bestehenden Batteriefertigungsanlagen von Enertech gebaut und getestet worden. Mit der Vereinbarung werde Enevate die Basistechnologie liefern, um die Marktexpansion von Enertech zu beschleunigen und seine Produktionskapazität zu verdreifachen.

Die Lithium-Ionen-Batterietechnologie von Enevate biete eine bis zu 10-mal schnellere Aufladung als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Oder anders ausgedrückt: Innerhalb von fünf Minuten soll eine Silizium-Batterie bis zu 400 Kilometer nachladen können. Die innovative Technologie habe viele weitere Vorteile wie etwa eine hohe Energiedichte, verbesserte Sicherheit und einen zuverlässigen Betrieb auch bei niedrigen Temperaturen in kalten Klimazonen.

„Die Batterietechnologie der nächsten Generation ist heute da“

Die Batterietechnologie der nächsten Generation ist heute da“, sagt Robert A. Rango, CEO von Enevate. Das Unternehmen wolle seine neue Technologie als „De-facto-Standard für schnelles Aufladen, hohe Energiedichte und verbesserte Sicherheit“ etablieren. Enevate gilt als Pionier in der Entwicklung neuartiger, Silizium-basierter Lithium-Ionen-Batterien und hat erst vor wenigen Monaten eine Finanzspritze in Höhe von 81 Millionen US-Dollar erhalten, umgerechnet etwa 67 Millionen Euro, um das weitere Wachstum und die Entwicklung beschleunigen zu können. Unter den Investoren in den US-amerikanischen Batterieentwickler befinden sich einige bekannte Namen wie etwa Alliance Ventures, eine Partnerschaft der Autohersteller Renault, Nissan und Mitsubishi, sowie LG Energy Solutions, das Batterie-Spinout von LG Chem, und die Samsung Venture Investment Corporation.

Enevate hält laut eigener Aussage im Vergleich zu anderen Start-ups weltweit das größte Patentportfolio in Bezug auf Silizium-Lithium-Ionen-Zelltechnologien, welches ein breites Spektrum fortschrittlicher Innovationen umfasse, einschließlich Anode, Kathode, Elektrolyt, Separator, Formation, Zelldesign und Zellarchitektur. Enevate verfüge aktuell über Patente in Ländern, die mehr als 95 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Elektrofahrzeugen abdecken.

Quelle: Enevate – Pressemitteilung vom 10.06.2021

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Sollte diese Aussage zutreffen …

Die Lithium-Ionen-Batterietechnologie von Enevate biete eine bis zu 10-mal schnellere Aufladung als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Oder anders ausgedrückt: Innerhalb von fünf Minuten soll eine Silizium-Batterie bis zu 400 Kilometer nachladen können. Die innovative Technologie habe viele weitere Vorteile wie etwa eine hohe Energiedichte, verbesserte Sicherheit und einen zuverlässigen Betrieb auch bei niedrigen Temperaturen in kalten Klimazonen.

… dann hätte sich die H2-Technik in Fahrzeugen (auch bei Lkws) wohl endgültig verloren.

Jetzt geht’s looos!

„Die Batterietechnologie der nächsten Generation ist heute da“. Wenn’s doch endlich Wirklichkeit wäre. Wieviele Firmen und wissenschaftliche Institute schwätzen seit Jahren von ihrem Durchbruch.
Wenn’s denn so kommt- das wär’s. Und jetzt muss ich schmunzeln: Man hört doch immer wieder, dass E-Autos wegen der langen ‚Tankpausen‘ keine Alternative zum Verbrenner sind. Mit den neuen Akkus wäre das Benzintanken sogar langsamer. Tanken, Schlange stehen, bezahlen, Auto auf den Parkplatz und dann erst zur Kaffeetasse. Mit dem neuen Akku: Ladekabel einstecken, zur Kaffeetasse und weiterfahren. Voraussetzung natürlich eine entsprechende Ladeinfrastruktur. Und da ich hier meine Zweifel anmelde- warten wir ab, was kommt.
So oder so ist das erstmal eine spannende Nachricht.

Sind die technischen Daten (z.B. Energiedichte) und der Preis(€ pro kWhBatteriekapazität) geheim ?

… da stellt sich doch erst einmal die Frage, ob die Ladestationen schnell genug und in ausreichender Stückzahl auf so hohe Leistungen gebracht werden können.

Ich sehe das Problem ohnehin weniger in der „Reichweitenangst“ als in der Furcht, rechtzeitig eine passende, freie und funktionierende Schnell-Ladesäule zum finden. Vielleicht gibt es bald eine neue Wortschöpfung „Verfügbarkeitsangst“ ?

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