ElringKlinger versorgt Lieferfahrzeuge für urbane Räume mit Brennstoffzellensystemen

ElringKlinger versorgt Lieferfahrzeuge für urbane Räume mit Brennstoffzellensystemen

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Die Auftragspipeline der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (EKPO), des Gemeinschaftsunternehmens von ElringKlinger (60%) und Plastic Omnium (40%), füllt sich weiter. Mitte Mai wurde bekannt, dass ein Auftrag mit einem geplanten Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Mio.-Euro-Bereich platziert wurde, um schlußendlich Lieferfahrzeugen mit umweltfreundlichem Antrieb in urbanen Räumen zu realisieren. Der Start der Serienproduktion der Stacks ist für das erste Halbjahr 2022 geplant.

Platziert wurde der Millionenschwere Auftrag vom Aachener Mobilitätsunternehmen AE Driven Solutions GmbH (AEDS). Dieses hat EKPO mehrjährig exklusiv beauftragt, Brennstoffzellenstacks des Typs NM5-evo mit einem geplanten Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Mio.-Euro-Bereich zu liefern. Die Stacks sind ausgelegt auf die für AEDS wichtigen Kriterien der Leistungsfähigkeit, Langlebigkeit sowie Laufruhe. Zum Einsatz kommen diese in Brennstoffzellen-Lieferfahrzeugen.

ElringKlinger geht davon aus, dass der „Brennstoffzellenmarkt nach der ersten Hochlaufphase spätestens zwischen 2025 und 2030 richtig anziehen“ wird. Um dafür gewappnet zu sein, hat man mit Compagnie Plastic Omnium SE vereinbart die wasserstoffbasierte Brennstoffzellentechnologie voranzutreiben. Gemeinsam wolle man die Brennstoffzellen-Entwicklung beschleunigen, wie wir Ende Oktober berichtet haben. Davon profitiert nun auch AEDS, welche auf das jüngste Produkt der Stack-Familie von EKPO setzen. Dieses überzeuge neben dem vergleichsweise geringen Gewicht, durch ein hohes Leistungsspektrum von bis zu 76 kW im Druckbetrieb. „Darüber hinaus bietet das Stackdesign optimale Voraussetzungen zur Skalierung und Modularisierung und ermöglicht dem Endkunden somit eine flexible und effiziente Gestaltung der Nutzungsanwendung“, so ElringKlinger in der dazugehörigen Pressemitteilung.

AEDS ist im Bereich der E-Mobilität kein unbeschriebenes Blatt, zeichnet sich das Kernteam von AEDS für die Entwicklung des batteriebetriebenen Streetscooter verantwortlich. Nun nutzt es seine Erfahrung für den Einsatz brennstoffzellenbetriebener Fahrzeuge in Verbindung mit neuen Mobilitätskonzepten in urbanen Regionen. Zu dem Team von AEDS gehören neben CEO Tobias Reil, früheres Mitglied der Geschäftsführung und Produktionsleiter bei der Streetscooter GmbH, die Gesellschafter Prof. Achim Kampker, Mitgründer der Streetscooter GmbH, sowie Stefanie und Alexander Peters, geschäftsführende Gesellschafter der NEUMAN & ESSER GROUP, die die komplette Wertschöpfungskette von der Erzeugung, der Verdichtung, Förderung und Speicherung von Wasserstoff sowie grünen Gasen abdeckt.

Die selbst gesteckten Ziele von EKPO Fuel Cell Technologies erscheinen nicht gerade klein. So sei geplant im Bereich der Brennstoffzellentechnologie bis zum Jahr 2030 einen Marktanteil von 10 bis 15% und damit einen Umsatz zwischen 700 Millionen und einer Milliarde Euro zu erwirtschaften.

Quelle: ElringKlinger – Pressemitteilung vom 17 Mai. 2021

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Man muss die Brennstoffzellen-Vertreter wohl erstmal reichlich Geld ausgeben und Erfahrungen sammeln lassen, sonst kommen sie einfach nicht zur Einsicht, dass sich die Brennstoffanlagen nicht rechnen.

