EnBW: Trotz E-Auto Boom keine Versorgungslücke im öffentlichen Ladenetz

Copyright Abbildung(en): EnBW

Anfang Februar haben wir berichtet, dass der Energiekonzern EnBW, ein Pionier in Sachen Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektroautos, einen „ruinösen Wettbewerb für die Bestandsinfrastruktur“ befürchtet. Grund hierfür sei die neue Ladesäulen-Förderung. Dennoch scheint man nicht von dem Plan abzukommen das eigene öffentliche Ladenetz in 2021 weiter massiv auszubauen. Dies wurde vonseiten des Unternehmens nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des 500. Schnellladestandorts bekannt.

Bis Ende des Jahres sollen es doppelt so viele sein. 1.000 Standorte für ultraschnelles Laden sollen dann im Hypernetz der EnBW vorzufinden sein. Timo Sillober, der als Chief Sales & Operations Officer die Aktivitäten im Bereich Elektromobilität bei der EnBW verantwortet, prognostiziert: „Mit der Verdoppelung der Standorte werden wir bis Jahresende in Deutschland unsere Schnellladepunkte nahezu verdreifachen.“ Bereits Anfang Februar 2021 unterhält das Unternehmen das größte Schnellladenetz Deutschlands und forciert den weiteren Ausbau im urbanen Raum als auch an Fernverkehrsstrecken.

Dabei zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, dass das EnBW-Schnellladenetz bereit sei für die wachsende Zahl neu zugelassener Elektroautos. Laut Kraftfahrt Bundesamt (KBA) hat sich die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Ein Hochlauf, den man bei der EnBW uneingeschränkt positiv sieht:

„2020 steht für den Durchbruch der E-Mobilität. Das bringt natürlich eine massive Nachfragesteigerung nach Lademöglichkeiten mit sich, der wir aber gelassen entgegenblicken. Denn aktuell treibt niemand den Ausbau von Schnellladeinfrastruktur so schnell voran, wie wir. Allein im vergangenen Jahr haben wir 250 neue Standorte mit High Power Chargern (HPC) geschaffen – damit ist knapp jeder zweite neu gebaute Ultraschnelllade-Standort in Deutschland von uns.“ – Timo Sillober, CSO E-Mobilität bei EnBW

Sillober gibt zu verstehen, dass die Zahl der eigenen Schnellladestandorte im vergangenen Jahr auf 450 gewachsen sei. Anfang 2021 liegt man bereits bei 500 Standorten. All dies folgt auf die Zusage, welche EnBW beim Ladenetzgipfel im Dezember 2020 getroffen hat. Dort hat das Unternehmen der Öffentlichkeit einen raschen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zugesagt. Mehr als 100 Millionen Euro investiert das Unternehmen jährlich bundesweit in den Ausbau des Ladenetzes. „Wir schöpfen unser Investitionsprogramm aus und werden damit unser Schnellladenetz konsequent weiter ausbauen. So ermöglichen wir bedarfsgerechtes Laden und können der steigenden Zahl an E-Autos Rechnung tragen,“ so Sillober abschließend.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung per Mail

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Mich würde ja interessieren, ob die mit den 48c pro kw DC-Laden kostendeckend arbeiten.

Schnelllader sind auch im urbanen Raum Erfolgsvoraussetzung für das E-Auto. Leider wird man da in Vorleistung gehen und Überkapazitäten aufbauen müssen, sonst bleibt die Hemmschwelle zu groß.

„enbw-trotz-e-auto-boom-keine-versorgungsluecke-oeffentliches-ladenetz“ – mein Gott, was für ein lächerlicher Teaser. Der ‚Boom‘ basiert auf einer vergleichsweise kleinen Zahl von E-Autos. Sich hier auf die Schulter zu klopfen, finde ich ziemlich unangebracht.

Die Kabelinfrastruktur ist doch dafür gar nicht ausgelegt. Bei „richtigen“ Schnellladesäulen werden normal keine PVC Kabel verlegt. Wie will man da nachziehen? Ströme, Temperatur etc, das passt doch alles gar nicht zur aktuellen Netzstruktur?

Sofern EnBW bei einer vernünftigen Preisgestaltung bleibt ist diese Entwicklung nur zu begrüßen. Die Raubritter bsw. von IONITY können noch so viele Ladestationen bauen -diese werde ich konsequent meiden!

Ich bin ja mal gespannt was los ist wenn der E-Auto Boom richtig an Fahrt gewinnt und das wird er zwangsläufig schon durch die Emissionsgesetzgebung.
Wenn es richtig losgeht und ständig Fossile Kraftwerke und AKW,s vom Netz genommen werden
bricht alles zusammen.
Man kann nicht den elektrischen Endergieverbrauch massiv hochfahren und gleichzeitig
die Energieproduktion drosseln.

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