Elektro-SUVs können auch im Januar ’21 ihre Vormachtstellung in Europa halten

Elektro-SUVs können auch im Januar '21 ihre Vormachtstellung in Europa halten

Copyright Abbildung(en): Hyundai

Ende 2020 stand das E-SUV/Crossover-Segment als größter Wachstumstreiber der E-Mobilitätsoffensive im Raum. Mehr als jedes vierte Auto (26,9%), welches am europäischen E-Automarkt zugelassen wurde, konnte man diesem Segment zuordnen. Im Jahr 2021 scheint der Anteil an vollelektrischen SUV- und Crossover-Modellen in Europa weiter zu wachsen. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen.

Von koreanischen Automobilhersteller dominiert belief sich der Absatz in diesem Segment auf 34,2% Anteil am gesamten elektrischen Markt in Europa. Sprich, mehr als jedes Dritte E-Fahrzeug, welches im ersten Monat des Jahres zugelassen wurde, war ein E-SUV oder Elektro-Crossover. Stark getrieben durch (Vor-)Bestellungen des XC40 von Volvo sowie dem ID.4 von VW präsentierte sich bereits der letzte Monat 2020. Auch 2021 wird die Nachfrage nach diesen Modellen noch zu spüren sein. Ergänzt um einen kommenden ID.5, sowie den Audi Q4, welcher im März anläuft. Auf den dann auch schon zeitnah der Q4 Sportback folgen soll.

Somit stehen, ergänzt um den VW ID.3, vier der sechs MEB-Stromer fest, welche im Werk Zwickau vom Band laufen. Dort wurde zuletzt die Fertigungszahlen pro Tag nach oben korrigiert. Wie Automobil-Analyst Matthias Schmidt aus Berlin exklusiv zu berichten weiß, soll die Anzahl von VW ID.4, welche in Zwickau vom Band laufen, bereits mit den Fertigungszahlen des ID.3 gleichauf sein.

Aus dem Segment der Untere Mittelklasse ist jedoch weiterhin der Wunsch nach Absatzwachstum zu verspüren. Stark getrieben durch den VW ID.3, welcher es Ende des Jahres auf 55.003 Einheiten brachte. Davon wurden alleine im Dezember 2020 27.545 ID.3 zugelassen. Bis Ende Januar brachte es der MEB-Stromer auf 3.037 Zulassungen in Europa. Wurde hierbei nur noch vom Hyundai Kona Elektro (3.052 Einheiten) sowie Renault ZOE (3.482 Einheiten) überholt. Der Anteil am Gesamtabsatz der Untere Mittelklasse am europäischen PKW-Markt belief sich auf 19,6%. Somit brachten es E-SUVs, Elektro-Crossover und vollelektrische Modelle der Untere Mittelklasse auf 53,8% Anteil am Markt. Eine Ansage.

Das Segment der Kleinwagen lag mit 18,2% gar nicht so fern vom Segment der Untere Mittelklasse, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 (2.812 Einheiten) sowie den Opel Corsa-e (1.903 Einheiten). Festhalten lässt sich also: SUV/Crossover (34,2%) und Untere Mittelklasse (19,6%) beanspruchen mehr als die Hälfte des Marktes für sich. Kombiniert mit dem Kleinwagen-Segment beherrscht man mehr als zwei Drittel (72%) des Marktes in Europa.

Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar 2021

  • Basic – 17,20 Prozent
  • Kleinwagen – 18,20 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 19,60 Prozent
  • Near Executive – 5,90 Prozent
  • SUV/Crossover – 34,20 Prozent
  • Luxusklasse – 2,90 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,70 Prozent
  • Sonstige – 1,30 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence – Edition 01.2021 January

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Da die meisten SUV s schon gar keinen Allradantrieb mehr haben, muss davon ausgegangen werden dass es die etwas höhere Sitzposition ist, die den Entscheid auslöst ein solches Auto zu kaufen.
Der Zoe ist ein Beweis.
Bei den Normalen am CW noch etwas feilen und grösser Bereifen, und voila.

Ja, das war auch bei mir ein wesentlicher Teil der Kaufentscheidung. Ich fuhr vorher den i3, der ja auch schon eine etwas erhöhte Sitzposition anbot. Der Kona 2018 hatte die gleichen Masse wie der i3 mit dem Unterschied, das er 20 cm länger war. Das ist gut investierte Länge (4.2 m), um die Klapptüren des i3 zu eliminieren. Die sind zwar ein Hingucker, aber im praktischen Leben sehr unpraktisch und ein Kniescheiben Killer, wenn man nicht höllisch aufpasst.
Ich schätze die Sitzposition sehr. Aus heutiger Sicht würde ich mich wieder für das Modell entscheiden – gerne auch in der neuen Version 2021. Die Grösse ist für uns ideal.
Selbst der SUV Kona 2018 ist super effizient. Nach 23’200 und fast zwei Jahren liegen wir bei einem Durchschnittsverbrauch über die gesamte Strecke bei 13.3 kWh – accu to wheel. Laut Hersteller sollten es 14.3 kWh/100 km sein bzw. WLTP mit Ladeverlusten 15.4 kWh. Und es sind auch längere Autobahnfahrten dabei, zum Beispiel unsere Ferien im letzten Sommer, die uns von Zürich nach Hamburg und retour geführt haben. Da hilft auch die gute Reichweite von 449 km laut Hersteller. Wir haben 480 km im Schnitt der fast 2 Jahre gemessen. Winter 400 bis 450 km, Frühling und Herbst 450 bis 500, Sommer mehr als 500 km.
Würde mich freuen, weitere solche kleinen hocheffizienten eSUV im Markt zu haben.

Jürgen, da kommt Freude auf, solche Erfahrungen direkt von der Strasse in Praxis gemacht , zu bekommen.
Dies beweist, dass die angegebenen tiefen Verbrauchszahlen der Koreaner tatsächlich erreicht werden können. Wobei dort nicht alles nur der Bauart wie Karosserie und CW Wert zugute kommt.
Da hilft auch ihr E Motor dank optimaler BMS Abstimmung mit.
Und das Wichtigste, Du kannst ein E Auto auch richtig fahren.
Ein Beispiel:
Habe mein E Auto ausgeliehen. Der kam zurück mit einem Durchschnittsverbrauch von 26 KWh/100Km auf der Anzeige. Also ein Rennfahrer. Beim Volladen kamen dann nur 200 KM Reichweite zur Anzeige. Ich fahre mit 13 und so ladet er immer 400.
Du hast auch richtig angegeben , dass der WLTP Verbrauch immer die Ladeverluste mit einschliesst.

Die hohen Verbräuche sind typische Anfängerzahlen, die das Spasspedal kräftig nutzen. Nach 10‘000 km wird das Verbrenner verlochen langweilig. Ausser bei so pickeligen Jünglingen mit grosser Brülltüte an einer zweispurigen Ampel. Aber da ist nach 3 Sekunden sowieso alles vorbei. Meine Auswertung zeigt 95.2% Eco, 4.6% Comfort und um die 0.2% Sport an.

Siehe auch https://www.elektroauto-news.net/elektroautos/ein-jahr-unterwegs-im-hyundai-kona-elektro
Jetzt sind fast zwei Jahre rum. Das Ergebnis ist ziemlich stabil.

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