Scania hat bei den Lkws und Daimer bei den Pkws erfahren müssen, dass die Zukunft bei diesen Fahrzeugen batterie-elektrisch ist – der Rest muss wohl erst noch „die heiße Herdplatte“ anfassen.

Panasonic produziert seit 10 Jahren einen grossen Teil der Batteriezellen für Tesla – und investiert gemäss Firmen-News von gestern gerade massiv in die Produktion von Brennstoffzellen.
Seltsam, die müssten es doch wissen.

Panasonic ist ein japanische Konzern und wenn die japanische Regierung unbedingt Brennstoffzellen-Fahrzeuge will, dann muss Panasonic wohl oder übel Brennstoffzellen liefern, wer will es sich schon mit seiner Regierung auch verscherzen.

Eine Hand wäscht die andere, auch wenn dabei viel Filz herauskommt, wie überall auf der Welt.

Falls Sie es wissen wollen, zu diesem „Filz“ gehört doch TOYOTA, der 51% an PANASONIC hält auch noch. Die ganze Welt der E-Mobilität ist ein einziger „FILZTEPPICH“ dessen Energieteppich nicht nur aus Akku besteht. Dieser „Teppich“ besteht aus zahllosen „Bestandteilen“ und nicht hinter jedem „Baum“ lauert Jemand der nur das Geld der Anderen abkassieren will. Vlt. könnte man endlich weg kommen, von all diesen Verschwörungstheorien und daran denken, dass es zahlreiche Firmane gibt, die ernsthaft an der Zukunft arbeiten und Kapital dazu brauchen, um gewaltige Inversttionen stemmen zu können? Der Weg der nun begonnen wird, ist steinig und führt in unbekannte Wege. Was vor uns leigt ist eine Zeitenwende der Technik und es bleibt keine Zeit mehr. Wir müssen weitestgehend weg von der C-Verbrennung. Andernfalls „verbrennt“ dieser Planet und darum geht es…

Das mit dem Wasserstoff wird seinen Platz finden im Konzept der CO2 neutralen Energierversorgung. Der Markt sind aber nicht „Lieferfahrzeuge für den urbanen Verkehr“, sondern Schwerlast auf Langstrecke, Schiffe, Flugzeuge, stationäre Netzpuffer und ggf. Wärmeversorgung. Naja, wenn sie Kunden haben, sollen sie bauen. Dümmer werden sie dabei nicht 🙂

Last edited 3 Monate zuvor by Andi F.

Dass Pansonic aus Japan kommt hat schon der Daniel gelernt.
Tja, auch ein blindes Huhn findet mal ein gutes Körnlein.
Die Japaner konnten schon immer beides, nicht nur teilelektrisch. Dies beweisen Honda , Mitsubishi und Nissan.
Gerade meldet VW, dass der Tausch der kleinen Batterie beim Cupra Euro 16 000.- kostet.Dies endet dann bei der vom Teslalastwagen, man sieht keinen auf der Strasse, beim mehr als 5 fachem Betrag. Dies kann doch gar nie rentabel werden……Entsorgung?
Weshalb geht der Markt beim Modell S zurück. Nicht weil alle den e Tron kaufen. Da bekommt Tesla künftig eine Flut von anderen Alternativen.
Auch die Amerikaner gehen jetzt elektrisch in die PKW Oberklasse.So weit so gut, aber die Grenzen werden sie sehr schnell entdecken.
Was im oberen Schwerverkehrs segment bereits Standard wird,veranlasst die Techniker an weitere Alternativen auch bei der Abrundung nach unten zu denken.

Und für Daniel gäbe es was zum Patentieren lassen. Vorne beim Auto kleinere Reifen montieren als hinten. So kann man doch immer bergab fahren und Sprit sparen……
Renault geht beim Zoe in der Top-ausstattung den umgekehrten Weg. Die Vorderen sind etwas grösser als die Hinteren.Also nicht vertauschen mit hinten.( Eintrag ist in den Fahrzeugpapieren.)
Die Gründe sind bessere Traktion und Bodenhaftung .

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