Elektro-Nutzfahrzeughersteller Orten setzt auf 3D-gedruckte Batterien

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Copyright Abbildung(en): Blackstone Resources

Das Schweizer Batterieunternehmen Blackstone Resources teilt mit, dass Orten Electric Trucks in Kürze sein erstes Nutzfahrzeug vorstellen wird, das ab Ende 2022 mit den neuen 3D-gedruckten Lithium-Batterien von Blackstone angetrieben werden soll. „Wir freuen uns über die starke Partnerschaft mit Orten E-Trucks“. Diese Kooperation sei für beide Seiten sehr interessant, so Serhat Yilmaz, Chief Marketing Officer der Blackstone Technology GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Blackstone Resources AG. Denn damit sei belegt, dass die 3D-gedruckten Batterien des Unternehmens Marktreife erlangt haben und zudem Nachfrage besteht.

Am Press Day der Blackstone Technology Anfang Dezember in Döbeln/Sachsen werde Robert E. Orten, geschäftsführender Gesellschafter von Orten E-Trucks, ein erstes, einsatzfähiges Nutzfahrzeug präsentieren. Noch im 1. Quartal 2022 soll dann ein gemeinsames Pilotprojekt mit Blackstone starten, in dessen Rahmen das Nutzfahrzeug von 3D-gedruckten Batterien angetrieben werden soll. Diese bringen Blackstone zufolge mehrere Vorteile mit sich: „Unsere Ladungsträger ermöglichen mit 20 Prozent erhöhter Energiedichte auch 20 Prozent mehr Reichweite“, so Ulrich Ernst, Gründer und CEO der Blackstone Resources AG. „Gleichzeitig können wir umweltrelevante Einflüsse in der Produktion drastisch reduzieren und 50 Prozent der branchenweit üblichen Abfallstoffe vermeiden.“

Orten plant Wasserstoff-Truck mit Batterien von Blackstone

Die Kooperation zwischen Blackstone und Orten stehe bereits vor der nächsten Stufe: Der E-Truck-Umrüster aus Wittlich in Rheinland-Pfalz plant demnach derzeit die Realisierung eines mit Wasserstoff betriebenen Schwerlast-LKW für Langstreckentransporte. Für die elektrischen Energiespeicher-Systeme des Fahrzeugs sei ebenfalls die Verwendung der von Blackstone im 3D-Druck produzierten Lithium-Zellen geplant.

Dem Press Day von Blackstone Technology dürften einige in der Branche gespannt entgegenblicken: Denn erstmals können Pressevertreter der Herstellung der 3D-gedruckten Batterien beiwohnen. Blackstone Technology baut derzeit eine Produktionslinie für 3D-gedruckte Kleinserien in Döbeln, Sachsen, auf. Die kurzfristige Produktion werde Pouch-Zellen umfassen, die eine im Vergleich zu anderen Produkten um 20 Prozent höhere Dichte in Lithium-Ionen-Zellen ermöglichen soll.

Elektroautos und Batterien treiben derzeit auch die Nachfrage großer Mengen verschiedenster Metalle und Rohstoffe an. Daher errichtet, entwickelt und betreibt Blackstone Resources auch Produktionsstätten für Batteriemetalle wie Lithium, Kobalt, Mangan, Graphit, Nickel und Kupfer, um an diesem Trend teilzunehmen.

Quelle: Blackstone Resources – Pressemitteilung vom 09.11.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Schöne Sache! Dann drucke ich mir vor einer Fernfahrt eine zusätzliche Batterie für die Rückbank.

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