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Elektroautos in Norwegen: ein Land unter Strom

Copyright Abbildung(en): Porsche

Norwegen ist einer der weltweiten Vorreiter im Bereich der E-Mobilität. Mehr als die Hälfte der in 2020 dort neu zugelassenen Fahrzeuge hatten einen rein elektrischen Antrieb. Neben modernem Design und innovativer Technik wünschen sich norwegische Kunden auch Fahrzeuge, die eine hohe Reichweite und ausreichend Platz für die Familie bieten. Beste Voraussetzungen für den Porsche Taycan und den neuen Porsche Taycan Cross Turismo, so der Hersteller in einem selbst veröffentlichten Bericht über das E-Auto-Land Norwegen.

Der Norweger Erling Henningstad liebt schnelle und dynamische Autos mit einem guten Fahrverhalten. Und er weiß schon seit vielen Jahren, dass man dafür nicht unbedingt einen Verbrennungsmotor braucht. Bereits 2012 kaufte der IT-­Unternehmer aus der Nähe von Oslo sein erstes Elektroauto, und rund 250.000 Kilometer später kennt er den neuen Antrieb in­ und auswendig. Beim Gespräch mit Henningstad wird klar: Der norwegische Porsche-Kunde begeistert sich für Technik und erforscht akribisch jeden Aspekt seines Autos.

Als Porsche 2018 die Reservierungsliste für ein da­mals noch „Mission E“ genanntes Fahrzeug eröffnete, musste er darum auch nicht lange nachdenken – und unterschrieb als einer der ersten Kunden in Norwegen die Bestellung für ein Auto, von dem er nur eine Skizze und die wesentlichen technischen Daten kannte. „Ich habe immer davon geträumt, einen Porsche zu besitzen“, berichtet Henningstad. „Und als ein Elektromodell verfügbar wurde, konnte dieser Traum endlich wahr werden. Ich wusste: Das wird mein Auto.“

Porsche-Taycan-Norwegen-Elektroautos-Erfahrung
Porsche

Seit Juli 2020 ist Erling Henningstad Besitzer eines Porsche Taycan 4S Performance Plus. „Der Taycan 4S bietet eine Menge für sein Geld“, findet der 59-­jäh­rige Softwareexperte. Bei der Ausstattung hat er sich für eine große Batterie mit 93 kWh Kapazität, ein 150 ­kW ­Gleichstrom ­Ladegerät, eine Wärmepumpe, einen Abstandsregeltempomaten „Adaptive Cruise Control“ (ACC) und Rundumsicht entschieden. Sein Lieblingsfeature ist die Batterietemperaturanzeige, die sowohl für das Laden als auch für die Leistung wichtig ist. „Nur wenige Autos bieten das“, sagt er. „Aber gerade bei unterschiedlicher Nutzung und wechselnden Jahreszeiten ist diese Anzeige sehr nützlich.“

Beeindruckende Ladegeschwindigkeit

Positiv überrascht war Henningstad von der Reichweite seines elektrisch angetriebenen Porsche: „Sowohl im Sommer als auch im Winter war sie absolut ausreichend – und ich bin meinen Taycan immerhin bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad gefahren“, so Henningstad. Reichweitenangst – auf Norwegisch „Rekkeviddeangst“ – ist für ihn jedenfalls kein Thema. „Auch der gefürchtete Battery Drain ist beim Taycan kein Problem – anders als bei anderen Elektroautos, die bei einem längeren Stillstand merklich Ladung verlieren“, sagt er.

Die Ladegeschwindigkeit hat den Porsche­-Fan ebenfalls beeindruckt: An einer Schnellladesäule mit 350 kW Leistung war die Batterie nach zehn Minuten halb voll geladen. „Das kommt zeitlich schon in die Nähe von Autos mit fossilen Brennstoffen“, kommentiert Henningstad zufrieden.

Dass Henningstad kaum noch einen Unterschied zwischen seinem Taycan und einem konventionell angetriebenen Fahrzeug feststellen kann, liegt auch an der intensiven Förderung der E­-Mobilität in Norwegen. Landesweit gibt es dort fast 19.000 öffentliche Ladesäulen, sodass E­-Auto­fahrer auf fast sämtlichen Hauptverkehrsstraßen alle 50 km mindestens zwei Schnellladesäulen vorfinden. Pro 100.000 Einwohner gibt es in Norwegen mehr als 350 Ladestationen, womit das Land hinter den Niederlanden (386) auf dem zweiten Platz in Europa liegt. Deutschland kommt derzeit nur auf rund 54 Ladesäulen pro 100.000 Einwohner.

