EnBW mobility+ und Fastned machen künftig gemeinsame Sache

Copyright Abbildung(en): Fastned

Mit der EnBW mobility+ hat Energieversorger EnBW noch im Dezember 2020 die Weichen für das weitere Wachstum seines Geschäftsbereichs Elektromobilität geschaffen. Da man in diesem Unternehmen die operativen und strategischen Aktivitäten im Bereich der E-Mobilität gebündelt hat. Knapp ein Monat später die erste große Bekanntmachung. Künftig können Kunden von EnBW mobility+ nicht nur auf das eigene HyperNetz zurückgreifen, sondern auch auf alle Fastned-Schnellladepunkte in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Bei einheitlichen Preisen pro Kilowattstunde.

Fastned, ein europäisches Schnellladenetzwerk für Elektroautos, hat seinen Umsatz aus Ladevorgängen im 4. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent steigern können. Für 2021 könnte das Wachstum mit der Integration in das HyperNetz noch positiver ausfallen.  Die in den angebundenen Ländern insgesamt 125 Schnellladestandorte von Fastned (18 in Deutschland, 105 in den Niederlanden und zwei in der Schweiz) mit Leistungen bis 300 Kilowatt verdichten nun das EnBW HyperNetz. Wie auch an EnBW-eigenen Schnellladern dauert das Laden von Strom für 100 Kilometer Reichweite dort je nach Ladeleistung des E-Autos nur fünf Minuten.

„Fastned und die EnBW ergänzen sich ideal. So wie wir mit unserem Engagement beim Ausbau der bundesweiten Schnellladeinfrastruktur setzen auch unsere niederländischen Kolleg*innen auf einfaches, schnelles Laden mit 100 Prozent Ökostrom und ein optimales Ladeerlebnis. Davon profitieren nun auch alle EnBW mobility+ Kund*innen.“ – Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer der EnBW

Gemeinsam erklärtes Ziel der beiden Unternehmen sei es die europaweite Mobilität mit dem Elektroauto noch einfacher zu machen. „Neben dem Ausbau unserer eigenen Schnellladeinfrastruktur spielen Kooperationen mit erstklassigen Partnern eine wichtige Rolle für unser länderübergreifendes und dichtes Ladenetz“, sagt Timo Sillober. Im Bereich High Power Charging (HPC) bietet die EnBW ihren Kund*innen mehr Standorte als andere große Ladeinfrastrukturbetreiber. Rund 100 Millionen Euro investiert das Energieunternehmen bis 2025 jährlich in den deutschlandweiten Ladeinfrastrukturausbau. Mit mehr als 450 eigenen Schnellladestandorten betreibt die EnBW bereits heute das größte Schnellladenetz in Deutschland.

Zu den Preisen gibt EnBW folgendes zu verstehen, so soll auch an den Fastned-Ladepunkten der übliche Preis je Kilowattstunde gelten. Im Standard-Tarif ohne monatliche Gebühren sind das für DC-Ladevorgänge 0,49 €/kWh, bei AC-Ladepunkten 0,39 €/kWh. Im vergünstigten Tarif für 4,99 Euro pro Monat (oder kostenlos für ADAC-Mitglieder, Hyundai-Fahrer bzw. Strom- oder Gas-Kunden der EnBW) sind es noch 0,29 €/kWh AC und 0,39 €/kWh DC. Für diese Tarife müssen sich die Kunden aber registrieren und ein Zahlungsmittel hinterlegen. Ad-Hoc-Lader ohne Registrierung zahlen bei EnBW neuerdings 0,69 €/kWh und dazu sechs Cent pro Minute

Zur Einordnung der letzten EnBW-Aktivitäten: Das EnBW Hypernetz wächst und wächst und wächst. Zuletzt konnten wir vom eigenen Flagship-Ladepark der EnBW berichten, als auch der Tatsache, dass man die toom-Baumärkte mit entsprechender Ladeinfrastruktur ausstattet. Dann die Ansage, dass man alle rund 150 Standorte des Immobilieninvestors Deutsche Konsum REIT-AG (DKR) mit hochmoderner Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos ausstattet. Doch damit ist nicht Schluss. Weitere 80 Ultraschnellladestationen für HELLWEG Bau- und Gartenmärkte sollen errichtet werden und auch mit den dm-Märkten geht man einen weiteren Schritt nach vorn.

Quelle: EnBW mobility+ – Pressemitteilung vom 25. Januar 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Moin Sebastian,

sehr schön der Bericht. Fehlt eigentlich nur noch der Kilowattpreis in eurem Bericht.
Wäre ja schon wichtig. Wenn der einheitliche Preis, sagen wir mal 80 Cent wäre,
Dann wäre der Bericht über die beiden fusionierten Ladeanbieter recht überflüssig…

Viele Grüße,

Detlef

Ich gehe hoffentlich richtig von den EnBw typischen 39 Cent/Kw/h aus oder ?

War erst auf nachhaken verfügbar.

Danke, auch an Detlef – ist doch prima, wenn die Leser hier sowas Wichtiges nachfragen, gell ?-)

Diesel kostet 1,25€, es sei denn Sie haben gar keinen Vertrag mit unserer Tankstelle, dann sind es 2€ pro Liter. Sie zahlen keine monatliche Grundgebühr an Esso, Shell, Aral…? Achso, dann kommen nochmal 60Cent drauf. Leute, überlegt Mal, ob wir uns so etwas bieten lassen würden, was uns die Stromabzocker hier zumuten. Wenn es da nicht bald einen Aufschrei – und vor allem gesetzliche Vorgaben- gibt, ist die Elektromobilität schneller tot als sie überhaupt Fährt aufnehmen kann!

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