Elektroauto-Reichweite: BMW-Forschung erhält Unterstützung aus England

Elektroauto-Reichweite: BMW-Forschung erhält Unterstützung aus England

Copyright Abbildung(en): BMW

„Power of Choice“ lautet die Devise von BMW. Sprich, der bayrische Automobilhersteller will sich derzeit noch keinem Antriebskonzept verschließen. Und dennoch ist zu erkennen, dass die batterieelektrische E-Mobilität im Fokus steht. Entsprechend fließen die Investitionen in diese Bereich. Künftig gestützt durch die britische Regierung. Mehr als 30 Millionen Euro werden für aktuelle Forschungsarbeit der BMW Group zur Verfügung gestellt, die Elektroautos eine deutlich höhere Reichweite als bisher bescheren sollen.

Neben den Münchnern werden noch drei weitere Firmen unterstützt, wofür die Engländer insgesamt 91,7 Millionen Pfund oder rund 107 Millionen Euro investieren. Ziel der Arbeiten ist es, Elektroautos mit ähnlicher Reichweite und ähnlichen Ladezeiten wie konventionell angetriebene Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Neben der reinen Reichweite stellen die Engländer zudem die Ladezeit in den Fokus. Grundsätzlich wolle man mit dem Investment erreichen, dass Vorbehalte gegenüber E-Autos abgebaut werden und die Technologie Einzug in den Massenmarkt hält.

Die BMW Group forscht in diesem Zusammenhang unter anderem an Feststoff-Batterien und bekräftigte erst vor wenigen Wochen, dass die gemeinsam mit dem US-Unternehmen “Solid Power” auf den Weg gebrachte Pilot-Produktion entsprechender Batterien schon im kommenden Jahr beginnen soll. Noch vor 2025 soll ein erster BMW-Prototyp mit Feststoff-Batterie offiziell vorgestellt werden, spätestens 2030 soll das erste Serienfahrzeug mit der neuartigen Batterietechnik auf den Markt kommen.

Vor einigen Wochen hat BMW die „Neue Klasse“ angekündigt – die nächste Generation an Stromer, welche BMW in den E-Mobilität-Massenmarkt heben soll. Mit den Neue Klasse Fahrzeugen will BMW auch eine neue Generation von Hochleistungsantrieben und -batterien auf den Markt bringen. „Nur fünf Jahre nach unseren Gen 5-Batterien werden wir die Gen 6 in der Neuen Klasse einführen“, verspricht Zipse. Er kündigt eine höhere Energiedichte, eine schnellere Wiederaufladung und eine weitere Reduzierung von Konfliktrohstoffen wie Kobalt sowie die Verwendung von mehr recyceltem Nickel an.

Die Gen-6-Akkupacks sollen modular sein, um eine möglichst hohe Reichweite zu einem erschwinglichen Preis für Mainstream-Modelle zu bieten – oder ein Plus an Power, um leistungsstarke Elektroautos des Performanceablegers BMW M mit Strom zu versorgen. Festkörperbatterien allerdings seien noch nicht bereit für einen Start in der Neuen Klasse. Und dennoch wird ein Teil des Investments von Großbritannien in diese Forschungsprojekte fließen.

Quelle: bimmertoday.de – Elektroauto-Reichweite: England unterstützt BMW-Forschung

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Mit „Power of Choice“ – also dem Postulat der eigenen Unentschlossenheit – möchte BMW womöglich bis in die 2030er Jahre kommen … wenn das Unternehmen BMW wirklich bis dahin noch existiert oder doch eben nur noch als »Marke« im Besitz Anderer am Markt auftritt!?

Last edited 29 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

BMW fährt mit der aktuellen Strategie Gewinne in Milliardenhöhe ein. Ich sehe da keine Probleme.
Es wird auch noch nach 2030 Märkte geben, auf denen sich Verbrenner gut verkaufen, selbst VW weiß das.

Das glaube ich kaum. 2030 ist der Verbrenner so gut wie tot. Wo ist denn dieser riesige Markt, wo noch Verbrenner gekauft werden in zehn Jahren? China die USA und Europa werden bis dann den Verkauf von Verbrennern weitgehend eingestellt haben. Wenn Sie das nicht glauben, sehen Sie sich die Entwicklung der letzten drei Jahre an. Was bleibt da noch? Selbst Indien will vermehrt Elektroautos bauen, verkaufen und in Verkehr setzen. Ist auch eine gute Sache um sein Politisches Profil zu schärfen. Sehen Sie sich die Themen der Deutschen Kanzlerkandidaten*innen an. Der Klimawandel wird immer spürbarer und Elektromobilität ist ein dankbares Feld um von anderen Problemen abzulenken. Was dann noch übrig bleibt, damit ist kein Geld mehr zu verdienen für die globalen Player.

Kurz gesagt – England verteilt Geld und BMW hat die Portokasse damit etwas aufgefüllt – mehr ist es nicht.

Gut gesagt. Ein totes Pferd kann man nicht reiten.

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