Dank Wasserkraft ist Ökostrom in Norwegen billiger als Benzin und Diesel

Nicht nur die exzellente Ladeinfrastruktur spricht für den Umstieg auf E­-Mobilität, auch die Kosten pro km sind ein Argument: Der größte Teil des norwegischen Stroms stammt aus Wasserkraft, weswegen der Ökostrom dort billiger als fossile Brennstoffe wie Benzin und Diesel ist.

Neben einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur und günstigen Strompreisen profitieren die Fahrer von E-Autos in Norwegen auch von verschiedenen staatlichen Anreizen. So entfällt beispielsweise die Mehrwertsteuer in Höhe von 25 Prozent, wenn ein Kunde sich für ein Elektroauto entscheidet. Außerdem werden keine emissions­- und gewichtsabhängigen Extrasteuern wie bei Autos mit fossilen Antrieben er­hoben. Zu den finanziellen Vorteilen kommen weitere Vergünstigungen im Straßenverkehr: E­-Fahrzeuge dürfen zum Beispiel die städtischen Busspuren nutzen – ein unschätzbarer Vorteil in der Rushhour. Und sie dürfen an vielen Orten kostenlos parken.

Ab 2025 nur noch emissionsfreie Neuwagen

Die Begeisterung für elektrisch betriebene Autos reicht in Norwegen weit zurück. Bereits in den 1970er­ Jahren begann das Unternehmen Strømmen Verksted mit Elektroautos zu experimentieren. Später entwickelte ABB Battery Drives einen Antriebsstrang, der 1989 versuchsweise im VW Golf Citystromer eingesetzt wurde. Von 1990 bis 1999 folgte eine Reihe von Straßentests, darunter war beispielsweise der Ford Think.

Und die ebenso intensive wie auch beispiellose staatliche Förderung der E-Mobilität in Norwegen begann vor etwas mehr als 30 Jahren. Damals starteten die Umweltschutz­gruppe „The Bellona Foundation“ und die Popstars von „A­ha“ eine Initiative zur Abschaffung der Gebühren für Elektroautos, die 1990 eine Mehrheit fand. Seitdem gehörten immer mehr E­-Fahrzeuge zum Straßenbild. Mittlerweile setzt das Land voll auf den nachhaltigen Antrieb: Ab 2025 sollen in Norwegen nur noch emis­sionsfreie Autos zugelassen werden.

Porsche-Elektroauto-Taycan-Abo
Porsche

Kein Wunder also, dass sich norwegische Kunden bereits heute mehrheitlich für E-­Autos entscheiden: Fast 77.000 Elektroautos wurden 2020 dort verkauft, was rund 54 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge entspricht – und das ohne die umstrittenen Plug-in-Hybride, mit denen der Anteil der elektrifizierten Autos sogar bei knapp 75 Prozent liegt. Auch in diesem Jahr setzt sich der Boom fort: Im März waren 56 Prozent aller verkauften Neuwagen Elektromodelle. Trotz seiner rund 5,4 Millionen Einwohner liegt Norwegen damit bei den Elektroautoverkäufen weltweit an vierter Stelle, und nirgendwo in Europa gibt es mehr Elektroautos pro Kopf.

Dank der hohen Nachfrage wird die Gesamtzahl der verkauften Elektroautos in Norwegen Ende 2021 bei etwa 400.000 liegen. Von der Elektro-Euphorie profitiert auch der Taycan: Er kam im Januar 2020 auf den norwegischen Markt, und bereits Anfang November 2020 konnte der tausendste Taycan-Kunde sein Fahrzeug in Empfang nehmen. Der Verkaufsstart des rein elektrischen Sportwagens sorgte dafür, dass sich die Porsche-Verkäufe in Norwegen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum verdoppelten.

Perfekt für unterschiedlichste Bedingungen

Erling Henningstad hat Porsche zufolge seine Wahl keine Sekunde bereut und ist nach den ersten Monaten als Taycan-Besitzer rundum zufrieden. „Das Interieur des Autos hat Stil und fühlt sich solide an“, lobt er. „Und die Fahreigenschaften sind großartig: Mit seinem niedrigen Schwerpunkt ist der Taycan gut ausbalanciert und bietet volle Kontrolle, egal unter welchen Bedingungen.“

Besonders freut ihn, dass er viele Eigenschaften des elektrischen Sportwagens ganz nach seinem Geschmack, seiner Stimmung oder den aktuellen Umgebungsbedingungen verändern kann, zum Beispiel das Ansprechverhalten der Motoren, die Fahrwerkseinstellungen und die elektronische Stabilisierung. So kommt er mit den unterschiedlichsten Bedingungen bestens zurecht. „Der Taycan kann mit allem umgehen, von der Rennstrecke bis zur Schotterpiste“, fasst Henningstad seine bisherigen Erfahrungen zusammen.

