E.ON-Umfrage: Autos mit Stecker hoch im Kurs

E.ON-Umfrage: Autos mit Stecker hoch im Kurs

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Fortbewegung mit Strom steht nach wie vor hoch im Kurs. Die Hälfte der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland würde sich bereits beim nächsten Wagenkauf für ein aufladbares Fahrzeug entscheiden. Das hat eine Umfrage des Energiekonzerns E.ON unter 2000 Führerscheinbesitzern ergeben, die im Oktober von Statista durchgeführt wurde. Rund 30 Prozent der Befragten würden demnach als nächstes ein reines Elektroauto wählen, weitere 20 Prozent einen Plug-in-Hybrid.

Damit liegt das reine E-Auto in der Beliebtheit bereits gleichauf mit dem Benziner, für den sich ebenfalls 30 Prozent entscheiden würden. Einem Dieselantrieb dagegen würden lediglich neun Prozent der Befragten den Vorzug geben, fünf Prozent würden einen klassischen Hybrid ohne Auflademöglichkeit wählen, ein Prozent einen Erdgas-Antrieb und fünf Prozent gaben „sonstiges“ an. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Verkehrswende hin zu klimafreundlichen Antrieben in den Köpfen der meisten Autofahrer bereits begonnen hat“, so der Deutschland-Chef von E.ON Energie, Filip Thon.

Der Umfrage zufolge stehen E-Autos vor allem bei jungen Führerscheinbesitzern sowie Familien und Besitzern von Photovoltaik-Anlagen (PV) hoch im Kurs. So würden sich 35 Prozent der 18- bis 24-Jährigen als nächstes für ein E-Auto entscheiden, bei Familien sind es ebenfalls 35 Prozent. Besonders attraktiv ist es, das E-Auto mit grünem Fahrstrom von der eigenen PV-Anlage zu versorgen: 40 Prozent der Solaranlagen-Besitzer wollen daher nach dem nächsten Fahrzeugkauf rein elektrisch unterwegs sein. Bereits heute geben 13 Prozent dieser Gruppe an, ein E-Auto zu besitzen. Im Vergleich der Bundesländer liegen die Berliner bei der Frage nach dem nächsten Auto mit einer E-Auto-Zustimmung von 40 Prozent deutlich vorne – gefolgt von den Menschen in Hamburg mit 35 Prozent und in Hessen mit 34 Prozent.

Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, hat E.ON hat auch die Gründe abgefragt, warum sich Menschen für ein E-Auto entscheiden würden: 69 Prozent geben demnach „Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein“ als wichtigste Kriterien an. Für 60 Prozent ist Elektromobilität die „Technik der Zukunft“, rund 51 Prozent finden „Kaufprämien und steuerliche Vorteile“ überzeugend.

Für den Großteil der Befragten, die künftig E-Auto fahren wollen, spielt auch der Klimaschutz bei der Fahrzeugproduktion eine wichtige Rolle. So finden es 91 Prozent sehr wichtig oder wichtig, dass das E-Auto klimafreundlich produziert wird. 63 Prozent würden dafür sogar einen höheren Preis akzeptieren. Bezogen auf die Art der Anschaffung würde sich mit 73 Prozent der Großteil der Befragten für den klassischen Fahrzeugkauf (mit oder ohne Finanzierung) entscheiden, 15 Prozent würden Leasing bevorzugen – ein Auto-Abo hingegen können sich lediglich drei Prozent vorstellen.

Quelle: E.ON

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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E.ON Umfrage! Ein Stromanbieter, der sagt das E Autos auf dem Vormarsch sind. Ah :)!

„Ein Stromanbieter, der sagt, dass EAutos auf dem Vormarsch sind.“

Ja, bei aufmerksamem Lesen lassen sich aber auch IMO interessante Differenzierungen finden, so z.B. bei der Altersverteilung oder der nach Bundesländern, oder … gern alles mit einem Körnchen Salz geniessen … 😛

. . . auch IMO interessante. . .
Mischmasch aus Deutsch und Englisch nennt man Denglisch. Soviel zur Korrektur von das zu dass. Wenn schon, dann mMn oder m.E.
Ansonsten mMn zutreffender Kommentar.

Naja, wenn selbst Shell als Mineralölkonzern die Zeichen der Zeit erkannt hat und in Ladeinfrastruktur investiert. Newmotion haben die ja auch schon geschluckt. Gehen oder bleiben?Das ist die Frage. Und Shell scheint die Weichen gestellt zu haben um zu bleiben.

Farnsworth

Weg vom Öl hin zur Atomkraft :). Die Welt denkt neu, ist das der Grüne Strom der Zukunft? Tja, alles unter Strom setzen braucht eine Lösung, da helfen Platten auf dem Dach grade wenig in November um den Strombedarf von allen E Produkten zu decken! Strahlende Aussichten :(!
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Frankreich-baut-jetzt-kleine-Atomkraftwerke-article22919705.html

Meine persönliche Entscheidung wird beim nächsten E-Auto davon abhängen, wie umweltfreundlich das Fahrzeug erzeugt wurde hinsichtlich

  • regenerativer Strom in der Produktion von Autobestandteilen und Batterie (daher wahrscheinlich ein Auto aus europäischer Produktion)
  • hoher Anteil recycelter Materialien, bis hin zum Batterie-Recycling
  • kleineres Fahrzeug, aber 50 kwh Batterie-Kapazität
  • Möglichkeit, den Batteriestrom wieder zurück ins Haus einspeisen zu können

… und das Design muss passen …

Beim Benziner hast du dir diese Fragen ja sicher auch gestellt….

Hm, hatte man viele Alternativen früher? Nun soll doch bitte alles klimaneutral sein, oder? Sonst bräuchte man die E Mobilität ja nicht, wenn dieser Punkt in Zukunft nicht berücksichtigt werden, oder? Oder soll die E Mobilität einfach nur ein neues Spielzeug werden, was genau so dreckig ist wie die Verbrenner es noch sind mit den fossilen Brennstoffen? Uns bringen Verbrenner mit fossilen Brennstoffen genau so wenig wie E Fahrzeuge, die an der Steckdose Kohle und Atomstrom laden und bitte die Akkus nicht vergessen! Entweder wollen wir diesen Planeten retten oder lassen es! Also bitte, wie ernst nehmen die E Autofahrer den Klimaschutz wirklich nach solchen Argumenten Tobi? Ich könnte diesen grünen Strom sonst sicher auch gut für andere elektrische Geräte nutzen, wo dieser jetzt eben fehlt!

Sehr erfreuliche Einstellung!
Bei den gesamten Umfrageteilnehmern schaut’s ja nicht so rosig aus:
„So finden es 91 Prozent sehr wichtig oder wichtig, dass das E-Auto klimafreundlich produziert wird. 63 Prozent würden dafür sogar einen höheren Preis akzeptieren.“
Das heißt im Umkehrschluss, 37 Prozent sind nicht bereit, zugunsten einer klimafreundlichen Produktion mehr zu bezahlen. Der Umweltschutz darf also nichts kosten!

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