„Electric City Rüsselsheim“: Zweite Ladefarm am Netz

„Electric City Rüsselsheim“: Zweite Ladefarm am Netz

Copyright Abbildung(en): Stadt Rüsselsheim am Main

Vor wenigen Wochen hat die Stadt Rüsselsheim am Main die erste von insgesamt drei Ladefarmen in Betrieb genommen – nun folgte der Betriebsstart des zweiten Abschnitts „An der Berggewann“. Ab sofort lasen sich dort an 104 Ladesäulen bis zu 200 Elektrofahrzeuge laden, geht aus einer Mitteilung hervor. Die Ladefarm findet sich auf einem öffentlichen Parkplatz zwischen dem Opel-Werksgelände sowie der Böllensee-Siedlung und liegt damit weniger als einen Kilometer Luftlinie von der Innenstadt entfernt. Aufgrund der Lage bedient der Parkplatz ideal die Bedürfnisse sowohl von elektrisch fahrenden Opel-Mitarbeitenden als auch von Anwohnerinnen und Anwohnern der umliegenden Wohngebiete.

Electric City Rüsselsheim ist das Ergebnis eines Konsortiums aus Kommune, Wirtschaft und Wissenschaft. Zu den Partnern der Stadt gehören Opel, die Hochschule RheinMain, die städtische Wohnbaugesellschaft gewobau und die Mobilitätsberatung Urban Mobility Innovations (ehemals B2M). Gemeinsames Ziel ist der deutliche Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium entstehen so bis zum Frühjahr 2022 mehr als 1200 Ladepunkte innerhalb des Rüsselsheimer Stadtgebiets, wovon mehr als 800 öffentlich zugänglich sein werden.

Der Standort hebt sich nach Angaben des Konsortiums etwas von der bereits in Betrieb befindlichen Ladefarm an der Mainzer Straße (152 LP) ab. Demnach sind sechs Ladeparkplätze barrierefrei, und sowohl im östlichen wie im westlichen Teil der Fläche finden sich auch Parkplätze für Elektrofahrzeuge ohne Lademöglichkeit. Insgesamt weist das Parkplatzgelände „An der Berggewann“ drei Ein- und Ausfahrten auf.

An allen Rüsselsheimer Ladefarmen kann an Normalladepunkten mit Wechselstrom (AC) und an ausgewählten Ladesäulen mit einer Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt geladen werden. Abhängig von der Leistung der Ladestation, der Kapazität des Akkus und der Technik des Elektroautos liegt die Ladedauer dabei zwischen zwei und vier Stunden.

Wie es weiter heißt, stehen für das Laden an den Electric-City-Säulen verschiedene Tarif- und Vertragsmöglichkeiten offen. Für das spontane Laden ohne Vertragsbindung fließt Ökostrom der Stadtwerke Rüsselsheim ins Auto. Auch eine vertragliche Bindung an die Stadtwerke ist möglich: Kundinnen und Kunden können dann den Rüsselsheimer Ökostrom nicht nur günstiger beziehen, sondern auch außerhalb der „Electric City“ an jeder Ladesäule tanken, die zum Roamingverbund von „ladenetz.de“ gehört.

Um sich für die Ladesäulen zu authentifzieren, setzt die Stadt Rüsselsheim auf RFID-Ladekarten sowie das Bezahlen über die Smartphone-App des Roaming-Anbieters „ladenetz.de“. Wer dagegen ohne Vertragsbindung Strom zapfen möchte, kann sich über eine Webseite authentifizieren, die sich über einen an der Ladesäule angebrachten QR-Code erreichen lässt. Eine „Plug&Charge“-Variante mit Abrechnung direkt über die Ladeelektronik der E-Autos ist in Vorbereitung.

Quelle: Electric City Rüsselsheim – Pressemitteilung vom 22. Oktober 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „„Electric City Rüsselsheim“: Zweite Ladefarm am Netz“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
6 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Was kostet den das spontane Laden ohne Vertragsbindung? leider nur schwer herrauszufinden.

Es wird höchstwahrscheinlich teurer sein, als der Roamingtarif, den man hat.

Nutzt AdHoc-Laden wirklich irgendwer?

Farnsworth

AdHoc-Laden wird gerne von Journalisten benutzt, wenn sie negative Berichte über E-Autos verfassen wollen. 🙂

Maingaukarte soll nutzbar sein, zu Spontanladen gibt es keine Preisangaben.

Ich vermisse die Schnelladesäulen!

Ich denke, das ist nicht der Sinn dieses Ladeparks. Gedacht wohl für Opel-Arbeiter, die während der Arbeit Zeit zum Laden haben. Und natürlich für private E-Autos, die keine Möglichkeit haben „zuhause“ zu laden. Plötzlich ist auch ein wohnungsnahes Laden möglich, wenn man im 4. Stock ohne Stellplatz wohnt.

„Aufgrund der Lage bedient der Parkplatz ideal die Bedürfnisse sowohl von elektrisch fahrenden Opel-Mitarbeitenden als auch von Anwohnerinnen und Anwohnern der umliegenden Wohngebiete.“
Und wieder gibt es ein Argument weniger. Die Wege sind da, man muss sie nur gehen.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Wuling Nano EV: Mini-Stromer aus China mit 305 km Reichweite
Peugeot: Mehr Reichweite für e-208 und e-2008
Mercedes-Benz preist Elektro-SUV EQB ab 55.300 Euro ein
6
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).