Porsche-Taycan-Cross-Turismo-Härtetest-Heck
Porsche

Der souveräne Umgang mit Straßen aller Art ist in Norwegen besonders wichtig, denn fast alle Familien besitzen hier ein Wochenendhaus am Meer oder in den Bergen. Gefragt ist darum ein Auto, das auch auf Feldwegen gut zurechtkommt. Außerdem wünschen sich die Kunden ausreichend Platz für mehrere Passagiere samt Sportgerät. Das macht den neuen Porsche Taycan Cross Turismo besonders interessant für den norwegischen Markt.

Alles deutet darauf hin, dass er perfekt zu abenteuerlustigen Menschen wie mir passen wird, die Nebenstraßen und zusätzlichen Platz schätzen“, sagt Henningstad. „Ich gehe auch davon aus, dass er sich so hervorragend fährt, wie man es von einem Porsche erwartet. Und wenn er sich mit der erhöhten Fahrhöhe wirklich besser auf unebenen Straßen fährt, könnte mit dem Taycan Cross Turismo das perfekte Auto für mich in greifbare Nähe rücken.“

Quelle: Porsche – Pressemitteilung vom 12.08.2021

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Dass die Norweger Familienautos lieben ist verständlich. Aber dass dann ein Porsche als ideale Lösung genannt wird schlägt dem Fass den Deckel ab. Das ist ja nur noch peinlich. Packen sie mal eine 4köpfige Familie mit einem Hund inkl. Gepäck in einen Taycan. Sie werden schnell resignieren. Ich fände es gut, wenn wie in den meisten Online Portalen reine PR Werbung (bezahlt) auch entsprechend gekennzeichnet wäre. Solch peinliche Artikel müssten dann gar nicht erst gelesen werden.

Hab auch etwas geschmunzelt:
Zwei der vier Fotos zum Artikel mögen ja zum Fahrzeug des wackeren Nordmannes gehören, die anderen beiden Fotos zeigen wahrscheinlich Porsche-Werksfahrzeuge auf Testfahrt dort im Land :)
Wie dem auch sei: tolles Land, das ich sehr schätze von Bergen/Oslo im Süden bis hoch zu den Lofoten und zum (touristisch etwas verdorbenen) Nordkap. Toll!

Die Norweger können sich die Elektromobile leisten. Sie sind reich.
Reich sind sie vor allem, weil sie anderen Ländern Erdöl verkaufen.

Titel und Story – wer auf PR reinfällt, selber schuld ;-)

Norwegen: eine Randerscheinung der eMobilität… Ein Land mit Paar Mio Einwohner, das sein Reichtum durch Förderung samt Handel mit Fossilien Brennstoffen aufgebaut hat… Sorry, mE Heuchelei pur, die für mich immernoch unverständlicherweise an der vordersten Front gestellt wird , mir aber einen bitteren Beigeschmack liefert :( …. Just my two cents..

Norwegen ist das schlechteste Beispiel für die Elektrifizierung. Es ist reines greenwashing.

Denn Norwegen produziert zwar quasi 100% des Stromes aus erneuerbaren Energien; ist aber weltweit pro Kopf ein gewaltiger CO2 Produzent – da das Land seinen Wohlstand und damit auch die Elektrifizierung des Individualverkehrs durch fossile Rohstoffe finanziert. Öl und Gas machen die Hälfte aller norwegischen Exporte aus.
und Pro Kopf produziert Norwegen so viel CO2 wie noch nie;
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission_pro_Kopf

2020 Jahr sagte die Norwegische Regierungschefin dazu:
„Die Erdölindustrie wird für die nächsten Jahrzehnte bestehen bleiben“, erklärte die Regierungschefin in ihrer Rede, für die sie extra per Helikopter zur Anlage gekommen war. Die Welt brauche mehr Energie, es werde also weiterhin eine Nachfrage nach norwegischem Öl und Gas geben. „

sie sagen eine bezahlte Werbeeinschaltung…

vom prinzipiell interessanten Thema nach 2 Sätzen zur Lobhudelei – shame!

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